Author Archives: Lars

Koks für die Märkte

Koks für die Märkte – die wohl treffendste Bezeichnung für die aktuelle Börsensituation! Nachdem die FED gestern angekündigt hat den Geldmarkt mit 200 Milliarden Dollar fluten zu wollen, stiegen die US Märkte dann doch nach dem Börsenschluss in Europa noch einmal kräftig an. Dow Jones und Nasdaq gingen mit 3,5 und 4,0 Prozent Plus aus dem Rennen. Die so wichtige 12000er Marke im Dow konnte wieder deutlich überwunden werden, und das lässt auf eine Fortführung der Zwischenralley hoffen.

Mehr wird es wahrscheinlich auch nicht sein – als eine Zwischenralley, in die dann wieder abverkauft wird Und zum Schluss – nach einem heftigen Rausch – wird der Kater kommen. Die Märkte werden vielleicht letztendlich noch weiter absinken und der Dollar weiter verlieren und der Export darunter leiden, und die Inflation angeheizt und und und…wir kennen das Spiel!

Die Stimmung in Asien würde ich mal als verhalten optimistisch bezeichnen. Trotz dieser Vorgaben gab es dort nur mäßige Gewinne. Mal schaun was die europäischen Börsen heute aus diesen Vorgaben machen können, und mal sehen wie weit die Erholung dieses mal gehen wird. Zunächst sollten erstmal in einzelnen Werten weiterhin schöne Tagesgewinne möglich sein.

Obama baut seinen Vorsprung aus

 

Barrack Obama war auch im Bundesstaat Mississippi erfolgreich. Dies war allerdings auch keine große Überraschung und wurde sicherlich auch von Hillary Clinton so erwartet. Nach Auszählung von 80 Prozent der Wahlkreise kam Obama auf 59 Prozent, Clinton auf 39 Prozent der Stimmen. Wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Schwarzen war ein klarer Sieg des dunkelhäutigen Senators aus Illinois erwartet worden.

In Mississippi stimmten 90 Prozent der Schwarzen, aber nur ein Drittel der weißen Wähler für Obama.Ersten Berechnungen zufolge gewann Obama mindestens 17 weitere Delegierte hinzu, Clinton elf. Bislang hat Obama nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP 1596 Delegierte auf seiner Seite, bei Clinton sind es 1484. Für die Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 4. November sind mindestens 2025 Stimmen erforderlich. 

Bei den Republikanern steht John McCain  als Präsidentschaftskandidat fest, bei den Demokraten wird es wohl bis zum Schluss weiterhin spannend werden. Momentan hat Barrack Obama die Nase vorne, und Hillary Clinton muss sich noch mächtig reinhängen um weiterhin mitspielen zu dürfen. Da wirkt Ihr Angebot von letzter Woche mit Obama zusammen regieren zu wollen, wobei die Aufgaben natürlich zu Ihren Gunsten verteilt sein werden, schon fast wie ein letzter verzweifelter Hilferuf.

 

Maue Nummer!

Die Frage ist nun ob die Maßnahme der Zentralbanken den Markt wirklich nachhaltig zum Drehen bewegen kann. Momentan bin ich eher enttäuscht von der schwachen Performance, und dies überzeugt mich in keinster Weise jetzt und hier schon wieder in den Markt zu gehen. Ich werde mir die US Indizes heute im Verlauf noch sehr genau anschauen, ebenso wie die Gewinner und Verlierer..Der Dow wird sich sehr schwer tun die 12000er Marke wieder zurück zu erobern. Charttechnisch betrachtet müssten die Märkte eh insgesamt einen Satz von 5 – 10 Prozent nach oben machen, damit es wieder nachhaltiger aufwärts gehen kann. Nach wie vor ist der Handel heute aber eher als lustlos zu bezeichnen und das richtig große Geld wird wohl erst nach erreichen dieser Hürden wieder in den Markt fliessen.

Die FED dreht den Geldhahn auf!

Vor ungefähr einer Stunde ist die Ralley an den europäischen Markten gestartet. Grund dafür ist nicht der deutlich besser als erwartete ZEW Indikator sondern eine geldpolitische Maßnahme der FED die soeben bekannt wurde. Die US Notenbank schüttet kurzfristig zusätzliches Bargeld von insgesamt 200 Milliarden Dollar in den Markt um so die Spannungen aus dem Geldmärkten zu nehmen.

Zugleich weitete die Notenbank die konzertierte Aktion mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Schweizer Nationalbank (SNB) aus. So werden die vereinbarten Swap-Linien für die EZB um 10 Mrd. $ und für die SNB um 2 Mrd. $ erweitert, teilte die Fed am Dienstag mit. Damit reagiert die FED auf die gestiegenen Risken einer weltweiten Krise, und versucht somit etwas Ruhe in die Refinanzierungsgeschäfte der Banken zu bringen.

Die Notenbanker fürchten vor allem ein Austrocknen der Kreditvergabe der Banken an Unternehmen und Haushalte, was die Wirtschaft abstürzen lassen könnte. Die USA befinden sich bereits am Rande einer Rezession. Was den nun am Rande oder schon einen Schritt vorwärts…? Bleibt zu hoffen das diese Maßnahme nun endlich mal die von so vielen erhoffte Wende bringen wird.

Colonia verschiebt Veröffentlichung der Bilanz

Nachtigal ick hör dir trappsen! Colonia Real Estate verschiebt die Bilanzvorlage!
Der Kölner Immobilienkonzern Colonia Real Estate verschiebt die Veröffentlichung seiner Jahresbilanz um zwei Wochen bis Monatsende. Das im SDax gelistet Unternehmen nannte als Grund eine Erkrankung des Finanzvorstandes. Daher würden die Zahlen nun am 31. März und nicht bereits wie geplant am 17. März bekanntgegeben. „Das Ressort Finanzen liegt bis auf weiteres in der Hand des Vorstandsvorsitzenden der Colonia Real Estate AG“, hieß es in der Mitteilung.

Bleibt zu hoffen das der Finanzvorstand wirklich krank ist und das die Gründe für die Verschiebung sind…bei solchen Nachrichten, und dann noch in dem Börsenumfeld werde ich da immer mißtrauischer.

Schmutzige Wäsche!

Alle Jahre wieder – wird mitten im Wahlkampf ein Skandal ausgekramt um der Gegenpartei zu schaden- Dieses Mal trifft es erneut die Partei von Hillary Clinton und Barack Obama. Eliot Spitzer auch bekannt als der Wachhund der Wall Street musste öffentlich zugeben dass er Kunde eines Online-Prostituiertenrings gewesen sei. Dies dürfte die Karriere des prominenten Demokraten beenden oder zumindest schwer erschüttern.

Als die Nachricht über die Ticker lief, brach Jubel auf dem Parkett der New York Stock Exchange aus. „So etwas kann man gar nicht erfinden“, grinste einer der Händler. Als Generalstaatsanwalt New Yorks hatte Spitzer angekündigt, die Wall Street aufzuräumen. Zu seinen prominentesten Opfern gehörte Börsenchef Dick Grasso, der sich ein Gehalt von 187 Mio. $ gesichert hatte. Spitzer führte Grasso öffentlich als gierig vor, der Börsenchef musste abtreten.

Tja irgendwie hat wohl jeder irgendwann in seinem Leben mal einen Fehler gemacht – man sollte sich halt nur nicht erwischen lassen. Ob diese ganze Affäre wirklich Auswirkungen auf das nächste Wahlergebnis haben wird, sei mal dahingestellt. In jedem Falle kommt nun wohl wieder etwas mehr Bewegung in den US Wahlkampf..

Blackstone mit deutlichem Minus

Nun werden wohl die ersten Hedge Fonds doch von der Kreditkrise erfasst. Gestern legte die Beteiligungsgesellschsft Blackstone Ihre Zahlen vor. Für das vierte Quartal wies die erst seit Sommer börsennotierte Beteiligungsgesellschaft naNetto-Verlust von 170 Mio. $ aus. Vor einem Jahr hatte Blackstone noch einen Gewinn von 1,2 Mrd.Dollar erwirtschaftet. „Die schwierigen Marktbedingungen in den USA und Europa werden auch 2008 fortbestehen“, sagte Firmenchef Schwarzman vorher.

Blackstone-Präsident Hamilton James sagt erst für 2009 eine Besserung voraus. Gute Investitionsmöglichkeiten gebe es derzeit hauptsächlich in Asien. Private-Equity-Häuser finanzieren den größten Teil ihrer Zukäufe mit Schulden und steigern dadurch die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Seit dem Börsengang im Juni 2007 sind die Papiere von Blackstone nun über 50 Prozent gefallen. Ein Ende dürfte auch so schnell nicht abzusehen sein, denn es dürfte in der Zukunft weitaus schwieriger für das Unternehmen werden sich günstige Kredite für Übernahmen und Beteiligungen zu besorgen..

Depot leergeräumt

Auch die letzten Werte des Musterdepots sind heute ausgestoppt oder verkauft worden. Die Situation ist einfach zu brenzlich. Und auch wenn ich es mir anders wünschen würde ist es momentan anscheinend zu gefährlich Aktein zu besitzen. An der Börse wird nur noch die Angst gehandelt und das ganze hat mit Fundamentaldaten etc. nichts mehr zu tun.

Ich werde das Depot, sobald sich wieder ein Licht am Ende des Tunnels abzeichnet wieder nahezu unverändert aufbauen. Allerdings gibt es momentan auch ein paar deutsche Blue Chips die ich dann vielleicht noch untermischen werde. Lange sollte diese Börsenphase nicht mehr andauern, und ich rechne wie schon vor einigen Wochen geschrieben, spätestens bei einem Dax-Stand von 6250 Punkten mit der Wende.

Die entscheidenden Termine der Woche:

Am Dienstag: Deutschland: ZEW Konjunkturerwartung März
USA: Handelsbilanz Januar 

AmDonnerstag: USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
USA: Einzelhandelsumsatz Februar
USA: Uhr Import- und Exportpreise Februar
USA: Lagerbestände Januar 

Am Freitag:USA: Verbraucherpreise Februar, Realeinkommen Februar und Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan März.

Es verspricht also mal wieder eine spannende Woche zu werden!    

US Märkte leicht positiv erwartet!

Der katastrophale Arbeitsmarktbericht vom Freitag ist sicherlich noch nicht ganz verdaut. Auch diese Woche warten wieder ein paar Konkjunkturberichte aus Europa und den USA auf die Anleger, die gut beraten sind sich weiterhin etwas zurück zu halten.

Zum Wochenbeginn kommen erstmal wieder negative Nachrichten aus der Finanzbranche. Countrywide Financial fallen vorbörslich um 6 Prozent. Das Wallstreet-Journal hatte über Ermittlungen seitens des FBI wegen Wertpapierbetruges gegen den Hypothekenfinanzierer berichtet. Zudem wurden einige US Finanzhäuser wie  Washington Mutual und Wells Fargo sowie die Bank of America und die Citigroup von der Ratingagentur Fitch erneut herabgestuft.

„Es kursieren weiterhin Gerüchte um ein vorgezogenes Treffen der US-Notenbank. Die Zins-Terminkontrakte preisen eine Zinssenkung um 75 Basispunkte in diesem Monat mit 92% Wahrscheinlichkeit ein“. berichten Marktteilnehmer. Zugegebener Maßen wäre das nochmal ein ordentlicher Schluck aus der Pulle und würde den Dollar sicherlich nochmal deutlich belasten. Ob dies allerdings den gewünschten Effekt an den Finanzmärkten haben würde bleibt eher fraglich..

Mal wieder was Positives!

Die Exporthausse geht weiter: Im Januar haben die deutschen Ausfuhren deutlicher zugelegt als erwartet, auch die Importe zogen an. Der starke Euro und die sich abkühlende Konjunktur scheinen der Exportwirtschaft nichts anhaben zu können – noch nicht. 

FormDie Unternehmen verkauften Waren im Wert von 84,4 Mrd. Euro ins Ausland und damit neun Prozent mehr als vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Am stärksten nahmen dabei die Ausfuhren in die nicht zur EU gehörenden Länder mit plus 11,5 Prozent zu. Im Vergleich zum Dezember legte der Gesamtexport kalender- und saisonbereinigt um 3 8 Prozent zu. Von Reuters befragte Analysten hatten hier im Schnitt nur mit einem Plus von einem Prozent gerechnet.

Auch die Importe zogen kräftig an. Insgesamt wurden Waren im Wert von 67,3 Mrd. Euro eingeführt. Das sind 10,2 Prozent mehr als im Januar 2007. Im Vergleich zum Dezember zogen die Importe um 4,2 Prozent an. Die deutsche Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 17,1 Mrd. Euro.

Was ist los bei Arques Industries?

Die Papiere der Starnberger Beteiligungsgesellschaft fallen heute erneut mit 7,65% sehr stark. Zuletzt machte das Unternehmen am 22.02.08 durch die Meldung  das operative Geschäft des Bauzulieferers Missel im Rahmen eines Asset-Deals an die KOLEKTOR Gruppe aus Slowenien verkauft zu haben auf sich aufmerksam. Aus dem Deal erwirtschaftete man einen Gewinn von 13 millionen Euro.

Eigentlich läuft alles rund bei Arques, man konnte den Gewinn und Umsatz in der Vergangenheit immer kräftig steigern und demensprechend entwickelte sich der Börsenwert des Unternehmens bis zum Sommer letzten Jahres als der Kurs mal kurzzeitig über die 40,- Euro Marke lugte hervorragend. Seitdem haben Arques Aktionäre einen langen traurigen Weg zurückgelegt. Die Aktie notiert heute nur noch knapp über der 10,- Euro Marke.

Nachrichten die einen solchen Kursrutsch rechtfertigen würden konnte ich nicht finden, und ausser das eine objektive Bewertung einer Beteiligungsgesellschaft nach wie vor sehr schwierig ist kann ich an dem Unternehmen immer noch keinerlei negative Aspekte finden..

In jedem Falle bin ich froh das ich mein Musterdepot letzte Woche, zwar schweren Herzens aber wohl zurecht, nahezu komplett geräumt habe. Zumindest wurde in dem Zuge auch die Aktie von Arques noch zu einem halbwegs anständigen Kurs ausgestoppt. Der Cashanteil wurde deutlich erhöht und das wird jetzt wohl auch ein paar Tage so bleiben bis die Lage sich wieder etwas beruhigt hat.

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