Sterbehilfe für die Autoindustrie

Der HWB Capital Analyst mit dem klangvollen Namen Hans Willi Brand bezeichnete eben auf Bloomberg TV den am Freitag bekannt gegebenen Rettungsplan für die US Autobauer als „Sterbehilfe“ und das trifft es wohl sehr gut. Der dadurch erreichte Aufschub der Zerrschlagung, Fusion oder was auch immer von Ford, GM und Chrysler dürfte nicht zum gewollten Ergebnis einer wirklichen rettung führen. dazu hat man viel zu lange die Zeichen der Zeit verschlafen und weiterhin auf große spritfressende Autos gesetzt.

Diese Versäumnisse lassen sich nicht in drei Monaten lösen und es ist einfach ein Witz ernsthaft zu glauben das die Unternehmen auch nur einen Cent von dem Geld zurückzahlen werden. Man zögert das Leiden für die Angestellten dieser Unternehmen und die Weltwirtschaft sowie die Börsen nur etwas hinaus und versucht das Sterben so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Ob George W. Bush damit der welt also einenGefallen getan hat ist die Frage – ich denke eher nicht. Wahrscheinlich hatte er einfach keine Lust sich gegen Ende seiner Amtszeit nochmal zu stressen und gibt das Thema gerne an seinen Nachfolger ab.

Für den deutschen Automarkt werden heute auch schon die ersten Zeichen dahingehend gesetzt. Die VW Aktie verliert neun Prozent auf 260,- Euro, zum Handelsauftakt und belastet damit den gesamten Sektor sowie den Dax. BMW und Daimler sind ebenfalls schwächer. De Porsche aktie leidet ebenfalls unter der schwachen Performance bei VW. Die Situaton dürfte langsam sehr interessant werden. Denn Kurse unter 250,- Euro dürften sich wie wir ja wissen, wahrscheinlich deutlich negativ auf die Porsche Bilanz auswirken.Sollte die VW Aktie also unter diese Marke fallen ist auch mit einem Kursrutsch bei Porsche zu rechnen. Ziel wäre dann wohl erstmal 37,- bis 38,- Euro je Aktie,

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