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Barack Obama schnürt 1,2 Billiarden Dollar Paket

Eine Summe die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss. Der designierte US Präsident Barack Obama schnürt gerade an einem neuen Kunjunktur-Rettungspaket für die kommenden zwei Jahre. „Wir brauchen den größten Investitionsschub in unsere Infrastruktur seit dem Baubeginn der Autobahnen in den 1950er-Jahren“, betonte der künftige US-Präsident. Die Investitionen sollen in erster Linie für  Steuersenkungen  und vor allem massive Investitionen in Straßen, Schulen, Breitbandnetze, Umweltschutzprojekte und Gesundheitsinformationssysteme verwendet werden um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Woher das Geld kommen soll blieb unklar. Es dürfte somit ziemlich sicher sein das die Amerikaner nun doch die Druckmaschinen anschmeißen und Dollarnoten im großen Stil drucken werden. Die damit einhergehende Dollar-Entwertung werden die Amerikaner und natürlich der Rest der Welt bald zu spüren bekommen. Das endgültige Volumen werde sich voraussichtlich auf 600 Mrd. Dollar für 2009 und – je nach Entwicklung der Lage – 300 bis 600 Mrd. im Folgejahr belaufen.

Mich beschleichen derzeit komische Gefühle das die USA und auch europäische Länder immer weiter zu solchen Mitteln greifen, und das obwohl die Mehrheit nun schon wieder von einer Bodenbildung an den Aktienmärkten spricht. Der Umfang und das Ausmaß der geplanten Aktionen ist einzigartig und lässt erwarten das auch in der Politik schon die Weichen für weiter sehr schlechte Nachrichten gestellt werden. Es ist also vorsicht geboten. Die Zahlen zum vierten Quartal der Unternehmen können noch einiges an schlechten Nachrichten für uns Anleger bereithalten.

Tankan Index malt ein düsteres Bild

In Japan sind die Börsen wie auch in den anderen asiatischen Ländern heute mit einem kräftige Plus in den Tag gestartet, und das obwohl die Konjunkturaussischten so schlecht sind wie seit 34 Jahren nicht mehr. Alleine die Hoffnung auf eine Rettung der Autobauer beflügelt hier die Börsen. Besonders die Autobauer können hier stark zulegen.

Fundamental lässt sich das nicht unbedingt begründen, denn der heute veröffentlichten Tankan Index verheißt nichts gutes für die japanische Wirtschaft. Der Stimmungsindex in der weltweit beachteten Tankan-Umfrage fiel im Quartal September bis Dezember von minus drei Punkten auf minus 24 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit rund sechs Jahren.

Am Freitag war die asiatische Leitbörse noch mit einem Abschlag von 5,6 Prozent ins Wochenende gegangen. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 4,1 Prozent auf 846 Punkte zu. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur notierten fester.

Dreistelliger Millardenverlust bei Toyota?

Nicht nur die amerikanischen Autobauer sind gerade in der Krise. Auch aus Japan kommen inzwischen sehr beunruhigende Nachrichten. Dem japanischen Autoriesen Toyota drohen Medienberichten zufolge für die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahres Verluste in dreistelliger Milliardenhöhe!!! Ich hoffe mal es handelt sich hierbei um einen Druckfehler und es waren Millionen gemeint! Um Kosten zu sparen, will der Konzern Investitionen zurückfahren und auf Bonuszahlungen für seine Manager verzichten. Es ist also davon auszugehen das uns nach Ablauf des vierten Quartals bei den Veröffentlichungen der Zahlen aus dem Automobilsektor noch einiges an Ungemach ins Haus steht.

Dem werden sich auch die deutschen Autombilhersteller nicht entziehen können. Und dann weiß man ja noch nicht so genau was jetzt mit Chrysler und Co. passieren wird! Hier ist vieles denkbar. Lohnkürzungen und eine Fusion der beiden großen, und auch eine Pleite ist noch nicht vom Tisch. In jedem fall dürften die richtig schlechten Nachrichten auch von Daimler, VW und BMW noch kommen. Auch Porsche kann sich dem nicht entziehen. Trotz der zugegebener Maßen guten Finanzgeschäfte darf man das operative Problem nicht verleugnen.

So will Daimler die Kosten bei seiner Pkw-Tochter Mercedes massiv senken und dafür den Vertrieb der Sparte umstrukturieren. Der Kassenschlager E Klasse soll sogar deutlich runtergefahren werden. Bei VW wird intensiv diskutiert, welche geplanten Autos womöglich auf Eis gelegt oder ganz gestrichen werden sollen. VW-Chef Martin Winterkorn rechnet laut „Spiegel“ mit einem Absatzeinbruch von zehn bis zwölf Prozent bei VW. Weltweit könnte der Autoverkauf sogar um 20 bis 25 oder mehr Prozent zurückgehen.

Jahresendspurt und oder Hexensabbat

Auch wenn der US-Markt am Freitag noch halbwegs vernünftig geschlossen hat, und George W. Bush beteuert das man den Autobaueren „irgendwie“ helfen werde, traue ich dem Braten derzeit nicht. Nun erwägt die Bush-Regierung, das 700 Milliarden schwere Banken-Rettungspaket TARP anzuzapfen, um die Autoriesen aus ihrer akuten Not zu retten. Bislang hatte Bush diese Option strikt abgelehnt.

Die Chance Geld zu verlieren dürfte auf Sicht der nächsten Wochen wahrscheinlich höher sein als Gewinne einzufahren. Am Freitag kommt noch der letzte große Verfallstag des Jahres auf uns zu und auf der Short Seite sind immer noch einige Player aktiv. Ich habe erstmal alles verkauft und die Bücher für dieses Jahr geschlossen wie es so schön heißt. Naja, fast zumindest . den ein oder anderen Daytrade kann ich mir wahrscheinlich nicht verkneifen..

Sicherlich gibt es auch positive Aspekte! So, bastelt unsere Kanzlerin gerade an einem neuen, noch besseren Konjunkturpakte um die Wirtschaft wieder Anzukurbeln und das dürfte sich langfristig auch auszahlen. Aber bitte nicht mit 500,- Euro Konsumschecks! Kurzfristig kann es also durchaus sein das diese Nachricht in Deutschland wieder einen positiven Aspekt auf die Börse haben wird. Aber auch ein paar Störfeuer aus Amerika sollten immer mit einberechnet werden. Eine Pleite von GM oder Chrysler ist zwar möglich aber wenig wahrscheinlich…das wars allerdings bei Lehman Brothers auch!

Der Dax könnte noch Luft haben bis 5000 Punkte. Dort wartet aber erstmal eine massive Hürde und nachdem im Januar die Zahlen diverser Unternehmen zum vierten Quartal veröffentlicht werden ist es sehr wahrscheinlich das wir nochmal einen kräftigen Rücksetzer sehen werden. Das vierte Quartal dürfte nach Einschätzung diverser Wirtschaftsexperten das schlechteste des Jahres 2008 gewesen sein. Die Zahlen zum dritten Quartal sehen bei manchem Konzern noch gut aus gegen das was dann veröffentlicht werden wird. Aber soweit ist es ja noch nicht und bis dahin ergeben sich auch noch ein paar schöne Möglichkeiten zu Traden.

Also, die nächste Woche wird sicher nochmal richtig spannend bevor dann viele in die wohlverdienten Weihnachtsferien gehen. Die Jahresendrally wird wohl nicht mehr kommen – zumindest nicht in der Form in der ich es unter normalen Umständen erwartet hätte. Ich werde in den kommenden Tagen an meinem Jahresausblick für 2009 schreiben und die Depotgewinne dann im nächsten Jahr etwas „umverteilen“. Die 100 Prozent habe ich in 2008 nicht ganz erreicht, sind aber wieder die Vorgabe fürs nächste Jahr!

Lauter schlechte Nachrichten…

Die Deutsche Bank hat offensichtlich schon wieder eine schlappe Milliarde verloren. Durch Fehlspekulationen eines gewissen Mr. Winestein muss der deutsche Branchenprimus nach der der Tribune Pleite die bereits 500 Millionen gekostet haben dürfte schon wieder einen enormen Betrag abschreiben.

Die Schweizer Großbank UBS friert bis Ende 2009 einen Immobilienfonds ein. Der Fonds verfügt über ein Volumen von sechs Mrd. Franken (3,8 Mrd. Euro) und enthält vor allem Mandatsgelder von Kunden aus der Vermögensverwaltung. Kleinanleger sind nach UBS-Angaben vom Freitag nicht betroffen.

Die isländische Wirtschaft ist im dritten Quartal nach dem Kollaps des Bankensystems eingebrochen. Die Wirtschaftsleistung sank im Vergleich zum Frühjahr um 3,4 Prozent, teilte das Statistikamt mit. Verglichen mit dem Vorjahr lag das Minus bei 0,8 Prozent.

Russlands Micex bricht drastisch ein und verlor um über 5 Prozent. Die Börse in Moskau unterbrach den Handel daraufhin. Auch der in Dollar gehandelte RTS-Index wurde für eine Stunde ausgesetzt.

Nach der milliardenschweren Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch will die Bank of America in den kommenden drei Jahren bis zu 35.000 Stellen streichen. Angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes sei der Arbeitsplatzabbau unvermeidlich, teilte das Institut mit. Die nach Abschluss der Fusion größte Bank der USA verspricht sich davon Kosteneinsparungen von rund sieben Mrd. $ pro Jahr.

Schweden bangt nach dem vorläufigen Scheitern des Milliarden-Rettungsplans für die amerikanische Autoindustrie im US-Senat um den Bestand seiner Traditionsunternehmen Saab und Volvo. Wirtschaftsministerin Maud Olofsson sagte, die Lage für Saabs Mutterkonzern General Motors sei sehr ernst“.

Bei der angeschlagenen britischen Großbank Halifax Bank of Scotland (HBOS), die vor der Übernahme durch die Bank Lloyds TSB steht, haben sich die Belastungen durch faule Kredite und andere Verluste bis Ende November auf 8 Mrd. Pfund (rund 9 Mrd. Euro) summiert. Ende September waren die Abschreibungen noch auf 4,8 Mrd. Pfund beziffert worden.

Bleibt Continental doch eigenständig?

Hat sich Schaeffler bei Conti übernommen? Vielleicht bleibt Continental ja doch eigenständig, was zumindest für die Aktionäre die nicht angedient haben gut sein könnte. Die angedienten Aktien werden wohl nach neuestem Stand nicht in vollem Umfang von der Schaeffler Gruppe gekauft werden können. Die Firma dürfte das sein was man im Allgemeinen als überschuldet bezeichnet. Die Verbindlichkeiten durch die Übernahme schätzen Fachkreise mit derzeit elf Mrd. Euro sechsmal so hoch liegt wie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Eine Quote von drei zu eins wird schon als kritisch angesehen!

Eine gescheiterte Übernahme dürfte Vor- und Nachteile haben deren wahres Auamaß ich derzeit nicht überblicken kann. Langfristig könnte die weitere Eigenständigkeit Contis sicherlich für die Aktionäre gut sein, kurzfristig bin ich mir da nicht so sicher. Die angedienten Stücke dürften in den nächsten Tagen wohl etwas nachgebe. Spannend hingegen finde ich die Frage ob, wenn nun der Freefloat der Aktie bald wieder deutlich erhöht werden würde Continentalwieder in den Dax zurückkehrt – oder vielleicht gar nicht erst rausfliegt..

„Gehe zurück auf Los und ziehe keine 4000 Euro ein“

Der Rettungsplan für Chrysler und GM ist gescheitert! Eine Einigung scheiterte an der Weigerung der Auto-Gewerkschaften, die von Republikanern geforderten Lohnkürzungen zu akzeptieren. Damit stehen die Autokonzerne General Motors und Chrysler vor dem Aus. Na doll, das hatten so wohl die wenigsten erwartet und die Börsen gehen wieder auf Talfahrt- Mein letzter Artikel von gestren ist damit ebenfalls hinfällig. Die Indizes weltweit verlieren kräftig und die asiatischen Autobauer Honda und Toyota sind mit 10 bis 12 Prozent im Minus. Der Ölpreisanstieg dürfte damit auch erstmal vorbei sein. Die Bank of Amerika kündigt zudem 35.000 Stellenstreichungen an. „Gehe zurück auf Los und ziehe keine 4000 Euro ein“ dürfte heute die Devise sein.

Grundsätzlich haben die Kritiker ja auch Recht das die Mißwirtschaft der US Autobauer nun nicht auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen werden könne, aber wer will da wo die Grenze ziehen? Warum wurde AIG geholfen und Lehman Brothers nicht? Warum riskiert man die Folgen einer Pleite eines Autobauers die in der Auswirkung dann ähnlich schlimm sein dürfte wie Lehman. Man will wohl einfach nur Stärke demonstrieren und zeigen das nicht jeder sich einfach aus dem Staatstöpfchen bedienen kann. Oder der Amerikaner hat wirklich nichts dazu gelernt? Alles Spekulation, auf jeden Fall gehen die Börsen erstmal wieder auf Talfahrt und ich stelle heute die restlichen Positionen glatt bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Denn eins dürfte sicher sein – wenn der Plan wirklich scheitert finden wir die Weltbörsen bald noch einen Stock tiefer wieder!

Öl steigt 10%, US Solartitel auch…und WIR??

Es ist schon faszinierend wie die US und China Solartitel derzeit direkt am Ölpreis hängen. Heute wurde in der Fachpresse über die Pläne der OPEC und Russlands berichtet nun massiv an einer künstlichen Verknappung des Erdöls zu arbeiten. Sofort stehen die Spekulanten wieder auf der Matte und treiben den Ölpreis 10 Prozent höher, und das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für die Weltwirtschaft. Am deutlichsten sieht man dieses Ereignis heute im Dollarkurs und auch bei den Solarwerten (ausser Deutschland)!

Das ist das faszinierende…das Sentiment für Solarwerte ist in Deutschland viel zu negativ und das hat sich immer früher oder später (meistens früher) wieder ausgeglichen. Ich bin gespannt auf die Schlusskurse von First Solar und Co. heute abend und noch viel mehr auf die Kursentwicklung von Q-Cells, Solarworld, Solon, Manz und Roth und rau in den kommenden Tagen. Ich stehe in den Startlöchern nachdem ich ja alle Chinasolars aus dem Tradingdepot verkauft habe probiere ich es jetzt vielleicht bald mal mit den deutschen High-Tech-Schmieden 😉

Analysten sind Deppen!

Ich habe es ja immer wieder gesagt man sollte nicht allzu viel über die geistigen Ergüsse von Analysten nachdenken und sich lieber seine eigene Meinung bilden. Ein prächtiges Beispiel für die Qualität der Aussagen dieser Zunft habe ich heute bei ProSieben mal wieder gefunden:

Hier die Meldung von gestern: Felix Braune, Analyst von Cheuvreux, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media unverändert mit „underperform“ ein. ProSiebenSat.1 habe Thomas Ebeling zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Man habe sich zwar in diesen schwierigen Zeiten einen Branchenkenner an der Spitze des Unternehmens gewünscht, nichtsdestotrotz sei mit dem Ende der Suche ein Unsicherheitsfaktor weggefallen. Am Kursziel von 6,00 EUR werde festgehalten.

Und dann die Meldung von heute: Felix Braune, Analyst von Cheuvreux, stuft die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media unverändert mit „underperform“ ein. Auf Grund verschiedener Risikofaktoren sei es noch zu früh für eine Erholung. Die hohe Verschuldung mache weitere Kosteneinsparungen notwendig. Die Ergebnisprojektionen seien für 2008 bis 2010 um 47 bis 76% reduziert worden. Das Kursziel sinke von 6,00 auf 1,50 EUR. Da fällt mir wirklich nichts mehr ein!

Adolf Merckle droht mit Pleite!

Der durch VW Fehlspekulationen in Bedrängnis geratene Milliardär Adolf Merckle geht auf Konfrontationskurs. Nun droht der schwäbische Milliardär Adolf Merckle den Banken, für seine Holdinggesellschaft VEM Insolvenz anzumelden. Es sein nicht bereit einen Teil seines Privatvermögens mit einzubringen um sein Unternehmen zu retten. Was soll man davon halten! Ein Unternehmer der offesichtlich nicht hinter seinem Unternehmen steht. Nebenbei bemerkt hat Ihn seine eigene Gier in diese Situation gebracht! Und nun sollen die Mitarbeiter seiner Unternehmen und die Aktionäre die Zeche bezahlen? Das kann es ja wohl bitte nicht sein.

Der 74-jährige Merckle wolle damit die Banken zwingen, ihm das nötige Kapital zur Restrukturierung seiner Unternehmen zur Verfügung zu stellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Dazu habe Merckle den auf Insolvenzen spezialisierten Anwalt Eberhard Braun engagiert.  So etwas ähnliches hatte doch mal Leo Kirch versucht, wenn ich mich recht erinnere…Milliardäre scheinen irgendwie alle ähnlich gelagert zu sein. Ich hoffe mal das Herr Merckle damit nicht durchkommen wird und manden zuschuss des Privatvermögens als unabdinglich ansehen wird..

Conti und Schaeffler im Klinsch?

Alles nicht so einfach! ..dürfte sich die Schaeffler Gruppe schon länger denken. Nachdem der Conti Kurs deutlich zurückgekommen ist und die Finanzierung der Übernahme sich immer schwieriger gestaltet hört man immer neue Gerüchte die eine Übernahme in der ursprünglich angedachten Form immer unwahrscheinlicher werden lassen. Nun wird darüber spekuliert ob Schaeffler gar Unternehmensteile bei Continental einbringen muss um die Braut etwas anzuhübschen. Das eigentliche Problem ist das man derzeit keinen Käufer für die momentan“überschüssigen“ Anteile der angedienten Conti Aktien finden kann. Das wiederum bringt die Schaefflers in finanzielle Bedrängnis.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Verkauf der Reifen und Gummisparte von Continental, aber auch hierfür dürfte sich derzeit nur schwer ein Käufer finden lassen, und wenn dann wohl nur zu einem schlechten Preis. Die Conti Führung versucht nun offenbar aus der Situation als Sieger hervor zu gehen indem die möglichen Schaeffler Sparten integriert, und somit der Wert der Continental AG gesteigert werden könnte. Schaeffler bliebe das Wälz- und Kugellagergeschäft. Erste Schritte in diese Richtung hatte die Conti Führung wohl schon gestern schon mit der Streichung der Dividende unternommen. Geld das Schaeffler zur Bezahlung der Anteile dringend braucht..

Die Lehre vom unehrlichen Anton…die Börse verzeiht nicht!

Anton Milner, Chef des Solarkonzerns Q-Cells hat nicht nur sein Unternehmen sondern die gesamte Solarbranche diskreditiert. Durch unbedachte Aussagen und eine dilletantische Informationspolitik schickte Herr Millner die Branche auf Talfahrt und sorgte für einen noch heftigeren Abverkauf als dies in den letzten Wochen eh schon der Fall war.

Wann sich der Q-Cells Kurs wieder fangen wird, oder auch die anderen Unternehmen wie Solarworld, Roth und Rau sowie Manz Automationen wieder fangen werden ist erstmal unklar. Viele Anleger haben in den vergangenen Tagen Ihre Bestände trotz der niedrigen Kurse verkauft, da das Vertrauen in die Aussage der Unternehmen durch Herrn Millner nicht mehr vorhanden oder zumindest stark eingetrübt sein dürfte.

Gegenüber der „Berliner Zeitung“ hatte Anton Milner vor einer Woche vor einem schwächeren Wachstum der Solarbranche wegen der Finanzkrise gewarnt – und damit die Q-Cells Aktie auf Talfahrt geschickt. Am nächsten Tag erschien Milner in der „Financial Times Deutschland“ mit der Aussage, der erwartete Wachstumsrückgang gelte nur für die Konkurrenz. Er rechne trotz eines schwachen Umfelds für sein Unternehmen mit einem rapiden Umsatz- und Gewinnwachstum und bestätigte die Prognosen.

Sieben Tage später senkt das erfolgsverwöhnte Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt dann die Prognosen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Wegen Unsicherheiten und der schwächeren Nachfrage infolge der Finanzkrise hätten einige Kunden „in den vergangenen Tagen“ die Abnahme vereinbarter Mengen in das nächste Jahr verschoben, hieß es.

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