Author Archives: Lars

Porsche kappt die Ziele deutlich

Mit einem Minus von über 7 Prozent notiert die Porsche Aktie nun knapp über 50,- Euro. Grund war die heute bekannt gegebene Anpassung der Ziele. Ebenso belastend dürfte der Kursverlauf der VW Aktie sich in den kommenden Wochen auf den Porsche Aktienkurs auswirken. Hier ist also Vorsicht geboten..Morgen wird die Bilanzpressekonferenz des Autobauers stattfinden und man darf gespannt sein wie der ausblick dann konkret aussieht.

Grundsätzlich dürfte ein Autobauer der Luxuswagen produziert und seinen Hauptabsatzmarkt in Nordamerika hat keine leichten Zeiten vor sich haben. Die VW Aktie dürfte wie schon mehrfach geschrieben so um die 50 bis 70,- Euro wert sein. Also noch ein langer Weg nach Süden bevorstehen. Wann weiß wohl niemend so genau aber die Wahrscheinlichkeit das dies irgendwann passiert ist groß.

Alles nur gepumpt!

Das was momentan den Börsen hilft und gut aufgenommen wird kann schon sehr bald wieder als Bumerang zurückkommen. Mit den gigantischen Paketen will die Fed die Probleme der Wirtschaft an der Wurzel packen und den Niedergang des Immobilienmarktes unter allen Umständen stoppen.

Die amerikanische Notenbank will die heimischen Kreditmärkte um jeden Preis stützen. Für 600 Mrd. $ kauft die Fed belastete Immobilienpapiere auf, darüber hinaus fließen 200 Mrd. $ in den Markt für Konsumentenkredite. Die Folgen kann man heute schon im Dollarkurs sehen der mal wieder deutlich nachgibt. Kein Wunder wenn der Markt mit frischen Dollars geflutet wird!

Ob dieser Effekt also langfristig einen positiven Einfluss haben wird sei mal dahingestellt, kurzfristig hilft es den Börsen bei der momentan anscheinend stattfindenden Bodenbildung. Die Kursgewinne der letzten beiden Tage sollten in jedem Falle täglich neu abgesichert werden, auch wenn ich glaube das wir nun das Schlimmste wohle erstmal überstanden haben. Erste Schwäche lässt sich heute schon bei einzelnen Werten erkennen. Dazu gehört Porsche die unter dem Kursverfall bei VW leiden dürfte aber auch Apple, BMW und die Deutsche Postbank…

Investors Inside – Finance Blog of the Year 2008?

Hallo zusammen! Ich habe gerade erfahren das mein Blog für die Wahl des Finance Blog of the Year 2008 nominiert wurde und mich natürlich darüber gefreut 🙂

Sollte der ein oder andere von Euch ebenfalls der Meinung sein das ich diese Auszeichnung verdient habe würde ich mich natürlich freuen wenn Ihr mir Eure Stimme gebt.

Einfach hier klicken , oder den dezenten Button rechts, und den Blog auswählen..Geht ganz schnell und tut nicht weh 🙂

BHP Billiton zieht Übernahmeangebot für Rio Tinto zurück

BHP Billiton zieht das 66 Milliarden Dollar Übernahmeangebot für Rio Tinto auf Grund der deutlich schlechteren Konjunkturaussichten zurück. Die stark zurückgekommenen Rohstoffpreise und die weiteren Aussichten für die Branche brachten den weltgrößten Rohstoffkonzern dazu das Angebot für die Übernahme des Konkurrenten zurück zu ziehen. Insgesamt beläuft sich der Schaden für BHP Billiton dadurch auf ca 450 Millionen Dollar. Das scheint aber immer noch billiger zu sein als den Konkurrenten Rio Tinto zu übernehmen. Vielleicht rechnet man auch hier mit weiter fallenden Preisen und somit einem bald günstigeren Aktienkurs bei Rio Tinto. Somit könnten die Strafzahlungen schnell wieder drin sein. Die Branche dürfte heute ganz besonders im Fokus stehen und starke Kursbewegungen sind hier nicht ausgeschlossen.

Timothy Geithner nicht Warren Buffet…

Die Futures sind schon wieder leicht im Minus, und es dürfte erstmal zu Gewinnmitnahmen nach den heftigen Gewinnen gestern kommen. Getragen von den Nachrichten um die Citigroup – die ich gar nicht mal so gut fand, man bedenke wie sich diese bank verändern dürfte – und der Nachricht über die Ernenneung des Chefs der New Yorker Notenbankfiliale, Timothy Geithner, zum neuen Finanzminister der USA legten die US Börsen gestern kräftig zu. Jedoch nicht so kräftig wie der Dax der zwischenzeitlich fast 12 Prozent zulegen konnte.

Mir ging der Anstieg gestern ehrlich gesagt etwas zu schnell obwohl ich gut investiert war und wieder mal einen schönen Gewinn mit Porsche, Allianz und Co. einfahren konnte. Die Asiaten sehen es wohl ähnlich denn dort halten sich die Anleger noch etwas zurück, bis auf Japan wo der Nikkei ebenfalls 5 Prozent im Plus schloss. Gestern wollte anscheinend jeder dabei sein und auf gar keinen Fall etwas verpassen, und genau hier liegt die Psychofalle. Die Gefahr in den heutigen Gewinnmitnahmen unter die Räder zu kommen ist auf jeden Fall gegeben.

Megatrends der Zukunft, Teil 3 – (alternative) Energie

Sicherlich ein Sektor der auch zu den langfristigen Erfolgsgaranten gehören wird. Hier gibt es natürlich unterschiedliche Ansätze. Zum einen die klassischen Energielieferanten wie Öl, Gas, Kernkraft die sich wohl unabhängig von den alternativen Energiequellen ebenso weiter entwickeln werden. Der Ölpreis und damit fast synchron auch der Gaspreis werden nicht lange auf diesen Tiefsständen bleiben und sich nach der Finanzkrise wohl relativ schnell wieder zu den alten Höhen aufschwingen.

Parallel dazu werden sich aber auch die Solar, Erdwärme und Windenergie-Konzepte durchsetzen um zum einen die Abhängigkeit von den “alten” Energiequellen zu vermindern, und zum anderen ganze neue Industriezweige zu schaffen die Arbeitsplätze schaffen und den Emissionsausstoß auf dieser Erde halbwegs im Zaum halte. Langfristig betrachtet sollte die Forschung hier in den kommenden Jahren für annehmbare Wirkungsgrade und ein ausgewogenes Kosten/Nutzen-verhältnis sorgen. Alternative Antriebsarten für Autos und sonstige Kraftfahrzeuge werden auch verstärkt zum Einsatz kommen müssen um ein dauerhaftes Überleben der Automobilindustrie zu gewährleisten.

Die Briten tun was! Gordon Brown senkt Mehrwertsteuer

Gordon Brown senkt in Großbritanien die Mehrwertsteuer um 2,5 Prozent auf 15 Prozent und reagiert damit prompt auf die dauerhaft drohende Konjunkturschwäche. Ein guter Plan würde ich sagen und Respekt vor soviel spontaner Entschlossenheit. Etwas wo sich unsere Regierung ein Scheibchen von abschneiden könnte und sollte.

Eine wirkliche Entlastung der Bürger werden wir nämlich nicht mit dem eher nicht ernst zu nehmenden Kfz-Steuer Vorschlag erreichen. Zumal wenn dann die menschen an den Tankstellen offensichtlich wieder abgezockt werden! Wann sind die Spritpreise endlich da wo sie hingehören Frau Merkel? Ich habe mal grob überschlagen und festgestellt das der Dieselpreis inzwischen unter einem Euro sein müsste..

Aber zurück zur Mehrwertsteuer. das ist ein nachvollziehbarere und effektiver Schritt in die richtige Richtung. Man mag ja über die Engländer denken was man will, aber in Sachen konsequenter Lösung und Umsetzung von Problemen haben sie in der letzten Zeit echte Kompetenz bewiesen.  Ach was wäre das schön wenn das bei uns auch so wäre…

Gazprom Germania wird von der Ukraine abgezockt

Berichte über die Zahlungsunfähigkeit der Ukraine dürften auch die Gaspreise hierzulande bald beeinflussen. Gazprom Germania fördert in Usbekistan Gas, dass die Gesellschaft überwiegend an die Ukraine liefert. Die Ukraine ist durch die weltweite Finanzkrise in heftige Turbulenzen geraten, die Währung hat dramatisch an Wert verloren und das Land ist auf Notkredite des Internationalen Währungsfonds angewiesen.

Nun befürchten Marktbeobachter das die Ukraine einfach die durch Ihr Land laufenden Gaspipelines anzapfen könnten sollte Gazprom die Lieferungen wegen der hohen Schulden des Ukrainischen Staates einstellen. Dies wiederum würde dann zu einem Engpass in Europa führen der die Preise künstlich hochtreiben könnte. Immerhin beläuft sich der Posten der nicht bezahlten Rechnungen bei Gazprom durch die Ukraine bislang auf 2,5 Milliarden Dollar und wird jeden Monat nochmal 200 Millionen Dollar höher. Kein Pappenstil würde ich mal sagen…Dazu mehr hier..

Wird die Citigroup ebenfalls verstaatlicht?

Welche Optionen hat Citigroup eigentlich noch, um das Vertrauen wiederherzustellen? Ein Verkauf als Ganzes kommt nicht wirklich in Frage, da es keine offensichtlichen Interessenten gibt. Während ihr Marktwert von 22 Mrd. Dollar sie zwar in die Reichweite etwa von HSBC, US Bancorp oder Royal Bank of Canada rückt, sollten unbeantwortete Fragen über den Wert der Vermögenswerte in ihrer Bilanz über zwei Bill. Dollar vernünftige Käufer abhalten.

Citigroup verfügt tatsächlich über einige wertvolle Geschäftsbereiche. Aber es ist unwahrscheinlich, dass einer von ihnen – von der Vermögensverwaltung Smith Barney bis hin zur mexikanischen Tochter Banamex – derzeit genügend Interesse auf sich zieht, um mehr als Schleuderpreise erzielen zu können. Die Zeit, Geschäfte abzustoßen, ist vorbei – auch wenn sie wiederkehren dürfte, wenn sich Citigroup wieder stabilisiert.

Damit bleiben die Rettungsmaßnahmen des Troubled Asset Relief Program, kurz Tarp, des US-Finanzministeriums, über das die Citigroup bereits eine Spritze in Form von Vorzugsaktien über 25 Mrd. Dollar erhalten hat. Unglücklicherweise würde jedoch eine weitere Zufuhr zu den gleichen Konditionen nicht notwendigerweise funktionieren. Aber das Geld aus dem Tarp könnte eingesetzt werden, um eine beträchtliche Beteiligung an der Citigroup einzugehen. Über das Tarp könnte das US-Finanzministerium zum Beispiel neue Citigroup-Stammaktien über 50 Mrd. Dollar kaufen. Bestehenden Aktionären könnte das Recht eingeräumt werden, sich ebenfalls zu beteiligen. Nennen wir es eine Bezugsrechtemission, die von der US-Regierung übernommen wird.

Eine solch umfangreiche Zufuhr von frischem Kapital – zusammen mit der de facto Anerkennung, dass Uncle Sam mehr oder weniger genau so hinter dem systemrelevanten Institut Citigroup steht wie er jetzt schon Fannie Mae und Freddie Mac stützt – sollte das Vertrauen wiederherstellen. Und wenn erst einmal glaubwürdigere Manager eingesetzt worden sind, die das Geschäft schließlich in besser zu steuernde Einheiten aufbrechen, dann könnte die Regierung vielleicht sogar einen Gewinn erwirtschaften.

Gaspreise sollen deutlich nach oben gehen..

Wichtiger den je ist wohl eine Deregulierung des Gasmarktes um Preisanstiege wie wir sie in den letzten Jahren gesehen haben etwas einzudämmen. Nun gibt es zum Glück auch endlich die Möglichkeit den Gasanbieter frei zu bestimmen und somit bis zu 500,- Euro oder mehr pro Jahr zu sparen. Und das dürfte angesichts der schon wieder drohenden Gaspreiserhöhungen interessanter sein den je.

Unabhängig davon halte ich den Energiemarkt nach wie vor für einen der interessanten unter langfristigen Gesichtspunkten. Die alternativen Energiequellen entwickeln sich langsam aber sicher und die klassischen Energiequellen wie Öl und Gas werden uns wohl auch noch eine Weile erhalten bleiben – aber nicht mehr zu den aktuellen Preisen! Der Ölpreis wird vielleicht nochmal auf 40,- Dollar fallen, aber er wird sich wieder erholen und mit ihm auch der Gaspreis. Ich nehme auch mal stark an das die Preise die wir im Sommer gesehen haben noch lange nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein könnten.

Eine zusätzlich gute Variante sich gegen die permanent steigenden Gaspreise abzusichern ist es also den ein oder anderen Energieversorger ins Depot zu legen. Hier dürfte ein Gasanbieter wie Gazprom genau so gut sein wie die großen Ölförderer royal Dutch und Shell, oder aber auch einer der hiesigen Anbieter die die gesamte Palette abdecken und sich somit auch schon im Bereich der regenerativen Energien tummeln. Dies alles aber immer unter derVoraussetzung das man an langfristig steigende Energiepreise glaubt und somit versucht doppelt davon zu profitieren. Durch die richtige Anlage und natürlich den Wechsel zum richtigen Gasanbieter.

Megatrends der Zukunft, Teil 2 – Düngemittel

Der Druck die weltweiten Nutzflächen immer effektiver bewirtschaften zu müssen steigt täglich. Mit zunehmender Bevölkerung, zunehmendem Fleischkonsum und nicht in gleichem Maße zunehmenden Ackerflächen geht die Schere hier immer weiter auseinander, und hat ja auch in den vergangenen Monaten schon zu deutlichen Teuerungsraten bei den Grundnahrungsmitteln geführt. Eine Schlüsselrolle spielen hier die entsprechenden Düngemittel und auch Saatguthersteller wie z.B. Kali und Salz, die von der erhöhten Nachfrage nach Produkten zur Bodenverbesserung und immer effektiveren und robusteren Pflanzen über Jahrzehnte profitieren könnten. Sicherlich ein Megatrend der in jedem Depot vertreten sein sollte.

Megatrends der Zukunft, Teil 1 – Wasser

Der Wasserverbrauch pro Kopf steigt bedingt durch Bevölkerungswachstum, Industrie und Landwirtschaft permanent an wohin gegen das Angebot an reinem Trinkwasser ständig kleiner wird. Durch den Klimawandel spitzt sich diese Situation noch deutlich zu. Wasseraufbereitungsanlagen und Unternehmen die sich mit der Wasserversorgung von Endverbrauchern beschäftigen. Trinkwasseraufbereitung, Kläranlagen, und auch die Zulieferer für diese Firmen könnten zu den großen Gewinnern des 21. Jahrhunderts gehören.

Gerade in den aufstrebenden Regionen dieser Welt, den sogenannten Emerging Markets wie Indien, Brasilien, Rußland und allen voran in China ist mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser ein großes Problem. Die Regierungen arbeiten hier schon fieberhaft an Lösungen und haben schon heute zugesagt diese Bereiche in der nahen Zukunft durch Subventionen und andere Förderprogramme langfristig zu Unterstützen.

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