Author Archives: Lars

Weitere Insiderkäufe bei C.A.T. Oil

Insgesamt zum sechsten mal innerhalb kürzester Zeit kauft Anna Brinkmann, Geschäftsführendes Organ eine größere Position ihrer eigenen Firma Cat Oil und dürfte damit bei den Insiderkäufen momentan wohl die auffälligste Erscheinung sein. Das Unternehmen scheint nach dem starken Ausverkauf beim Ölpreis nun extrem günstig bewertet zu sein. Mit einem prognostizierten KGV von unter 3 und vor allem einem relativ geringen Verschuldungsgrad sowie einem derzeitigen Buchwert je Aktie von knapp fünf Euro dürften sich diese Käufe wohl schon bald als äusserst lukrative herausstellen.

Die C.A.T. oil AG ist ein in Österreich registriertes Ölfeld-Service-Unternehmen, das sich auf Dienstleistungen rund um die Produktivitätssteigerung von Öl- und Gasvorkommen in Kasachstan und Russland spezialisiert hat. Neben traditionellen Verfahren zum Aufbrechen von Gesteinsschichten (Fracturing) durch Druck setzt das Unternehmen auch Säuren und Substanzen wie Nitrogen ein. Zu den Hauptkunden gehören hier fats alle namhaften russischen Öl- und Gasexplorer wie Gazprom, LUKOIL, Rosneft, TNK-BP und KazMunayGaz.

Die Aktie ist inzwischen von ihrem Hoch im Frühjahr 2007 bei knapp 26,- Euro auf unter 2,- Euro gefallen und wird gerade mal mit 95 Millionen Euro an der Börse bewertet. Und das bei einem Eigenkapital im Jahr 2007 von 235 Millionen Euro. Wer also auf ein sich wieder erholendes Öl- und Gasgeschäft setzen will und davon ausgeht das auch die großen Konzerne dieser Welt sich weiterhin nach neuen Quellen „umschauen“ werden, der sollte sich die C.A.T. Oil Aktie mal etwas genauer ansehen..

RBS – ein Fass ohne Boden?

Der gesamte Bankensektor wird heute mal wieder durch die Rekordverluste des Royal Bank of Scottland belastet. Die schottische Goßbank hat heute bekannt gegeben das sie weitere 18 Milliarden Pfund abschreiben müsse. Ein Verlust den man in der Heftigkeit sicherlich nicht erwartet hatte und der bezeichnend dafür sein dürfte wie hoch die noch schlummernden Verluste bei den Banken noch sind. Die Deutsche Bank nähert sich damit auch meinem ersten Kursziel von unter 18,- Euro. Kaufen würde ich allerdings auch auf diesem Niveau noch nicht. Die Unsicherheiten sind viel zu groß als das man hier auch auf längere Sicht einsteigen sollte.

Vielleicht kommt ja alles noch viel schlimmer wie in meinem Artikel „…die Spitze des Eisberges“ beschrieben dürfte der Bankensektor noch eine ganze Weile auf der Abschussliste stehen. Einen guten Anfang haben hier heute die Briten gemacht die nun ihre Finanzinstitute dazu zwingen wollen alle faulen Kredite offen zu legen. Das dürfte nochmal für ein echtes Gewitter an den Finanzmärkten sorgen, aber danach ist dann hoffentlich Ruhe und man kann sich wiedermal positiv nach vorne orientieren. In diesem Sinne empfehle ich allen erstmal noch ruhig und besonnen zu agieren, und auf die wirklichen Chancen zu warten.

Großbrittanien macht reinen Tisch!

Der brittische Regierung wird morgen ein neues Hilfspaket für die angeschlagenen Banken präsentieren. Die Kernaussage dieses Hilfspaketes wird sein das alle noch bei den Finanzinstituten schlummernden Kreditrisiken offen gelegt werden müssen und dann in einer Versicherung gebündelt werden. Die Banken müssten dann bei dieser Versicherung die faulen Kredite gegen Gebühr absichern.

Eine Versicherung auf Staatskosten sei weniger kompliziert als die Schaffung einer staatlichen „Bad Bank“, in der vergiftete Anlagen gebündelt würden, berichteten Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Die Pläne würden die Banken zwingen, reinen Tisch zu machen und sämtliche noch geheimen Belastungen offenzulegen. Damit würde dann letztendlich die Kreditvergabe der Banken untereinander wieder deutlich erleichtert.

Ich halte diesen Schritt für sehr sinnvoll und würde mir wünschen das auch dieses brittische Beispiel Schule macht, damit dann endlich Klarheit über das Ausmaß der Krise herrscht. Sicherlich dürfte dies aber erstmal für echte Unruhe an den Kapitalmärkten sorgen und der ein oder andere Finanztitel nochmal deutlich abstürzen. Für die Börsianer hätte dies allerdings dann den entscheidenden Vorteil das man nicht mehr die Katze im Sack kauft!

Das war erst die Spitze des Eisbergs..

Laut den neuesten Umfragen der Bundesbank und der BaFin sei mit heutigem Stand erst ungefähr ein Viertel der faulen Wertpapiere abgeschrieben worden, sodass man davon ausgehen könne das die „richtigen“ Klopper erst noch kommen. Die deutschen Banken dürften demnach immer noch deutlich überbewertet sein. Regierungsexperten rechnen dem Bericht zufolge mit einem erheblichen Wertberichtigungsbedarf. Daher könnten bald noch mehr Institute auf staatliche Kapitalspritzen angewiesen sein. Somit wird der Ruf auch hierzulande nach einer „Bad Bank“ die all diese toxischen Assets auffängt immer lauter.

Medienberichten zufolge sitzen heimische Banken noch auf Risikopapieren im Wert von bis zu einer Billionen Euro. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklärt, dass mit erheblichen Summen zu rechnen sei, die noch als Risikopapiere bei den Banken schlummerten. Also nach wie vor gilt die Devise „Finger Weg von Bankentiteln“ Selbst eine Commerzbank und eine Deutsche Postbank sind auf dem Niveau wohl noch viel zu teuer. Die Deutsche Bank genießt anscheinend trotz der letzten Meldungen immer noch einen zu guten Ruf. Aber ich bin mir sicher auch das wird sich bald ändern und der Aktienkurs wird sich letztendlich in deutlich tieferen Regionen wieder finden.

Hart am Wind!

Wer schon einmal beim Segeln war kennt den Begriff und weiß was dieser Kurs bedeutet. Ein guter Kurs der viel Spaß bringt, aber bei dem man unheimlich aufpassen muss das man nicht an Fahrt verliert, oder durch eine plötzliche Böe ausgebremst wird und gar eine ungewollte und teilweise katastrophale Patenthalse hinlegt. Ebenso könnte man die momentanen Gegebenheiten am Aktienmarkt bezeichen. Das Tempo ist hoch und die Böen teilweise heftig. Dennoch kann man wenn man den Kurs hält und die Böen gut ausreitet schnell vorankommen.

Die letzte Böe scheint erst einmal vorbei gezogen zu sein und nun wartet man auf die nächste die leichter oder noch heftiger ausfallen kann. Wir befinden uns in einem Sturm bei mindestens Windstärke sieben und mit ruhigen Fahrwassern sollte man so schnell nicht rechnen. Ab und zu ist es wichtig auch mal den Kurs zu ändern und vielleicht sogar etwas langsamer, dafür aber sicherer ans Ziel zu kommen.

Ich bin immer noch nicht wieder investiert und warte noch auf das entscheidende Signal das mir die nötige (vermeindliche) Sicherheit gibt ein mühsam aufgebautes Depot nicht zwei Tage später wieder komplett verkaufen zu müssen. Das kann sich schnell wieder ändern, aber momentan ist das Umfeld einfach viel zu schlecht. Nächste Woche ist Obama Woche. Der neue US Präsident in den so viele Menschen so große Hoffnungen setzen tritt endlich sein Amt an. Erstmal dürfte Ihm jedoch der Wind hart ins Gesicht wehen bevor er sein Boot dann auf den richtigen Kurs gebracht hat…

Bank of America und Citigroup

Bank of America und Citigroup legen heute beide ihre Zahlen vorzeitig vor. Was das heißen kann weiß man nicht so genau, aber wahrscheinlich nicht viel Gutes. Möglicher Weise möchte man die richtig dicken Altlasten unbedingt noch vor dem Amtswechsel des US Präsidenten unterbringen, damit es dann ab dem Antritt von Barrack Obama wieder aufwärts gehen kann.

Die Bank of Amerika hat sich wohl bei der Übernahme von Merill Lynch schwer verhoben, und auch hier muss der Staat jetzt hier massiv eingreifen um das Schlimmste zu verhindern. Mit 118 Milliarden musst die US Regierung das Überleben der amerikanischen Bank sichern. Das könnte erstmal helfen dürfte aber mittelfristig den Kurs der Aktie weiter deutlich belasten. Auch wenn es heute wieder aufwärts zu gehen scheint, bleibt die Skepsis das dies nachhaltig ist. Weiter böse Überraschungen sind durchaus möglich.

Zwischen Hoffen und Bangen

Diese Tage dürfte für manchen Anleger wohl das Niederschmetterndste sein das sie je erlebt haben. Gerade hat man wieder neuen Mut gefasst und das zarte Pflänzchen das sich zwischen Weihnachten und Neujahr gebildet hatte mühsam gehegt und gepflegt, und dann dieser Absturz. Anlässlich dieser aussergeöhnlichen Situation möchte ich heute hier ein paar Worte aus dem heutigen Newsletter von Jochen Steffens posten die mir persönlich serh gut gefallen haben und viele Wahrheiten beinhalten:

„…Und trotzdem sollten Sie die Augen offen halten und die Chancen suchen. Sie werden sich ergeben. Das war immer so und wird auch in dieser Krise so sein. Lassen Sie sich also nicht von den Nachrichten, den Kursbewegungen und von möglichen Kursverlusten emotional erschöpfen. Es ist das altbekannte Spiel unserer geliebt/gehassten Miss Börse: Sie wird all die Schwachen, die emotional nicht gefestigten Persönlichkeiten aussortieren und nur den Demütigen und Gefestigten den langfristigen Erfolg gönnen.

Sie dürfen also alles tun, nur nicht resignieren! Wenn Sie resignieren, hat die Börse gewonnen. Sie werden dann einem möglichen Aufwärtstrend oder einem weiteren Abwärtstrend zuschauen und nicht dabei sein. Sie werden resigniert vielleicht die besten Chancen Ihres Lebens verpassen!

Sie müssen die Einschläge des letzten Jahres abschütteln und sich fit für die Chancen machen. Egal wie lange es auch noch dauern wird. Es gilt höchst wachsam und konzentriert dem weiteren Verlauf zu folgen, um zuzuschlagen, wenn sich Chancen zeigen. Wenn die Krise Sie aber emotional erschöpft hat, werden Sie die dazu nötige Kraft nicht aufbringen.“

Kalifornien ist bankrott

 Arnold Schwarzenegger dürfte beste Zeit als kalifornischer Gouverneur hinter sich haben. Der Staat Kalifornien steht kurz vor dem Staatsbankrott. Die Kassen sind leer und Nachschub an finanziellen Mitteln ist nicht in Sicht. Bis Anfang Februar kann das Land noch Gehälter zahlen. Dann ist die Kasse mangels offiziellen Budget leer, bleibt nur das Vorgreifen in den noch immer nicht beschlossenen Etat.

Im 134 Milliarden Dollar Staatsbudget klafft bereits ein Loch von zwanzig Milliarden Dollar, das sich bis Mitte nächsten Jahres auf 42 Milliarden Dollar summieren wird. Schuld sind Ausfälle bei der Einkommenssteuer, die fast fünfzig Prozent der Einnahmen beiträgt. Der „Golden State“ steht vor dem Staatsbankrott. Selbst Schwarzenegger spricht von einem „finanziellen Armageddon“.  Sein Wahlversprechen, dass der kalifornische Staat niemals wieder mehr Geld ausgibt als er einnimmt, ist längst gebrochen.

Blut auf den Strassen..

Gestern war mal wieder Blut auf den Strassen und die Panik regierte die Börse. Auf breiter Front wurde wieder alles verkauft und somit die Gewinne der erste Woche wohl bei den meisten komplett ausradiert. Heute dürfte die Dynamik vielleicht etwas nachlassen aber grundsätzlich ändert sich wohl nichts an der schlechten Stimmung. Asien geht schon mal auf Tauchstation..

Japans Industrieproduktion geht um 8 Prozent zurück! Damit weist der Wert für den Maschinenbau den niedrigsten Wert seit der Aufzeichnungen auf. Der Pkw Absatz in Europa ist im Jahr 2008 um insgesamt 18% eingebrochen und verdeutlicht auch im Euroraum die schlechte Konjunkturelle Lage. Insgesamt gibt es heute wenig Grund zur Hoffnung auf wieder steigende Kurse. Die asiatischen Indizes sind erneut tief im Minus und auch bei Dax stehen die Futures heute wieder in negativen Bereich.

Auch die Veröffentlichung des Beige Books durch Ben Bernanke konnte keine neuen Erkenntnisse oder Impulse liefern. Die Notenbank bestätigte, dass sich seit der letzten Umfrage der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt, dem Immobilienmarkt und beim Verarbeitenden Gewerbe fortgesetzt habe. Auch seien die Hausbau-Aktivitäten weiter rückläufig. Von dieser Seite ist also in naher Zukunft auch nichts Positives zu erwarten.

Der heutige Tag dürfte im Zeichen der anstehenden EZB Zinssenkung stehen. Erwartet wird von den meisten Analysten das die Leitzinsen um 50 Basispunkte gesenkt werden. Jedoch sind auch kleinere oder größere Zinsschritte durchaus im Bereich des Möglichen. Bringen wird es sowieso nicht allzu viel wie wir das schon in den USA gesehen haben. langfristig könnte dies ein wichtiger Schritt sein. Kurzfristig wird sich der heutige Schritt allenfalls auf den Euro/Dollar Kurs auswirken.

Die HypoReal Estate wird verstaatlicht!

Der staatliche Rettungsfonds Soffin könnte nach Informationen aus politischen Kreisen eine Mehrheit an der Hypo Real Estate übernehmen. „Es sieht katastrophal aus. Da müssen wir einsteigen“, hieß es. „Wenn wir dieses Institut nicht auch gesellschaftsrechtlich unter unsere Fittiche nehmen und da schließe ich eine mehrheitliche Übernahme nicht aus, dann besteht die Gefahr, dass Investoren einsteigen und damit machen, was sie wollen“, hieß es aus den Kreisen.

Auf jeden Fall werde die Beteiligung höher ausfallen als die Commerzbank-Beteiligung, die bei 25 Prozent plus eine Aktie liegt. Die Verhandlungen über eine Beteiligung laufen, noch sei keine Entscheidung gefallen. Im Bundesfinanzministerium wurde lediglich auf die Ad hoc-Meldung der HRE im November verwiesen. Danach verhandele das Unternehmen auch über eine Kapitalbeteiligung. „Das ist der Stand der Dinge“, sagte der Sprecher. „Kein Kommentar“, hieß es beim Soffin zu den laufenden Verhandlungen.

Der finanzpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Otto Bernhardt, bestätigte die Absicht zu einer Staatsbeteiligung im Grundsatz: „Es ist in der Tat beabsichtigt, wie bei der Commerzbank bei der Hypo Real Estate einzusteigen.“

In Arabien tobt die nächste die Krise..

Die OPEC versucht immer noch krampfhaft durch Fördermengen-Kürzungen den weiteren Absturz des Ölpreises zu verhindern und hat die aktuelle Menge sogar noch unter die 4,2 Millonen Barrel Marke gesenkt. Aber auch diese Maßnahmen dürften den Ölpreis nicht weiter stimmulieren, das muss der Markt aus eigener Kraft wieder schaffen, und das geht nur durch eine steigende Nachfrage.

Man erwartet nun einen Rückgang der Nachfrage dieses Jahr um 810.000 Barrel täglich. Das ist ein um 200.000 Barrel größeres Minus als ursprünglich gedacht. Erst gegen Ende des Jahres sollten der Bedarf langsam wieder anziehen schätzen Fachleute. So gesehen kann es bald durchaus sein das die nächste Krisenregion Dubai und Co. sein wird.

Der gigantische Bauboom der dort seit Jahren stattfindet und jeglichen Größenwahn des reichen Westens in den Schatten stellt wurde zu einem großen Teil auf Kredit finanziert und mit den stabilen Einnahmen aus dem Erdölgeschäft besichert. Nun ist das Ölgeschäft aber schon lange nicht mehr so sicher und die damals zu Grunde gelegten Ölpreise dürften wir so schnell nicht wieder sehen.

Alles Käse….fast!

Ben Bernanke spricht öffentlich über die Schaffung einer Bad Bank um weitere faule Assets auffangen zu können nachdem man das Zinspulver nun verschossen hat. Das darf man durchaus als letzten verzweifelten Schritt auffassen doch noch das Schlimmste zu verhindern. Die Amerikaner verweigern den Konsum und schicken die Einzelhandelszahlen auf den tiefsten Stand ever! Das ist bei einer Wirtschaft die zum überwiegenden teil auf den Konsum aufbaut auch wirklich kein gutes Zeichen, war aber irgendwie zu erwarten.

Heute abend wird dann auch noch das Beige Book veröffentlicht, und auch hier sollte man sich nicht allzu viel gutes erwarten.NortelNetworks der einstige Highflyer zur Zeit des neuen Marktes beantragte heute Gläubigerschutz und wird wohl vom Kurszettel verschwinden.

Die Deutsche Bank muss fast 5 Milliarden abschreiben. Mein Kursziel von unter 18,- Euro dürfte somit schnell erreicht werden. Die Postbank Aktie verliert wegen der Beteiligung an der Deutschen Bank 15 Prozent an Wert. Der Siemens Kurs geht ebenfalls deutlich in den Keller und belastet den Dax zusätzlich. Der Maschinenbau in Deutschland hat einen Auftragsrückgang von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verdauen. Anleger schicken daraufhin auch diese Werte gen Süden.

Der einzige Lichtblick ist heute die Continental AG die trotz der Krise Ihre Ziel bestätigt hat. Sollte dies wirklich gelungen sein wäre das eine wirklich ausseroderntliche Leistung. Weiter wurde bekannt das die Scheaffler Gruppe nun die überschüssigen Aktien erfolgreich bei den Banken platziert hat.Das Bankhaus Metzlerist nun mit 19,5 Prozent der zweitgrößte Continental Aktionär.

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