Author Archives: Lars

Kann man Solarworld, Centrotherm, Roth und Rau, Yingli, Trina Solar und Suntech Power kaufen?

Die letzte Woche hat mal wieder ganz deutlich gezeigt wie instabil die Börsen durch ein paar ungute Meldungen werden können. Es ist Vorsicht geboten! Zwar ist diese Korrektur schon lange erwartet worden, und wäre auch durchaus gesund, dennoch kann das Ausmaß dieser Bewegung derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Mit dem Erreichen der 1.100 Punkte im S&P 500 ist mein persönliches Korrekturziel bereits erreicht, der Dow Jones könnte noch die Marke von 10.000 Punkten testen, wenngleich ich zunächst nur von 10.200 Punkten ausgegangen bin was ebenfalls erreicht worden ist. Wie heißt es so schön: „politische Börsen haben kurze Beine“ Ich erwarte eigentlich das sich der Markt in der kommenden Woche wieder etwas fängt, es sei denn es kommen neue schlechte Nachrichten, etwa von der Berichtssaison im Dax..

Heute war in einem namhaften Internet Börsen Forum zu lesen und zu sehen, das es eine sogenannte Todesliste bei Solaraktien gibt. Natürlich hat sich das Umfeld für den gesamten Sektor inzwischen durch die neuen staatlichen Regulierungen deutlich verschlechtert, ob dies nun unmittelbar zum Sterben einiger Unternehmen führen wird sei noch dahingestellt. Viel mehr sind es eher die fundamentalen Gegebenheiten einiger Unternehmen die den Anleger bei manchen Titeln nachdenklich stimmen sollten. Wir möchten Ihnen hier noch einmal in kurzer Form unsere Einschätzung zu der aktuellen Situation bei Solaraktien geben, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung wohl gerade sehr groß ist…

Unter besonderer Beobachtung stehen hier unter anderem die Titel von Solar Millenium die in den vergangenen Wochen alleine an einem Tag um über 20% nachgeben hatten. Hier dürfte auch die hervorragende Performance in den vergangenen Wochen etwas „abgebaut“ werden. Gewinnmitnahmen sind hier völlig normal. LDK Solar ist nach wie vor einer der größten Wackelkandiaten und wird wohl von den neuen Einspeisevergütungen mit am härtesten getroffen, würden wir eher nicht im Depot haben wollen. Wohin gegen Yingli Green einer der Profiteure dieser neuen Gesetzgebung sein könnte. Rücksetzer sollten spekulative Anleger nutzen!

Connergy ist und bleibt nur etwas für Zocker, Solarworld dürfte als Marktführer ebenso zumindest überleben wie Q-Cells aber noch etwas nachgeben. Danach werden aber auch diese Aktien zu den langfristig soliden Anlagen in diesem Bereich gehören. Trina Solar ist bereits schon sehr gut gelaufen und hat kürzlich einen Aktiensplitt durchgeführt. Weiterhin ist dieses Unternehmen aber hervorragend positioniert, wenn auch schon etwas vorausgeeilt. Würden wir eher halten. Suntech Power hat eine ähnlich starke Position wie Solarworld und dürfte auch einer der interessantesten Langfristanlagen im Solarsektor bleiben.

Bei den Maschinenbauern sieht es nach wie vor noch mit am besten aus, und diese gehören auch immer noch zu unseren Favoriten. Manz Automationen hatte zwischenzeitlich etwas korrigiert sich aber schon wieder gefangen. Nach unserer Auffassung zu früh! Die Aktie ist unter relativ geringen Umsätzen in den vergangenen Monaten nach oben gekauft worden. Dem entsprechend schnell kann es auch wieder runter gehen, und sollte es auch den Anstieg etwas gesünder zu untermauern. Würden wir eher nicht kaufen. ganz im Gegensatz zu Centrotherm, die inzwischen ebenfalls um über 20% Korrigiert haben, sowie der Aktie von Roth und Rau. In der kommenden Woche werden wir hier wieder erste Positionen aufbauen.

Noch ein paar Zeilen zu den Bankenwerten: Die internationalen und deutschen großen Bankentitel sind seit den Ankündigungen Obamas mächtig unter Druck geraten. Weiterhin bleibt der Ausblick für die Großbanken erst einmal schlecht und auch andere raten eher zum verkaufen der Titel von Mogan Stanley, Citigroup, Bank of America, Deutsche Bank, Commerzbank und so weiter. Wir sehen hier ebenfalls weiteres Korrekturpotenzial von mindestens zehn Prozent vielleicht aber auch deutlich mehr. Bei JP Morgan und Goldman Sachs sind wir allerdings etwas optimistischer. Nach wie vor gehören diese beiden zu den international stärksten Titeln des Sektors die auch die Krise am besten gemeistert haben. Dies dürfte auch in Zukunft so bleiben wenn es wieder etwas holpriger wird.

Setzen Sie auf die Marktführer! Wenn eine Pleitewelle im Solarsektor kommen sollte sind Sie hier am besten positioniert. Die Branchenführer werden nicht nur überleben, sondern dann überproportional langfristig davon profitieren. Wenn Sie sich also wieder im Solarsektor aufstellen wollen warten Sie die aktuelle Entwicklung noch etwas ab. Teilweise sehen wir schon wieder Übertreibung nach unten, jedoch ist es in diesem Börsenumfeld jederzeit möglich das weitere Stopp-Loss-Wellen ausgelöst werden könnten. Erst wenn sich der Markt wieder gefangen hat sollten gezielt und vorsichtig erste Positionen bei den Gewinner-Aktien aufgebaut werden…Zu der Frage in der Headline ist die Antwort also JA! ..beschränkt sich aber auch auf die erwähnten Titel, und…auf das richtige Timing kommt es an!

Bankenblues bei JP Morgan, Bank of America, GS, Citi und der Deutschen Bank

US Präsident Barack Obama versucht nach der Wahlschlappe seiner Partei in Massachusets, nun noch schnell sein Vorhaben das Bankenwesen in den USA grundlegend zu reformieren durch zu boxen und sorgte damit gestern nicht nur an der Börse für Turbulenzen. Die Märkte reagierten verschnupft auf die Ankündigung Obamas die amerikanischen Großbanken in kleinere Einheiten aufteilen zu wollen. Sämtliche Aktienkurse aller US Großbanken wie JP Morgan, Bank of America, Citigroup und sogar Goldman Sachs, die gestern mal wieder Top Zahlen präsentiert hatten verloren deutlich an Wert. Die Börse befürchtet nun das es erst einmal vorbei sein könnte mit dem lustigen Treiben der Großbanken, sprich den spekulativen Geschäften die im vergangenen Jahr so viele Milliarden Gewinn gebracht haben.

Und das wohl auch zu Recht, obwohl der Entwurf von Obama alles andere als sicher für eine tatsächliche Umsetzung ist. Besonders unliebsam für die Lobyisten bei der Umsetzung dieses Plans, war aber wohl dies.. Obama will Banken den Eigenhandel verbieten, eine wesentliche Ertragsquelle für alle großen Wall Street-Häuser. Die Banken sollen nicht einmal mehr in Hedge-Fonds und Beteiligungsfirmen investieren dürfen. Außerdem will er schärfere Größenbeschränkungen einführen. Hauptziel Obamas dabei dürfte sein die Banken in so kleine Einheiten aufzuspalten das es den Begriff „too big to fail“ in Zukunft nicht mehr geben wird. Sprich in Zukunft sollen Banken die schlecht gewirtschaftet, oder sich anderweitig verhoben haben, einfach pleite gehen können, ohne das dies dann systemrelevant wäre“

Ich persönlich halte dies grundsätzlich für einen extrem cleveren Ansatz. Die Banken müssen mehr in die Pflicht genommen werden und die Konsequenzen ihres Handelns selber tragen ohne das dies Auswirkungen auf den Staat oder die Steuerzahler hat. Ein solches Modell kann man sich auch hierzulande zumindest wünschen, denn ob es tatsächlich zu einer Umsetzung dieses Vorschlages kommt ist mehr als ungewiss. Obama weht der Wind auch aus den eigenen Reihen kräftig ins Gesicht. Beobachter rechnen mit einem Scheitern dieser Reform. Obama zeigt sich kämpferisch und fordert die Bankenlobby offen zum Schlagabtausch. Die nächsten tage werden sehr spannend und auch richtungweisend für die Börsen sein..

Es gibt aber auch Gewinner dieser Entwicklung, und die sollten sich spekulativ orientierte Anleger einmal etwas näher anschauen. Die kleineren Bankenwerte, die von manch einem Analysten bereits tot geglaubt waren, konnten gestern deutlich von dieser Entwicklung profitieren. Mit Kurszuwächsen zwischen 15 und 40% meldete sich die „normale“ Filialbanken-Szene gestern zurück. Ein paar Beispiele hierfür sind die Aktien von Pacific Capital Bancorp, Central Pacific Inc., Sterling Financial, Kingsway Financial, und allen voran die Bank of Florida. Wir hatten ja bereits am Montag in unserem Newsletter darüber berichtet, dass es eine „Volksbewegung“ in den USA gegen die sechs großen Banken gibt, mit der Aufforderung an die US-Bürger ihr Geld zu den kleinen Filialbanken zu transferieren. Weder Obama, noch das Volk sind weiter bereit die Willkür der Großbanken zu ertragen, und das ist gut so!

Beobachten Sie den Markt in den kommenden Tagen etwas genauer. Besonders interessant ist natürlich der Bankensektor. Halten Sie Ausschau nach den kleinen US Banken. Anleger mit guten Nerven wagen erste Positionen, den anderen raten wir eher davon ab. Investieren Sie erstmal nur eine kleine Summe, und kaufen Sie ggf. nach. Aktien von Großbanken sind gerade eher kein Kauf, wenn Sie diese besitzen setzen Sie konsequente Stopps. Und das wichtigste zum Schluss. Beobachten Sie genau was in den USA politisch passiert, denn wie immer, wenn der Wind sich dreht, passen Sie bitte kurzfristig Ihre Anlagestrategie den neuen Umständen an. Sollte Obama scheitern gehts auch ganz schnell wieder in die andere Richtung….

Arques Industries – Der Traum vom schnellen Geld

Die deutsche Kapitalbeteiligungsgesellschaft Arques Industries, Starnberg, hatte 2005 die Holding Arquana Druck & Media gegründet und anschließend sieben Druckereien in Deutschland, Frankreich und Österreich darin integriert. Im Nachhinen hat sich nun herausgestellt das die Werthaltigkeit dieses Assets für die Beteiligungsgesellschaft Arques äusserst zweifelhaft war. Die Geschäfte in der Holding wurden nach der Art eines Schneeballsystems betrieben: Die allesamt maroden Druckereien sollten zusammengelegt einen besseren Eindruck abgeben und somit Kapital über den Aktienkauf anlocken. Mit Erfolg. Zeitweilig notierte die Arquana-Aktie bei über 35 Euro.

Nachdem der Arques-Gründer Peter Löw im Frühjahr 2007 seine gesamten Anteile für rund 100 Millionen Euro verkauft hatte, organisierte Arques den Rückzug aus Arquana mit Hilfe der Firma Printec Investments. Unterlagen, die dem «Bieler Tagblatt» vorliegen, lassen den Verdacht aufkommen, dass es sich dabei um eine Scheinfirma handelt. Eine der Druckereien, die den Machenschaften zum Opfer fielen, ist die Kölner Druckerei Bachem. Seit eineinhalb Jahren stehen die Maschinen still. Insgesamt verloren bei der Arquana International Print & Media AG über 700 Drucker ihre Arbeit.

Dabei ging Arquana stets ähnlich vor: Kriselnde Unternehmen wurden günstig gekauft, einer Restrukturierung unterzogen und nach drei bis vier Jahren mit Gewinn wieder verkauft. Am ehesten lohnte sich das Geschäft aber für Arques. Sie konnte mit den Gewinnen ihren Aktienkurs aufpolieren. Die Grösse war das Ziel, Personalkosten wurden gesenkt, Umsatz wurde gebolzt. Doch Abschreibungen und andere Kosten trieben die Holding in die roten Zahlen. Das Alltagsgeschäft war nicht die Sache der Investoren. Managementfehler waren die Folge. So wurden zum Beispiel einfach Aufträge zwischen den Druckereien hin und her geschoben, auch wenn dies wirtschaftlich keinen Sinn machte. Quelle: Bielertagblatt

Strafnachlass von 145,5 Mio für Klöckner&Co.

Das französische Berufungsgericht (Cour d’Appel de Paris) hat gestern Abend bekannt gegeben, dass es die von der französischen Kartellbehörde gegen KDI SAS (ein Tochterunternehmen der Klöckner&Co SE) und andere in Frankreich tätige Stahldistributeure verhängte Bußgelder deutlich reduziert hat. Die 2008 gegen KDI SAS verhängte Geldbuße wurde von 169 Mio. Euro auf 23,5 Mio. Euro reduziert, wovon 17,5 Mio. Euro bereits geleistet wurden. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, da noch Revision beim Cour de Cassation eingelegt werden kann.

Den Unternehmen wurde vorgeworfen, an wettbewerbswidrigen Preisabsprachen in den Jahren 1999 bis 2004 beteiligt gewesen zu sein. Die Reduzierung des Bußgelds verbessert das Konzernergebnis 2009 der Klöckner&Co SE um einen Betrag in Höhe von 79 Mio. Euro. Die geringere Entlastung resultiert aus einem Erstattungsanspruch in Höhe von 70 Mio. Euro, den die Klöckner&Co SE gegen die vormaligen Eigentümer des Klöckner&Co-Konzerns aus dem Erwerb des Konzerns im Jahre 2005 hat und der nun nur in geringem Umfang in Anspruch genommen wird.

Hypo Real Estate will nun doch die Bad Bank

Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate will sich durch die Einrichtung einer gigantischen «Bad Bank» von Altlasten befreien. Auf die Abwicklungsanstalt sollen Vermögenswerte von bis zu 210 Milliarden Euro übertragen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Der Antrag sei bereits gestellt worden. «Die Errichtung einer Abwicklungsanstalt ist ein wichtiger Schritt für die Neuausrichtung des Konzerns», sagte Vorstandschef Axel Wieandt. Durch die Übertragung solle auch der weitere Kapitalbedarf des Unternehmens sinken.

Eine «Bad Bank» («Schlechte Bank») ist ein Institut, das Risikopapiere übernimmt, die stark an Wert verloren haben und nicht mehr handelbar sind. Auch die angeschlagene WestLB will eine «Bad Bank» nutzen, um «faule Papiere» auszugliedern. Dort liegt das Volumen aber nur bei 85 Milliarden Euro und damit deutlich unter dem der HRE.

Die Hypo Real Estate, die inzwischen als Deutsche Pfandbriefbank am Markt auftritt, war nach Nothilfen von mehr als 100 Milliarden Euro im vergangenen Jahr verstaatlicht worden. Um die Sanierung des Unternehmens voranzubringen, denkt das Unternehmen bereits seit längerem über eine «Bad Bank» nach, erst kürzlich war wieder über entsprechende Pläne spekuliert worden. Die Summe von bis zu 210 Milliarden Euro fällt aber noch größer aus als bisher angenommen. Wieandt erklärte, durch die Ausgliederung werde sich die Bilanzsumme des Unternehmens deutlich verringern. Ziel sei es, die Deutsche Pfandbriefbank als strategische Kernbank zu stärken.

Auf die Abwicklungsanstalt will die HRE nach eigenen Angaben die Bereiche übertragen, die nicht für die Geschäftsstrategie notwendig sind. Dies könnten den Plänen zufolge vor allem Portfolien mit Papieren zur Staats- und Immobilienfinanzierung der Tochter Depfa Bank plc und der Deutschen Pfandbriefbank sein. Die Depfa Bank gilt als Auslöser der Krise der HRE, weil sie langfristige Kredite auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 kurzfristig nicht mehr refinanzieren konnte und damit den ganzen HRE-Konzern ins Wanken brachte. Aber auch Vermögenswerte anderer Konzerngesellschaften, strukturierte Produkte und Handelspositionen mit höheren Ausfallrisiken könnten hinzukommen.

Die Abwicklungsanstalt wurde nach Abstimmung mit dem Bankenrettungsfonds SoFFin bei der Finanzmarktstabilisierungsanstalt beantragt. Sofern alle Genehmigungen erfolgen, soll sie noch in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres eingerichtet werden. Unter anderem müsste die EU den Plänen zustimmen.

Neues aus China, Solarworld, Q-Cells in Co. weiter runter

China wächst weiterhin ransant! Auch wenn die Volksrepublik China weiterhin als der Wachstumsmotor dieser Welt angesehen wird sind die neusten Zahlen und Nachrichten aus dem großen kommunistischen Land eher etwas beängstigend.  Allen voran ist wohl der Umstand das nun China Exportweltmeister ist und nicht mehr Deutschland aus unserer Sicht besonders traurig. immerhin war dies ein Titel den wir Jahrzehnte inne hatten. Zu unserer Entschuldigung, und zur Richtigstellung dieser Statistik, gibte es aber zu sagen das China zwar mehr Waren exportiert als Deutschland, diese Statistik aber nicht viel wert ist. In erster Linie exportiert China deutlich minderwertigere Waren und pro Kopf betrachtet liegt Deutschland immer noch ganz weit vorne. Das aber nur ganz kurz am Rande…

Heute verkündete die Volksrepublik China das im vergangenen Quartal ein Wirtschaftswachstum von annualisiert 10,7 Prozent erreicht werden konnte, und dies somit der beste Wert seit dem Jahr 2007 ist. Das Land habe sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt ließ die Regierung verlauten. China liegt damit über den Erwartungen der meisten Experten. Auf das gesamte Jahr gesehen wuchs die Wirtschaft um 8,7 Prozent. Soweit alles schön und gut, doch dieses weiterhin rasante Wachstum könnte bald auch deutlich negative Folgen für die Inflation des Landes haben. Experten warnen bereits vor einer Überhitzung der chinesischen Konjunktur. Die Machthaber senden daher deutliche Signale für eine baldige Politikwende.

Am Mittwoch schlugen Kapitalmärkte weltweit Kapriolen, nachdem bekannt geworden war, dass der Bankenregulierer große Institute des Landes angewiesen hat, für den Rest des Monats keine Kredite mehr auszureichen. ES wächst die Sorge, die Geldflut nähre neue Blasen am Aktien- und Immobilienmarkt. Laut der chinesischen Zeitung China Securities Journal haben die Banken in diesem Monat bisher bereits wieder mehr als 1000 Mrd. Yuan an Darlehen ausgereicht. Die chinesische regierung hat also nun damit begonnen auf die Bremse zu treten, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Sollte dies der regierung nicht gelingen so hätten wir auch in China bald eine ähnliche Situation wie in den USA oder Japan wo dieser Zustand bereits zwei Jahrzehte anhält. In erster Linie würde dies dann wiedermal den Immobilienmarkt treffen, und natürlich auch die Industrie.

Es bleibt also ein Balanceakt! Die jetzt eingeleitete Rückführung der Kredite ist aus Sicht des Bankhauses nicht ohne Risiko. Tritt die chinesische Politik zu sehr auf die Bremse, bestehe mittelfristig das Risiko einer zu starken konjunkturellen Verlangsamung und damit einer ´harten Landung´. Greift sie zu vorsichtig ein, könnte eine Blase am Immobilienmarkt entstehen. Die staatlichen Maßnahmen zur Konjunkturverlangsamung dürften sich frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 spürbar auf das chinesische Wachstum niederschlagen und das wiederum entspräche auch unserem prognostizierten Szenario in der Investors Inside Jahresprognose 2010..Achten Sie also weiterhin auf die Fiskalpolitik in China!

Noch ganz kurz zum Markt…die US Indizes konnten sich zwar gestern gegen Handelsende wieder von Ihren Tiefstständen erholen, man sollte aber weiterhin Vorsicht walten lassen. Die politische Situation in den USA ist angespannt und der Dow Jones konnte  nur knapp die entscheidende Marke von 10600 Punkten wieder verteidigen. Es bleibt also abzuwarten, ob die heutige positive Eröffnung über den Tag hinweg gehalten werden kann. Besonders der heutigen Erholung der Solarwerte trauen wir nicht, da dieser Sektor gestern in den USA wiedermal tief im Rot notiert hat…vielleicht ist es sinnvoll sich hier noch etwas weiter unten mit Abstauberlimits zu positionieren! 😉

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

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Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley

Das sieht alles nicht mehr ganz so gut aus für eine Fortsetzung der Rally. Immer mehr warnende Zeichen sollten die Anleger so langsam etwas nervöser werden lassen. nach den bereits schlechten Zahlen der Citigroup konnten auch die anderen Vertreter Ihrer Zunft, Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley nicht mehr so recht überzeugen. Dazu kommen noch die Wahlschlappe der Demokraten in Massachussets die den Präsidenten der Vereinigten Staaten,  Barack Obama und sein Kabinett nun in ernsthafte Bedrängnis bringen. Denn durch den Verlust der Wahl steht Obamas Gesundheitsreform und die Reform des Bankenwesens nun auf der Kippe. Schlimmstenfalls ist diese Regierung ab heute nur noch einen Schattenregierung die nicht mehr viel entscheiden darf. Zumindest wird ab heute der Gegenwind der Republikaner deutlich stärker in die Gesichter der Demokraten blasen, was für Reformen nicht unbedingt die beste Voraussetzung ist.

Doch nun zu den Banken: Am frühen Nachmittag berichtete die Bank, dass sie im vierten Quartal 2009 einen Nettoverlust von 194 Millionen Dollar erlitten hatte, inklusive der Rückzahlungen an die US-Regierung sogar 5,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem etwas niedrigeren Verlust gerechnet. Auch bei Morgan Stanley und Wells Fargo konnten die Anleger nicht mehr überzeugen. Die Zahlen der beiden amerikanischen Banken waren zwar nicht an sich „schlecht“, beide Firmen wiesen Gewinne aus, und kamen den Prognosen recht nahe. Es fehlte jedoch die überragende positive Überraschung, weswegen die Börse eher pikiert reagierte. Alle drei Titel verloren bereits vorbörslich deutlich an Boden konnten sich aber zu Handelsbeginn schon wieder erholen.

Die Nachrichtenlage an der Konjunkturfront ist ebenfalls in den letzten Handelstagen deutlich schlechter geworden. Spekulationen auf konjunkturdämpfende Maßnahmen in China haben am Mittwoch die Rohstoffmärkte belastet. Vor allem die Notierungen für Öl und der Basismetalle gerieten unter Druck. Die chinesischen Behörden hätten einige große Banken angewiesen, für den Rest des Monats keine Kredite mehr zu vergeben, hieß es am Mittwoch in Medienberichten und aus Bankenkreisen. Damit solle eine Überhitzung der Konjunktur vermieden werden, nachdem die Banken zu Jahresbeginn immer mehr Kredite vergeben hätten. Börsianer sahen darin einen weiteren Hinweis für eine Straffung der Geldpolitik. Die für Donnerstag erwarteten chinesischen Konjunkturdaten, unter anderem zum Bruttoinlandsprodukt und zur Industrieproduktion, müssten nun besonders gut sein, um den Markt zu beruhigen.

Charttechnisch bewegen sich nahezu alle Indizes momentan deutlich auf die letzten Unterstützungszonen zu. Sollten diese nicht halten dürfte es weiter abwärts gehen. Dann wäre auch das Szenario einer deutlicheren Korrektur wieder im Gespräch. Noch gibt es allerdings keine Veranlassung hektisch zu werden, wenn man auch über eine Reduktion der Depotpositionen nachdenken sollte. Wir haben unsere Investitionsquote inzwischen deutlich verringert und gehen davon aus das man in den kommenden Tagen die einzelnen Positionen wieder ein Stückchen günstiger aufbauen kann. Besonders der Solarsektor dürfte auch weiterhin unter den schlechten Nachrichten leiden. Es empfiehlt sich also zu warten bis die neuen Kürzungspläne für die Subventionen voll eingepreist sind bevor man sich hier neu engagiert. Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig. Momentan sind einfach zu viele Variable im Markt die man nur schwer einschätzen kann..

IBM, mit Vollgas aus der Krise

IBM toppt die Erwartungen des Marktes deutlich und sorgt damit für neuen Optimismus an den internationalen Börsenplätzen. Vor allem dank eines stark laufenden Software- und Service-Geschäfts verdiente der Computerveteran im vierten Quartal 4,8 Mrd. Dollar. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging erstmals seit fünf Quartalen wieder leicht um 0,8 Prozent auf 27,2 Mrd. Dollar nach oben. IBM hat die Wirtschaftskrise damit von Anfang an wesentlich besser weggesteckt als die meisten anderen Unternehmen. Der einst für seine Heimcomputer berühmte Konzern setzt seit langem auf die profitablere Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Diese strategische Neuausrichtung hat sich für das Unternehmen und die Aktionäre als der richtige Weg erwiesen.

Auch bei der Prognose für das kommende Geschäftsjahr zeigte sich die IBM Führung lange nicht so zurückhaltend wie andere Unternehmen. Der weltgrößte IT-Dienstleister erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. IBM erwarte nun ein Ergebnis von mindestens elf Dollar je Aktie, teilte der US-Konzern weiter mit. Zuvor hatte das Unternehmen zehn bis elf Dollar je Anteilsschein in Aussicht gestellt. Die IBM-Aktien gab trotz der unerwartet guten Zahlen im nachbörslichen Handel leicht nach. Die Papiere hatten allerdings in den vergangenen zwölf Monaten fast 60 Prozent zugelegt. IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. Die Zahlen stützten einmal mehr das Bild, das vor wenigen Tagen der Halbleiter-Primus Intel gezeichnet hatte. Die Technologiebranche hat sich von der Krise erholt!

Solarworld Chef warnt vor dramatischen Auswirkungen der Kürzungen

Frank Asbeck, Chef des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld , hat sich besorgt über Pläne des Bundesumweltministeriums geäußert, die Solarförderung im April um bis zu 17 Prozent zu kürzen. „Ich kann damit gar nicht glücklich sein, weil es vielen deutschen Herstellern das Genick brechen wird“, sagte Asbeck in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ Die Kürzungspläne, die das Ministerium im Detail Mitte dieser Woche vorstellen will, gingen deutlich über die Vorschläge aus der Branche hinaus. „Gemeinsam mit der schon erfolgten neunprozentigen Absenkung zu Jahresbeginn ist es mehr als der Spielraum, der sich durch den dramatischen Preisverfall der letzten Monate ergeben hat“, sagte Asbeck weiter.

Er und andere führende Vertreter der Solarbranche hatten vergangene Woche in dem Ministerium in Berlin vorgesprochen und vorgeschlagen, dass die Einspeisevergütung für Solarstrom zum Sommer lediglich um vier bis fünf Prozent gekürzt wird. Asbeck war zugleich der erste Chef eines großen Solarmodul-Herstellers, der sich grundsätzlich für eine moderate Kürzung der Fördersätze ausgesprochen hatte. Der Manager sprach sich in dem Interview zugleich gegen weitere große Solaranlagen auf dem freien Feld aus. „Ich bin studierter Agraringenieur und finde: Es muss nicht auf jedem Acker eine Solaranlage stehen. Große Anlagen kann man gern auf alten Mülldeponien aufbauen. Aber Deutschland ist nicht so riesig, dass wir jedes schöne Feld zubauen müssen“.

Japan Airlines geht in die Insolvenz

Vorgesehen ist japanischen Medien zufolge, dass die einstige Staats-Airline nach dem Muster des US-Autoriesen General Motors mit Mitteln einer staatlichen Sanierungsgesellschaft radikal umstrukturiert wird. Nur dank milliardenschwerer Notkredite kann sich die 1987 privatisierte Fluggesellschaft noch in der Luft halten. Der Staat will während der Sanierung den Flugbetrieb sicherstellen. Damit lässt die seit vier Monaten amtierende Regierung von Ministerpräsident Yukio Hatoyama erstmals ein großes Traditionsunternehmen außerhalb des Finanzsektors bankrott gehen. Laut Medien soll im Zuge der staatlich gelenkten Insolvenz rund ein Drittel der Belegschaft abgebaut werden. Die staatliche Enterprise Turnaround Initiative Corp, die mit der Sanierung befasst ist, wollte noch am Dienstag einen Restrukturierungsplan vorlegen.

Delticom Zahlen könnten auch Conti beflügeln..

Die starke Performance der Delticom-Aktie hat durch die am Morgen veröffentlichten glänzenden Jahreszahlen eine eindrucksvolle fundamentale Begründung erhalten. Der SDax-Titel könnte nun aufs Neue sein Rekordhoch ins Visier nehmen. Am späten Montagabend lieferte das Unternehmen aber erst einmal seine Jahreszahlen für 2009 ab. Danach kletterte der Umsatz von 259 Millionen auf 310 Millionen Euro. Am 4. Januar hatte Delticom noch von einem Jahresumsatz von 300 Millionen Euro berichtet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Vorjahresvergleich um 70 Prozent auf 28 Millionen Euro gestiegen. Mit einer Rendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von über neun Prozent übertraf Delticom zudem das für 2009 in Aussicht gestellte Renditeziel von sieben Prozent deutlich.

„Die extremen winterlichen Straßenverhältnisse in vielen Ländern Europas sorgten bei Delticom zum Jahresende hin zu den höchsten Absatzzahlen der Unternehmensgeschichte“, streicht das Unternehmen in seiner Pflichtmitteilung heraus. Vor allem die Abwrackprämie, aber auch das äußerst kalte Winterwetter hatten im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis beflügelt.  Diese Aussagen lassen zumindest den Schluss zu das dies bei anderen Autoreifen-Herstellern ebenso positive Einmaleffekte hinterlassen haben könnte. Möglicherweise kann diese Meldung also heute auch der Conti Aktie helfen sich endlich aus der engen Tradingrange in dem sich die Aktei seit der Kapitalmaßnahme befindet herauszulösen. Spannend könnte in den Zusammenhang auch eine Spekulation mit den Bezugsrechten, (WKN A1CRRC) für kurzfristig orientierte Anleger sein.

Apples Vorstoß in neue Märkte mit dem Tablet Mac

Die Spekulationen um einen Tablet-Computer von Apple bekommen neue Nahrung. Noch im Januar werden die Apple Fans wissen ob der neuartige Mac nun kommt oder nicht. Der US-Technologiekonzern lud am Montag, wie bereits in zahlreichen Medienberichten vorhergesagt, zu einer Neuheiten-Vorstellung am 27. Januar ein. Natürlich war auch dieses Mal im Vorfeld nicht zu erfahren was genau vorgestellt werden soll. Spekulationen um eine neue Generation des iPhone, dem 4G mit der Touch Funktion der Magic Mouse,  kursieren genau so lange schon im Netz wie die Gerüchte um den schon fast sagenumwobenen Tablet Computer. Die Einladung mit vielen bunten Farbklecksen rings um das Apple-Logo ruft lediglich auf, die „jüngste Kreation“ des Unternehmens zu sehen…

Bisherigen Medienberichten zufolge will Apple bei dem Event in San Francisco den seit langem erwarteten Tablet-Computer der Öffentlichkeit präsentieren. Diese kompakten Geräte mit berührungsempfindlichem Bildschirm konnten sich bisher nicht durchsetzen. Apple, dem Erfinder des iPod-Players und des iPhone-Handys, wird jedoch zugetraut, auch dieser Geräteklasse zum Durchbruch verhelfen zu können. Unter anderem die mit Auflage-Rückgängen kämpfende Print-Branche hofft, sich mit Hilfe von Tablet-Computern neue Erlösquellen zu erschließen. Die Apple Gemeinde ist sich einig, wenn es überhaupt einem Konzern dieser Welt gelingen wird einen Tablet PC herzustellen der die Massen faszinieren wird, dann ist das Apple.

Apple ist es gelungen den Standard bei Handys innerhalb weniger Jahre in ganz neue Dimensionen zu katapultieren. Auch der zuletzt eher klägliche Versuch von Google in diesen Markt vorzustoßen hat gezeigt das Apple Produkte zwar nicht gerade günstig, aber in jedem Falle einzigartig sind. Vielleicht stehen wir gerade vor der nächsten Revolution im PC Bereich? Sollte den Apple Produktdesignern auch dieser Coup gelingen dürfte die Apple Aktie noch auf Jahre hinweg ein sehr interessantes Investment sein. In jedem Falle dürfen wir alle sehr gespannt sein was genau am 27.01.2009 von Steve Jobs präsentiert wird…

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