Author Archives: Lars

Kauf Vivacon

Vivacon ist und bleibt für mich ein glasklarer Kauf und ich rechne nach der Beruhigung durch die Turbulenzen der Subprime Krise mit einem starken Rebount Richtung 30,- Euro. Deswegen heute Kauf Vivacon zu 10,94 Euro.

Auch wenn der Kursverlauf in den letzten Wochen nicht gerade zu meiner Freude beträgt handelt es sich bei Vivacon immer noch um das günstigste Immobilienunternehmen Europas. Der innere Wert der Aktie ist deutlich höher als dies der Kurs zur Zeit wiederspiegelt. Alleine die Vermögenswerte je Aktie belaufen sich aktuell auf 15,30 je Aktie ohne das operative Geschäft. Bei einem zu erwartendem Gewinn von 3,59 Euro je Aktie wird das Unternehmen aktuell mit einem KGV von 3 gehandelt!!

Die Vivacon AG ist mittlerweile in mehreren lukrativen Geschäftsfeldern unterwegs. So generiert das Unternehmen neben den ständig steigenden Einnahmen aus dem Erbbaurecht auch Gewinne aus der Sanierung von hochpreisigen Altbestandsimobilien die zu Luxuswohnungen in Top-Lagen umgebaut werden. Unter anderem erstellt hier die die Vivacon zusammen mit dem Stardesigner Phillip Stark mehrere Großprojekte.

Die Unsicherheiten bezüglich des Verkaufes eines Aktienpaketes eines der Vorstände und die Herabstufung durch die Analysten der Citigroup sollten nur vorübergehend sein.

Weiterhin positive Quartalszahlen der US Unternehmen?

Quartalszahlen zum 1. Quartal von Bank of America, Eli Lilly, Haliburton, Mattel, Merck, Novellus, Quimonda und Texas Instruments stehen heute auf der US-Agenda. Es verspricht also mal wieder spannend zu werden. Ob es den US Unternehmen heute gelingen wird die Erwartungen zu schlagen oder nicht werden wir spätestens nachbörslich wissen.

Am Dienstag geht es dann mit At&T, DuPont, Lockheed Martin, Mc Donalds, UAL, Wyeth und Yahoo weiter. Ebenso am Mittwoch. Denn dann werden Amazon, Apple Biogen, Boing, UPS und Qualcomm ihre Zahlen zum ersten Quartal vorlegen. Alles in allem bin ich eher positiv gestimmt, könnte mir aber vorstellen das es durchaus den ein oder anderen Wackelkandidaten geben könnte. Sollte dies so sein bleibt abzuwarten wie der Markt darauf reagieren wird. Nach wie vor neigt der Markt ja momentan dazu schlechte Unternehmensnachrichten schnell zu verdauen.

Am Donnerstag sehen wir dann die Zahlen von 3M, Altria, Amgen, Conoco Philips, Dow Chemical, Juniper Networks, Microsoft, Motorola und Pepsico. Am Freitag bleiben wir vor US Zahlen verschont allerdings wird dann der US Verbrauchervertrauen-Indes der Uni Michigan für den Monat April mal wieder fällig und könnte ebenfalls nochmal für etwas Unruhe sorgen.

Was auch immer diese Woche an den internationalen Börsen passieren wird, das Sentiment ist momantan bullish. Sollten charttechnische Marken nach unten allerdings gebrochen werden ist höchste Vorsicht geboten und man sollte die offenen Positionen lieber rechtzeitig schließen um die Gewinne zu sichern. Wahrscheinlich werden sich die Börsen aber weiterhin erholen…

Schweizer Woche und Solar-Boom

Die Indizes in Asien sind schön im Plus. Hier konnten wohl die Google, Honeywell und Citigroup Zahlen noch etwas nachhallen. Ich hatte nichts anderes erwartet…Das Sentiment ist weiter bullish und auch die neuesten Nachrichten des Tages sollten für weiter steigende Kurse sorgen. Die britische Notenbank plant dem Markt, mit insgesamt 50 Milliarden Pfund, für die von mir so getauften Schrottkredite unter die Arme zu greifen.

Nestle liefert gewohnt gute Zahlen bei Umsatz und Gewinn. Novartis hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Diese Woche steht der schweizer Bankensektor auf dem Prüfstand. Morgen legt die UBS Zahlen vor und im Verlauf dieser Woche wird auch die schwer gebeutelte Credit Suisse noch die tatsächlichen Zahlen veröffentlichen. Die Schweizer Banken wurden ja durch die Subprime Krise mit am stärksten in Europa betroffen.

Was bringt diese Woche? Wahrscheinlich wird es in der ersten Wochenhälfte noch schön nach oben gehen. Schon oft haben wir nach ein bis zwei Tagen wieder fallende Kurse gesehen dieses Mal könnte es anders sein. Besonders positiv ist nach wie vor die Nachrichtenlage bei Unternehmen aus dem Bereich der alternativen Energien.

Die Performance dieser Aktien war letzte Woche eher mäßig und dies sollte heute aufgeholt werden. „Energieeffizienz, Miniaturisierung und intelligente technische Systeme sind die Lösungen die wir heute brauchen, die uns morgen tragen werden“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend in Hannover. „Der Klimawandel stellt eine Aufgabe der ganzen Menschheit dar“ Aber dazu später mehr..

Die 10 Gebote für eine neue und sichere Finanzwelt

Die Kreditkrise hat die Zentralbanken wachgerüttelt und erfordert ein Umdenken und neue Maßnahmenpläne für die Zukunft um künftige Krisen früher zu erkenne und rechtzeitig gegensteuern zu können. Hier nun die Auflisteung der aktuellen Pläne diverser Organisationen im Überblick:

1. Der Aufkauf illiquider Wertpapiere durch den Staat, um zu verhindern, dass die Banken Unternehmen und Verbrauchern keine Kredite mehr geben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) deutete zuletzt an, dass er einen solchen umstrittenen Schritt mit Steuergeldern für eine Option hält, um die Gefahr einer Systemkrise zu mildern.

2. Notfallpläne vorzubereiten, wie die Notenbanken mit großen Beständen gestörter Vermögenswerte umgehen, falls Abschreibungen zu einer zerstörerischen Dynamik und erheblich negativen Folgen für die Weltwirtschaft führen. Damit soll eine weltweite Rezession vermieden werden.

3. Die US-Notenbank Fed mehr Zugriffsmöglichkeiten auf Investmentbanken erhalten und direkt bei den Instituten eingreifen dürfen, wenn die Stabilität des Finanzsystems gefährdet ist. In Europa soll die EZB drei Kontrollsäulen Expertengruppen bilden, die sich ausschließlich um die Stabilität grenzüberschreitend tätiger Banken kümmern und im Falle einer Krise oder einer Bankenpleite EU-weite Lösungen erleichtern sollen.

4. Schaffung von sogenannte Stabilitätsgruppen auch für Finanzkonglomerate, Versicherungen und Investmentfirmen. Das Modell beruht bis jetzt aber noch auf Freiwilligkeit und schafft keine verbindlichen Rechte und Pflichten für die Aufseher.

5. Der internationale Lobbyverband der Banken, das Institute of International Finance (IIF) plant einen Verhaltenskodex, dessen Einhaltung die Branche selbst überwachen will. Einmal im Jahr soll über die Umsetzung der Vorgaben berichtet werden. Das IIF will auch eine hochrangige Überwachungsgruppe einrichten

6. Der IIF schlägt vor, in schwierigen Marktsituationen einen Wechsel zu „modifizierten Bewertungstechniken“ zu ermöglichen. Alternativ könne eine Art „Schutzschalter“ in den Bewertungsprozess eingesetzt werden.

7. Drei einflussreiche Bilanzexperten, die der Beratergruppe EFRAG der Kommission für Rechnungslegungsstandards (EFRAG) angehören, wollen für die Bewertung von Krediten nicht mehr den Marktpreis zu einem festgelegten Bilanzierungsstichtag – beispielsweise das Quartalsende – heranziehen. Stattdessen könnte ein Durchschnittspreis über sechs oder zwölf Monate gebildet werden, um die Höhe der Abschreibungen zu mildern und die Abwärtsspirale zu brechen.

8. Grundsätzlich wird auf allen regulatorischen Ebenen daran gearbeitet, dass Banken Risiken nicht mehr außerhalb der Bilanz ausweisen können. Auch denken die Regierungen in der EU und den G7 darüber nach, die Regeln für die Eigenkapitalunterlegung bei hochriskanten Kreditgeschäften zu verschärfen.

9. Eine der neuen Ideen des IIF sieht vor, dass Boni für Banker und Händler erst dann ausbezahlt werden, wenn die gesamten Auswirkungen der Strategie eines Bankers klar sind. Dies soll verhindern, dass riskante Wetten belohnt werden, die später Verlust bringen.
10. Während das Gros der Finanzwirtschaft gegen eine staatliche Kontrolle der Ratingagenturen ist, hält ein Teil eine schärfere Aufsicht durchaus für angebracht. Entsprechend unterstützt eine Mehrheit die Verschärfung des freiwilligen Verhaltenskodex der Organisation Internationaler Wertpapieraufsehe.

Fast-Kollaps der Finanzsysteme laut Credit Suisse CEO

Laut dem Ex-Vortstand der Credit Suisse, Oswald Grübel standen die Finanzsysteme weltweit an dem „Bear-Sterans-Day“ kurz vor einem Kollaps. Trotz der beschwichtigenden Worte einiger Finanzbänker war die Situation mehr als bedrohlich für die gesamte Weltwirtschaft, und hätten die Zentralbanken nicht so beherzt eingegriffen wäre wohl eine Kettenreaktion die Folge gewesen.

Verängstigte Anleger wären wie schon vor knapp 80 Jahren in der Großen Krise 1929 Schlange vor den Banken gestanden um Ihr Geld wieder zu bekommen. Dies hätte dan eine sicherlich noch wesentlich restriktivere Kreditvergabe zur Folge gehabt und die Weltwirtschaft auf Jahre gelähmt.

Zitat Oswald Grübel:“In der jetzigen Finanzkrise sind wir haarscharf an einem Systemkollaps vorbeigeschlittert. Das hat es noch nie gegeben“. Als bisher kritischsten Moment bezeichnete er in einem Interview des Schweizer „SonntagsBlicks“ die Phase im März, als die US-Investmentbank Bear Stearns mit Hilfe der US-Notenbank von JP Morgan übernommen wurde.

Was sind die Lehren aus der knapp entgangenen Katastrophe?

Traders Paradise

Öl, Rohstoffe, Aktien oder Währungen,derzeit findet man überall paradisische Möglichkeiten zum Traden. Man sollte nur in die richtige Richtung unterwegs sein..

Die Aktienmärkte konnten weltweit in der vergangenen Handelswoche kräftig zulegen. Alleine am Freitag gab es nochmal eine starkes Wochenfinish mit über zwei Prozent Gewinn in den Indizes. Hierbei waren natürlich die teilweise deutlich besser als erwartet ausgefallenene Unternehmenszahlen die Kurstreiber, und sogar eigentlich schlechte Nachrichten wie bei der Citigroup wurden vom Markt ignoriert, ja sogar mit steigenden Kursen quittiert. Das ist nach wie vor sehr bemerkenswert das die schlechten Nachrichten weiterhin ignoriert werden. Der Markt will wieder nach oben, und das obwohl das Sentiment gar nicht mal so viel Optimismus versprüht. Der Bull Bear Index hat sich zwar deutlich zu Gunsten der Bullen verändert ist aber keineswegs als extrem bullish zu bezeichnen.

Die starken Zahlen der vergangenen Woche aus Amerika haben aber noch andere Effekte wie z.B. au den Dollarkurs. Der Euro konnte im Tagesverlauf zunächst nochmal deutlich zulegen und markierte im Hoch die 1,60 Dollar/Euro Marke um dann bis Handelsende um satte 2 Cent einzubrechen. Damit dürfte das Hoch erstmal erreicht sein und der steile Aufwärtstrend der europäischen Währung ist gebrochen worden. Der Goldpreis wies ein sehr ähnliches Muster auf und verlor alleine am Freitag fast 40 Dollar je Feinunze innerhalb weniger Stunden.

Der Ölpreis hingegen klettert in immer schwindelerregende Höhen und kennt anscheinen gar kein Halten mehr. Mit über 116 Dollar je Barrel ist aber wohl die Schmerzgrenze nun auch erreicht. Der milde Winter und die rückläufigen Quantitäten beim Öl sollte bald wieder für ein „normales“ Niveau sorgen. Die Kursanstiege der vergangenen Wochen dürften also eher rein spekulationsgetrieben sein.

Nach wie vor gilt es den Markt und auch die Bewegungen bei einzelnen Aktien genauestens zu beobachten. Wir sind immer noch in der Phase der Bodenbildung und die dürfte auch noch eine Weile anhalten. Sogar ein stärkerer Rücksetzer im Sommer ist nochmal vorstellbar, und die Aktien die jetzt so euphorisch gekauft werden weil man ein Ende der Krise sieht, könnten dann wieder zu den großen Verlierern gehören. Aber unter den Aktien die noch keine große Beachtung gefunden haben gibt es nach wie vor noch echte Schnäppchen und solche Phasen sind bekanntlich für Trader die interessantesten.

Schrottkredite und Schrottimmobilien

US-Branchengrößen wie Merrill Lynch, Lehman Brothers, Bank of America, JP Morgan, Morgan Stanley, Goldman Sachs und Citigroup aber auch die Deutsche Bank und die Schweizer UBS müssen sich wohl bald für die Milliardenverluste aus der Subprime Krise und deren Folgen auch für den leidtragenden Endverbraucher verantworten müssen.

Laut einem Bericht hat die New Yorker Staatsanwaltschaft insgesamt 18 Vorladungen an diverse Banken verschickt. Bear Stearns wurde in diesem Zusammenhang zwar nicht erwähnt, dürfte aber wohl ebenfalls bald unerfreuliche Post im Briefkasten vorfinden.

Die Strafverfolger gehen dem Verdacht nach, die Institute hätten ihren Kunden beim Verkauf sogenannter Auction-Rate-Anleihen nicht ausreichend über die Risiken dieser Finanzierungsart informiert. Neben der New Yorker Staatsanwaltschaft haben sich bereits neun weitere Bundesstaaten zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, die die Vorgänge aufklären soll.

Das könnte den Banken nochmal zusätzlich zu allem Übel eine Menge Ärger bescheren und das ist richtig so. Denn es kann nicht sein das diese Mißwirtschaft zum einen ungestraft bleibt, und zum anderen mal wieder auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird. Ob allerdings wirklich etwas dabei rauskommt bleibt abzuwarten.

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die deutsche Regierung die den deutschen Banken und hier insbesondere der Hypovereinsbank den Rücken gestärkt hatte nachdem sie hunderttausenden Menschen in Deutschland überteuerte Schrottimmobilien verkauft hatten. Um den Aufbau Ost zu finanzieren, und die Arbeitsplätze bei den Banken zu sichern wurde dieser offensichtliche Betrug am deutschen Volk geduldet.

Dabei wurde leider auch nicht bedacht das der Schaden durch die zigtausenden Privatinsolvenzen die daraus in den Folgejahren resultierten, uns – dem deutschem Volk und Steuerzahlern- letztendlich um ein Vielfaches höher war, und wohl auch noch in den kommenden Jahren eine Menge Privatvermögen vernichten wird. Mal ganz abgesehen von dem Vertrauensverlust den die Regierung dadurch erlitten hat. Aber das ist eine andere Geschichte…

Google AMD, Honeywell und Caterpillar

Erstaunlich gute Quartalszahlen gab es in den letzten beiden Tagen aus den USA. Sogar die Citigroup konnte überzeugen. Nicht nur Google und AMD konnten der Krise trotzen und lieferten deutlich bessere Quartalszahlen als es vom Markt erwartet wurde sondern auch die jüngsten Zahlen von Honeywell und Catapillar konnten überzeugen und beflügeln die Märkte heute weiter.

So konnte der US-Mischkonzern Honeywell dank besonders starker Nachfrage aus dem Flugzeugsektor den Gewinn um mehr über 20 Prozent steigern und übertraf damit die Markterwartungen bei weitem. Der Gewinn je Aktie betrug 85 Cent, Analysten hatten im Schnitt 82 Cent erwartet.

Bei Caterpillar gab es auch deutlich positive Signale in Form von guten Quartalszahlen, das Unternehmen übertraf die bereits hoch angesetzten Analystenprognosen klar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 10,016 auf 11,796 Milliarden Dollar.

Auch die Citigroup hatte heute mal wieder einen besseren Tag, und das dürfte vom Markt nicht so erwartet worden zu sein, denn die Aktie stieg heute um über 6 Prozent. Die Erlöse die mit „nur“ 50 Prozent Minus bei 13,2 Milliarden Dollar lagen waren sogar etwas besser als erwartet, jedoch mußten mal wieder weitere Abschreibungen in Höhe von 6 Milliarden Dollar bei der Bank in Kauf genommen werden.

First Solar rennt, LDK Solar bremst.

Besonders interessant ist die Situation nach wie vor bei den chinesischen Solarwerten. First Solar konnte gestern mit fast 300 Dollar pro Aktie ein neues All-Time-High markieren. Das ist insofern bemerkenswert als das diese Firma momentan von einigen Bankhäusern extrem gepusht wird, die Bewertung der Aktie hingegen schon langsam eher als astronomisch bezeichnet werden kann.

Die Aktien von Trina Solar, Suntech Power und Solarfun konnten gestern ebenfalls weiter schön zulegen und ich bin überzeugt das wir hier die Geburt eines längerfristigen Trends erleben. Der Kursverlauf bei LDK Solar ist trotz der fast mit Abstand niedrigsten Bewertung im Solarsektor weiterhin eine Enttäuschung. Dies dürfte an der immer noch sehr hohen Shortquote liegen.

Sollten allerdings die anderen Solaraktien in den kommenden Tagen weiter so steigen sehe ich hier in absehbarer Zeit einen Short Squeeze kommen, der die Aktie endgültig aus dem aktuellen Seitwärtstrend befreien sollte. Nach wie vor ist LDK Solar eine der Top Aktien im Solarbereich, auch wenn der Kurs das in keinster Weise wiederspiegelt. Geduld sollte sich hier mittelfristig auszahlen, auch wenn es manchmal schwer fällt..

Upmove gestern, Downmove heute?

Coca Cola konnte den Gewinn im abgelaufenen Quartal um satte 11 Prozent steigern. Merill Lynch gab nun doch Abschreibungen in Höhe von 8 Milliarden Dollar bekannt und liegt damit am oberen Ende der Befürchtungen. Licht und Schatten liegen nach wie vor sehr nahe beieinander. Heute sollte es sicherlich nochmal spannend werden ob die gestrigen Tagesgewinne nachhaltig waren oder nicht. Die schlechten Daten von Merrill Lynch sollten schon eingepreist sein. Coca Cola konnte positiv überraschen.

Die Vorgaben aus Asien sind natürlich nach dem guten Verlauf der Börsen gestern in Europa und Amerika, und der Anstieg sollte heute zumindest verhalten positiv weitergehen.

US Wirtschaft im Stillstand

Mit ein Grund für den gestrigen Kursanstieg an den US Börsen dürften die Aussagen von Janet Yellen gewesen sein..Die US-Wirtschaft ist nach Auffassung der Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco, Janet Yellen, bereits so gut wie zum Stillstand gekommen und könnte im ersten Halbjahr womöglich schrumpfen.

Ich erwarte wenig oder kein Wachstum im ersten Halbjahr“, sagte die Präsidentin der San-Fransisco-Fed. Es sei aber auch möglich, dass es zwischen Januar und Juni zu einer Wirtschaftskontraktion komme. Für die folgenden sechs Monate sei jedoch eine „moderat Erholung“ zu erwarten.

Die Prognose sei allerdings mit Abwärtsrisiken behaftet angesichts der anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten und der Korrektur am Häusermarkt. Zudem zeigten sich Haushalte und Unternehmen zunehmend vorsichtiger, merkte Yellen an.

Also nichts genaues weiß man nicht, aber der Grundtenor für das kommende zweite Halbjahr war schon einmal wieder verhalten positiv, und die sollte die Märkte auch weiter stabilisieren, so denn nicht etwas unvorhergesehenes passiert..

Bullisches Sentiment

Der Markt ist wieder bullish. Der heutige Kursanstieg in den USA  wird getragen von den neuesten Wirtschaftsdaten. Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im März wie erwartet um 0,3 Prozent, in der Kernrate (Verbraucherausgaben ohne Energie und Autos) stiegen die Preise um 0,2 Prozent. Mit diesem Wert hatte der Markt auch gerechnet.

Die Industrieproduktions-Daten hingegen fielen erheblich besser aus als erwartet, Statt eines erwarteten Rückgangs um 0,1 Prozent stieg die Industrieproduktion im März um 0,3 Prozent. Die Kapazitätsauslastung betrug 80,5 Prozent.

Der heutige Wermutstropfen kommt mal wieder vom Häusermarkt. Die Zahlen zeigen weiterfhin ein deutlich düsters Bild. So fielen im März die Hausbaubeginne um 11,9 Prozent auf 947.000. Dies war deutlich schlechter als der von Experten erwartete Wert von 1,018 Millionen und somit der niedrigste Wert seit dem Jahr 1991!

Von Unternehmensseite kamen dagegen eher positivere Zahlen aufs Parkett. Gerade die befürchteten Veröffentlichungen der Banken  wie JP Morgan und Wells Fargo fielen teilweise besser aus als erwartet. Bei Merill Lynch stehen morgen eher schlechte Nachrichten ins Haus die aber schon eingepreist sein dürften. Alles in allem sieht der Markt nun wieder leicht bullish aus nachdem wichtige charttechnische Marken zurückerobert werden konnten.

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