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AIG und Lehman Brothers – Nix für Weicheier!

Die beiden Aktie von AIG und Lehman Brothers sind sicherlich nichts für Leute mit schwachen Nerven. Ich hatte ja bereits geschrieben das es mich während meines Urlaubes auch ziemlich auf dem falschen Fuss erwischt hat und ich somit die zweite Hälfte des Urlaubs etwas unentspannt war. Die erste Position hatte ich bei Lehman Brothers damals blöderweise schon bei 6,- Euro ungefähr eine halbe Stunde vor dem Absturz aufgebaut und dachte wirklich ich hätte einen guten Einstieg gefunden..Ganz mieses Timing!!! Bei AIG fing ich an unter 10,- Euro zu kaufen. Wie sich herausstellte beide Male ein fataler Fehler. Die Kurse fielen dann so schnell das es mir nicht mal gelang in der Zeit meine TAN Liste zu entfalten und ich hatte keine Gelegenheit einen sinnollen wenn auch schmerzlichen Ausstieg mehr zu finden.

In den beiden darauf folgenden Tagen habe ich dann erstmal gar nichts mehr gemacht ausser die Nachrichtenlagezu den beiden Unternehmen verfolgt und mich intensiv mit der Gesamtsituation und meiner Psyche auseinandergesetzt. Ich war mir letztendlich sicher das die US Regierung mirt allen Mitteln verhindern würde AIG pleite gehen zu lassen, da dies den Anfang eine Weltwirtschaftskrise a la 1929 markieren würde. Ebenso sicher war ich mir allerdings vorher bezüglich Lehman Brothers gewesen…Lange Rede kurzer Sinn ich habe dann meine beiden Engagements jeweils bezogen auf die Aktienanzahl um das Zehnfache erhöht, bin jetzt immer noch kräftig im Minus und harre der Dinge die da kommen.

Was lernen wir daraus? Erstens und das ist ganz wichtig!!! Niemals im Urlaub Traden denn das kann die schönsten Tage des Jahres versauen! Ich hatte mir fest vorgenommen nichts degleichen während meiner Zeit in Florida zu machen und  dies auch die ersten eineinhalb Wochen brav eingehalten. Doch dann kam wieder die Angst etwas verpassen zu können… Und zweitens bei einem solchen Fehlschlag die Nerven zu bewahren und in Ruhe zu analysieren was falsch gelaufen ist. Danach die Entscheidungen zu treffen wie nun zu handeln ist und dies auch konsequent umzusetzten. Aber wie bereit im Titel erwähnt das ist manchmal wirklich nicht einfach und bestimmt nichts für Weicheier..und der Ausgang der Geschichte ist weiterhin unklar.

Alles nur gepumpt, aber egal!

Die amerikanische Regierung will der taumelnden Finanzbranche mit einem Rettungspaket von mehreren hundert Milliarden Dollar zu Hilfe eilen. Auch mit Steuergeldern sollen dabei die Finanzinstitute von notleidenden Vermögenswerten befreit werden, sagte US-Finanzminister Henry Paulson am Freitag. Derzeit „würgen sie den Kreditfluss ab, der lebenswichtig für unsere Wirtschaft ist“. Man spreche in diesem Zusammenhang von „Hunderten von Milliarden Dollar“, sagte Paulson. „Um das Vertrauen in unsere Märkte und unsere Finanzinstitutionen wiederherzustellen, müssen wir das grundlegende Problem angehen, um Wachstum und Wohlstand zu fördern“. Er wolle während des Wochenendes mit dem US-Kongress an entsprechenden Gesetzesvorlagen arbeiten, kündigte Paulson an. Die Entwürfe sollen bereits in der nächsten Woche verabschiedet werden.

Das Programm müsse „umfangreich genug sein, um maximale Wirkung zu entfalten und Elemente beinhalten, um den Steuerzahler so weit wie möglich zu schützen“,sagte der Minister. Nötig sei aber auch Rückgriff auf Steuergelder in bedeutsamen Maße. Er sei jedoch überzeugt, „dass dieser kühne Ansatz amerikanische Familien weit weniger kostet als die Alternative: weitere Zusammenbrüche von Finanzinstitutionen und ein eingefrorener Kreditmarkt, der Wirtschaftswachstum nicht mehr finanzieren kann“. In einem ersten weitreichenden Schritt richtet der Staat eine Einlagensicherung für die unter Druck geratenen Geldmarktfonds ein. Dazu sollen bis zu 50 Milliarden Dollar bereitgestellt werden, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit.

Paulson kündigte darüber hinaus an, dass die größten US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae, die unlängst von der US-Regierung übernommen worden waren, den Aufkauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren ausweiten. Einen ähnlichen Schritt plane auch das Finanzministerium. Dadurch sollen Hauskredite wieder leichter verfügbar und besser zu finanzieren sein. „Wir müssen das tun. Der Immobilienmarkt ist die Wurzel der Probleme unserer Wirtschaft und unseres Finanzsystems“, sagte Paulson. „Solange wir keine Stabilisierung im Immobiliensektor erreichen, bekommen wir auch keine Stabilität auf den Finanzmärkten.“

Hexensabbat – die Wende! VW short!

Heute könnte ein entscheidender Tag werden. Zum einen gelang es den US Börsen gestern noch wieder deutlich ins Plus zu drehen und damit die Vorgaben für den heutigen Handelstag zu verbessern und zum anderen ist heute mal wieder Hexensabbat, der dreifache Verfallstag für Derivate und Optionen. Meistens markiert dieser Tag einen einen deutlichen Wendepunkt nach oben..

Die US Regierung hat es zusammen mit der US Notenbank anscheinend geschafft ebenfalls für eine deutliche Beruhigung an den Finanzmärkten zu bewirken indem nun der Rettungsplan beschlossen und ab heute umgesetzt wird. Weltweit steigen die Finanzwerte wieder massiv an, und dies dürfte sich heute auch weiter fortsetzen, auch wenn es bei der ein oder anderen Aktie nochmal etwas holpriger sein dürfte.

Grundsätzlich ist also wiedermal ein positiver Tag zu erwarten, der auch den ein oder anderen gefallenen Engel wieder beflügeln könnte. Oracle greift den Märkten ebenfalls mit den heute Nacht gelieferten Zahlen unter die Arme, die deutlich besser ausgefallen sind als dies erwartet wurde. Spannend dürfte die heutige Kursentwicklung insbesondere bei der AIG werden, aber auch bei VW die gestern eine Wahnsinnsperformance hingelegt haben. Die Marktkapitalisierung der Wolfsburger entspricht aber inzwischen in keinster Weise der Realität und die Konjunkturaussichten für die deutschen Autobauer bleiben schlecht. Ich bin seit gestern short in VW!

„Too big to fail“

„Too big to fail“, lautet die einhellige Meinung von Marktakteure zu der Rettung des US-Versicherers AIG durch die US-Regierung. Die Bedeutung des Versicherungskonzerns für das globale Finanzsystem sei zu groß und die Risiken einer Insolvenz unkalkulierbar, heißt es. Nicht nur wären hiervon Millionen von Rentnern betroffen mit signifikanten Folgen für die Entwicklung der US-Wirtschaft, schreibt die UniCredit. Auch sei AIG hochgradig im Finanzsystem vernetzt – mit einem entsprechend hohen Counterparty-Risiko. In einem Kommentar meint Kenneth Lewis, CEO der Bank of America, er kenne keine größere Bank, die kein signifikantes Exposure Richtung AIG habe.

Marktteilnehmer befürchteten im Vorfeld, dass ein Ende von AIG zu einem Zusammenbruch des über 60.000 Mrd USD großen Marktes für Credit Default Swaps geführt hätte. Nach Einschätzung der LBBW wäre das systemische Risiko einer erneuten Pleite innerhalb von nur drei Tagen nicht nur für das amerikanische Finanzsystem sondern auch für das globale eine nicht zu verkraftende Belastung gewesen. Laut der UniCredit hat AIG Banken und anderen Investoren Protection im Fixed-Income-Bereich in einem Gesamtvolumen von 441 Mrd USD verkauft, inklusive 58 Mrd USD bei Subprime Securities.

Der jüngste Bailout gehe auf Kosten der Steuerzahler, so Kreditanalyst Tim Brunne von UniCredit. Die Tatsache, dass AIG für den bereitgestellten Kredit von 85 Mrd USD Kuponzahlungen von Libor plus 8,5% zu leisten habe, dürfte es leichter machen, politische Unterstützung für die Rettungsaktion zu erhalten. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Versicherungskonzern in der bisherigen Form überleben werde. Eine Zersplitterung oder ein Verkauf könnten nicht ausgeschlossen werden. Die Folgen für den Finanzsektor seien derzeit aber noch nicht absehbar. Aufgrund der Ausfälle der vergangenen Tage im Finanzsektor, würden Banken, Versicherer, die Fonds-Industrie und nicht regulierte Finanzinstitute weitere Verluste hinnehmen müssen.

Deutsche Boerse plant neues 24 Stunden Handelssystem

Auf der neuen Plattform soll der Handel in den unterschiedlichen Anlageklassen nahezu 24 Stunden am Tag möglich sein.

An der Börse kam die Nachricht nicht gut an. Die Aktie der Deutschen Börse verlor heute zeitweise mehr als vier Prozent an Wert und leuchtete damit als Schlusslicht im Dax. Am Markt befürchtet man, dass die Entwicklung der neun Plattform mit hohen Kosten verbunden sein wird. Ein weiterer kurshemmender Faktor, über den sich Anleger allerdings schon länger sorgen, ist die steigende Konkurrenz durch alternative Handelsplattformen. „Denen weht der Wind scharf entgegen“, sagte ein Börsianer.

Wegen des zunehmenden Wettbewerbs kommt die Börse aber nicht umhin, ihre Handelsplattformen technisch aufzurüsten. Außerdem müssen sich die Frankfurter für die weiter steigenden Handelsumsätze rüsten. Einer der großen Wachstumsreiber ist der so genannte algorithmische Handel, der sowohl im Aktien- als auch im Derivatehandel stark zugenommen hat. Dieser computergesteuerte Handel macht in den USA längst ein Drittel aller Aktientransaktionen aus und ist auch in Europa stark auf dem Vormarsch. Die Eurex hat deswegen ihr Handelssystem bereits kräftig aufgerüstet.

Doch das reicht nicht – daher nun die Entwicklung des neuen „Global Trading System“. Die neue Handelsplattform wird schrittweise aufgebaut. Zunächst werden die Eurex und die im Dezember 2007 übernommenen US-Optionsbörse ISE zusammengebracht. Diese transatlantische Handels- und Clearing-Verknüpfung hat oberste Priorität. Die Verbindung soll den Eurex-Kunden Zugang zum ISE-Optionsmarkt gewähren und sie soll, sofern alle aufsichtsrechtlichen Genehmigungen vorliegen, bis zum zweiten Halbjahr des nächsten Jahres stehen. Dann soll Xetra in das neue Handelssystem integriert werden.

Ziel ist es, eine gemeinsame Plattform zu schaffen, die auf dem neuesten technischen Stand ist und für die verschiedenen Produkte die gleiche Netzwerkarchitektur sowie Schnittstellen bei der Datenübertragung bietet. Das neue Handelssystem soll Synergien bringen und den Handel nahezu rund um die Uhr ermöglichen.

Hanna,Ike und Josephine

Und wiedermal trifft es die Armen am staerksten..Nach den Verwüstungen und Überschwemmungen durch den Tropensturm „Hanna“ ist die Lage in Haiti nach offiziellen Angaben „katastrophal“. Mindestens 137 Menschen wurden durch den Hurrikan getötet, teilte das Büro für Zivilschutz laut dem Radiosender Radio Metropole am Samstag mit. Mehr als 10 000 lebten in der Region Gonaïves in provisorischen Unterkünften. Umso stärker könnte der Sturm „Ike“ das ärmste Land der Karibik treffen, der sich mit der Stärke vier auf der bis fünf reichenden Hurrikan-Skala an den Inseln der Karibik vorbeibewegt.“Ike“ entwickelte in der Nacht zum Samstag in seinem Zentrum Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometer pro Stunde und wurde von den Meteorologen als „potenziell gefährlicher Tropensturm“ eingestuft. Nach Berechnungen des Hurrikanzentrums in Miami wird er in der Nacht zum Sonntag erst über die Turks- und Caicosinseln sowie die südlichen Bahamas ziehen, dann nördlich an Kuba vorbei die Südspitze Floridas streifen, um schließlich den Golf von Mexiko zu erreichen.

Weite Teile der landwirtschaftlichen Flächen Haitis sind durch „Hanna“ verwüstet worden, tausende Häuser zerstört. Auch in der benachbarten Dominikanischen Republik, auf den nördlich gelegenen Turks- und Caicosinseln, den Bahamas und Jamaika kam es zu Überschwemmungen und Zerstörungen. Nach dem Hurrikan „Gustav“ bewegt sich nun „Hanna“ mit orkanartigen Winden und Regen auf die Küste des US-Bundesstaates South Carolina zu und könnte nach den bisherigen Prognosen der gesamten Ostküste der USA flutartige Regenfälle bringen.

Hilfsorganisationen befürchten, dass zum Ende des Jahres rund vier Mill. Menschen vom Hunger bedroht sein werden. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union sagten den betroffenen karibischen Staaten rasche Nothilfe zu. UN-Nothilfekoordinator John Holmes sagte am Freitag vor Journalisten in New York, derzeit würde noch das Ausmaß der Schäden geschätzt. Die Vereinten Nationen planten in Kürze einen Spendenaufruf. Besonders hart getroffen wurden Haiti und Kuba. Holmes zufolge brauchen 600 000 Haitianer Hilfe.

Die EU hat bisher Haiti Hilfsmaßnahmen in Höhe von insgesamt vier Mill. Euro zur Verfügung gestellt. „Wir haben Berichte über zehntausende Menschen, die sofort dringend Hilfe benötigen“, sagte EU-Entwicklungskommissar Louis Michel am Freitag. „Ihre Situation ist verzweifelt.“ Deutschland sagte eine erste Finanzhilfe in Höhe von mehr als 150 000 Euro zu.

MBIA unterstützt FGIC

Der US-Anleiheversicherer MBIA Inc wird ein Portfolio von 184 Mrd USD kommunaler Anleihen rückversichern. Damit wird der angeschlagene Wettbewerber Financial Guaranty Insurance Co (FGIC) unterstützt. MBIA wird eine Ablösegebühr von 184 Mio USD zahlen, erhält dafür allerdings Prämien von 741 Mio USD, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die New Yorker Behörde für Versicherungen hat diese Aktion initiiert und zeigte sich danach zufrieden mit der Einigung. Eric Dinallo, der zuständige Aufseher, bezeichnete das Ergebnis als „außergewöhnlich positiv“.

Die Ratings von FGIC waren von „AAA“ auf eine Spanne von „BB“ bis „CCC“, also auf den Status von Junk Bonds gesenkt worden. Als Ergebnis der Vereinbarung mit MBIA sei eine Heraufstufung wieder möglich, sagte Dinallo. Zumindest sei das die Hoffnung seiner Behörde, fügte der Beamte hinzu.

Morgan Stanley senkt Goldman Sachs Prognose

Trotz der positiven Grundstimmung blieben die latenten Sorgen über den Finanzsektor bestehen. So senkte Morgan Stanley seine Prognose für das dritte Quartal von Goldman Sachs und rechnet bei der Investmentbank nun mit Abschreibungen von 1,5 Milliarden Dollar. Goldman-Aktien gaben nach. Aus dem Finanzsektor kamen jedoch auch positive Nachrichten: Die Investmentbank Merrill Lynch senkte zwar die Kursziele für die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae and Freddie Mac, erklärte jedoch, dass den Konzernen das Geld nicht so schnell ausgehen dürfte wie vielerorts befürchtet.

Deren Papiere legten in der Folge 15 beziehungsweise knapp 20 Prozent zu. Bei Fannie Mae gab es derweil personelle Konsequenzen wegen der anhaltenden Kreditkrise. Finanzchef Stephen Swad werde mit sofortiger Wirkung ersetzt, teilte die halbstaatliche Bank am Mittwochabend nach Börsenschluss mit. Sein Nachfolger werde der bisherige Controller David Hisey.

Kein Kurs-Gewinnverhältnis mehr für den Dow Jones

Zum ersten Mal in der Geschichte seit bestehen des Börsenindex hat der Dow Jones kein ausweisbares KGV mehr. Die Unsicherheiten um die Kreditkrise und deren Folgen machen auch hier nicht halt. Wenn es keinen Gewinn gibt, gibt es auch kein KGV, kein Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das ist eine viel beachtete Kennziffer der Börsenprofis. Und nachdem die überwiegende Zahl der Unternehmen dertzeit astronomische Verluste ausweisen müssen schaffen ea auch nicht die paar verbliebene Leistungsträger den Gesamtindex in positives Terrain zu hieven.

Laut dem Börseninformationsdienst Casey ist die Kreditkrise schuld an dem Desaster, die in quasi jeder Dow-Jones-Bilanz ihre Spuren hinterlassen hat. Zwei Unternehmen stechen laut Casey hervor: AT&T und Verizon. Die beiden haben zwar für das zweite Quartal Nettogewinne von etwa 4 und 2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Doch die würden durch „Investing Activities“ überrollt, also durch Beteiligungen und Anlagen. Werden diese berücksichtigt, habe AT&T im zweiten Quartal einen Verlust von 11,3 Milliarden und Verizon einen Verlust von 17,5 Milliarden verbucht.

Die Aussagekraft ist insofern geschmälert, als in der Regel bei KGVs die zukünftige Gewinnerwartung herangezogen wird, und zwar die für das Gesamtjahr. Im vorliegenden Fall wurden aber die Quartalsgewinne herangezogen, noch dazu in der rückwärtigen Betrachtung, denn es geht um die Ergebnisse des zweiten Quartals. Und doch ist es nicht gerade ein erbauliches Signal. Es zeigt, welch tiefe Narben die Finanzkrise bereits hinterlassen hat.

Amitelo – wieder dahin wo sie hingehört.

Wiedermal ein hervorragendes Beispiel für Gier und hirnloses agieren dürften die zuletzt eingestiegenen Amitelo Aktionäre abliefern. Bereits letzte Woche hatte ich hier über den Grund für den enormen Anstieg der Aktie berichtet der alleine durch Buchungsfehler bei den Bankn,e und die daraus resultierenden Folgen entstanden ist. Nun bricht das Kartenhaus in sich zusammen und der letzte macht bekanntlich das Licht aus.

Nach einer Analyse der Investment24 AG hat das bereits im Frühjahr 2007 in die Schlagzeilen gekommene Unternehmen einen Reverse Split durchgeführt, ohne dass ein wirksamer Aktionärsbeschluss vorgelegen hatte. In der Nacht von Sonntag, den 17.8.08, auf Montag, den 18.8.08, wurden 100 Aktien der hauptsächlich an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelten Amitelo AG ohne Zustimmung der Mehrheit der Aktionäre zu einer Aktie zusammengelegt. Damit verstößt Amitelo gegen geltendes Schweizer Obligationsrecht und Deutsches Aktienrecht. Eine außerordentliche Generalversammlung zur Abstimmung dieser Maßnahme durch die Aktionäre findet erst am 5.9.08 statt.“

Rein rechnerisch dürfte die Aktie nun in großen Schritten Richtung 3,- Euro laufen und einige werden auf ordentlichen Buchverlusten sitzen. Andere wiederum dürften in den letzten Tagen ein breites Grinsen im Gesicht gehabt haben. Heute also weitere minus 33 Prozent für Amitelo. Wer hier zu den Kursen immer noch kauft ist mir allerdings ein Rätsel. Denn nach dem Kursverlauf wird die Aktie bald wohl niemand mehr anfassen wollen.

Deutsche Börse senkt die Preise

Um der wachsenden Konkurrenz einhalt zu gebieten hat die Deutsche Börse AG die Handelsgebühren teilweise gesenkt. Die neu gegründeten Handelsplattformen Chi-X und Turquoise versuchen dem deutschen Branchenprimus mit günstigen Gebühren Kunden abzujagen.

Die Reduzierung betrifft das Automated Trading Program  im elektronischen Handelssystem Xetra. Für das so genannte Algotrading, bei dem ausschließlich Computer nach vorher festgelegten Strategien handeln, entfällt die Mindestgebühr von 0,60 Euro je ausgeführtem Auftrag. Zudem soll es acht statt bisher sieben Rabattstufen geben. Die Rabattsätze pro Stufe steigen von 7 auf 7,5 Prozent. Damit kann der maximale Rabattsatz 60 Prozent, anstatt bisher 49 Prozent erreichen. Ab November bietet die Tochter Eurex Clearing außerdem zwei neue Produkte an, mit dem der Kunde bis zu 40 Prozent sparen kann.

Ausgeglichen werden sollen diese damit verbundenen Umsatzeinbussen durch das höhere Handelsaufkommen der Kunden. Die Deutsche-Börse-Aktie geriet nach der Nachricht zunächst stärker unter Druck. Zeitweise verlor das Papier mehr als drei Prozent auf 58,67 Euro. Das war der niedrigste Stand seit Ende 2006.

Märkte weiterhin schwach, Rohölpreis belastet

Die Märkte zeigen sich auch heute wieder schwach. In Asien konnten die Indizes zwar leicht zulegen, doch diese Erholung steht auf tönernen Füssen. Der Euro macht wieder etwas Boden gut und der Ölpreise geht wieder nach oben. Das liegt zum einen an dem nächsten Wirbelsturm der sich auf den Golf von Mexiko zubewegt und zum anderen wohl an der heute auf der Agenda stehenden Veröffentlichung der US Rohöl Lagerbestände. Charttechnisch bewegen wir uns immer noch in der Entscheidungsphase wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergehen wird. Es ist also noch alles drin – in beide Richtungen!

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