IBM, mit Vollgas aus der Krise

IBM toppt die Erwartungen des Marktes deutlich und sorgt damit für neuen Optimismus an den internationalen Börsenplätzen. Vor allem dank eines stark laufenden Software- und Service-Geschäfts verdiente der Computerveteran im vierten Quartal 4,8 Mrd. Dollar. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging erstmals seit fünf Quartalen wieder leicht um 0,8 Prozent auf 27,2 Mrd. Dollar nach oben. IBM hat die Wirtschaftskrise damit von Anfang an wesentlich besser weggesteckt als die meisten anderen Unternehmen. Der einst für seine Heimcomputer berühmte Konzern setzt seit langem auf die profitablere Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Diese strategische Neuausrichtung hat sich für das Unternehmen und die Aktionäre als der richtige Weg erwiesen.

Auch bei der Prognose für das kommende Geschäftsjahr zeigte sich die IBM Führung lange nicht so zurückhaltend wie andere Unternehmen. Der weltgrößte IT-Dienstleister erhöhte seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. IBM erwarte nun ein Ergebnis von mindestens elf Dollar je Aktie, teilte der US-Konzern weiter mit. Zuvor hatte das Unternehmen zehn bis elf Dollar je Anteilsschein in Aussicht gestellt. Die IBM-Aktien gab trotz der unerwartet guten Zahlen im nachbörslichen Handel leicht nach. Die Papiere hatten allerdings in den vergangenen zwölf Monaten fast 60 Prozent zugelegt. IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. Die Zahlen stützten einmal mehr das Bild, das vor wenigen Tagen der Halbleiter-Primus Intel gezeichnet hatte. Die Technologiebranche hat sich von der Krise erholt!

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