Author Archives: Lars

Continental bekräftigt Prognose!

Trotz der massiven Einbrüche im Automobilgeschäft hält die Continental AG an ihren Zielen für das abgelaufene Jahr fest. Auch wenn sich die Situation im letzten Quartal wegen der wochenlang stillstehenden Bänder unter anderem bei Daimler, BMW, Volkswagen, Opel nochmals verschlechtert habe, rechne der fünftgrößte Automobilzulieferer der Welt für 2008 weiter mit einem Umsatz von rund 25 Mrd EUR, wie aus der Präsentation von Finanzvorstand Alan Hippe auf einer Investorenkonferenz am Mittwoch in New York hervorging.

Die Hannoveraner hatten erst Anfang Dezember zum zweiten Mal ihre Prognose für 2008 gesenkt und die Dividende gestrichen. Der MDAX-Konzern rechnet für das angelaufene Jahr mit einer Rendite von 7,5% bis 8%, bereinigt um die Abschreibungen auf Vermögenswerte aus dem VDO-Kauf (PPA) sowie um Restrukturierungs- und Integrationskosten. In den ersten neun Monaten war die EBIT-Marge auf 8,2% (Vorjahr 11,8%) geschrumpft. Conti legt seine vorläufigen Ergebnisse für 2008 am 19. Februar vor.

Deutsche Bank schickt die Märkte auf Tauchfahrt

Wie befürchtet musst die Deutsche Bank heute einen deutlichen Quartalsverlust ausweisen. Die Höhe des Betrages von insgesamt 4,8 Milliarden Euro dürfte aber einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt haben. Da hat sich Herr Ackermann wohl in den vergangenen Wochen doch etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Letztendlich sieht man das auch bei der Deutschen Bank nur mit Wasser gekocht wird. Die c. 1,5 Milliarden neuen Verluste aus Spekulationsgeschäften finde ich allerdings etwas bedenklich. Anscheinend hat man trotz der Krise nichts dazu gelernt!

Aktien aus dem Finanzsektor werden auf breiter Front verkauft. Aber auch die Nebenwerte leiden heut kräftig. Dies dürfte auch an der heutigen Meldung liegen das das BIP in Deutschland im letzten Quartal um 2 Prozent gesunken ist. Es sieht nicht gut aus! Der Dax hat damit seinen Aufwärts-Trendkanal nach unten verlassen. Der S&P 500 Future notierte zwischenzeitlich wieder am Low bei 860 Punkten und man darf auf die heutige US Börseneröffnung gespannt sein.

Die Deutsche Bank Aktie dürfte weiterhin auf Tauchfahrt bleiben – und das zu Recht! Herr Ackermann dürfte den letzten Rest Vertrauen in die Finanzbranche im Allgemeinen und seinem Unternehmen gegenüber im Speziellen erstmal verspielt haben. Wieoder wovon nun auch noch eine Dividende bezahlt werden soll ist mir ebenfalls nicht klar und ich halte das gerade in der heutigen Zeit wo Cash weiterhin King ist für nicht besonders klug.

Rio Tinto legt Diamantenmine still

Nach der Produktionsunterbrechung in diversen anderen minen legte Rio Tinto nun auch die Diamanten Förderung in einer der größten Diamantenminen dieser Welt für drei Monate still. Die pause solle genutzt werden um dringend nötige Wartungsarbeiten an denr Mine durch zu führen hieß es. Gleichzeitig hieß es in der Pressemeldung das der Ausbau der Mine für insgeamt 1,5 Milliarden USD nun stark verlangsamt werde. Ehrlich gesagt macht das für mich alles gar keinen Sinn, und ich fürchte das Rio Tinto nun doch in ernsthafteren finanziellen Schwierigkeiten stecken könnte.

Vor kurzem hatte Rio Tinto angekündigt insgesamt 14000 Stellen abbauen zu wollen um die Kosten deutlich zu senken. Insgesamt will der Rohstoffkonzern seine laufenden Kosten pro Jahr um 5 Milliarden USD drücken. Der Ausbau der Mine vom Tage- zum Untertage-Bergbau soll jetzt nur noch in dem Maße erfolgen, um die dort bereits erfolgten Entwicklungsarbeiten zu erhalten. Ursprünglich sollte der Untertage-Betrieb bis Dezember 2010 aufgenommen worden sein. In der Mine sollten dadurch bis nach 2018 Diamanten gefördert werden können.

Deutsche Post, Deutsche Bank, Postbank

Die Deutsche Bank und die Deutsche Post schnüren ihr Paket zur Übernahme der Deutschen Postbank neu. Dabei könnte die Post bei der Deutschen Bank einsteigen. Bereits gestern wurde bekannt das die Deutsche Post nun wohl über den Erwerb ein größeres Aktienpaket an der Deutschen Bank den Verkauf der Postbank vorantreiben will. Anlass war unter anderem die Nachverhandlung der Deutschen Bank bezüglich des Übernahmepreises für die Postbank der unter den momentan gegebenen Umständen nicht merh dem Unternehmenswert entspricht und nach unten korrigiert werden sollte.

Nun sei eine Beteiligung der Deutschen Post an der Deutschen Bank mit bis zu 10 Prozent im Gespräch um dieses Defizit im beiderseitigen Einverständnis auszugleichen.Damit würde die Post größter Einzelaktionär der Deutschen Bank. Pikanterweise würde auf diesem Wege der Bund, dem noch rund 31 Prozent der Post gehören, auch an der größten deutschen Privatbank beteiligt. So hätte auch Herr Ackermann einen eleganten Weg gefunden unter den Schutzschirm des Staates zu schlüpfen und dabei das Gesicht nicht zu verlieren.

Die bisherige Übernahmevereinbarung aus dem September sah vor, dass die Deutsche Bank im ersten Quartal 2009 zunächst 29,75 Prozent der Postbank zu 57,25 Euro pro Aktie und damit für insgesamt rund 2,79 Milliarden Euro kauft. Für weitere Zukäufe war auch die Option eines Aktientauschs vereinbart worden. Derzeit hält die Deutsche Post noch 62 Prozent an der Postbank.

US Bankenwerte werden verkauft!

Auch wenn wir heute eine kleine Erholung an den US Märkten sehen sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Die US Bankenwerte, Bank Of Amerika, Citigroup, Goldman Sachs notieren, wie auch andere Finanzwerte deutlich im Minus. Die Angst vor weiterhin schlechten Quartalszahlen lässt Anleger aus diesen Werten fliehen. Der Aluminiumkonzern Alcoa notiert nach schlechten Zahlen mit Ansage weiterhin deutlich im Minus und hat damit auch charttechnisch den Weg nach unten angetreten.

Die Berichtssaison hat nicht gerade vertrauenserweckend angefangen und man muss wohl weiterhin auf der Hut sein. Während ich hier so schreibe bewegen sich auch der S&P500 und die Nasdaq wieder auf den Nullpunkt zu und man darf sicherlich gespannt sein wo der markt heute noch endet.

Die letzten Konjunkturdaten aus den USA deuten zwar auf ein Fünkchen Hoffnung hin, dennoch sollte man weiterhin sehr vorsichtig agieren. Das Handelsbilanzdefizit sei im November auf 40,44 Milliarden Dollar gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstagnachmittag mit. Der einzige Wert den ich heute mal wieder gekauft habe ist Continental zu 26,81 Euro. Aus dem Chart ergibt sich für die kommenden Tage eine gute Rebound-Chance.

Alcoa schlimmer als erwartet, Gazprom schickt wieder Gas

Heute wird die Berichtssaison traditionell mit den Alcoa Zahlen eröffnet – und die sind schlecht, sehr schlecht. Alle Befürchtungen die ich hatte sind damit eingetreten. Das ist der erste Verlust seit sechs Jahren den das Unternehmen ausweisen muss. Satte 28 Cent je Aktie Verlust wies das Unternehmen aus, und das ist doppelt soviel wie es unter schlechtesten Bedingungen von den Analysten erwartet wurde.

Die Zahlen zum vierten Quartal bringen anscheinend zum ersten Mal das wahre Ausmaß der Krise zu Tage und wir müssen uns wohl alle warm anziehen. Apropos warm anziehen – Gazprom hat den Gashahn wieder aufgedreht! Es scheint nun eine Einigung im Gasstreit gegeben zu haben, und dies sollte auch dem Kurs der Aktie mal wieder gut tun. Auch wenn das in dem Umfeld wohl nicht leicht werden wird. Der Rohstoffsektor dürfte heute erst einmal leiden.

Japans Nikkei verbucht einen der größten Tagesverluste seit langem mit minus 5 Prozent. Austarliens Börsen schlossen heute ebenfalls schwach, besonders die Rohstoffwerte waren unter Druck. Der Ölpreis ist auch weiter auf Talfahrt und notiert bei ca 36,- Dollar und der Euro schwächelt weiter wegen der morgigen EZB Sitzung. Auf dem jetztigen Niveau halte ich auch eine Euro/Dollar Spekulation für interessant…

Stahlproduktion bricht dramatisch ein

Die Konjunkturflaute schlägt in der Stahlindustrie voll durch: Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein im Dezember um 34,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Die Roheisenproduktion sackte sogar um 38 Prozent ab. Im Gesamtjahr ging die Rohstahlherstellung um 5,6 Prozent zurück, bei Eisen gab es ein Minus von 6,6 Prozent.

Wie die Statistiker in Wiesbaden weiter erläuterten, war der Abwärtstrend schon im November zu erkennen. Aber auch gegenüber dem November gab es einen dramatischen Einbruch: Die Rohstahlproduktion ging im Vormonatsvergleich um 25,2 Prozent zurück, bei Roheisen waren es 21,7 Prozent. Um so erstaunlicher sind eigentlich heute die Kursentwicklungen bei ThyssenKrupp und Salzgitter die beide im positiven Terrain sind.

Deutsche Bank Kurziel 18,- Euro

Wie schon vor einigen Wochen geschrieben sehe ich die Probleme der Deutschen Bank als viel größer an, als dies die breite Öffentlichkeit wohl wahr haben will. Die jüngsten Meldungen zu dem Branchenprimus sind ehrlich gesagt nicht weiter verwunderlich, und waren in der Form auch schon seit längerem bekannt. Das Herr Ackermann nun doch erwägt unter der staatlichen Rettungsschirm zu schlüpfen würde mich ebenfalls nicht weiter verwundern, weil er es schlicht und ergreifend muss! Aber der Vertrauensverlust der dann mit den teilweise überheblichen und letztendlich sinnfreien Äusserungen des Herrn Ackermann einhergehen wird dürfte doch erheblich sein!

Nachdem man davon ausgehen kann das ein weiterer Kursverlust auch den Rest der Branche erheblich belasten wird ist es für mich um so unverständlicher das man bei der Deutschen Bank zunächst auf einem so hohen Ross gesessen hat anstatt die Öffentlichkeit rechtzeitig über die Schwierigkeiten zu informieren. Letztendlich hat sich dann weder die Deutsche Bank damit einen Gefallen getan noch im Sinne der Branchenkollegen der Finanzbranche einen Dienst erwiesen.

Ich hatte ja bereits vor Wochen darauf hingewiesen das mir Aktienkurse von über 20,- Euro bei der Deutschen Bank etwas komisch vorkommen. Eventuell kann man, wenn man denn unbedingt in dieser Brache investiert sein will,  eine erste Position unter 18,- Euro aufbauen. Das Jahrestief 2008 lag bei 18,45 Euro und ich bin mir relativ sicher das wir das auch nochmal sehen werden.

Autobauer werden heraufgestuft

Zahlreiche Heraufstufungen für VW, Porsche, BMW, Peugeot und Co. gab es heute von namhaften Analystenhäusern wie dem Branchenprimus Goldman Sachs. Nach den gestern veröffentlichten Meldungen über die Umsatzsteigerung bei VW sowie die guten Aussichten der Branche im Allgemeinen geht man davon aus das die Autobranche vielleicht doch schneller wieder aus der Krise zu kommen als bisher angenommen. Noch geben sich alle Firmen sehr zuversichtlich das die schlimmste Phase dieser Krise im Automobilsektor bald zu Ende sein könnte. Die jüngsten Meldungen von Daimler finde ich allerdings sehr wiedersprüchlich, hier wäre ich noch sehr vorsichtig!

Was sollte die Autobranche auch anders tun als gute Mine zum bösen Spiel zu machen. Es wird gar von Gewinnern der Krise geredet, und wie könnte es ander sein, natürlich sollen die deutschen Autobauer diesen Platz einnehmen. Vielleicht! Die Wahrscheinlichkeit das dies in erster Linie die Asiaten sein werden dürfte allerdings größer sein. Auch hierzulande wurde zwar zu werblichen zwecken immer mal wieder bei dem ein oder anderen „Umweltprojekt“ geforscht, eine serienreife Öko-Limousine gab es aber bis dato nicht.

Ganz anders da die Japaner, Koreaner, Taiwanesen und Co. die schon seit langem auf Hybrid-Autos setzen und zumindest Toyota mit dem Prius auch sehr erfolgreich sind..Halbherzige Bekundungen wie z.B. BMWs Clean Energie und andere werden wohl in Zukunft nicht mehr reichen um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Egal wann diese Krise beendet sein wird, und wer von den Automobilherstellern überleben wird, in jedem Falle sollte nun etwas positives für die Allgemeinheit rauskommen. Und das dürften dieses Mal wirklich ökonomisch und ökologisch vertretbare Autos sein…

Detroit rüstet auf Las Vegas um…

Heute eröffnet die internationale Automobilmesse in Detroit. Bis zum 25. Januar können auf der North American International Autoshow die neuesten Autos bewundert und probe gesessen werden, doch schon jetzt rechnen die Veranstalter mit deutlich weniger Besuchern. Der Glamour dieser Messe scheint extrem verblasst zu sein. Billigere und kleinere Stände, weniger Schampus und überwiegend kleinere und spritsaprendere Modell dürfte sich der geneigte Autokäufer dieses Jahr in Detroit genießen. Überwiegend die asiatischen und auch europäische Autobauer präsentieren sich in Zeiten der Krise noch auf diesm Parkett. Sowohl Nissan als auch Porsche haben schon in diesem Jahr ihre Präsenz dort komplett gestrichen und weitere Vertreter werden wohl im nächsten Jahr folgen.

In der heutigen Ausgabe der Wiwo war zu lesen das man sich seitens der Verantwortlichen in Detroit schon jetzt vorsichtshalber umorientiert und seit Jahren große Glaspaläste baut in denen – ähnlich wie in Las Vegas – Spielcasinos ihr zu Hause finden sollen. So will man künftig nicht nur verstärkt auf Glückspiel und Tourismus setzten sondern auch einen Teil der verloren gegangenen Arbeitsplätze wieder auffangen. Ob denn diese Strategie in Zeiten in denen vernünftige Menschen lieber ihr Geld zusammenhalten als es zu verzocken auch funktionieren wird bleibt abzuwarten..

Über 50% der Daimler Mitarbeiter auf Kurzarbeit

Beim Automobilkonzern Daimler AG werden aktuellen Presseberichten zufolge ab Montag Zehntausende Beschäftigte für mehrere Wochen nur noch verkürzt arbeiten. Dies berichtet „Spiegel Online“ am Freitag. Demnach sind von der Kurzarbeit neben dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim auch das größte Werk des Konzerns in Sindelfingen, sowie mehrere andere Pkw-Standorte in Deutschland betroffen. Unternehmensleitung und Betriebsrat hatten für die einzelnen Standorte jeweils individuelle Lösungen vereinbart.

Im Stammwerk werden demnach 10.000 der 18.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Hier ist den Angaben zufolge bis Ende März eine Viertagewoche geplant, zeitweise auch eine Dreitagewoche. Außerdem soll es demnach rund um die Faschingsfeiertage eine mehrtägige Pause geben. Die Kürzungen sind drastisch und vielsagend. Mehr als die Hälfte der Arbeiter gehen in Kursarbeit, und auch eine drei Tage Woche wäre wirklich ein krasser Einschnitt. Nicht nur für die Mitarbeiter sondern sicherlich auch in der Bilanz der Daimler AG.

Klagewelle rollt auf HypoReal Estate zu

Die Anleger der Hypo Real Estate fühlen sich geprellt. Der Verdacht das die drohende Schieflage wissentlich von der Unternehmensleitung dargestellt worden ist liegt nahe. Nun soll das Gericht darüber entscheiden in wie weit den Verantwortlichen eine Mitschuld an den Geschehnissen gegeben werden kann.

Am Donnerstag werde beim Landgericht München I eine Klage auf Schadenersatz über knapp vier Millionen Euro gegen den Konzern eingereicht, kündigte der Anwalt der Münchener Kanzlei Rotter, János Morlin, in der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ an. Ende September sei eine weitere Klage geplant. Die Forderung könne dann im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Die Kanzlei vertritt Aktionäre, die die Aktien des bis vor kurzem im Dax notierten Konzerns zu durchschnittlich 35 Euro gekauft hatten. Inzwischen kostet das Papier weniger als drei Euro. Nach mehreren Anzeigen hatte die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen aufgenommen und vor wenigen Wochen Wohnungen und Büros von ehemaligen Vorständen durchsucht.

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