Author Archives: Lars

US Verbrauchervertrauen auf 16-Jahres Tief

Es reißt nicht ab! Die schlechten Konjunkturnachrichten wollen nicht enden, und auch heute gibt es wiedermal deutlich negative Signale aus den USA. Die Verbraucherstimmung hat sich nochmals heftig eigetrübt und notiert inzwischen auf einem 16-Jahres-Tief. Die Börsen brachen daraufhin kurzzeitig ein konnten sich aber seitdem schon wieder deutlich erholen.

Der vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauensindex fiel auf 50,4 von revidiert 58,1 Punkten im Mai. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem deutlich moderateren Rückgang auf 56,5 Punkte gerechnet. Der Index der gegenwärtigen Lage verringerte sich von 74,2 auf 64,5 Punkte. Der Erwartungsindex sank auf ein Rekordtief von 41,0 nach 47,3 Zählern im Mai.

Iranische Atomanlage angegriffen??

Der Dax und alle anderen europäischen Indizes befinden sich gerade im freien Fall, nahdem Gerüchte aufgekommen waren das eine iranische Atomanlage angegriffen worden sei. Das ließ den Ölpreis nochmal kurzfristig auf 140 Dollar je Barrel schnellen. Ein iranischer Offizieller dementierte inzwischen laut der Agentur Reuters die Angriffsgerüchte. Sie sorgten dennoch dafür, dass sich der Ölpreis nahe seinem Rekordhoch von knapp 140 $ je Barrel (159 Liter) hielt und gleichzeitig die europäischen Aktienmärkte tief in den roten Bereich abrauschten.

GfK Konsumklima Index bricht weiter ein!

Die GfK senkte wegen der hohen Inflation zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Prognose für das Wachstum des privaten Konsums. Sie wurde von 1,0 auf 0,5 Prozent halbiert. Zu Jahresbeginn hatten die Forscher noch ein Plus von rund 1,5 Prozent erwartet. Die Einkommenserwartungen sind inzwischen so niedrig wie seit anderthalb Jahren nicht mehr.

Der GfK-Konsumindex rauschte im Juni noch tiefer in den Keller als ohnehin befürchtet. Für das Gesamtjahr sieht es nicht besser aus. Das Konsumbarometer sank von 4,7 auf 3,9 Punkte, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Dienstag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte. 30 von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 4,6 Punkte gerechne.

Auch die Konjunkturaussichten der Verbraucher sind nicht mehr so rosig wie noch vor wenigen Monaten. Die noch immer nicht ausgestandene Finanzkrise und die absehbare Abkühlung der Weltkonjunktur ließen die Deutschen ihren Optimismus verlieren. „Zudem dürfte sich die Exportdynamik aufgrund des anhaltend starken Euro abschwächen. Mal wieder keine besonders guten Vorgaben für den heutigen Handelstag…

Bunge kauft Corn Products für 4,8 Milliarden USD

Die US Indizes steigen nach positiven Berichten über eine eventuell doch noch mögliche Übernahem von Yahoo durch Microsoft, sowie einer Übernahme des Sattgut Herstellers Corn Products durch den Agrarkonzerns Bunge. Neue Phantasie kommt auf.

Im Mittelpunkt des heutigen Geschehens standen Aktien des Agrarkonzerns Bunge. Das Unternehmen teilte mit, für 4,8 Milliarden Dollar den heimischen Rivalen Corn Products kaufen zu wollen. Bunge baut damit seine vorherrschende Position im internationalen Agrarsektor weiter aus. Das fusionierte Unternehmen werde mit 32.000 Mitarbeitern in 40 Ländern aktiv sein, und ist bislang schon einer der weltgrößten Verarbeiter für Getreide- und Ölsaaten. Bunge-Aktien waren 3,3 Prozent teurer, Corn-Papiere lagen 28 Prozent im Plus.

Die Krise hat den Boden noch nicht erreicht

Heute ist mal wieder Katastrophentag! Zuerst kommen schlechte Nachrichten für die Immobilienbranche aus den USA. Der Chefvolkswirt der Ratingagentur Moodysm John Lonski schickt per Zeitungsinterview eine Warnung rund um den Globus. „Die Krise hat den Boden noch nicht erreicht“ In erster Linie betrifft das natürlich den US markt, jedoch hat das, wie man heute an den Kursen der deutschen Immobilientitel deutlich sehen kann, auch Auswirkungen auf den hiesigen Markt. Erst am Freitag hatte Moody’s ein Zeichen in Sachen US-Subprime-Krise gesetzt. Die Bonitätsnoten der beiden US-Anleiheversicherer MBIA und Ambac waren gesenkt worden.

Und dann fiel auch noch der vielbeachtete ifo-Index auf den tiefsten Stand seit 2005. Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juni deutlich eingetrübt. Wie das Münchener Institut für Wirtschaftsforschung am Montag im Rahmen seines monatlichen Konjunkturtests mitteilte, fiel der Geschäftsklimaindex auf 101,3 Punkte, nachdem er im Mai 103,5 betragen hatte. Damit notierte der Index auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2005.

Escada und Air Berlin

Das was schon letzte Woche befürchtet wurde ist bei der Escada Aktie heute eingetreten. das Unternehmen hat heute seine Gewinnprognose deutlich revidiert und rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem kräftigen Umsatzrückgang. Nach der überraschenden Gewinnwarnung des Modekonzerns Escada am Freitag Abend setzt am Montag eine rege Verkaufsbewegung ein. Die Anleger trennen sich von der Aktie, der Kurs fiel zum Handelsauftakt um mehr als fünf Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll nur 37 Millionen Euro erreichen statt der bisher geplanten 51 Millionen Euro. Netto soll sogar ein Verlust übrig bleiben.

Air Berlin gab heute bekannt weiter kräftig sparen zu müssen. Der Kerosinpreis macht der Fluggesellschaft weiterhin schwer zu schaffen. Erste Maßnahmen sollen nun sein die Langstrecken um bis zu 30 Prozent zu kürzen und ältere Flugzeuge mit deutlich höherem Spritverbrauch auszumustern. Der Air Berlin-Sprecher blieb unkonkret. Er könne nichts Genaues über das Ausmaß der Sparmaßnahmen sagen. Es könnte aber sein, das im Sommerflugplan 2009 weitere Strecken gestrichen oder weniger oft angeflogen werden. Ebenso könnte es weitere „organisatorische Maßnahmen“ geben. Auch die Einführung der „Premium-Business-Class“ mit Langstreckenflügen nach China oder New York werde überprüft.

All das dürfte aber den Umsatz der Airline auch in Zukunft nicht unbedingt beflügeln. Weiterhin halte ich Air Berlin für keinen Kaufkandidaten. Wie weit es mit der Aktie noch runter gehen wird bleibt noch abzuwarten. Nicht vergessen sollte man die immer noch existenten Übernahmekosten die das Ergebnis zusätzlich belasten dürften..

Das sieht echt übel aus!

Mit den größten Kursverlusten seit langem verabschieden sich die Indizes ins Wochenende. Es war einfach zuviel des guten was heute mal wieder die Märkte belastet hat, zudem noch an einem Hexensabbat der eh immer mal für starke Kursbewegungen gut ist. So gesehen wohl ein optimaler Tag für die Bären die Ihre Chance nun auch gnadenlos nutzen. Der Ölpreis ist trotz der Subvetionskürzungen in China wegen der Unsicherheiten mit Venezuales Staatschef Chaves wieder auf dem Weg zu neuen Höhen.

Der Bankesektor verunsichert ebenfalls wieder mit Schreckensmeldungen, Gerüchte über eine bevorstehende Gewinnwarnung der US-Investmentbank Merill Lynch machen die Runde und die Nachrichten von der UBS sind auch alles andere als beruhigend. Bankentitel in Europa verlieren deutlich. Spitzenreiter hierzulande ist dei Commerzbank mit fast 9 Prozent.

Es sieht nicht gut aus! Cahrttechnisch sind die Indizes nun endgültig wiedermal angezählt und das Erreichen der januar Tiefs scheint nur noch eine Frage der zeit zu sein. Wie schon beim letzten Mal stellt hier im Dax die Marke von 6,250 Punkten die finale Wendemarke dar. Ich gehe jetzt erstmal einen trinken und überlege mir wie ich diese neue erkenntnis nächste Woche umsetzen kann. Schönes Wochenende!

Verliert die UBS ihre Banklizens?

Der vor einigen Wochen in den USA in US Gewahrsam genommene UBS Manager Bradley C. Birkenfeld sorgte heute mit seiner Aussage für mächtig Wirbel in der Finanzwelt. Der wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Namen der UBS in Untersuchungshaft befindliche Manger sei sich durchaus bewußt gewesen ein Gesetz gebrochen zu haben. Er habe es aber getan, weil ihm die UBS „Anreize“ dazu geliefert habe, sprich hohe Boni.

In dem Verfahren geht es vordergründig um den Steuerhinterziehungsfall des US-Milliardärs Igor Olenicoffs, dem Birkenfeld zusammen mit einem Liechtensteiner Treuhänder geholfen haben soll, 200 Millionen Dollar vor dem Fiskus zu verstecken. Doch das Geständnis des 43 Jahre alten Ex-UBS-Bankers in diesem Komplex zieht weit größere Kreise – vor allem für die ohnehin schon von den milliardenschweren Fehlspekulationen mit US-Schrotthypotheken gebeutelte UBS.

Der US-amerikanische Staatsbürger Birkenfeld war von 2002 bis 2006 Vermögensverwalter bei der Bank, die als größter Vermögensverwalter der Welt gilt. In der Genfer UBS-Niederlassung war er verantwortlich für reiche US-Kunden, von denen offenbar nicht wenige nach Wegen suchten, ihr insgesamt auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzten, Vermögen vor der mächtigen US-Steuerbehörde zu verstecken.

Die möglichen Folgen für die UBS hatte das „Handelsblatt“ am Donnerstag so umschrieben: „Weisen die US-Behörden der Bank nach, dass sie bei systematischer Steuerhinterziehung die Hand reichte, droht ihr der Entzug der US-Lizenz.“ Die Aktie notiert heute auf einem neuen Allzeittief..

Chavez will den Ölhahn zudrehen

Gerade konnte man sich mal wieder über eine mögliche Entspannung am Ölmarkt Gedanken machn, und dann das schon wieder…Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez hat der Europäischen Union (EU) wegen der neuen Abschiebe-Regeln für illegale Einwanderer mit einem Erdölboykott gedroht. Er werde auch die Investitionen jener EU-Länder in Venezuela prüfen, die die neuen Regeln adaptieren sollten, sagte Chávez in Caracas.

„Das venezolanische Erdöl geht nicht an jene Länder, die dieses peinliche Abkommen unterzeichnen“, erklärte er am Rande eines Treffens mit dem künftigen Staatschef von Paraguay, Fernando Lugo. Auch Lugo wies die neue EU-Regelung „energisch zurück“. Chávez, der immer wieder mit provokanten Äußerungen auf sich aufmerksam macht, drohte: „Wir werden bei diesen Ländern die Investitionen prüfen, die sie hier bei uns haben.“ Der linksnationalistische Staatschef bezog sich auf die Regeln, die in dieser Woche vom Europaparlament in Straßburg verabschiedet wurden und die eine Abschiebehaft von sechs Monaten, in Ausnahmefällen von bis zu 18 Monaten vorsehen.

Diese EU-Regeln verletzten die Menschenrechte und das internationale Recht, kritisierte Chávez. Es gebe in Europa Millionen illegaler Einwanderer, sagte der Venezolaner und fuhr fort: „Was werden sie mit all diesen Menschen machen? Werden für sie Konzentrationslager errichtet werden?“ Harter Tobak würde ich sagen, und das dürfte wohl heute nicht unbedingt zur Entspannung am Ölmarkt beitragen, sowie die innerpolitischen Beziehungen fördern.

Volltreffer bei Twintec

Um satte 35 Prozent konnte die Aktie des Rußpartikelfilter-Herstellers Twintec heute zulegen. In den nachrichten habe ich noch keinen Grund dafür gefunden, freue mich aber zunächste einmal über diese Performance im Trading Depot. Der Grund dafür sollte aber in den kommenden Tagen oder sogar Stunden nachgereicht werden. Wahrscheinlich hat mal wieder ein größereer Börsenbrief die Aktie entdeckt und zum Kauf empfohlen, oder aber es hängt mit dem morgigen Verfallstag zusammen. Ich lasse mich mal überraschen wie es morgen weiter geht..

KWS Saat säht Skepsis

Die Aufregung war groß heute bei dem Saatguthersteller KWS Saat. Im Vorfeld der heutigen Börseneröffnung waren Gerüchte um eine Gewinnwarnungen aufgekommen und der Kurs darauf hin in der Spitze um fast 13 Prozent eingebrochen. Trotz eines Dementis der Unternehmensführung hat sich die lage aber bis jetzt nicht beruhigt. Das dürfte seinen Grund in dem schwachen Ausblick haben der heute dann veröffentlicht wurde.

„Es wird wohl etwas Druck auf unsere Marge geben“. „Beim Umsatz werden wir auf jeden Fall weiter zulegen.“ Beim Gewinn sei aber sowohl ein Plus als auch eine Stagnation denkbar. Bisher gehen Analysten im Schnitt von einem Umsatzanstieg auf 624,7 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von 75 Millionen Euro aus.

Eine weitere Anhebung der Preise für Saatgut sieht Finanzvorstand Hagen Duenbostelhingegen als sehr schwierig an. Je nach Produkt hält das Unternehmen Aufschläge von fünf bis 15 Prozent für möglich. „Die Frage ist nun, in wie weit wir unsere eigenen Preise erneut anheben können“, sagte Duenbostel.

Morgan Stanley verbucht Gewinneinbruch um 57 Prozent

Die heute von dem US Investmenthaus gelieferten Zahlen waren besser als von den meisten Analysten erwartet, aber nicht gut genug um in den heutigen unsicheren Zeiten bei den Privatanlegern zu bestehen. Die Aktie vom Morgan Stanley fällt heute um weitere 8 Prozent und markierte damit fats wieder das Tief aus dem Januar diesen Jahres. Grund für die schlechte Performance dürfte die allgemeine Unsicherheit und die anhaltend schlechte Nachrichtenlage sowei natürlich die gelieferten zaheln sein. Einige Marktteilnehmer hatten hier wohl doch mehr erwartet.

Obwohl sich die Bank in nden letzten Monaten von mehreren Beteiligungen getrennt hatte, um die durch Fehlspekulationen entstandenen Milliardenlöcher zu stopfen, blieb am Ende nur ein magerer Gewinn von 1,026 Milliarden US-Dollar oder 0,95 Dollar je Aktie. Morgan Stanley hat die Erwartungen damit leicht übertroffen. Die Mehrzahl der Analysten hatten zwar lediglich 0,92 Dollar erwartet, doch ein Blick auf die Zahl des Vorjahres war ernüchternd: Im zweiten Jahresviertel 2007 hatte die Bank noch 2,24 Dollar je Aktie verdient. Im Vergleich ergibt sich also ein Gewinneinbruch von 57 Prozent.

Vorstellbar wäre auch das einige Anleger sich nun lieber bei Goldman Sachs engagieren möchten, da der direkte Konkurrent von morgan Stanley gestern deutlich bessere Zahlen abgeliefert hatte. Morgan Stanley litt im zweiten Quartal vor allem unter den brachliegenden Geschäften im Investmentbanking und im Handel. Die entsprechenden Verluste konnte die Bank selbst mit profitablen Geschäftszweigen wie der Vermögensverwaltung nur zum Teil wett machen.

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