Author Archives: Lars

Alles oder Nichts!

Der Dow Jones schloss gestern mit minus 0,06 Prozent ebenso wie die Nasdaq minus 0,68 Prozent, Öl notiert etwas schwächer bei 102,- Dollar, Gold ist weiterhin auf dem Weg nach Norden und steht mit 984,- Dollar immer noch knapp vor der 1000er Marke. Der Euro ist nach wie vor stark und man bekommt immer noch 1,52 Dollar für einen Euro. In Asien sind die Vorgaben wiedermal gemischt. Der Nikkei notiert auf dem Niveau von gestern, nachdem er aber im gesamten Handelsverlauf deutlich schwächer notierte. Alle anderen Indizes sind leicht im Minus. Australiens Zentralbank senkt zum zweiten mal in vier Wochen den Leitzins.

Soweit zur Zusammenfassung.. Was bringt der heutige Tag? Der Dax notiert bei 6678 Punkten und ist damit immer noch unter der wichtigen Marke von 6700 Punkten besser 6740 Punkten über die der Index heute unbedingt wieder kommen sollte um zumindest den Seitwärtstrend wieder aufzunehmen. Die Konjunkturdaten gestern aus Amerika waren nicht mal so schlecht, bzw. etwas besser als erwartet. Dennoch darf man sich nichts vormachen. Wir befinden uns momentan zumindest börsen- und charttechnisch am Rande eines Abgrundes. Viel darf jetzt nicht mehr schiefgehen, sonst ist das nächste Kursziel im Dax wieder die Marke von 6500 oder sogar 6250 Punkte.

Für Hillary Clinton heißt es heute bei den Vorwahlen in Ohio und Texas „alles oder nichts“. Sie muss heute in beiden Staaten gewinnen um weiterhin im Rennen um die Präsidentschaftswahl zu bleiben. Der Vorsprung von Barack Obama ist auf dem derzeitigen Niveau noch aufzuholen. So oder so es verspricht mal wieder ein interessanter, und vielleicht in mancher Richtung entscheidender Tag zu werden, später zu einzelnen Aktien mehr..

Termine der Woche

Diese Woche begann für den deutschen Aktienmarkt genause besch…wie die letzte aufgehört hat, aber das war ja nach den Vorgaben vom Freitag aus den USA und heute morgen dann aus Asien auch kein großes Wunder. Die Frage die sich viel wohl jetzt stellen ist wie gehts weiter und wo sollen endlich mal wieder gute Nachrichten herkommen die dem Markt eventuell mal wieder etwas Auftrieb geben könnten.

Zu den Terminen der Woche: Heute Montag wird der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar in Deutschland veröffentlicht, sowie in den USA der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Februar sowie die Bauausgaben im Januar.

Am Mittwoch kommt dann die Veröffentlichung des Beige Book der Notenbank, der ISM-Index für das nicht verarbeitende Gewerbe und der Auftragseingang für die Industrie in Januar aus den USA auf uns zu. Donnersteg folgt dann die EZB Sitzung.

Am Freitag schliesst die Woche dann wieder mit Daten zu den Verbraucherkrediten und der Arbeitslosenquote im Februar in den Vereinigten Staaten ab. Leider sehe ich hier persönlich keine Nachrichten die positiv überraschen könnten, aber vielleicht irre ich mich ja auch..

Gold bald bei 1000 Dollar!

Der Goldpreis notiert aktuell bei 985,- Dollar und steigt weiter. Meine Jahresprognose von 1000 Dollar je Unze und mehr dürfte somit wohl schneller erreicht werden als „geplant“. Sicherlich ist einer der Hauptfaktoren dafür das es gerade so schnell ghet aucch der extrem schwache Dollar.

Denn wenn man den Goldpreis mal auf dem aktuellen Stand in Euro umrechnet kommt man auf einen Wert von ungefähr 648,- Euro je Feinunze. Zum Vergleich als Gold vor ein paar Wochen noch bei 800,- Dollar notierte, dies aber zu einem Dollarkurs von 1,35 lag der Kurs in Euro ungefähr bei 592,- Euro je Feinunze. Die Steigerung für und Europäer ist also eher relativ und macht nicht einmal 10 Prozent aus. Richtig interessant wird es erst dann wenn der Goldpreis entweder über 1100 Dollar notiert oder der Dollar wieder an Stärke gewinnt bei natürlich gleichbleibender Goldpreisnotzierung.

So oder so lohnt es sich immer noch über die Goldpreisentwicklung in den kommenden Monaten und Jahren nachzudenken!

In Asien gehts kräftig runter. Nikkei minus 4 Prozent

Die Vorgaben aus Asien sind heute eher katastrophal und demensprechend kann man sich hier in Europa schon mal warm anziehen. Der Nikkei schliesst mit über 4% im Minus und die anderen Indizes sehen auch nicht viel besser aus. Heute wird also mal wieder ein tiefroter Tag. Die Frage ist nun wo dieser aktuelle Abwärtsbewegung aufhören wird, bzw. ob es den Märkten diese Woche vielleicht noch gelingen wird wieder nach oben zu drehen. Dazu benötigen wir dringend mal ein paar positive Nachrichten, die ich im Moment noch nicht ausmachen kann.Die FED kann vielleicht mal wieder helfen? Die Ansage bald die Zinsen weiter zu senken hat allerdings nicht besonders viel Euphorie in den Markt gebracht.  Von der Seite erwarte ich also wenig Schützehilfe zumal die jüngsten Aussagen von FED Chef Ben Bernanke alles andere als zurückhaltend waren. Wir werden sehen was diese Woche bringt. Ich wünsche allen starke Nerven und ein gutes Händchen bei der Aktienauswahl. 

Rezession wird immer wahrscheinlicher!

 

Rezession in den USA? Keiner weiß es genau aber die Stimmen mehren sich..Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA liegt nach Experteneinschätzung mittlerweile über 50 Prozent. Wie die wöchentliche Umfrage der FTD unter knapp 20 Chefvolkswirten und Konjunkturchefs ergab, stieg das entsprechende Rezessionsbarometer auf 52,2 Prozent.

Die Ökonomen stufen eine Rezession im Schnitt damit erstmals als die wahrscheinlichere Entwicklung ein. Allerdings rechnet eine große Mehrheit von mehr als 70 Prozent mit einem sehr milden Abschwung, der bald vorüber ist.

Die Angst vor einer Rezession in den USA erfasst seit Wochen regelmäßig die Finanzmärkte. Nach wie vor bleibt aber umstritten, ob und wann es zu einer Krise kommt. Mit Spannung werden in den nächsten Tagen daher die neuen Ergebnisse der Umfragen unter Einkaufsmanagern sowie zur Lage am US-Arbeitsmarkt erwartet….

FTD 

 

Wahl ohne große Auswahl

Russland bekommt einen neuen Präsidenten, Begleitet von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften hat Russland einen neuen Präsidenten gewählt. Landesweit sorgten laut Agenturbericht rund 450.000 Polizisten und Soldaten für Sicherheit. Nach einem einseitigen Wahlkampf gilt als sicher, dass der Sieger Dimitri Medwedjew heißen wird. Medwedjew wird nicht nur von Amtsinhaber Wladimir Putin sondern auch den staatlichen Medien unterstützt. In Umfragen lag der bisherige Vizeregierungschef Medwedjew bei etwa 70 Prozent der Stimmen.

Der frühere Schach-Weltmeister und Politiker der liberalen Opposition, Garri Kasparow, bezeichnete die Präsidentenwahl als eine „Farce“. Das Ergebnis stehe seit langem fest, sagte er in Moskau, nachdem er der Wahlkommission eine Petition übergeben hatte, in der er gegen die Abstimmung protestierte. Gemeinsam mit dem Oppositionellen Michail Kasjanow war Kasparow eine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl verwehrt worden.

tagesschau.de

Google Energie setzt auf alternativen Strom

Der Stromverbrauch des Internets steigt weltweit exorbitant an. Der jährliche Zuwachs beim Verbrauch liegt ungefähr bei 25 Prozent Tendenz weiter steigend. Man schätzt das Serverfarmen heute ungefähr 180 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen, was etwa einem Prozent des Weltenergiebedarfes entspricht, und hier sind die privaten Verbraucher noch nicht einmal eingerechnet. In 20 bis 25 Jahren könnte also Hochrechnungen zu Folge der Energieverbrauch des Internets so hoch sein wie der gesamte Energieverbrauch der Erdbevölkerung am heutigen Tage.

Einer der größten Verbraucher mit gigantischen Rechenzentren ist sicherlich Google, und so hat man sich jetzt beim Suchmaschinenbetreiber auf größere Investitionen im Bereich der regenerativen Energien fokussiert. Google will Millionen in die Forschung und Entwicklung alternativer Energien investieren. Zunächst möchte man hier erstmal mit einem überschaubaren Betrag von 10 Millionen Dollar einsteigen, diesen Betrag aber in den kommenden Jahren dann nochmal deutlich aufstocken.

Viele werden sich nun fragen welche Intention bei Google dahinter steckt, oder zumindest anzweifeld das dies alles nur aus reiner Nächstenliebe passiert. Tatsächlich kommt ein Konzern wie Google mit seinem weltweiten Netz und den Milliardenumsätzen wohl nicht umher sich darüber Gedanken zu machen. Denn wie wir alle wissen sind unsere fossilen Brennstoffe endlich und wenn Google auch im nächsten Jahrhundert noch eine entscheidende Rolle auf diesem Planeten spielen möchte kann es ja nicht schaden dafür zu sorgen das auch dann noch genügend Strom zum Empfang der kostbaren Inhalte vorhanden ist.

Wie auch immer ich erachte ein wenig Eigenverantwortung solcher Konzerne als ein sehr positives Signal und würde mir wünschen das dieses Beispiel Schule macht und sich der ein oder andere Konzern solchen Forschungen anschliesst.

Gibts die Porsche Aktie bald für unter 100 Euro?

Am Montag ist es soweit. Man möchte den Kurs der Porsche Aktie optisch etwas günstiger machen und am Montag wird die Porsche Aktie gesplittet im Verhältnis 1 zu zehn. das heißt jeder Aktionär bekommt 10 neue Porsche Aktien für eine alte. Beim aktuellen Kurs von 1.135 Euro kostet also die neue Aktie des Zuffenhausener Sportwagenherstellers ab Montag nur noch 113,5 Euro.

Die Aktie befindet sich immer noch in einem mittelfristigen Abwärtstrend, und konnte selbst in den Erholungsphasen nicht durch wichtige charttechnische Marken nach oben ausbrechen. Es ist durchaus vorstellbar das der eigentlich positive Aspekt dieser Finanzmaßnahme in diesem schlechten Börsenumfeld verpufft, und ein weiterer Kursverfall, vielleicht sogar unter die Marke von 100 Euro ist durchaus denkbar. Generell ist es auch nicht unüblich das Aktien nach eine Aktiensplitt kurz ansteigen um dann deutlich unter den Kurs am Tage des Splits zu fallen.

Noch im November hatte die Aktie ein All-Time High markiert und notierte mit 1.846,- Euro unweit der 2.000er Marke. Ende Januar war der Kurs mal sehr nahe an der 1.000 Euro Marke. Das Umfeld hat sich stark verändert, und gerade exportstarke Werte wie die Ferdinant Porsche AG dürften erstmal mit dem schwachen Dollar zu kämpfen haben.

Das sich dies wohl wenn überhaupt erst gegen Ende des Jahres ändern könnte, dürfte dieses Geschäftsjahr wahrscheinlich etwas schlechter ausfallen als das letzte. Wie auch immer, Porsche ist eine Top – Aktie und ich freue mich wenn ich nochmal ein paar Stücke unter 100 Euro bekommen sollte!

Continental hat keinen Gripp!

Die Aktie des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental schmiert weiter ab. Mit einem Abschlag von 4,3 Prozent gehört Conti heute zu den Tagesverlierern, nachdem es gestern ertsmal nach einer Erholung aussah. Ich bleibe bei meiner Prognose das die Aktie zunächst durchaus noch bis 62,50 Euro fallen könnte, jedoch sind die aktuellen Kurse auch jetzt schon Kaufkurse für mittel- bis langfristig orientierte Anleger.

Chartechnisch sollte sich knapp unter 64,- Euro langsam ein Boden ausbilden und die Aktie im Falle einer Erholung an den internationalen Finanzmärkten zügig wieder in Richtung 76,- Euro laufen. Mittelfristig sind Kurse um die 100,- Euro dann auch wieder drin.

AIG der weltgrößte Versicherer in der Krise

American International Group – ein Name den hierzulande vieleicht nicht alle kennen werden – jedoch der weltgrößte Vericherer nach Börsenwert teilte heute mit, dass der Verlust im vierten Quartal 5,3 Mrd. $ betrage – so viel wie noch nie in der 89-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Der Wert der Kreditderivate sei um 11,1 Mrd. $ gefallen. Dazu kämen allgemeine Wertverluste im Handelsbuch von 2,6 Mrd. $, 643 Mio. $ Wertverlust in der Finanzproduktsparte und 348 Mio. $ in der Hypothkenversicherungssparte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte AIG noch einen Gewinn von 3,4 Mrd. $ erzielt.

Pro Aktie betrug der Quartalsverlust 1,25 $. Das ist, trotz der Warnung zu Beginn des Monats, deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Ihre durchschnittliche Schätzung lag bei 0,15 $ Verlust je Aktie.

Heftig daneben würde ich sagen! Das hier nicht mit guten Zahlen zu rechnen war ist glaube ich jeden klar gewesen, doch der Umfang der Krise ist doch etwas schockierend, und schickt heute mal wieder die Märkte in den Keller.

Das Verbrauchervertrauen im hat sich im Februar auch weiter deutlich eingetrübt. Prognosen für die kommende Woche sind schwer zu treffen bei den schlechten Nachrichten die permanent zu lesen sind. Bleibt nur zu hoffen das es irgendwann mal nachlässt, und sei es nur mal für ein, zwei Wochen.
 

Vivacon ist und bleibt ein klarer Kauf!

Der Preisverfall bei der Vivacon Aktie in den letzte beiden Tagen ist mal wieder völlig übertrieben. Anleger sind verunsichert wegen der schlechten konjunkturellen Nachrichten aus Amerika im Allgemeinen und den Zahlen von Fannie Mae und Konsorten im speziellen. Für mich ist dieser Ausverkauf mal wieder völlig unverständlich und ich habe meine Position heute noch einmal aufstockt, denn Kurse zwischen 17 und 18 Euro werden schneller wieder kommen als manchen Shorties lieb ist.

Die Banken und Fonds decken sich wahrscheinlich momentan in diesem Wert ein, und das zu Recht, auch wenn der Geasmtmarkt für Immobilienwerte im Moment nicht gut aussieht, sollte nicht vergessen werden das Vivacon mit seinem aussergewöhnlichen Geschäftsmodell hier eine Ausnahmestellung hat.

Vor ein paar Tagen habe ich mich hier zur aktuellen Bewertung des Unternehmens geäußert. Daran wird auch eine Subprime Krise wohl nichts ändern können das Vivacon unter 30 Euro ein echtes Schnäppchen ist. Nach genauerer Betrachtung des Orderbuches in den letzte Tagen behaupte ich mal frech das sich hier jemand zu günstigeren Kursen vor dem nächsten Anstieg eindecken will oder wollte.

Escada weiterhin mit Verlust

Das erste Quatal des neuen Jahres lief für Escada Aktionäre auch nicht besser als das gesamte letzte Jahr. Der Modekonzern verdiente vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen 6,8 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag das EBIT noch bei 21,6 Millionen Euro. Insgesamt viel sogar ein Verlust von 3,9 Millionen Euro an. Das Unternehmen begründete dies mit Währungseffekten und einer eher sehr verhaltenen Resonanz auf die neue Herbst- Winterkollektion. Auch im ersten Quartal 2008 solle sich das Geschäft nach Schätzungen eher schwach entwickeln.

Der Escada Vorstand hält aber trotzdem an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2008 fest. Die Aktie verliert heute in der Spitze bis zu sechs Prozent.Innerhalb der letzten zwölf Monate ha sich der Aktienkurs des Modeherstellers somit um mehr als gedrittelt. Die Talsohle schein hier noch nicht durchschritten zu sein, und auch die internen Probleme haben im vergangenen Jahr nicht gerade dazu beigetragen das Vertrauen in das Management zu fördern.

Hier drängt sich wohl auch auf dem derzeit reduzierten Niveau erstmal kein Engagement auf.

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