Phönix Solar – wirklich so schlecht wie der Kurs?

„Heute ist wahrscheinlich einer der geschäftigsten Tage, was die möglichen Katalysatoren für das Marktgeschehen betrifft“, sagte Arthur Hogan, Leitender Marktanalyst bei Jefferies & Co, und verwies dabei auf die Fed und US-Präsident Barack Obama, der seinen Bericht zur Lage der Nation vorlegen wird. „Anleger sind optimistisch gestimmt in Bezug auf das, was die Fed und Obama sagen werden, und deshalb zeigt sich der Markt gut behauptet. Die meisten werden aber erst einmal abwarten, bevor sie in den Markt einsteigen.“ Experten erwarten indes von der Zinssitzung der Fed nur wenig Neues. Mit einer ersten Zinsanhebung und damit einer Beendigung der Nullzinspolitik wird schon gar nicht gerechnet. Der Hauptaugenmerk dürfte abermals auf der begleitenden Erklärung zum Zinsentscheid liegen. Rechnet man also mit einer Aufhellung der Stimmung kann es durchaus lohnend sein sich bereits jetzt etwas um zuschauen. Einer unserer Kandidaten für einen schnellen Richtungswechsel ist Phönix Solar!

Die Aktien von Phönix Solar hat es in den vergangenen Tagen im deutschen Solarsektor mit am härtesten getroffen. Alleine an einem Handelstag verlor die Aktie um über 20%. Phönix Solar gehörte vorher zu den Top-Performern im Bereich der alternativen Energien in Deutschland, und somit ist der Absturz zumindest in gewisser Weise verständlich, wenn auch übertrieben gewesen. Die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) stoßen in der Branche auf starke Kritik. Die Kürzungen gehen zu weit und machen es für einige deutsche Solarunternehmen in der Zukunft sehr schwer weiter zu wachsen, ist die einhellige Meinung. Die Bundesregierung will die Vergütung für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr generell um 15 Prozent kürzen. Für Solaranlagen auf Ackerflächen soll die Kürzung sogar 25 Prozent betragen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft prognostizierte eine „Insolvenzwelle in der Zukunftsbranche Photovoltaik und den Verlust Zehntausender Arbeitsplätze“, sollten Röttgens Pläne umgesetzt werden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie nannte die Vorschläge „völlig überzogen“. Die vorgeschlagenen Kürzungen bedrohten die deutsche Solarindustrie „in ihren Grundfesten“. Zurückhaltend äußerte sich auch der Koalitionspartner FDP. Umweltexperte Michael Kauch nannte die Pläne „eine Grundlage für die weiteren Beratungen“ in der Koalition. Grundsätzlich sind wir nicht der Meinung das hier mit dem nötigen Sachverstand an die Sache ran gegangen wird. Es wäre schlicht und ergreifend wohl falsch einen der wenigen Industriezweige in Deutschland in dem wir, zumindest qualitativ, noch Marktführer sind, und der einer der wenigen Wachstumsmotoren darstellt, die wir noch haben jetzt abzuwürgen.

Wir rechnen also eher damit das man sich seitens der Politik auf einen vernünftigen Konsens einigen wird. Phönix Solar ist nach wie vor hervorragend aufgestellt und einer der attraktivsten Kandidaten im Solarmarkt. Auch unter den üblichen Bewertungskriterien erscheint die Aktie von Phönix auf dem jetzigen Niveau eher günstig zu sein. Charttechnisch wurde mit dem Bruch der wichtigen Unterstützung bei 34,20 Euro Marke ein glasklares Verkaufssignal ausgelöst. Inzwischen scheint sich die Aktie aber nach dem extremen Kursrutsch bei um die 32,50 Euro gefangen zu haben. Sollte es also gelingen den Kurs an stärkeren Börsentagen wieder über die Marke von 34,20 Euro zu hieven dürfte sich das Bild wieder schlagartig aufhellen. Aus technischer Sicht ist ein Rebound überfällig. Kurse um die 40,- Euro sollten eigentlich das aktuelle Szenario eingepreist haben. Soll heißen, für mutige Investoren, die sich trauen gegen den allgemeinen Trend zu spekulieren, bietet sich hier eine kurzfristige Tradingchance auf 20% Gewinn.

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