Verliert die UBS ihre Banklizens?

Der vor einigen Wochen in den USA in US Gewahrsam genommene UBS Manager Bradley C. Birkenfeld sorgte heute mit seiner Aussage für mächtig Wirbel in der Finanzwelt. Der wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung im Namen der UBS in Untersuchungshaft befindliche Manger sei sich durchaus bewußt gewesen ein Gesetz gebrochen zu haben. Er habe es aber getan, weil ihm die UBS „Anreize“ dazu geliefert habe, sprich hohe Boni.

In dem Verfahren geht es vordergründig um den Steuerhinterziehungsfall des US-Milliardärs Igor Olenicoffs, dem Birkenfeld zusammen mit einem Liechtensteiner Treuhänder geholfen haben soll, 200 Millionen Dollar vor dem Fiskus zu verstecken. Doch das Geständnis des 43 Jahre alten Ex-UBS-Bankers in diesem Komplex zieht weit größere Kreise – vor allem für die ohnehin schon von den milliardenschweren Fehlspekulationen mit US-Schrotthypotheken gebeutelte UBS.

Der US-amerikanische Staatsbürger Birkenfeld war von 2002 bis 2006 Vermögensverwalter bei der Bank, die als größter Vermögensverwalter der Welt gilt. In der Genfer UBS-Niederlassung war er verantwortlich für reiche US-Kunden, von denen offenbar nicht wenige nach Wegen suchten, ihr insgesamt auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzten, Vermögen vor der mächtigen US-Steuerbehörde zu verstecken.

Die möglichen Folgen für die UBS hatte das „Handelsblatt“ am Donnerstag so umschrieben: „Weisen die US-Behörden der Bank nach, dass sie bei systematischer Steuerhinterziehung die Hand reichte, droht ihr der Entzug der US-Lizenz.“ Die Aktie notiert heute auf einem neuen Allzeittief..

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