JP Morgan Chase hat ausgelöst ducrch die Kreditkrise zu Beginn diese jahres deutlich weniger verdient. Dies wurde von Marktteilnehmern aber so erwartet. Der Gewinn belief sich auf 2,37 Mrd. $ oder 0,68 $ je Aktie, teilte die zweitgrößte US-Bank am Mittwoch mit. Vor einem Jahr betrug der Gewinn bei JP Morgan noch 4,79 Mrd. $ oder 1,34 $ je Aktie. Im Investmentbanking nahm das Institut Abschreibungen von 2,6 Mrd. $ vor. Der Markt reagierte gelassen auf die Nachricht und die Aktie notiert nahezu unverändert.
Arques zahlt keine Dividende
Was zu befürchten war ist für die Arques Aktionäre heute eingetreten. Die Starnberger zahlen für 2007 keine Dividende. Der Vorstand und der Aufsichtrat hatten gestren trotz einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr beschlossen die Erlöse lieber für weitere Aquisitionen nutzen zu wollen, und die Dividende für dieses Jahr entsprechend komplett zu streichen.
Das stößt den Aktionären natürlich sauer auf und die Arques Papiere gehen heute im frühen Handel erst einmal auf Tauchstation. Erfolgreiche Verkäufe von Beteiligungen hätten zwar im laufenden Jahr bereits weitere 40 Millionen Euro in die Unternehmenskasse gespühlt, trotzdem wolle man von Unternehmensseite an dieser Strategie festhalten. Die Dividende hatte im vorangegangenem Zeitraum noch 0,51 Euro je Aktie betragen. Ursprünglich hätte ein Drittel der Erlöse an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen.
Nach dem jüngsten Kursverlauf der Aktie die im letzten Jahr von 40,- auf nun 8,- Euro gefallen ist, wohl eine weitere, bittere Pille für die Anleger. Langfristig könnte sich diese Strategie aber auf den Aktienkurs positiv auswirken.
Merrill Lynch Abschreibungen und Beige Book
Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise berichtet, muß das Bankhaus Merrill Lynch am Donnerstag bei Veröffentlichung der Quartalszahlen voraussichtlich wiedermal weitereAbschreibungen in Höhe von 6 bis 8 Mrd. Dollar bekannt geben. Somit würde sich der Abschreibungsbedarf der im Zuge der Subprime Krise entstanden ist bei Merrill Lynch seit Oktober vergangenen Jahres auf mehr als 30 Mrd. Dollar belaufen.
Um diesen Verlusten entgegenzuwirken, erwägt die Investmentbank laut dem Bericht an ein Kostensenkungsprogramm, was die Streichung von 10 bis 15 Prozent der Stellen beinhaltet. Wiedermal trifft die Mißwirtschaft also leider die armen kleinen Angestellten der Banken.
Falls diese Information heute nicht negativ vom Markt gespielt wird sollte sie auch am Donnerstag keine große Wirkung auf die Kurse haben. Von weitaus größerer Bedeutung und Auswirkung könnte das morgen veröffentlichte Beige Book sein das, so denn der Grundtenor nicht allzu negativ sein sollte, für weitere Kurssteigerungen sorgen könnte.
Intel hält an seinen Zielen fest
Die Vorgaben aus Asien sind nach einem verhalten positivem Börsenverlauf gestern in den USA ebenfalls positiv. Die Indizes dort konnten nun den zweiten Tag in Folge zulegen. Ausnahme bleibt auch heute die chinesische Börse wo die Zinserhöhungen weiter belasten. Schreckensmeldungen sind nachbörslich ebenfalls ausgeblieben. Intel verringert den Gewinn um 12 Prozent kann aber nachbörslich sogar zulegen. Niedrigere Preise für Speicherchips haben dem US-Konzern Intel zum Jahresauftakt einen Gewinnrückgang beschert. Dennoch hält der weltgrößte Chiphersteller an seinem Margenziel fürs Gesamtjahr fest.
Die Deutsche Bank hat Kredite über 5 Milliarden Euro an Private Equity Gesellschaften mit einem Abschlag von 10 Prozent weiterverkauft. Bei Freenet ist noch nicht raus wer letztendlich wen übernehmen wird. Debitel Freenet oder Permira Debitel oder Freenet Permira 🙂
Der L-Dax beendete den Handel bei 6.605 Punkten – rund ein halbes Prozent im Plus ebenso wie die amerikanischen Indizes. Die Futures deuten heute auf eine Eröffnung genau in diesem Bereich hin. Nachdem gestern die deutschen Blue Chips nach vier Tagen fallenden Kursen endlich wieder zulegen konnten sollte diese Bewegung heute noch etwas weiter gehen.
Standard&Poors warnt vor Bonitätsabstufung der USA
Die Hilfsmaßnahmen der US-Regierung für den Immobilienmarkt würden für das Top-Rating des Landes eine größere potenzielle Bedrohung darstellen als die Rettung von Investmentbanken hieß es in der letzten Studie von Standard & Poors.
Bei einer nachhaltigen Rezession würden sich die tatsächlichen Kosten für weitere Rettungsaktionen für die angeschlagenen Investmentbanken auf nicht einmal als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen, teilte S&P mit. Hilfen für die amerikanischen Hypothekenfinanzierer wie Fannie Mae und Freddie Mac könnten dagegen bis zu zehn Prozent des BIP ausmachen.
Die US-Regierung hofft, mit deren Hilfe die Krise am Immobilienmarkt einzudämmen. Während die meisten privaten Banken ihre Finanzierungskonditionen für Immobilien deutlich verschärft haben, hatten die staatliche Aufsichtsbehörden den möglichen Handelsspielraum staatsnaher Institute wie Freddie Mac und Fannie Mae zuletzt erweitert.
In einem extremen Szenario könnten solche Stützungsaktionen für diese angeschlagenen Immobilienfinanzierer sogar die erstklassige Bonität der US-Regierung gefährden und so die Finanzierungskosten des Staates erhöhen. Eine tife und lange anhaltende Rezession sehe man bei S&P zwar nicht, sollte aber die genannten Risiken im Auge behalten. Eine Herabstufung der Bonität der US Regierung wäre sicherlich das absolute „worst case szenario“ für die Amerikaner, aber auch für die gesamte Weltwirtschaft und wird sicherlich nicht passieren.
Empire State Index deutlich erholt
Heute hatte die Fed mitgeteilt, dass sich der Empire State Index, der die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York misst, im April deutlich stärker als von den meisten Marktteilnehmern erwartet aufgehellt hat. Der Index ist von minus 22,23 Punkten im Vormonat auf plus 0,63 Punkte gestiegen.
Damit deutet der US Frühindikator wieder eine leichte wirtschaftliche Expansion an. Marktteilnehmer hatten im Schnitt lediglich mit einer leichten Aufhellung auf etwa minus 16,0 Punkte gerechnet. Der Empire-State-Index misst die allgemeine Geschäftstätigkeit des verarbeitenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet eine Steigerung der Aktivität an. Der Index hat seit Beginn der Subprime Krise etwas an Bedeutung gewonnen. Für viele Beobachter gilt er als Vorlaufindikator für den Phili-Fed-Index. Noch im März war der Empire State Index auf ein neues Rekordtief von minus 22,23 Punkten gefallen.
ZEW belastet nur kurzzeitig
Der ZEW-Index brach mit minus 40,7 Punkten heute förmlich ein. Erwartet wurde hingegen eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vormonat auf nur minus 29 Punkte. Daraufhin fiel der Dax heute zunächst kräftig. Der einmal monatlich veröffentlichte Indes des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt die Konkunkturerwartungen der Wirtschaft für den kommenden Zeitraum.
Jedoch raten Fachleute davon ab diesen Index über zu bewerten, da diese Eintrübung in erster Linie durch den hohen Ölpreis und die Höchststände beim Euro beeinflusst wird. Ebenfalls hätten die ungewöhnlich hohen Preissteigerungen bei Konsumgütern und Lebensmitteln den Index geschwächt. Nun ob dies kein Grund zur Besorgnis ist werden die nächsten Monate zeigen, denn nur wenn die Preise für Öl und Konsumgüter wieder sinken wird auch die Nachfrage bei deutschen Unternehmen wieder anziehen können. Die Frage ist nur wer oder was soll momentan für sinkende Preise sorgen..?
Seit 15:30 befinden sich die Indizes wieder auf dem deutlichen Weg nach oben und man darf gespannt sein wie die amerikanische eröffnung heute ausfallen wird. Bis jetzt siehts sehr gut aus und charttechnisch wäre mal wieder ein guter Börsentag dringend notwendig.
Bear Stearns viertelt Gewinn
Bears Stearns mit sehr schlechten Quartalszahlen! Der Umsatz und Gewinn brachen dramatisch ein. Nach Angaben des Instituts rutschte der Gewinn je Aktie im ersten Quartal 2008 verglichen zum Vorjahresquartal auf 0,86 (3,82) USD. Das Nettoergebnis sank im Quartalsvergleich auf 115 (554) Mio USD.
Den Angaben zufolge untersucht die SEC mögliche Wettbewerbsverstöße in der Gebotspraxis von Bear Stearns im Bereich kommunaler Kreditderivate. Die Bundeshandelskommission FTC prüfe Serviceleistungen der Tochter EMC Mortgage Corp, hieß es weiter. Bear Stearns kündigte eine Zusammenarbeit mit den beiden Behörden an.
Laut Bearn Stearns war die Wells Notice bereits im Februar eingegangen. Deshalb erwäge die SEC gerichtliche Schritte im Zusammenhang mit dem Handel für verschiedene Finanzinstrumente im Bereich der Kommunalkredite. Bear Stearns hofft, noch gegen die Vorwürfe Stellung nehmen zu können, bevor die SEC den Fall formal an die Kommission weiterleitet.
Grosse Insiderverkäufe bei Thielert
In den Directors Dealing Meldungen von heute war zu lesen das Vorstandschef Frank Thielert sein gesamtes Aktienpaket von 14 Prozent an der Thielert AG zu einem Euro je Stück verkauft hat. Das ist sicherlich kein besonders gutes Zeichen für die Aktionäre, denn der Kurs der Thielert Aktie liegt derzeit deutlich höher be ca. 3,74 Euro. Warum verkauft also der Vorstand so panikartig deutlich unter dem derzeitigen Marktwert?
Im Hamburger Abendblatt war dann zu lesen das es sich wegen eines extremen finanziellen Engpasses um einen Notverkauf handelt in dem der Firmengründer sein Aktienpaket an die Miteigentümer verkauft hat. Eventuell wurde Herr Thielert auch nach seiner erfolglosen Führung und der wirklich grottigen Unternehmenskommunikation zu diesem Schritt genötigt, um dieses Paket dann an strategische Investoren weiter zu veräußern.
Dies dürfte jedoch in Anbetracht des weiterhin hohen Kapitalbedarfes der Firma nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein. Nach wie vor ist bei der Thielert Aktie größte Vorsicht geboten. Der Kurs ist bis jetzt um 80 Prozent gefallen, aber bekanntlich ist ja erst bei 0 Schluss..
Der FTD-Insiderindex geht deutlich zurück
Konnten die einschlägigen Börsenblätter vor kurzem noch über steigende Insiderkäufe berichten, so ist dieser Index , und damit die Handelsaktivitäten der europäischen Vorstände von Aktiegesellschaften nun wieder deutlich zurückgegangen.
Das Verhältnis von Aktienkäufen zu -verkäufen, die Buy-Sell-Ratio, fiel von 2,0 auf 1,2. „Ein Grund für die abnehmende Nachfrage ist der Beginn der Quartalsberichtssaison“, sagt Robert Hable vom Analysehaus 2iQ Research, das den Index exklusiv für die FTD ermittelt. Denn unmittelbar vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen können Vorstandsmitglieder keine Aktien erwerben, um nicht gegen die Insiderregeln zu verstoßen.
Mit einem Stand von mehr als 50 von maximal 100 Punkten signalisiert der Index aber weiterhin eine positive Einstellung der Führungskräfte. Am größten ist der Optimismus in Deutschland, wo der Index bei 96 Punkten liegt. Das lässt für den Dax auf jeden Fall hoffen. Nachdem ich das Langfristdepot vor einer Woche vorsichtshalber aufgelöst habe, hoffe ich nun spätestens im Juni nochmal um einiges günstiger in die selben Werte einsteigen zu können.
Gewinnwarnung bei der Software AG
Am 22. April will die Software AG Ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Bislang geht das Unternehmen für das laufende Jahr von einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 24 Prozent aus, zwei Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Der Umsatz soll währungsbereinigt um 24 bis 27 Prozent zulegen.
Gestern jedoch kamen Gerüchte am Markt auf das das deutsche Vorzeige-Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgeben könnte. Der Kurs der Software AG brach daraufhin um bis zu 13 Prozent ein. Der schwache Dollar könne sich weiter negativ auf die Aktie auswirken. Im vergangenem Jahr hatte der schwächere Dollar das Wachstum des Unternehmens bereits 2007 um acht Prozent geschmälert.
Ich bin gespannt auf den weiteren Kursverlauf des Papiers heute. Vorstellbar ist eine drohende Gewinnwarnung aufgrund der Eckdaten schon..
Kursflackern bei Arques
Rauf und wieder runter ging es nach der heutigen Meldung über den getätigten Verkauf des Bochumer Getriebeherstellers Jahnel-Kestermann. Das MDax-Unternehmen hatte heute einen weiteren Unternehmensverkauf bekannt gegeben und dabei 20 Millionen Euro erlöst. Arques hatte damals den Konzern nur für einen symbolischen Preis erworben und damit vor der Insolvenz bewahrt.
Das konnte den Kurs der angeschlagenen Aktie aber nur kurzzeitig beflügeln. Nach einem kurzen Aufbäumen sackte er dann im Nachmittagshandel wieder in sich zusammen. Die Unsicherheiten bei der Aktie in diesem äusserst nervösen Börsenumfeld scheinen immer noch sehr groß zu sein und solche Meldungen verpuffen zur Zeit einfach im Markt.
Aktuell notiert die Arques Aktie weider auf Tagestief. Weiter Kurssteigerungen sind in nächster Zeit nicht wahrscheinlich. Charttechnisch kann die eh schon sehr gebeutelte Aktie noch auf knapp unter 5,- Euro fallen. Daran glaube ich nicht unbedingt, einen Einstieg würde ich aber in jedem Fall noch bis zur Vorlage der nächsten Zahlen verschieben.