Deutsche Börse senkt die Preise

Um der wachsenden Konkurrenz einhalt zu gebieten hat die Deutsche Börse AG die Handelsgebühren teilweise gesenkt. Die neu gegründeten Handelsplattformen Chi-X und Turquoise versuchen dem deutschen Branchenprimus mit günstigen Gebühren Kunden abzujagen.

Die Reduzierung betrifft das Automated Trading Program  im elektronischen Handelssystem Xetra. Für das so genannte Algotrading, bei dem ausschließlich Computer nach vorher festgelegten Strategien handeln, entfällt die Mindestgebühr von 0,60 Euro je ausgeführtem Auftrag. Zudem soll es acht statt bisher sieben Rabattstufen geben. Die Rabattsätze pro Stufe steigen von 7 auf 7,5 Prozent. Damit kann der maximale Rabattsatz 60 Prozent, anstatt bisher 49 Prozent erreichen. Ab November bietet die Tochter Eurex Clearing außerdem zwei neue Produkte an, mit dem der Kunde bis zu 40 Prozent sparen kann.

Ausgeglichen werden sollen diese damit verbundenen Umsatzeinbussen durch das höhere Handelsaufkommen der Kunden. Die Deutsche-Börse-Aktie geriet nach der Nachricht zunächst stärker unter Druck. Zeitweise verlor das Papier mehr als drei Prozent auf 58,67 Euro. Das war der niedrigste Stand seit Ende 2006.

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