Author Archives: Lars

Kauf Estavis zu 1,20 Euro

Ein weiterer Immobilienwert der komplett unter die Räder gekommen ist und heute nochmal eine starke Kursbewegung nach unten vollzieht. Ebenso wie bei Twintec passiert das unter extrem schwachen Umsätzen, wobei die Umsätze in diesem Wert eh schon seit längerem sehr mau sind. Das sagt mir das der Großteil der Aktien in starken Händen ist. Der Buchwert je Aktie wurde 2007 mit 11,87 Euro angegeben. Nach wie vor denke ich das neben der regenerativen Energien auch die Immobilienwerte ein starkes Comeback in 2009 sehen werden.

Kauf Twintec zu 4,20 Euro

Na das nenne ich mal ein Einstiegsgeschenk! Habe soeben Twintec zu 4,20 Euro in das Trading Depot aufgenommen nach dem Kursrutsch heute der nur von ein paar kleinen Verkäufen ausgelöst wurde. Dürfte nichts fundamentales gewesen sein heute sondern lediglich Depotbereinigung von Kleinanlegern. Insgesamt nur 12000 Stücke umgesetzt!

Sterbehilfe für die Autoindustrie

Der HWB Capital Analyst mit dem klangvollen Namen Hans Willi Brand bezeichnete eben auf Bloomberg TV den am Freitag bekannt gegebenen Rettungsplan für die US Autobauer als „Sterbehilfe“ und das trifft es wohl sehr gut. Der dadurch erreichte Aufschub der Zerrschlagung, Fusion oder was auch immer von Ford, GM und Chrysler dürfte nicht zum gewollten Ergebnis einer wirklichen rettung führen. dazu hat man viel zu lange die Zeichen der Zeit verschlafen und weiterhin auf große spritfressende Autos gesetzt.

Diese Versäumnisse lassen sich nicht in drei Monaten lösen und es ist einfach ein Witz ernsthaft zu glauben das die Unternehmen auch nur einen Cent von dem Geld zurückzahlen werden. Man zögert das Leiden für die Angestellten dieser Unternehmen und die Weltwirtschaft sowie die Börsen nur etwas hinaus und versucht das Sterben so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Ob George W. Bush damit der welt also einenGefallen getan hat ist die Frage – ich denke eher nicht. Wahrscheinlich hatte er einfach keine Lust sich gegen Ende seiner Amtszeit nochmal zu stressen und gibt das Thema gerne an seinen Nachfolger ab.

Für den deutschen Automarkt werden heute auch schon die ersten Zeichen dahingehend gesetzt. Die VW Aktie verliert neun Prozent auf 260,- Euro, zum Handelsauftakt und belastet damit den gesamten Sektor sowie den Dax. BMW und Daimler sind ebenfalls schwächer. De Porsche aktie leidet ebenfalls unter der schwachen Performance bei VW. Die Situaton dürfte langsam sehr interessant werden. Denn Kurse unter 250,- Euro dürften sich wie wir ja wissen, wahrscheinlich deutlich negativ auf die Porsche Bilanz auswirken.Sollte die VW Aktie also unter diese Marke fallen ist auch mit einem Kursrutsch bei Porsche zu rechnen. Ziel wäre dann wohl erstmal 37,- bis 38,- Euro je Aktie,

Schaeffler darf Continental übernehmen, ABER…

Am Freitag war es dann soweit die langersehnte Nachricht der Continental Aktionäre das die EU Kartellbehörde die Übernahme von Conti durch Schaeffler durchgewunken hat. Die Continental Aktie quittierte dies dann umgehend mir einem satten Anstieg auf 44,- Euro. Ob sich hier nicht einige zu früh gefreut haben ist die Frage. Ich bleibe weiterhin skeptisch. Immer mehr häufen sich die Gerüchte das sowohl Schaeffler als auch Continental im Moment extrem knapp bei Kasse sind. So kam heute wiedermal folgende Nachricht über die Ticker..

Der geplante Einstieg des Automobilzulieferers Continental bei dem Batterie-Projekt der Daimler AG und dem Mischkonzern Evonik Industries AG droht laut einem Zeitungsbericht zu scheitern, weil Continental die Mittel fehlten. Dringend nötige Investitionen in Schlüsseltechnologien könnten sich die Hannoveraner kaum noch leisten, berichtet das „Handelsblatt“. Stillstand war noch nie besonders gut für die Entwicklung eines Aktienkurses! Die Frage ist nach wie vor ob sich Conti damals nicht bei der VDO Übernahme übernommen hat. Fundamental sind diese Tatsachen also durchaus bedenklich. Nebenbei bemerkt hat der japanische Konkurrent im Reifengeschäft, Bridgestone seine Gewinnprognose heute um über 80 Prozent zurückgenommen!

Bei Schaeffler sieht es nicht viel besser aus. Noch immer ist unklar ob die Schwaben sich diese Übernahme überhaupt leisten können. In rund einem Jahr werde von Schaefflers Banken die Forderung nach der Rückzahlung der ersten Kredittranche kommen. Derzeit ist noch offen wie Schaeffler dies dann bezahlen will. Neue Kredite zur Umschuldung seien nur möglich, wenn das Eigenkapital steige. Das Verhältnis zur Verschuldung sei zu schlecht. Denn nach Informationen aus dem Umfeld der Firmen fehlen Schaeffler 4 bis 6 Mrd. Euro Eigenkapital. Kurzfristig ist die Conti/Schaeffler Spekulation also vielleicht interssant, langfristig eher umstritten. Ich warne vor allzu viel Euphorie heute…habe am Freitag verkauft!

Unbedingt an das Zweitdepot denken!!!

Die letzten tage des Jahres 2008 sind gezählt und es gibt noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen! Eine Sache die für Anleger nun unerlässlich ist ist das zweite Depot um im sinne der ab 01.01.2009 in Kraft tretenden Abgeltungssteuer der neuen Gesetzgebung Rechnung zu tragen. Das heißt konkret man behält alle Positionen im „alten“ Depot und kauf die neuen Positionen dann im neuen Jahr über das neue Depot. dazu ist es sicherlich auch sinnvoll, wenn man bereits zwei oder mehr Depots haben sollte, alle bestehenden Positionen in ein Depot zu schaufeln und das frei verfügbare Kapital in das andere zu übertragen.

Also liebe Trader nicht die Chance verpassen, auch wenn dies momentan nicht so wichtig erscheint kann es zum Schluss einen großen unterschied machen. Ich persönlich habe drei Depots. Ein Langfristiges bei meiner Hausbank, ein Mittelfristiges bei comdirect mit dem ich im Optimalfall auch länger als ein Jahr investiert sein werde und ein kurzfristiges Trading Depot bei der DAB Bank. Diese Aufteilung hat sich bis jetzt sehr bewährt.

Für spezielle Tradingideen gibt es dann noch Broker wie Fimantex und oder Finexo. Damit hat man dann das Trader-Rundum-Sorglos-Paket für alle Eventaulitäten!

Twintec – ein Gewinner in der Krise?

Die Verkaufszahlen von neuen LKWs bei Volvo, Scania, Mercedes und MAN gehen stark zurück wie nie Zuvor. Kunden scheuen Investitionen in neue Lastkraftwagen wegen der allgemein schlechten Finanzierungslage und der unklaren Auftragslage im Jahr 2009. Dennoch kommt in Deutschland ab dem 01.01.2009 die Erhöhunge der LkW Maut. Der Bundesrat stimmte mit der äußerst knappen Mehrheit von 35 Stimmen zu.

Im Durchschnitt steigt die Autobahn-Gebühr für schwere Lastwagen von 13,5 auf 16,3 Cent je Kilometer. Viel drastischer erhöhen sich die Mautsätze jedoch für viele drei oder vier Jahre alte Fahrzeuge mit höheren Abgaswerten. Gerade diese Tatsache wird dazu führen das Spediteure und Logistikunternehmen ihren bestehenden Lkws auf den neusten Stand der vorgeschriebenen Abgastechnik nachrüsten und mit Neuinvestitionen weiterhin zurückhalten. ein Umrüstung mit einem modernen Kathalysator ist immer noch deutlich ökonomischer als die Investition in einen neuen Fuhrpark.

Twintec stellt die Kathalysatoren und Rußpartikelfilter für Pkw und Lkwher und ist damit Marktführer in Deutschland. Beliefert werden nicht nur die etwas schwächelnde Autoindustrie sondern vielmehr die gesamte Palette der Umrüstunternehmen und Automobil-Service-Stationen in Deutschland und Europa. Damit ist die Twintec AG marktführer in einem extrem zukunftsträchtigen Segment das durch die neue Lkw Maut sowie die aktuellen Beschlüsse zur Emissionssenkung diesseits und jemseits des Atlantiks überproportional profitieren sollte. Zudem ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau günstig bewertet und verfügt über eine komfortable Schuldensituation.

Jahresausblick 2009

Das Jahr nach Lehman Brothers:

Es ist mal wieder soweit! Ein größtenteils grausames Börsenjahr 2008 liegt fast hinter uns und die meisten Profis und Privatanleger rätseln wie es jetzt nun im Börsenjahr 2009 weitergehen wird. Wie auch letztes werde ich hier auch mal meine Einschätzung dazu abgeben. Das es erstmal ein schwieriges Jahr werden wird, da sind sich wohl fast alle einig. Ab dem Amtsantritt von Barack Obama am 20.01.2009 wird es dann vielleicht etwas klarer. Schon heute wird hier an einem Billiarden-Konjunktur-Paket geschnitzt das die US Wirtschaft wieder auf den richtigen Weg bringen soll. Hierzu gibt es sehr geteilte Meinungen. Kurzfristig sollte dieses Programm die Börsen aber erstmal beflügeln, mittelfristig wird das Fluten des Marktes mit frischem Geld wohl nur zu einer Verlagerung des eigentlichen Problems führen. Dennoch wird es an den Börsen neben einigen Verlierern auch Gewinner geben und die gilt es rechtzeitig zu finden, damit die Depotperformance auch im kommenden Jahr wieder stimmt. Allem voran habe ich dieses Jahr wieder etwas wichtiges gelernt, und nur damit verhindert das ich auch viel Geld verloren habe wie andere, und dieser Leitspruch gilt auch im kommenden Jahr: „Man muss nicht immer investiert sein!“ Es wird auch in 2009 Phasen geben in denen es besser ist nicht im Markt zu sein.

Gold

das Edelmetall hat eine wilde Berg- und Talfahrt hinter sich und sollte sich langsam um die 800,- Dollar Marke stabilisieren. Mittelfristig wird sich der Preis je Feinunze wohl auch wieder Richtung 1000,- Dollar entwickeln. Die übliche Funktion einer Krisenwährung scheint Gold zunächst einmal nicht mehr zu haben, was aber auch durch die Verkäufe der Bundesbanken in 2008 negativ beeinflusst worden ist.Diese Verkäufe werden nun langsam zurückgefahren. Im Gegensatz zu 2008 dürfte dann die 1000,- Dollar Marke auch nachhaltig genommen werden, zumal ich mit einem wieder deutlich schwächeren Dollar rechne. Dies wird aber sicherlich nicht im ersten Anlauf passieren, der Goldpreis dürfte dann erstmal um diese magische Marke pendeln. Ob die viel besagte 2000,- Dollar Marke hier erreicht wird wage ich mal zu bezweifeln, aber der langfristige Aufwärtstrend des Goldes sollte wieder aufgenommen werden. Ziel im Jahr 2009 könnte durchaus 1200,- Dollar oder mehr sein! Je nach Entwicklung der Weltwirtschaft oder politischer Instabilität einige Länder kann Gold auch durchaus als Krisenwährung wieder neu entdeckt werden, dies geht dann aber nicht zwangsläufig auch mit steigenden Preisen einher, denn dann werden erstmal sämtliche Anlageklassen fallen – was wir nicht hoffen wollen!

Öl/Gas

Die Öl und Gaspreise werden sich wieder erholen. Nicht zuletzt weil man seitens der OPEC und Russlands massiv daran arbeitet durch eine künstliche Verknappung des Erdöls die Preise stabil zu halten. Es werden sogar größere Mengen Öl auf Öltankern vor den Küsten gelagert um das Angebot knapp zu halten. Dies funktioniert aber nicht weil die Nachfrage noch mehr eingebrochen ist. Die Menschen fahren nicht mehr mit Ihren Autos,bestellen kein Heizöl etc. Die von den Ölspekulanten angepeilte Marke scheint erst einmal die 30,- Dollar je Barrel zu sein, und hier sollte der Ölpreis drehen, denn auch ein zu geringer Ölpreis ist nicht mehr gut für die Weltwirtschaft. Im Laufe des Jahres dürfte der Ölpreis sich irgendwo um die 70,- bis 80,- Dollar je Barrel einpendeln. Aber auch kurzfristige Ausschläge über die Marke von 100,- Dollars sind, ebenfalls verbunden mit der zu erwartenden Dollar Schwäche denkbar. Die alten Höchststände vom Sommer 2008 werden wir wohl nicht mehr so schnell sehen. Langfristig gesehen kann es aber nochmal zu einer ähnlich starken Spekulation auf steigende Ölpreise geben, das dürfte aber auch von der Entwicklung bei den alternativen Energien abhängen.

US Dollar

Der Dollar dürfte ein wirklich schlimmes Jahr vor sich haben. Einen Verfall der Währung noch über die alten Tiefstände hinaus würde mich nicht überraschen. Mittelfristig sollte sich der Greenback gegenüber dem Euro wohl bei 1,40 bis 1,50 einpendeln. Wie schon gesagt wird die von der US Regierung neu geschaffenem Geldmenge wohl mächtig auf den Kurs des Dollars drücken ebenso wie weiter schwache Konjunkturdaten und einer Niedrig- oder Nullzinspolitik der USA. Realistisch betrachtet müsste die US Währung schon heute viel schlechter stehen als dies der Fall ist. Die Anlage in US Aktien birgt also nach wie vor alleine auf Grund des Währungsrisikos große Risiken, es sei denn man kauft bei Kursen über 1,60 Dollar je Euro, dann kann dies nochmal einen positiven Effekt auf ein längerfristig ausgelegtes depot haben , wenn man von einer Stabilisierung des Dollar irgendwann ausgeht. US Aktien sind also erst einmal mit Vorsicht zu genießen. Dennoch dürfte es zumindest in der zweiten Jahreshälfte hier auch ein paar Ausnahmen geben die dieses Währungsrisiko abfedern können. Fachleute gehen davon aus das sich die US Wirtschaft letzten Endes schneller wieder aus der Krise befreien kann und dem ensprechend ist hier das richtige Timing bei der Anlage extrem wichtig.

Rohstoffe / Emerging Markets

Die Emerging Markets werden sich von dem Schock der Kreditkrise wohl am schnellsten wieder erholen, und damit auch die Rohstoffe. Der Hunger nach Ressourcen wird wohl noch ein paar Jahre andauern, wenn auch in etwas gebremster Form. Dennoch sind die BRIC Länder und auch sonstige Länder in den Emerging Markets weiterhin der Wachstumsmotor dieser Welt. China dürfte eine langsamere Gangart einlegen und erste Meldungen über einen dort bereits stotternden Wachstumsmotor lassen einen aufhochen. Dennoch – der Bedarf an Basisrohstoffen wird wieder steigen, ebenso bei Agrarrohstoffen. Einzelne Unternehmen aus diesen Bereichen könnten ein extrem starkes Comeback erleben. Etwas skeptisch hingegen bin ich für den Gesamtmarkt Russland ausser vielleicht den Rohstoffwerten. Hier dürften Anleger noch turbulente Zeiten vor sich haben. Die Entwicklung in Russland ist da eher als dramatisch zu bezeichnen. Investments in russische Einzelaktien dürften 2009 zu den risikoreichsten Anlageformen gehören. Rohstoffe im allgemeinen sind auf einem historisch niedrigen Niveau. Sollte sich der Ölpreis wieder fangen werden auch die Rohstoffe wieder steigen.

Gewinner-Branchen

Die schon in der Rubrik langfristige Megatrends aufgeführten Branchen dürften weiter Gültigkeit haben. Regenerative Energien und Energie im Allgemeinen, Wasser, Nahrungsmittel, Infrastruktur, Rohstoffe sowie Medizintechnik und Abfallwirtschaft dürften die interessantesten Branchen im kommenden Jahr sein. Sich hier langfristig zu positionieren sollte sich auszahlen, auch wenn natürlich immer Vorsicht geboten ist und auch hier das erste Quartal noch etwas holprig werden könnte. Besonders für die Solarbranche sehe ich wieder gute Chancen trotz fallender Preise den neuen Wachstumsmotor zu bilden. Was die USA dringend braucht sind neue Jobs und das Potenzial bei den alternativen Energien dürfte nicht nur am größten sein sondern auch am schnellsten umzusetzen! Die ersten weichen dahingehend werden ja bereits gestellt. Sowohl die EU als auch die neue US Regierung haben umfangreiche Förderprogramme angekündigt. 2009 Könnte wieder ein echtes Solarjahr werden!

Immobilien

Einen kleinen Absatz verdienen auch die Immobilien. Das Betongold könnte auch in 2009 wieder unter Druck geraten, allerdings ist das in erstklassigen Lagen fast wurscht, da die Preise hier nahezu ständig stabil bleiben. Der Mietmarkt hingegen wird sich in manchen Regionen zuspitzen und die Mietrenditen weiter fallen. Für den US Markt sehe ich hier so schnell keine Besserung, ebenso wie für Großbrittanien und überteuerte Ferienimmobilien weltweit. Im Gegensatz zum Eigenheim finde ich aber die Investition in ausgesuchte Immobilienwerte wesentlich spannender. Nicht nur weil diese Werte überproportional gelitten haben, sondern im speziellen weil die Kreditvergabe bald wieder funktionieren sollte und dann höchstwahrscheinlich sogar zu besseren Konditionen. Für längerfristig orientierte Anleger bietet diese Situation enorme Chancen. Der Vorteil zur eigenen Immobilie ist sicherlich die Liquidität. Die entsprechenden Aktien können im Bedarfsfall wieder schnell veräußert werden, die Immobilie eher weniger. Wir haben einen Käufer Markt und das wird sich im nächsten Verkäufer Markt deutlich auszahlen. Meine Favoriten in diesem Bereich habe ich ja hier schon mehrfach genannt.

Der Dax

Der gute alte deutsche Leitindex! Wo wird er Ende 2009 stehen? Das ist wohl die „eine Million Dollar Frage“ Ich möchte trotzdem einen Versuch wagen auch dieses Jahr wieder eine Prognose abzugeben. Sollte Deutschland es schaffe sich etwas vom US Markt ab zu koppeln und die Weltwirtschaft sich spätestens im zweiten Halbjahr 2009 wieder erholen, dann sehe ich den Dax im Dezember 2009 bei ca 6200 bis 6300 Punkten. Für diejenigen die es gerne ganz genau haben gebe ich einfach mal einen grob geschätzten Tipp ab. Man kann sich hierzu aber genauso gut zwei Würfel nehmen… 6287 Punkte!! Es ist aber durchaus ebenso möglich das wir im ersten Quartal nochmal neue Tiefststände beim Dax sehen werden. An 2000 Punkte glaube ich nicht, aber 3000 bis 3500 Punkte sind noch möglich wenn es richtig dick kommt.

Swiss Life und Salzgitter

Anscheinend haben dann doch noch einige die Geschichte vom kleinen George gelesen 😉 Der Markt tauchte unmittelbar nach Veröffentlichung wieder ab…kleiner Scherz! Nun es dürfte in den Köpfen der Marktteilnehmer angekommen sein das die Lösung für die Autobauer nicht die beste sein könnte. ganz besonders die Rückzahlung macht Sorgen! Aber nun zu anderen Themen, über Chrysler und GM wurde ja schon ausreichend berichtet. Der Ölpreis macht langsam ebenfalls Sorgen. Bei 34 Dollar heute ein neues Tief und langsam wird auch das etwas ungesund für die Weltwirtschaft. denn so witzig das klingt – zu billiges Öl ist auch nicht gut. Die Fördermengenbeschränkung und auch das „Auslagern“ von Ölbeständen auf Öltanker die irgendwo auf dieser Welt vor den Küsten rumdümpeln hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Wie geht es hier weiter? Bei 30,- Dollar sollte spätestens Schluss sein, denke ich..

Wer der Empfehlung von Swiss Life heute gefolgt ist dürfte sich freuen, denn die Aktie hat heute zu einem kräftigen Rebound angesetzt und die 70,- CHF zurückerobert. Charttechnisch ist jetzt alles wieder in Butter und weiter steigende Kurse dürften hier der Fall sein. Wer dann noch meinen gestrigen etwas kritischen Artikel zu Salzgitter gelesen hatte, der dürfte sich heute eine Menge Nerven und Geld gespart haben. Die Branche ist schwach und ab Montag könnte es wegen des Dax Aufstiegs zu weiter fallenden Kursen kommen. So, dann wünsche ich erstmal allen ein schönes Wochenende und freue mich auf die letzten Handelstage des Jahres mit Euch. Ich werde in den kommenden zwei Tagen meinen Jahresausblick für 2009 veröffentlichen, die Depots aktualisieren, für dieses Jahr abschließen und für das kommende neu aufsetzen. ihr dürft gespannt sein 😉

Der kleine George, oder das Fähnlein im Winde.

George W. Bush, zum Glück nur noch eine „lahme Ente“ wie der Amerikaner den scheidenden Präsidenten gerne bezeichnet, hat heute mal wieder eine 180 Grad Wende vom allerfeinsten hingelegt. Die Autobauer werden natürlich mit finanziellen Mitteln unterstützt und man legt sogar nochmal 4 Milliärdchen drauf. Das freut den Anleger kurzzeitig, aber so richtig scheint ausser dem kleinen George niemand davon überzeugt zu sein das das nun die ultimative Lösung ist. Sicherlich wurden die Kreditvergaben an diverse Bedingungen geknüpft. So soll all das schöne Geld zurückgezahlt werden wenn man bei Chysler und General Motors nicht vernünftig damit umgeht. Da wir ja alle wissen das man einem nackten Mann nicht in die Tasch greifen kann könnte aber genau das dann etwas schwierig werden!

Mir sind die Pläne deutlich zu ungenau und unbestimmt als das ich sagen könnte das hier ein vernünfiges Konzept dahinter steht. Natürlich wäre eine Pleite verheerend gewesen und hätte ähnlich schlimme Folgen für die Weltwirtschaft gehabt wie Lehman Brothers, das weiß sogar der kleine George! Aber eventuell wären Fusionen und anständige Sarnierungspläne sowie eine maßgebliche Förderung des Autoabsatzes in der Bevölkerung besser gewesen, als diese „Alles wird Gut“ Beschlüsse die hier nun gefasst wurden. Spätestens im März wird uns das Thema dann wohl nochmal einholen und die Börsen müssen wieder zittern.  Dann allerdings ist der kleine George ja schon in Rente und kann sich das ganze Treiben entspannt von seiner Ranch anschauen.

Bleibt nur zu hoffen das nun der Rset der aktiven Amtszeit vom kleinen George schnell zu Ende gehen wird und wir Ihn nicht mehr allzu oft bei irgendwelchen Sonderansprchen im Fernsehen beundern können. Sein Nachfolger fängt unterdessen schon mal an die Altlasten wegzuräumen und wird demnächst Guantanamo schließen. Ich habe große Hoffnungen das nach dem kleinen George nun ein großer Barrack ans Ruder kommt und dann letztenlich auch die richtigen Schritte in der Autoindustrie veranlasst.  Leider ist dann wahrscheinlich wieder deutlich weniger im US Geldbeutel! Für heute ist das erst mal wurscht, die Börsen feiern und der kleine George freut sich das er den Karren mal wieder aus dem Dreck gezogen hat..

Stahlnachfrage bricht dramatisch ein.

Die Nachfrage nach Stahlprodukten bricht derzeit komplett ein. Schon lange wird über die künftige Nachfrage aus China und Co. spekuliert, aber auch in den USA ist die Nachfrage um satte 40 Prozent wegen der Krsise der Automobilkonzerne zurückgegengen. ThyssenKrupp, Salzgitter und andere Stahlhersteller geben heute kräftig nach. Die Rohstoffmärkte sind unter Druck denn der damit verbundene Nachfragerückgang für Eisenerz und andere Basismetalle bringen heute auch nochmal die Rohstoffproduzenten wie Rio Tinto, BHP Billiton und Anglo American unter Druck. Bei den deutschen Stahlunternehmen wird für längere Zeit Kurzarbeit geplant um die Folgen dieser Entwicklung abzufedern.

Deutschlands Unternehmen senkten ihren Ausstoß im Einklang mit dem Weltmarkt auf 3,3 Millionen Tonnen. Marktführer Thyssen-Krupp und Salzgitter haben wie Weltmarktführer Arcelor-Mittal ihre Anlagen runtergefahren und ihre Mitarbeiter in verlängerte Werksferien geschickt. Nachdem die Arbeitzeitkonten nun ausgeschöpft sind, bereiten die Unternehmen Kurzarbeit vor. „Wir werden flächendeckend ab Februar Kurzarbeit haben“, sagte ein Sprecher von Thyssen-Krupp Steel dem Handelsblatt. Eine solche Vereinbarung sei mit dem Betriebsrat getroffen worden. In den kommenden Tagen soll geklärt werden, wie viele der insgesamt 20 000 Beschäftigten in Deutschland davon betroffen sein werden.

Swiss Life zu 42,63 Euro ins Depot aufgenommen

Die Aktie von Swiss Life halte ich schon seit längerem für sehr attraktiv auf dem jetzigen Niveau. Bereits letzte Woche konnte die Aktie einen stärkeren Anstieg verzeichnen bevor sie dann wieder nach unten ausbrach. Fundamental halte ich die Schweizer für deutlich unterbewertete. Finanztitel gehören derzeit halt nicht unbedingt zu den Lieblingen der Börse, aber heir könnte sich ein antizyklischer Einstieg deutlich lohnen. Inzwischen hat die Swiss Life Aktie seit Ihrem Hoch bei über 300,- CHF um fast 80 Prozent korrigiert und notiert nun bei 65,- CHF.

Auf diesem Niveau dürfte die Aktie bald wieder zum nächsten Anlauf auf die 90,- CHF starten. Wichtig wäre nun erst einmal das die 70,- CHF verteidigt, bzw. bald zurückerobert werden können, denn hier liegt die Unterstützungslinie. Wer etwas vorsichtiger dran gehen möchte sollte dies erst einmal wieder abwarten. Der letzte Kursrutsch heute wurde durch eine Verkauf-Order von 75.000 Stück ausgelöst. Wahrscheinlich Window Dressing eines Fonds..wie gesagt es ist Hexensabbat und heute dürfte noch einiges passieren!

Großer Verfallstag an den Börsen

Heute ist er der letzte große Verfallstag an den Börsen. Noch einmal werden Kurse bewegt und noch einmal haben die Fonds die Möglichkeit (oder müssen) Ihre Depots umzubauen bzw. Altlasten los zu werden. Ich könnte mir gut vorstellen das heute in Einzelwerten einiges an Bewegung rein kommt, und erste Anzeichen dafür lassen sich bereits beobachten. Der Ölpreis spielt heute ebenfalls eine wichtige Rolle und befindet sich auf einem neuen Jahrestief. Die Interventionen der OPEC haben nichts geholfen, und das sagt mir das starke Spekulanten am Ölpreis sind. Das wiederum könnte die Wende heute beim Öl einläuten wenn Positionen wieder aufgelöst werden.

Die Rohstoffbranach leidet ebenfalls heute mächtig unter dem Ölpreis, und sollte sich meine Theorie bewahrheiten müssten wir heute schöne Einstiegkurse in einen langfristig sehr interessanten Sektor sehen. Gleiches gilt auch für die Solarbranche! Die derzeitige Relative Stärke des Sektors und das trotz fallendem Ölpreis ist überzeugend. Ich denke mal das die Bodenbildung hier nun abgeschlossen ist und man sich langsam wieder poitionieren kann. Bereit vor ein paar Tagen habe ich Positionen bei Manz Automationen, Roth und Rau sowie Solon aufgebaut…

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