Ratingagentur S&P stuft Japan auf „negativ“!

Der US Markt hat dann gestern gegen Handelsschluss doch wieder geschwächelt. Auch die gewohnt guten Zahlen von Apple sowie die besser als erwarteten Quartalsergebnisse von Texas Instruments konnten daran erst einmal nichts ändern. Viel schwerwiegender dürften aber die Vorgaben aus Asien, insbesondere Japan für den heutigen Handel sein. Die Ratingagentur S&P hat den Ratingausblick Japans auf „negativ“ gesenkt. S&P geht davon aus, dass die Staatsschuld in Japan am Ende des laufenden Fiskaljahres (per 31. März 2010) bei 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen wird. Dies sei eines der höchsten Niveaus aller bewerteten Staaten, erklärte S&P und wenn es denn so eintreffen sollte, sicherlich eine Zahl fernab jeglicher Vernunft. Darüber hinaus ließen die Pläne der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) auf ein langsameres Tempo bei der fiskalischen Konsolidierung schließen als bisher erwartet. Der Nikkei-225-Index ging auf einem Fünf-Wochen-Tief mit minus 1,78 Prozent auf 10.325,28 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste TOPIX verlor 1,95 Prozent auf 916,40 Zähler. Händlern zufolge belastete auch der stärkere Yen die Exportwerte, nachdem China die Mindestreserve-Anforderungen für Banken angehoben hatte.

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