Standard&Poors warnt vor Bonitätsabstufung der USA

Die Hilfsmaßnahmen der US-Regierung für den Immobilienmarkt würden für das Top-Rating des Landes eine größere potenzielle Bedrohung darstellen als die Rettung von Investmentbanken hieß es in der letzten Studie von Standard & Poors.

Bei einer nachhaltigen Rezession würden sich die tatsächlichen Kosten für weitere Rettungsaktionen für die angeschlagenen Investmentbanken auf nicht einmal als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts belaufen, teilte S&P mit. Hilfen für die amerikanischen Hypothekenfinanzierer wie Fannie Mae und Freddie Mac könnten dagegen bis zu zehn Prozent des BIP ausmachen.

Die US-Regierung hofft, mit deren Hilfe die Krise am Immobilienmarkt einzudämmen. Während die meisten privaten Banken ihre Finanzierungskonditionen für Immobilien deutlich verschärft haben, hatten die staatliche Aufsichtsbehörden den möglichen Handelsspielraum staatsnaher Institute wie Freddie Mac und Fannie Mae zuletzt erweitert.

In einem extremen Szenario könnten solche Stützungsaktionen für diese angeschlagenen Immobilienfinanzierer sogar die erstklassige Bonität der US-Regierung gefährden und so die Finanzierungskosten des Staates erhöhen. Eine tife und lange anhaltende Rezession sehe man bei S&P zwar nicht, sollte aber die genannten Risiken im Auge behalten. Eine Herabstufung der Bonität der US Regierung wäre sicherlich das absolute „worst case szenario“ für die Amerikaner, aber auch für die gesamte Weltwirtschaft und wird sicherlich nicht passieren.

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