Author Archives: Lars

Rote Vorzeichen

Allesamt ordentlich im Minus sind die Indizes in Indien, China, Japan und Australien. Die asiatischen Märkte notieren heute deutlich schwächer, und nachdem am heutigen Montag wegen eines Feiertages in den USA auch nicht mit Schützenhilfe zu rechnen ist wird es wohl auch in Europa ein schwacher Wochenauftakt. Es sind die größten Verluste seit 6 Wochen an den Asiatischen Börsen. Dennoch halten sich die deutschen Futures mit minus 0,5 bis 0,6 Prozent recht ordentlich.

Die Nachrichtenlage ist nämlich entsprechend gut. Nordex steigert sein Ergebnis um 21 Prozent. Continental bestätigt die Prognose für das Jahr 2008, und auch von SAP gab es Gutes zu berichten.

Der Ölpreis steigt wieder wie erwartet nach den Nachrichten das mittlerweile auf drei Norwegischen Plattformen zu Problemen gekommen ist. Ich suche immer noch nach einem guten Optionsschein oder Short-Zertifikat auf Öl, denn ich denke der Peak dürfte bald überschritten sein. Hier sehe ich bei 135,- Dollar eine ganz entscheidende Marke. Im schlechtesten Fall gehts wohl noch bis 150,- Dollar.

Der Dollar wird auch wieder schwächer und das Verbrauchervertrauen ist auf dem tiefsten Stand seit 15 Jahren. Alles in allem kein guter Tag für Kursgewinne. Ab morgen kommen noch eine Menge Konjunkurzahlen auf uns zu die alle sehr marktentscheidend sein können. Ich setze weiter auf alternative Energie und fühle mich da momentan am wohlsten..

First Solar, LDK Solar und Solarfun

Zu meinem gestrigen Artikel über die Charttechnik bei First Solar wollte ich heute noch etwas ergänzen…Die Indizes haben sich dann gestern doch noch entschlossen nicht auf dem Tiefpunkt zu schliessen, und das verhalf auch den chinesischen Solarwerten zu einem Intraday Rebound. es wird immer auffälliger das in diesem Sektor derzeit die Musik spielt. Dies dürfte auch, zumindest solange der Ölpreis so hoch ist weiterhin so bleiben. Ich wage gar nicht daran zu denken was hier los sein wird wenn sich die Indizes trotz dieses belastenden Faktors trotzdem entscheiden sollten weiter zu steigen.

Dennoch wird am Montag an den Amerikanischen Börsen nicht gehandelt und die Nachrichtenlage beim Öl ist nicht gerade gut nachdem aus einer Norwegischen Ölplattform 3 Km2 Öl ausgelaufen sind dürfte doch allegemein wieder mit einer Knappheit gerechnet werden, und nachdem der Markt eh schon so sensibel ist dürfte auch das die Börsen am Montag belasten. Sprich Ölpreis rauf, Solarwerte weiter rauf..

Bei FirstSolar bin ich nach wie vor der Meinung das der Zenith hier überschritten ist und nun die krasse Überbewertung bald abgebaut werden sollte. im Optimalfall hat dies den Effekt das das freiwerdende Geld in die anderen Solarwerte fliessen wird. Bei LDK Solar haben wir am Freitag mit 47,- Dollar Schlusskurs je Aktie einen lupenreinen Ausbruch gesehen.

Dieser Trend sollte nun in die Zone 49,- bis 51,- Dollar führen. Sollte diese Marke überwunden werden ist der weg bis 70,- Dollar frei.  Die Konsolidierung bei Solarfun scheint ebenfalls abgeschlossen zu sein, und dürfte nach dem starken Anstieg der letzten Wochen durchaus gesund für weitere Zuwächse gewesen sein. Also weiterhin happy Trading.

Hillary oh Hillary…

Was wollte uns Hillary Clinton damit sagen also sie gestern in einer Wahlkampfrede äusserte das der frühere Präsidentschaftsanwärter Robert Kennedy auch kurz vor seiner Nominierung erschossen wurde??? der genaue Wortlaut war wohl so: „Wir erinnern uns alle daran, dass Bobby Kennedy im Juni in Kalifornien ermordet wurde.“ Zugleich machte die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin klar, dass sie selbst den Kampf gegen ihren Konkurrenten Barack Obama um die Nominierung nicht aufgeben werde.

Ich würde mal sagen das Wort „Entgleisung“ ist hier doch deutlich zu schwach gewählt. Eine sehr bedenkliche Äusserung bei der es bis jetzt wohl Niemand verstanden hat was Hillary Clinton damit gemeint haben könnte. Die Begründung dafür das sie nicht aufgeben wolle. Ihr Mann, Bill Clinton sei ebenfalls erst im Juni Nominiert worden fügte sie hinzu, doch die Kurve noch zu bekommen dürfte Ihr einigermaßen schwer fallen.

Im Nachhinein entschuldige sich Frau Clinton bei der Kennedy Familie für diese Äußerung. Die Verzweiflung der zugegebener Maßen starken Kämpferin Hillary Clinton wird immer offensichtlicher, und die Sympatien für die Ex Präsidentengattin schwinden von Tag zu Tag. Barack Obama liegt in den Umfragen und Vorwahlergebnissen immer noch deutlich vorne und es müsste schon ein kleines Wunder passieren damit sich das noch ändert. In diesem Zusammenhang aber hoffentlich nicht!

Trendbruch, First Solar Aktionäre müssen bangen

Die Märkte schwächeln, und die wichtigen Indizes haben, nachdem dies ja seit gestern schon zu befürchten war, nun alle wichtige Marken nach unten verletzt, bzw. sind aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten ausgebrochen. Nicht nur das die runden Marken bei Dax Dow und Co. nicht gehalten haben, sondern auch charttechnisch sieht es nun gar nicht mehr so gut aus. Wir können uns wohl jetzt schon mal auf eine sehr ungemütliche nächste Woche einstellen.

Bei FirstSolar beobachte ich seit einigen Tagen den Kursverlauf mit einem gewissen Wohlwollen, denn die Aktie ist inzwischen von 330 Dollar auf 270 Dollar gefallen, Tendenz weiter fallend. Hier dürfte die Marke von 260 Dollar eine ganz entscheidende Rolle in der Kommenden Woche spielen, denn hier verläuft das letzte Tief das bereits zweimal getestet wurde.

Sollte die Aktie also durch diese Marke nach unten abtauchen, dann sieht es wohl schlecht aus für die Aktionäre von First Solar. Denn dann rechne ich hier mit einem massiven Verkaufsdruck zum einen durch die Charttechnik verbunden mit diversen Stopp-Loss Orders die dort im System liegen dürften. Und zum anderen aufgrund der sehr hohen Bewertung des Unternehmens im Vergleich zum Brachendurchschnitt. Dieser wurde nämlich diese Woche durch die hervorragenden zahlen von Suntech, Trina, Solarfun und Co. deutlich gesenkt! Nicht vergessen sollte man auch die wahrscheinlich hohen Gewinn die hier in dem ein oder anderen Depot schlummern und dann gerne mal mitgenommen werden.

Daten die Märkte bewegen

Am Nachmittag könnten die Daten zum Verkauf bestehender Häuser aus den USA die Märkte bewegen. Wiedermal wird hier ein Rückgang erwartet, und wahrscheinlich ist das auch so.  Spätestens bei US-Börseneröffnung dürften ebenfalls die Yahoo-Aktien erneut einen Blick wert sein: Im Kampf um die Zukunft von Yahoo geht das Management des Internetkonzerns auf Konfrontation mit abtrünnigen Aktionären wie dem Milliardär Carl Icahn.

Die von Icahn für die Wahl ins Yahoo-Direktorium bereits benannten Kandidaten bezeichnete Yahoo als eine schlechte Wahl, die nicht im besten Interesse der Aktionäre sei. Damit zeichnet sich ein dramatischer Showdown auf der Hauptversammlung ab, die Yahoo in einer Pflichtmitteilung vom 3. Juli auf Ende Juli verschob.

Es bleibt also spannend beim Gerangel um Yahoo, ob Microsoft allerdings nach den neuesten Plänen überhaupt noch als Käufer in Frage kommt bleibt abzuwarten. Die Kooperation mit Google halte ich da fast für wahrscheinlicher.

Bei Suntech läuft es ebenfalls rund!

Gestern war dann als letztes für mich interessantes Solarunternehmen aus China, Suntech, mit der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal dran. New York – Der in den USA gelistete chinesische Hersteller von Solarzellen-und Modulen, Suntech Power Holdings Co., erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn von 55,8 Millionen Dollar bzw. 33 Cents je Aktie. Der Konsens unter den Analysten liegt bei einem Gewinn von 29 Cents. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verdiente Suntech Power 26,1 Millionen Dollar bzw. 16 Cents je Aktie.

Der Umsatz schoss von 246,7 Millionen Dollar auf 434,5 Millionen Dollar nach oben. Die Zahlen aller Solarwerte sind also ohne Ausnahme deutlich besser ausgefallen als dies vom Markt erwartet wurde, und das dürfte als ungefähre Vorstellung von dem enormen Potenzial dieser Unternehmen in den kommenden Monaten und Jahren schon einemal erahnen lassen was uns hier noch erwarten könnte.

Dazu kommt sicherlich noch für die längerfristigen Anleger unter Euch die Möglichkeit eines ordentlichen Währungsgewinns, wenn man davon ausgeht das der Dollar nicht immer so schwach bleiben wird.

Heftige Bewegungen bei Solarfun

Die US Vorgaben waren gemischt. Die Märkte in den USA konnten sich nur knapp im Plus behaupten. Der Ölpreis jedoch lockerte die Zügel und sank wieder ein gutes Stück auf 131,40 Dollar je Barrel, und das dürfte den ein oder anderen Titel dann auch zum durchschnaufen bewegt haben. Ich bin sehr gespannt ob das Hoch im Öl nun bereits hinter uns liegt..

In den asiatischen Märkten ist das Bild nach wie vor uneinheitlich. Während der Nikkei derzeit eine relative Stärke aufweist sind die anderen Indizes in Asian durchweg im Minus. Hauptgrund hier ist die Schwäche der Rohstoffaktien und der Finanzwerte. Besonderheiten gab es heute aus Hongkong, China United Communikations kann heute um über 12 Prozent zulegen und beflügelt somit den gesammten Telekommiunikationssektor.

Gestern war kein guter Tag für die Solarwerte, und so langsam kann man wohl doch von einer direkten Korrelation von Ölpreis und Kursen bei Solarwerten sprechen. Bei steigenden Ölnotierungen werden auch die alternativen Energieerzeuger entsprechend mit nach oben gezogen, bei fallenden eher umgekehrt. Natürlich gilt dies nicht immer und für alle Werte, denn LDK Solar konnte sich gestern hervorragend halten. Leider ganz im Gegensatz zu Solarfun deren Kurs gestern nach den starken Anstieg der letzten Tag um über 20 Prozent nachgab und somit auch dei zweite Position aus dem Tradingdepot geflogen ist. Allerdings werde ich hier heute wieder zurückkaufen.

Am Montag ist Feiertag in den USA und desswegen bleiben die Börsen dort geschlossen.

Ölpreisanstieg und keine Ende?

Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen das ich schon wieder auf dieses Thema eingehe, aber ich denke es ist einfach zu wichtig und zu entscheident für den weiteren Verlauf der weltbörsen als das man es einfach ignorieren könnte. Der Ölpreis muß wieder fallen und das in absehbarer Zeit! Einen sehr schönen Artikel diesbezüglich habe ich gestern wieder von Jochen Steffens per mail bekommen, dessen Meinungen ich sehr schätze, und in diesem speziellen Fall uneingeschränkt teile…

Ich wage es: Prognose für den Ölpreis
Wir werden noch vor der 135er Marke (evt. auch jetzt schon) einen ersten kleinen, aber markanten Einbruch erleben, dann wird in einem zweiten Anlauf versucht werden, diese 135er Marke doch noch zu erreichen. Diesem Versuch wird ein unentschlossenes Hin und Her folgen, und dann rutschen die Kurse deutlich abwärts. Jede weitere aufwärtsgerichtete Gegenbewegung kann kein neues Hoch mehr generieren (lower Highs) und nach einem stärkeren Kampf werden wir doch noch einmal die 100 Dollar Marke sehen.

Im Bereich der 90-100 Dollar wird sich dann entscheiden, wie es mit dem Öl weiter geht.

Welche Auswirkungen hat das für die Märkte?
Wenn der Ölpreis noch bis zu 135er Marke steigt, dürfte das mit der aktuellen Konsolidierung an den Aktienmärkten Hand in Hand gehen. Sobald der Ölpreis Schwäche zeigt, werden sich auch die Kurse bei den Aktien fangen und je nach Intensität und Geschwindigkeit des Einbruch deutlich zulegen.

Das bedeutet aber auch anders herum: Wenn ich nicht Recht behalten sollte und der Ölpreis vielleicht sogar noch die 150-Dollar-Marke als psychologisch relevante Marke anvisiert, wird die aktuelle Konsolidierung mit hoher Wahrscheinlichkeit heftig und schmerzhaft werden.
Jochen Steffens

Ich bin also in meiner tiefsten Überzeugung short im Öl auf diesem Niveau, und wenn einer der hier Anwesenden eine gute Tradinganregung zu dem Thema für mich hätte würde ich mich sehr über entsprechendes Feedback von Euch freuen.

Ölpreiswahnsinn geht weiter, FED Sitzung beunruhigt.

Schlechte Nchrichten wohin man sieht. Der Ölpreis machte gestern einen weiteren Riesensatz über die Marke von 135,- Dollar je Barrel. Nachdem gestern bekannt wurde das die US Rohöllagerbestände deutlich gesunken waren, schnellte der Preis nochmals deutlich nach oben. Diese Entwicklung bekommt eine gewisse Eigendynamik in den letzten Tagen, die ich als sehr gefährlich erachte. Die Hausse nährt die Hausse!

Die Subprime Krise konnte die Märkte nicht in die Knie zwingen, der Ölpreis kann dies sehr wohl! Es ist eine spekulationsgetriebene Hausse beim Öl. Immer mehr Investoren fühlen sich genötigt auch noch auf diesen Zuag aufzuspringen und das treibt den Kurs weiter rauf. Aber wie wir alle wissen kann einen solche Entwicklung nicht dauerhaft sein. Die Frage ist nur wo ist Schluss. Ich dachte eigentlich das bei den jetztigen Kursen der Peak erreicht sein müsste.

In Asien ist einzig und alleine der Nikkei im Plus nachdem der Index schon 1,2 Prozent im Minus notiert hatte konnte ers sich gegen Handelsschluss wieder deutlich erholen. Dies dürfte an dem gestiegenen Exportwachstum in Japan, das auf 4 Prozent gewachsen ist, gelegen haben. Alle anderen asiatischen Indizes sind kräftig im Minus nach den schlechten Vorgaben aus den USA gestern.

Wie aus dem gestrigen FED-Sitzungsprotokoll hervorging, wird angenommen dass es in naher Zukunft zu einem leichten Schrumpfen der US Wirtschaft kommen sollte. Die amerikanischen Währungshüter rechnen für 2008 nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,3 bis 1,2 Prozent. Bislang hatte die Fed mit Zuwächsen zwischen 1,3 und zwei Prozent gerechnet.

Weiter wurde bekannt das die Entscheidung für die letzte Zinssenkung im April hatte nur noch eine sehr schwache Mehrheit gefunden und eine Zinsanhebung als Gegenpol zur Dollarschwäche, Teuerungsrate im Dezember immer wahrscheinlich wird. All diese Faktoren sorgten nicht gerade für Jubel an den Börsen, und der Aufwärtstrend wurde nun erstmal unterbrochen. es würde mich nicht wundern wenn auch der Dax heute wieder unter die 7000er Marke fällt.

Ölpreis bei 133,- Dollar US Indizes stürzen ab!

Die US Indizes sind gerade, nachdem der Ölpreis mit fast 133,- Dollar ein neues Alltime High markiert hat massiv auf Talfahrt gegangen. Minus 1,71 im Dow Jones und minus 2,11 im Nasdaq, und das mal wieder in wenigen Minuten. Nachdem die wichtigen marken von 13000 und 2000 Punkten gestern schon nicht gehalten hatten beschleunigt sich nun der Abwärtstrend erneut.

Ausserdem beunruhigen Kommentare das die US Arbeitslosenquote doch deutlich höher sein könnte als angenommen noch zusätzlich sie Märkte. Alles in allem also mal wieder eine sehr schlechte Woche bis jetzt. Lediglich die Anlage in unternehmen aus dem Bereich alternative Energien, der angesichts diese Ölpreises immer wichtiger und auch für Anleger interessanter zu werden scheint beruhigt momentan die nerven. denn die meisten Aktien aus diesem Bereich können sich schon seit Tagen dem allgemeinen Trend entziehen.

Ich kann nur jedem raten, wenn er denn zur Zeit investiert sein will, sich diesen Sektor näher anzusehen. Natürlich sind die Aktien teilweise schon enorm gestiegen, aber das werden sie mit weiter steigendem Ölpreis wohl auch weiter tun. Aber bitte nie ohne Stopps arbeiten!

Derivate-Trading auf www.shark-trading.de

Ich habe mir heute mal die Scharktrading Plattform näher angesehen und muss sagen das Shark Trading Konzept für den schon etwas erfahreneren Anleger durchaus eine interessante Alternative zu herkömmlichen Online Brokern sein könnte. Die vom Bankhaus Schnigge in Verbindung mit der Saxo Bank ins Leben gerufene Plattform bietet für jeden risikofreudigen Anleger etwas. Dabei sollte natürlich immer das Risiko der angebotenen und oftmals stark gehebelten Papiere nicht ausser acht gelassen werden. im Einzelnen sind das..

  • Contracts for Difference (CFDs)
  • CFDs mit Direct Market Access (DMA)
  • Aktien
  • Exchange Traded Funds (ETFs)
  • Devisenhandel (Foreign Exchange)
  • Futures

Auch hier wird wie üblich in verschiedenen Risikoneigungen unterschieden und die entsprechenden Produkte angepriesen. Angefangen von Typ 1 dem, dem erfahrenen Investor bis über Typ 2 Werterhalt und Typ 3 Derivate und Chancen bis hin zu Typ 4 Long/Short ist also alles dabei. Ein Blick als auf die Seite von www.shark-trading.de könnte sich also zur spekulativen Beimischung durchaus lohnen.

Deutsche Abgeltungssteuer als Bullen-Signal?

Gastbeitrag von Philipp Vontobel, PVI:

Im Gegensatz zum Schweizer Steuerrecht verlangt der Deutsche Staat (unter gewissen Bedingungen) von seinen Bürgern, dass Sie einen Teil ihrer Wertschriftengewinne dem Fiskus abtreten müssen. Die bisherige Praxis sah vor, dass wenn ein Deutscher Anleger zum Beispiel Aktien gekauft hatte und diese weniger als ein Jahr hielt, Steuern auf dem erzielten Ertrag bezahlen musste. All diejenigen Investoren, welche die Anlagen über ein Jahr lang hielten, durften die erzielten Kursgewinne jedoch steuerfrei einsacken.

Nun ändert sich dieses Gesetzt per 01.01.2009. Die Rede ist von der Deutschen Abgeltungssteuer. Da dieses Thema ein wenig komplex ist, beschränke ich mich in der nachfolgenden, kurzen Ausführung auf die zentralen Punkte dieser Gesetztesänderung:

Ab 01.01.2009 werden in Deutschland Kursgewinne auf Wertschriften pauschal mit 25% besteuert. Damit entfällt die 12 monatige Spekulationsfrist, welche bisanhin steuerfreie Kursgewinne ab 1 Jahr Haltedauer ermöglicht hatte. Durch diese neue Regelung werden kurzfristige Aktiengeschäfte besser gestellt, während der langfristige Vermögensaufbau mit Aktien benachteiligt wird. Ob diese Regelung nun Sinn macht oder nicht, lasse ich bewusst an dieser Stelle offen.

Da Deutschland nun noch bis 31.12.2008 nach dem alten “Versteuerungsmuster” vorgeht, ergeben sich spannende Rahmenbedingungen für den Aktienkauf. Das heisst, alle Deutschen Anleger, welche bis zum 31.12.2008 Aktien kaufen, können die dabei erzielten Kursgewinne 12 Monate später steuerfrei einnehmen. Wenn Sie jedoch ihre Aktien ab dem 01.01.2009 kaufen, fallen wie gesagt die unattraktiven neuen Steuern an.

Ich selbst habe Kenntnis davon genommen, dass die Deutschen Banken derzeit sehr aggressiv Werbung bei ihren Kunden betreiben und diese regelrecht auffordern noch bis Ende Jahr in Aktien zu investieren (Aktien übergewichten). Da man davon ausgehen kann, dass ca. 70% der Deutschen ihre Aktien im Heimmarkt kaufen, dürfte es nicht von der Hand zu weisen sein, dass durch die obige Steuerpraxis dieses Jahr vermehrt Kaufdruck aufkommen könnte, was insbesondere den Deutschen DAX stützen dürfte.

Anmerkung:

Dieser Text soll nicht dazu dienen eine generelle Investmentempfehlung in den Deutschen Aktienmarkt zu machen. Vielmehr ist es mein Ziel, Sie in einfachen Worten auf diese neue Steuerproblematik unseres Nachbarn aufmerksam zu machen. Somit halt ein typischer “Nice2know”-Artikel.

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