Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley

Das sieht alles nicht mehr ganz so gut aus für eine Fortsetzung der Rally. Immer mehr warnende Zeichen sollten die Anleger so langsam etwas nervöser werden lassen. nach den bereits schlechten Zahlen der Citigroup konnten auch die anderen Vertreter Ihrer Zunft, Bank of America, Wells Fargo und Morgan Stanley nicht mehr so recht überzeugen. Dazu kommen noch die Wahlschlappe der Demokraten in Massachussets die den Präsidenten der Vereinigten Staaten,  Barack Obama und sein Kabinett nun in ernsthafte Bedrängnis bringen. Denn durch den Verlust der Wahl steht Obamas Gesundheitsreform und die Reform des Bankenwesens nun auf der Kippe. Schlimmstenfalls ist diese Regierung ab heute nur noch einen Schattenregierung die nicht mehr viel entscheiden darf. Zumindest wird ab heute der Gegenwind der Republikaner deutlich stärker in die Gesichter der Demokraten blasen, was für Reformen nicht unbedingt die beste Voraussetzung ist.

Doch nun zu den Banken: Am frühen Nachmittag berichtete die Bank, dass sie im vierten Quartal 2009 einen Nettoverlust von 194 Millionen Dollar erlitten hatte, inklusive der Rückzahlungen an die US-Regierung sogar 5,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem etwas niedrigeren Verlust gerechnet. Auch bei Morgan Stanley und Wells Fargo konnten die Anleger nicht mehr überzeugen. Die Zahlen der beiden amerikanischen Banken waren zwar nicht an sich „schlecht“, beide Firmen wiesen Gewinne aus, und kamen den Prognosen recht nahe. Es fehlte jedoch die überragende positive Überraschung, weswegen die Börse eher pikiert reagierte. Alle drei Titel verloren bereits vorbörslich deutlich an Boden konnten sich aber zu Handelsbeginn schon wieder erholen.

Die Nachrichtenlage an der Konjunkturfront ist ebenfalls in den letzten Handelstagen deutlich schlechter geworden. Spekulationen auf konjunkturdämpfende Maßnahmen in China haben am Mittwoch die Rohstoffmärkte belastet. Vor allem die Notierungen für Öl und der Basismetalle gerieten unter Druck. Die chinesischen Behörden hätten einige große Banken angewiesen, für den Rest des Monats keine Kredite mehr zu vergeben, hieß es am Mittwoch in Medienberichten und aus Bankenkreisen. Damit solle eine Überhitzung der Konjunktur vermieden werden, nachdem die Banken zu Jahresbeginn immer mehr Kredite vergeben hätten. Börsianer sahen darin einen weiteren Hinweis für eine Straffung der Geldpolitik. Die für Donnerstag erwarteten chinesischen Konjunkturdaten, unter anderem zum Bruttoinlandsprodukt und zur Industrieproduktion, müssten nun besonders gut sein, um den Markt zu beruhigen.

Charttechnisch bewegen sich nahezu alle Indizes momentan deutlich auf die letzten Unterstützungszonen zu. Sollten diese nicht halten dürfte es weiter abwärts gehen. Dann wäre auch das Szenario einer deutlicheren Korrektur wieder im Gespräch. Noch gibt es allerdings keine Veranlassung hektisch zu werden, wenn man auch über eine Reduktion der Depotpositionen nachdenken sollte. Wir haben unsere Investitionsquote inzwischen deutlich verringert und gehen davon aus das man in den kommenden Tagen die einzelnen Positionen wieder ein Stückchen günstiger aufbauen kann. Besonders der Solarsektor dürfte auch weiterhin unter den schlechten Nachrichten leiden. Es empfiehlt sich also zu warten bis die neuen Kürzungspläne für die Subventionen voll eingepreist sind bevor man sich hier neu engagiert. Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig. Momentan sind einfach zu viele Variable im Markt die man nur schwer einschätzen kann..

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