Achtung bei Gold und Silber!!

Der Goldpreis ist im Abwärtstrend! Wie von uns schon seit längerem erwartet sehen wir in diesem Jahr eine Konsolidierung bei den Edelmetallen. Der Goldpreis hat sich inzwischen von seinen Höchstständen wieder deutlich entfernt und notiert aktuell – zumindest für die Anleger die in Euro gekauft haben – auf einem sehr kritischen Niveau. Umgerechnet ist die Feinunze Gold heute „nur“ noch 974,- Euro wert, was ich persönlich immer noch für deutlich zu teuer halte. Nun gibt es mehrere Faktoren die den Wert Ihres Goldbestandes im Depot in den nächsten Tagen und Wochen deutlich negativ beeinflussen könnten.

Allem voran wäre da die Charttechnik zu erwähnen! Mit dem Erreichen der Marke von ca. 970,- Euro würde die 200 Tage Linie beim Goldpreis in Euro unterschritten werden, und löst damit ein Verkaufssignal aus. Das Kursziel wäre dann zunächst das letzte Tief aus dem Juli 2010 bei ca 884,- Euro je Feinunze.  Dies wäre dann immerhin ein Verlust von ca. 20 Prozent wenn man zu den Höchstkursen gekauft hat. Hinzu kommt aber noch ein weiterer wesentlicher Faktor der von den Anhängern des gelben Metalls gerne vernachlässigt wird – der heutige und künftige Euro-Dollar-Wechselkurs.

Der Euro präsentiert sich seit Tagen stark und ist nach dem kurzen Ausflug unter die Marke von 1,30 wieder auf dem Weg steil nach oben. Inzwischen wurde sogar die Marke von 1,37 wieder erreicht, die sich ungefähr in der Mitte des breiten Aufwärtstrends befindet, und somit ein theoretisches Kursziel von 1,48 bis 1,50 Dollar je Euro generiert hat. Sollte dieses Szenario so eintreffen dürften Ihre Goldmünzen und -Barren bereits im Frühsommer deutlich weniger wert sein.

Sollen sich zudem also die Börsen weiterhin freundlich entwickeln, wovon ich ausgehe, ist es sehr wahrscheinlich, dass hier weiter Umschichtungen stattfinden werden die dann zusätzlich auf den Preis des Edelmetalls drücken. Im schlechtesten Fall ist es also anzunehmen, dass der Goldpreis in den nächsten Wochen zunächst auf ca. 1.200 Dollar und dann 1.060,- Dollar je Feinunze fallen könnte, und der Umrechnungskurs zu diesem Zeitpunkt bei 1,50 liegt. Dies würde bedeuten, das die Feinunze Gold dann noch ca. 700,- bis 800,- Euro je nach Heftigkeit der Korrektur wert sein dürfte.

Ich möchte betonen, dass es sich hierbei natürlich nur um Überlegungen meinerseits, die ich aufgrund meiner Beobachtungen angestellt habe, handelt, die keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit haben. Dennoch kann dieser Hinweis für Anleger die Edelmetalle in den letzte Monaten deutlich über gewichtet haben durchaus ein Gedankenanstoß sein. Ich habe in der jüngsten Vergangenheit von Anlegern gehört die 50 Prozent oder mehr in Gold geparkt haben, und sich dabei nur auf die vermeintliche Sicherheit stützen. Dies ist sicherlich genau so falsch und gefährlich wie nur Aktien eines Sektoren oder eines Unternehmens im Depot zu haben!

Bei Silber sieht die Prognose nicht anders aus. Kürzlich wurde bekannt, dass immer mehr Profis aus Ihren Silber-Trades inzwischen ganz ausgestiegen sind. Die extreme Rallye bei dem Edelmetall wurde in erster Linie durch die Korrelation zum Gold getrieben und verlief deutlich zu steil. Ein Rücksetzer bis in den Bereich 23,- oder gar 20,- Dollar halte ich kurzfristig für sehr wahrscheinlich. In diesem Sinne achten Sie in den kommenden Tagen verstärkt auf den Euro und die Edelmetalle und natürlich die Indizes, denn inzwischen scheint alles wieder in einem direkten Zusammenhang zu stehen.

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75 Comments

  1. Thomas said:

    „Spuist Du a?“ „Na, I red nur drüba.“ 😉

    Im Ernst 3 Dinge:

    a) Ich werde wohl in den nächsten Wochen wieder Aquarianer werden und dann mehr Guppies als DAF sehen 🙂
    b) Meine Frau, das waren Anschaffungen von z.T. vor 10 Jahren, meinte kürzlich, dass sich die Grundstückspreise in Nordostthailand z.T. verzehnfacht hätten (Hintergrund Tsunami/Erdbeben Japan, Flut in Bangkok). Erinnert an den uralten Witz: Wie kommt man billig an einen Starfighter? Grundstück kaufen und warten, bis einer darauf abstürzt. = Stillhalten.
    c) Ich denke, dass man beim Traden ebenfalls diszipliniert mit einer Strategie agieren muss. Die Intervalle zwischen Kauf und Verkauf sind halt kürzer. Ob es tatsächlich am Ende …

    Du hattest dieses Jahr eine Performance von -1%? Ich genau dasselbe. Beweißt nix. Aber man kann auch Guppies ansehen, am Markt sein (und *nur* darüber reden oder es auch sein lassen) und Rendite machen. 😉

    • Hari Seldon said:

      Thomas, auch das habe ich nie geschrieben. Liess einfach mal hier nochmal :

      Minus 1% war mein Ergebnis seit dem Beginn des Absturzes im Juli, seit dem 08.07.11, das ich im Artikel nur erwähnt habe um die schwierige zweite Jahreshälfte in den Kontext zu stellen. Zum Jahr habe ich mich nirgendwo geäussert und werde es auch nicht tun, da ich von den Prozent-Vergleichen ohne Kontext – wie mehrfach geschrieben – herzlich wenig halte.

      Und Du würdest mir wirklich einen Gefallen tun, wenn Du genauer hinschaust bevor Du mich zitierst. Das erspart mir Dementis. Danke !

  2. Thomas said:

    „Die lesen allerdings auch dieses Forum nicht ;-)“

    Ich hatte doch lange genug meine Klappe gehalten :-).

    De facto will ich mir abgewöhnen, jeden Tag auf die Märkte zu sehen. Ich denke, das klappt schon. In der Tat habe ich mir Monate immer neue Strategien ausgedacht, bin aber immer noch bei meiner alten – außer, Sündenfall, habe Silber Anfang Dezember an Stelle von Anfang Januar gekauft. Shame on me. Aber ich werde von Monat zu Monat eher disziplinierter (und das Depot größer).

    • Hari Seldon said:

      Ich freue mich wenn Du hier liest und schreibst, ich habe mir nur erlaubt dezent auf diesen Widerspruch hinzuweisen. Denn der Genuss dieses Forums fördert das Stillhalten sicher nicht. Dafür wäre an etwas ganz anderes zu denken sicher sinnvoller. Wie ich schon sagte, bei mir funktioniert die „Stillhaltestrategie“ nicht, damit das bei mir funktioniert müsste ich die Börsen komplett aus meinem Interesse verbannen.

  3. Thomas said:

    „Prinzipiell ist diese Strategie ja nur ein Abwandlung der Taktik immer den am schlechtesten gelaufenen Titel aus einem Universum nachzukaufen. … Dein Universum dafür kannst Du Dir aber frei bauen,…“

    Dazu noch eine Frage (abseits von Rohstoffen): Das mache ich genau so: Ich habe 12 Titel (4 PMs, 4 Aktien, 4 [Emerging Markets] Anleihen). Vierteljährlich ziehe ich Bilanz und kaufe das nach, was (wegen schlechter Performance) im Portofolio untergewichtet ist. Bei Aktien habe ich lange über das Problem Einzeltitel vs. ETF nachgedacht. Ich will evtl. in einen Einzeltitel investieren. Ich bin, im Sinne von buy-and-hold (10-15 Jahre), auf die BASF gestoßen (Indus wäre eine weitere Idee, hier hält mich jedoch ein übergeordneter Abwärtstrend vom Einstieg ab).

    Wäre das aus Deiner Sicht eine akzeptable Idee: ca. 7,5-10% des Depots bestehen aus BASF, alle 2 Jahre wird für ca. 2000 nachgekauft – antizyklisch.

    Macht das Sinn (im Gegensatz zu, sagen wir einem ETF wie ETFL23, welches die Alternative für dieses Segment im Depot darstellen könnte)?

    • Hari Seldon said:

      Prinzipiell macht diese Art Strategie durchaus Sinn, wie ich ja schon gesagt habe. Was die richtige Auswahl der Titel ist, musst Du selber wissen. Ein Universum von um die 10 Positionen zwischen denen man wechselt ist sinnvoll.

      Bei jemandem der doch regelmässig die Märkte verfolgt sehe ich eher das Problem, dass es von der menschlichen Psychologie her nicht funktioniert. Denn in der Wartezeit bis zum nächsten Investitionszeitpunkt hat man die Strategie in der Regel schon 3 mal in Frage gestellt und 2 mal geändert. Genau das darf man aber nicht tun, denn eine solche Strategie erzeugt nur dann einen messbaren Vorteil, wenn sie über Jahre stur durchgezogen wird. Ändert man die Strategie aber alle paar Monate, kann man gleich aufhören und auf Horizont Monate „traden“, das kommt aufs Gleiche raus.

      Es funktioniert also nur dann, wenn man zwischen den Investitionspunkten auch wirklich abschaltet und sich nicht von den Wirrungen der Märkte beeinflussen lässt. Für mich persönlich sind solche Techniken daher nichts. Die Vorstellung mich mit meinem Geld auf etwas festzulegen was ich über Jahre einfach durchziehe passt nicht zu mir persönlich. Aber es soll Leute geben, für die das gut ist, weil sie sich sowieso kaum für die Märkte interessieren. Die lesen allerdings auch dieses Forum nicht 😉

  4. Thomas said:

    Hari: Danke.

    Wahrscheinlich denke ich im tiefsten Innern genauso wie Du und habe mich daher auf Edelmetalle beschränkt (die Zertifikate auf andere Rohstoffe, die ich schon hatte, entfalteten immer ein Eigenleben unahängig vom Kassapreis des jeweiligen Rohstoffs).

  5. Thomas said:

    Hari, sorry, war von mir nicht besserwisserisch gemeint. Bei Soft Commodities kommen ja noch unvorhersehbare Eregnisse (El Nino, brennendes Russland etc.) hinzu, was gegen technische Herangehensweise an Rohstoffe spricht.

    Goldpreis ist aber reine Psychologie (+ Schürfkosten).

    Eine – ja – sehr ernst gemeinte Frage an Dich:

    Das Zertifikat HV5CTT beobachte ich inzwischen länger. Es beansprucht, den RICI outzuperformen, indem es jeweils in jedem neuen Monat 40, 30, 20 und 10% in die 4 Rohstoffe investiert, die in den vergangenen 3 Monaten am besten gelaufen sind. Den Einbruch bei Silber hat dieses Zeritifikat mit 40% in Silber investiert dann auch voll mitgenommen …

    Seit ich es beobachte, hat es den RICI deutlich (ca. 30% in 2 Jahren) underperformed. Ich selbst denke, dass man in Rohstoffe nicht pro- sondern antizyklisch investiert. Was hälst Du von folgender Strategie (ich denke ernsthaft darüber nach, es für mich so zu tun):

    Man wähle 15 Rohstoffe und investiere in die 5, die die letzten 3 Monate am schlechtesten performed haben. Wenn es 1 Monat später einen Rohstoff gibt, der noch schlechter als die 5 gelaufen ist, wird der, der am besten performed hat verkauft und durch den neuen „Heuler/Ladenhüter“ ersetzt. Etc. etc.

    Das ganz könnte funktionieren, selbst wenn man berücksichtigt, dass Rhodium nun schon seit 6 Monaten nichts anderes tut als zu fallen …

    Was denkst Du?

    • Hari Seldon said:

      Thomas, sei mir nicht böse aber ich habe zum Zertifikat keine Meinung. Mit Zertifikaten mit komplizierter Mechanik beschäftige ich mich nie, weil ich weiss, dass ich gegenüber den Mathematikern der Finanz-Alchemie immer am kürzeren Hebel sitze und die wollen vor allem an mir Geld verdienen. Auf dieses schiefe Spielfeld gehe ich gar nicht erst.

      Wenn die Logik des Zertifikats nachvollziehbar ist und funktioniert, kann man es ja auch selber abbilden und braucht kein Zertifikat.

      Von Investitionen direkt in Rohstoffe (ausserhalb PM) rate ich generell ab, weil man dabei nur Rollverluste frist. Wer also nicht genügend finanzielle Firepower hat um selber direkt an den Futures zu agieren, kauft Rohstoffe in meinen Augen am besten über die Aktien der Produzenten.

      Prinzipiell ist diese Strategie ja nur ein Abwandlung der Taktik immer den am schlechtesten gelaufenen Titel aus einem Universum nachzukaufen. Das macht prinzipiell Sinn und ist alle mal eine bessere Strategie als irgendwann irgendwas zu kaufen. Dein Universum dafür kannst Du Dir aber frei bauen, dafür brauchst Du keine Finanz-Alchimisten.

  6. Thomas said:

    P.P.S.:

    Rhodium (A1KJHG, ein Hinweis von Lars) und Kartoffeln (CM8FK5 — das meine ich ernst :-)) stehen nach wie vor auf meiner Watchlist. Bei beiden denke ich, dass „rein technisch“ (Fundamentaldaten zu Kartoffeln habe ich nicht) jetzt Einstiegskurse erreicht sind.

    Béi Baumwolle und Zucker juckt es mir unter den Fingern, bei Kakao scheint der Boden noch nicht gefunden zu sein.

    Im Ernst: Was ich im Grunde immer gern tun würde, ich drehe mich da wohl im Kreise, wäre mit Rohstoffen zu traden. Wenn Ihr aber der Meinung seid, dass es keine Technik bei Rohstoffen gibt … Würde mich schon interessieren, was Ihr zu der Frage denkt?!

  7. Thomas said:

    Sorry — Palladium, nicht Platin … schon wieder dieser Fehler…

  8. Thomas said:

    Moin Lars und alles Gute im Neuen Jahr Hari,

    ich trade immer noch nicht 🙂 sondern führe jetzt (wie angekündigt) mein „regelbasiertes“ Depot… Heute wäre eigentlich Einkaufstag gewesen … 1. Mittwoch in jedem 2. Monat (wird mitte des Jahres auf 2000 Euro jedes Quartal umgestellt). Ich hatte nur eine kleine „Sünde“ begangen und das noch fehlende Silber Ende November/Anfang Dezember gekauft, da ich die „Kohle für Januar“ schon beisammen hatte …

    Ich bin nicht nervös. PMs machen vielmehr 50% meines Depots aus. Kurz gesagt: Was ich bei Silber eingebüßt habe, hat Gold wett gemacht. Das Gesamtdepot, um Jahresbilanz zu ziehen, hatte 2011 eine Gesamtperformance von -1%. Ich denke, das ist ok?! „Schlimm“ war lediglich die Fixierung des CHFs an den EUR, was mich bei A1CYUS ca. 20% gekostet hat 🙂 🙂 🙂

    Am Rande: Gold hatte ich eigentlich bei ca. 2000/2050 um die Weihnachtszeit erwartet. Wie man sich doch so irren kann 🙂 Den Verlauf von Gold finde ich dennoch merkwürdig. Beide PMs, Gold und Silber, überraschen mich jedoch insgesamt nicht wirklich. Ich bin i.ü. bei Silber übergewichtet, da es durch die Volatilität gegenüber Gold der „Performancebringer“ sein soll. Platin finde ich dagegen z.Zt. richtig spannend – wenn ich traden würde.

    PMs und Widerstandsmarken. Hari, sorry, da teile ich Deine Auffassung nicht. Ich denke, dass man auch Rohstoffe technisch analysieren kann. Ich beobachte heute mal Gold. Mal sehen, ob die 1610 „nachhaltig“ gerissen werden.

    • Hari Seldon said:

      @ Thomas, ich habe nicht gesagt, dass es bei PMs keine Technik gibt, lies bitte nochmal, auch Sentiment ist Technik, Trendkanäle ebenso und Swings-Lows und Highs auch.

      Ich habe gesagt dass das Thema „Widerstandsmarken“ bei den PMs relativ irrelevant ist, zumindest gegenüber anderen Faktoren. Warum ist offensichtlich, wenn man versteht warum das Konzept „Widerstand“ überhaupt bei gross kapitalisierten Aktien funktioniert. Jetzt berücksichtige, dass der PM Markt im Gegensatz zu den gross kapitalisierten Aktien von wenigen mächtigen Spielern an den Terminbörsen bestimmt wird und den Rest kannst Du selber zusammen zählen.

      Eine ausführliche Erklärung wäre vom Umfang her eher eine Artikelserie zum „how to“ der PM Märkte und dem Hintergrund technischer Marken. Denn das „Widerstandsmarken“ überhaupt funktionieren hat ja Gründe die primär im Massenverhalten begründet sind.

      Ohne diese Gründe zu hinterfragen ob sie auf den konkreten Markt wirklich anwendbar sind, sind wir wieder bei dem von mir schon einmal besprochenen Thema den Chartverlauf der Allianz Aktie in der Währung Tugrik an der mongolischen Börse zu analysieren – was schlicht Bullshit wäre, genauso wie sich US Aktien im Eurochart anzuschauen wo nur ein Zehntel des Handelsvolumens liegt. Wer daraus „charttechnisch“ etwas ableiten will, jagt Wolkenformationen am Himmel.

  9. Thomas said:

    Ich hätte da gern mal ein Problem…

    Ich hatte den für Januar 2012 anstehenden Kauf von Silber in den November/Anfang Dezember vorverlegt (Regelbruch!), weil … Habe wohl für 31-32 US$ eingekauft…

    a) Heute ist wohl schon der zweite Tag, an dem Silber um mehr als 5% zulegt (irre Berg- und Talfahrt). Lässt sich Chart technisch etwas zu Silber sagen (mir fällt dazu nur ein „angeschlagen“)?
    b) Gold: Da es gerade da steht: ca. 1610 US$ = Widerstand?

    Und dann noch alles Gute im Neuen Jahr

    • Lars said:

      Moin Thomas, ich bin ja nicht der Gold-Spezialist hier 😉 kann Dir aber soviel verraten, dass sogar ich seit kurz vor Weihnachten jetzt ordentlich in Gold und Silber investiert bin…und das heißt schon was! :-)) Das war der Rücksetzer auf den ich lange gewartet hatte. Vielleicht kommt auch nochmal einer, aber dieser Kurse bleiben Kaufkurse und wir dürften bald wieder deutlich höhere sehen…Gruß, Lars

    • Hari Seldon said:

      @ Thomas, bei den PMs sind Themen wie Widerstandsmarken relativ irrelevant. So funktioniert der Markt nicht, dafür ist er zu eng und wird von zu wenigen Spielern beeinflusst. Wichtiger sind Sentiment (zb Hulbert Index HGNSI) und vor allem die regelmässigen Swings die fast wie ein Uhrwerk kommen. Einen derartigen Swing-Low hatten wir vor ein paar Tagen und die PMs reagieren darauf fast immer mit einer Rally die ein paar Tage dauert. Mittelfristig halte ich es für sehr gut möglich, dass wir Ende Januar/Februar noch einmal abtauchen und im Gold sogar den 14xx USD Bereich sehen. Aber selbst wenn das noch passiert, war man vor kurzem mit ca. 1530 weit genug unten, dass man einen weiteren Rückgang einfach aussitzen könnte. Silber hat vom letzten Jahr eine „broken Parabola“ und es dauert typischerweise lange, lange bis neue Höchststände in Reichweite kommen. Das schliesst wilde Swings zwischen 20 und 40 aber nicht aus.

      Fazit: Kurz- und mittelfristig (über ein paar Monate) ist es unsicher, ob man mit dem Kauf von Gold bei 1600 USD und Silber bei 29 USD viel Geld verdienen kann. Allerdings ist auch das Rückschlagspotential nun sehr begrenzt. Langfristig (2. Jahreshälfte und darüber hinaus) habe ich keinen Zweifel dass die PMs noch viel, viel höhere Kurse sehen werden. Der Bulle ist völlig intakt. Insofern kann man imho bei den derzeitigen Kursen durchaus mal Buy-and-Hold machen und sollte es in meinen Augen sogar, damit man in jedem Fall dabei ist. Man darf halt nur nicht in Panik verfallen, wenn wir doch noch auf 14xx fallen.

  10. Lars said:

    Gold ist mal schnell um 5% gefallen. Vielen Dank nochmal für den Mini Future Short, Thomas

  11. Thomas said:

    Lars (und deathproof), ich habe Silvercrest nicht gekauft, weil ich schon Silber habe. Zudem, Silber ist ein Hebel auf Gold, und Silvercrest ist ein Hebel …
    Also viel Erfolg deathproof!

  12. Thomas said:

    Ach, noch den: Ich sehe Gold per se auch anders als Silber. Ich bin auch so jemand, der sich bis zu 50% Edelmetalle in sein Depot legen würde. Aber keinesfalls alles in Gold – ich würde sogar Silber übergewichten.

  13. Thomas said:

    Ist völlig ok. Du sagst ja hier auch jedem Besucher, der etwas anders investiert, ebenfalls, dass das ok ist 😉

    • Lars said:

      🙂 Ich habe ja auch nicht den Anspruch allwissend zu sein. Silvercrest war ein Top Tipp von Dir. Ich habe damals gesagt die fällt auf unter einen Euro evtl. auch 0,80 habe aber nicht gekauft…mein Pech!

  14. deathproof said:

    Angstrally?? Ich finde, Silvercrest läuft doch seit einiger Zeit eh gut 😉

  15. Thomas said:

    ? Die Technik beim Silber war ok. Bei Metro hatte ich doch bemerkt: „Bei Silber ist die Bodenbildung jetzt abgeschlossen.“ Der Markt hatte die 50 bei Silber schon vor Augen. Da will er auch wieder hin.

    Mit „Angst Rally“ … ich versteh Dich da einfach nicht bzw. Deine Sichtweise auf Edelmetalle. Die Wirtschaft wächst in Asien also steigt die Nachfrage nach Gold – seit 10 Jahren. Oder hat die Menschheit seit 10 Jahren ständig Angst?

    1600 bei Gold wird als Marke angeshen, an der ein Ausbruch nach oben stattfinden sollte. Daher mein Achtung.

    • Lars said:

      Bei Silber würde ich Dir da Recht geben, bei Gold bin ich anderer Meinung :-), aber das ist ja auch grundsätzlich in Ordnung so, oder?

  16. Thomas said:

    Ich muss heute mal mein Silber im Depot anfeuern: Hoppa, Hoppa Silber auf gehts. wenn’s wo weiter macht, überholt das noch mein Gold.

    Ich selbst benutze A0N62F (Silber) und A0LP78 (Gold), physisch hinterlegt und OHNE Quanto. Gibt’s auch als Sparplan.

  17. honuko said:

    26 ist auch mein Ziel, da würde ich mir wieder ein paar Zertifikate in`s Depot holen. Obwohl ich die Sommermonate lieber zum ‚Großeinkauf‘ bei Aktien nutze- manche nenne es auch abfällig ‚Sommerflaute‘ 😉

    • Lars said:

      ja mal schaun ob die Sommerflaute auch so eintritt, es spricht einiges dagegen! Wenn Du ein schönes Zertifikat auf Silber gefunden hast lass es mich bitte wissen. Viele Grüße, Lars

  18. Thomas said:

    Silvercrest … Unterstützung bei 0,85 EUR?

    Ich habe ernsthaft über einen Einstieg (nach noch etwas Beobachtung) nachgedacht. Ich werde aber wohl jetzt erst mal in A1CYUS größer (?) einsteigen. Für mich sieht dieser Fond sehr reizvoll aus. Bin da inzwischen mit 2000 EUR investiert und denke über … 30000 nach. Ein über CHF in Kurzfristanleihen Emerging Markets investierter (Anleihen-) Fond mit 20-30% Performance pro Jahr – zumindest im ersten seit Auflegung.

    Silvercrest bleibt aber aur meiner Watchlist. Der Verlauf von Barrick Gold (870450) unterscheidet sich ja nicht sonderlich – und Barrick Gold ist schon etwas größer… Barrick Gold bald unter 40 CAD? 🙂 😉

    • Lars said:

      Kürzlich gab es ein neues Verkaufssignal bei Silber mit Kursziel 30,- Dollar. Noch besser, und erreichbar wäre 26,- da bin ich dann auch wieder dabei!!

  19. Thomas said:

    Hallo Lars, besten Dank für den Hinweis! Wenn schon keine Kartoffeln – Rhodium könnte etwas für mein Depot sein.

    Da im Video merkwürdigerweise nicht erwähnt: Es scheint sich um einen neuen ETC der Deutschen Bank, WKN A1KJHG, zu handeln. Siehe auch: Deutsche Bank hortet jetzt Rhodium (http://www.dasinvestment.com/investments/zertifikate/news/datum/2011/05/27/neuer-etc-deutsche-bank-hortet-jetzt-rhodium/). Ja – im Gegensatz zum Zertifikat könnte dieser physisch hinterlegte ETC in mein Depot – zur weiteren Diversifizierung der Edelmetalle 😉 – wandern wird. Besten Dank für den Hinweis.

    • Lars said:

      Gerne 🙂 Ich fand das auch sehr interessant und danke Dir dass Du mich auf Rhodium aufmerksam gemacht hast…

  20. Thomas said:

    Moin Lars, auch auf die Gefahr hin, dass es länger wird. Dein Post hat einige interessante Aspekte:

    1. Silber: Ich wollte da mal – langfristig – antizyklisch investieren. Das machte ich so: Einen Sparplan, 500 Euro, teilte ich auf 400 CARMIGNAC PATRIMOINE und 100 Silber auf, vor gut 1 1/2 Jahren, Silber stand bei ca. 16 US$. Dann wollte ich jahrelang warten, bis Silber unter den Mischfond fällt … und dann 400 in Silber und 100 in den Mischfond tun. Ich hab das dann bei ca. 20 US$ Silber aufgegeben. Mich ärgerte, dass das Silberzertifikat nur „währungsgesichert“ zu haben war. Ich hatte nicht die Absicht, gegen den US$ oder den Euro zu wetten. Ich wollt nur Silber… Hätte ich den Sparplan nicht aufgelöst, Carminiac hat sich seitdem eher nach unten entwickelt und Silber war ja untergewichtet … das wären trotzdem, selbst heute noch, so ca. 20-30% per annum gewesen. Ich habe wieder etwas Silber, da ich inzwischen einen Silbersparplan ohne Quanto entdeckt habe… Aber den Sparplan habe ich heute aufgelöst… (nicht das Silber verkauft, i.ü. habe ich damit immer noch keine Verluste gemacht…).
    2. Mathematische Modelle (und Rohstoffe): Ich habe jetzt ein paar Wochen damit verbracht, technische Größen (Steigung der 200 Tage Linie, Abstand von etc. etc.) bei Rohstoffen mit deren prediktiven Wert zu korrlieren (wie Risikofaktoren in der Medizin). Das Ergebnis war frustrierend. Ist aber wahrscheinlich bei Rohstoffen, speziell soft commodities, wohl auch nur logisch. Warum sollte Weizen weiterfallen, nur weil die 200 Tagelinie nach unten weißt. Die 200 Tageline kennt ja nicht den Wettervorhersage von morgen … Bei Aktien mag das etwas anders sein (drückt die Einschätzung der Investoren in der Vergangenheit aus, gut, auch bei Unternehmen ist deren nahe Zukunft auch nicht wirklich einfach einzuschätzen).
    Bei dem vielen Modellieren fiel mir nach einer Zeit auf, dass es bei Rohstoffen (insbsondere den soft commodities), dass es mit Wahrscheinlichkeiten eher so ist: Wenn ein Rostoff in der Vergangenheit (sagen wir > 10% in 2 wochen) gestiegen ist, ist es wirklich sehr wahrscheinlich, dass er dies in den nächsten 2 Wochen auch weiterhin tun wird. Keineswegs sicher, nur, wenn Du 5x in den am gerade am kräftigsten gestiegenen Rohstoff investierst und der fällt danach ist das kein Problem, wenn Du beim 6. Mal den Richtigen erwischst.

    Das ist i.ü. das, was ich unter Swing-Traden verstehe.

    Genau dazu habe ich mich bei Rohstoffen jetzt entschlossen.

    Ich habe heute meinen Edelmetallsparplan (alle ohne Quanto) eingestellt, keines der Edelmetalle verkauft (mit denen wird jetzt aber gezockt :-)) und mir für Montag für 1000 Euro Kartoffeln (WKN: CM8FK5)bestellt. Wenn die Kartoffeln von Mais, Zucker, Blei oder Raps ausgebremst werden sollten, wern halt die Kartoffeln verkauft. Usw. usw. usw.

    3. „bei Rohstoffen entsprechend schneller reagieren“: Könntest Du mal einen Blick auf das (Rohstoffstrategie-) Zertifikat HV5CTT werfen? Ich glaube, diese Strategie könnte in der Tat einen „Mehrwert“ gegenüber z.B. den RICI mittel bis langfristig abwerfen. Nur, was ist passiert? Das Papier ist in einem Jahr um ca. 70% gestiegen, um dann innerhalb von wenigen Tagen die Hälfte wieder abzugeben? Dumm gelaufen. Die Regeln sagen, dass am 1. eines Monats 40% in den Rohstoff investiert werden muss, der die letzten 3 Monate am besten gelaufen ist. Das war am 1. Mai Silber 🙂 ;-). Echt dumm gelaufen. 🙂
    Ich werde ab jetzt täglich Rohstoffe analysieren und schätze, dass ich bei Silber – tradend – mit vielleicht 15% Verlust ausgestiegen wäre. Zertifikat HV5CTT ist mindestens noch bis zum 1.Juni mit 40% in Silber investiert.

    Zusammenfassend ahme ich etwas die Strategie von Zertifikat HV5CTT nach, will aber rascher reagieren (und bin dazu ja noch nicht zu alt … :-)).

    Wenn ich am Montag abend die Kartoffeln nicht gleich wieder verkaufen muss, sondern vielleicht das Depot mit Orangensaft aufstocken kann, ist das schon die halbe Miete … Kann ja mal gelegentlich berichten, wie es läuft.

    • Lars said:

      Hallo Thomas, ich hab Dich nicht vergessen, hatte nur noch keine Zeit für eine ausführliche Antwort 🙂 melde mich…

  21. Thomas said:

    Hallo Lars,

    erst mal besten Dank für Deine ausführlichen Antworten. Im Augenblick nur eine Rückfrage: Deine Antwort 1 irritiert mich etwas (wie von Dir in 2 dargestellt, habe ich auch [noch?] Schwierigkeiten an die Charttechnik zu glauben …): Ich denke, dass Charttechnik auf alles, Aktien, Rohstoffe, Anleihen oder auch Mischfonds (man könnte doch sagen, dass ZZ2 charttechnisch gegenwärtig sehr angeschlagen aussieht?!).
    Dein Zurückhaltung, Orangensaft nicht wie eine VW-Stammaktie analysieren zu wollen, wie ist das genau zu verstehen?!

    Ich selbst will „in Rohstoffen traden“ (erst mal, wenn’s Spaß macht können auch Aktienfonds/ETFs dazu kommen). Ich entwickle noch mathematische Modelle. Aber irgendwie sagen mir meine „mathematischen Entwicklungen“, dass sich bei Rohstoffen nichts vorhersagen lässt … Heute ist Mais weiter um 2% gestiegen, Orangensaft leicht gefallen. Wenigsten der Weizen hat sich an meine Prognose gehalten und ist um 1% zurückgegangen …

    Meine Rückfrage ist: Denkst Du in der Tat, dass bei Chartechnik Rohstoffe andere Gesetze als bei Chartechnik Aktien gelten – und wenn ja, warum?

    Danke!

    • Lars said:

      Hi Thomas, nur ganz kurz zu deinem Kommentar…bin noch nicht richtig wach :-))…Naja grundsätzlich halte ich den Rohstoffmarkt für deutlich spekulativer als den Aktienmarkt, und deswegen macht dort auch Charttechnik etwas weniger Sinn. Sprich Ereignisse wie das Wetter, Naturkatastrophen etc. bestimmen den den Preis bei Agrarrohstoffen, und dies kann jederzeit irgendwo auf der welt passieren, bzw. passiert fast täglich irgendwo. Da ich das Wetter nicht voraussagen kann, mir aber durch entsprechende Überlegungen bezüglich eines Unterenehmens gewisse Wahrscheinlichkeiten „ausrechnen“ kann ist mir das deutlich lieber.

      Hinzu kommt natürlich noch die Tatsache, dass insbesondere am Rohstoffmarkt die Spekulation nochmal einen ganz anderen Stellenwert hat. Haben wir ja auch gerade bei Silber wieder gesehen…Ein Unternehmen von dem ich Aktien besitze stellt hingegen einen gewissen Wert für mich dar. Lange Rede kurzer Sinn…Charttechnik kann man sicherlich bei Rohstoffen auch anwenden…wie immer geht es aber eben nur um Wahrscheinlichkeiten, aber man sollte sich darauf nur bedingt verlassen, bzw. muß bei Rohstoffen entsprechend schneller reagieren. In jedem Fall würden mich Deine mathematischen Modelle und Überlegungen dazu interessieren

  22. Thomas said:

    Ich wollte urspünglich eine antizyklische Idee verwirklichen … ok, wenn’s de dich ned im Zyklus befindest, läuft das am Ende auf buy and hold hinaus. Ich habe jetzt lange genug nachgedacht und werde jetzt nicht sparen sondern traden …

    Zwei Fragen an Dich zur technischen Analyse:

    1. Würdest Du heute, Donnerstag, dem 19. Mai 11, folgende rein technische Einschätzung folgender 3 commodities teilen:
    a) Orangensaft: Unterliegender Aufwärtstrend, die nächsten Tage werden entscheiden, ob wieder ein Ausbruch nach oben erfolgt … gegenwärtig eher als trendlos (wie viele andere Rohstoffe) einzuschätzen
    b) Mais: die letzten Tage 10% Anstieg sind eher eine Bullenfalle. Mais brauch noch etwas, ehe es wieder Aufwärtspotential besitzt.
    c) Weizen: Das „Theater“ von gestern (intraday ca. 7-8% plus) ist nichts als Theater. Obschon Mais auch nicht in den nächsten Tagen ausbrechen wird, steht Mais eher besser da als Weizen.

    Also Reihung Orangensaft > Mais > Weizen, rein technisch. Siehst Du das auch so?

    2. Bei Deinen eigenen Kauf-/Verkaufentscheidungen, was spielt da die eher ausschlaggebende Rolle: a) die Sicherheit, dass die strikter Einhaltung von stop-loss Marken (und deren Nachziehen) sich langfristig schon irgendwie auszahlen wird, oder b) Dein Glaube, dass die technische Verfassung eines Charts tatächlich etwas über die Zukunft aussagt (Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen).

    Besten Dank im voraus für Deine Antworten. Die Diskussionen hier haben mir doch etwas bei meiner Anlage(-stil)entscheidung mitgeholfen. Danke ! 🙂

    • Lars said:

      Hallo Thomas, Du hast meine Nachricht also bekommen 🙂 die von Dir getroffene Entscheidung dürfte die Richtige sein. Zu deinen Fragen:

      1. die kann ich Dir nicht seriöse beantworten weil ich im Thema Rohstoffe/Agrarrohstoffe nicht wirklich drin bin. Wie Du ja weißt beschäftige ich mich überwiegend mit Aktien. Bevor ich hier also dummes Zeug schreibe lasse ich das lieber.

      2. hier gibt es mehrere Faktoren, die mich dazu bringen zu kaufen, oder zu verkaufen. In erster Linie sind das natürlich gewisse Börsenzyklen die es gilt möglichst optimal zu erwischen. Die Einsicht wann ein neuer Zyklusstartet oder starten könnte gewinne ich durch die verschiedensten Beobachtungen. Charttechnik spielt dabei sicherlich aber eine wesentliche Rolle. Ich gebe zu ich habe mich diesen Regeln am Anfang meiner „Trader-Karriere“ lange geweigert zu akzeptieren, dass sich sowohl Märkte als auch Aktien in gewissen technischen Gegebenheiten orientieren. Seit dem ich ich das nun mache läuft es deutlich besser 🙂

      Genauso verhält es sich auch mit den StoppLoss Orders, oder meinen oftmals zutreffenden Kursprognosen für Aktien. Alles orientiert sich an der Charttechnik, und erst dann kommen andere Faktoren wie Sondersituationen bei einer Aktie, politische Unruhen, Kapitalmaßnahmen, Unternehmensdaten, und wasweißich dazu. Cahrttechnik ist kein Hexenwerk wenn man sie konsequent beachtet. Ich würde Dir also raten dich damit wirklich auseinander zu setzten.
      Ich hoffe auch diese Antwort hat Dir geholfen..viele Grüße

      Lars

  23. Thomas said:

    Ist gerade bei 1,01 Euro … hab’s auch schon gesehen :-).

    Im Ernst: Ich habe mich jetzt zum „Swingtraden“ entschlossen. Werde dies vermutlich zunäachst bei Rohstoffen versuchen Will am 1. Juni mit den ersten 1000 Euro einsteigen.

    Die technische Analyse sagt, dass es voraussichtlich 1000 Euro in Orangensaft werden…. Muss aber am 1. Juni noch mal analysieren. Gegenwärtig sind Rohstoffe aber alle technisch etwas angeschlagen.

    Technisch gesehen ist Silvercrest ein No Buy. Wenn ich’s technisch analysiere, etwa so schlecht wie Zucker … aber es juckt unter den Fingernägeln … Ich halte mich aber an meinen Trader Plan … wird wohl Orangensaft …und nicht Silvercrest.

    • Lars said:

      Gute Sache das mit dem Swing Trading halte ich für deutlich erfolgversprechender als „buy and hold“ , aber das weißt Du ja schon 😉

  24. Pingback: Trading Update VW, Conti, Porsche, Bwin, Solar Millennium und Dialog Semiconductor | Investors Inside

  25. Thomas said:

    Hallo Lars, besten Dank für Deinen Kommentar. Ich stimme dem Meisten zu und habe mir erneut meine Strategie unter die Lupe genommen. Grundsätzlich sehe ich derzeit ein Problem darin, dass ich eine antizyklische Strategie fahren wollte, da ich ja Vermögens-„aufbau“ betreiben möchte (und insoweit erworbene Wertpapiere in den nächsten 10-15 Jahren nicht wieder verkaufen wollte).
    Ich denke jetzt, dass ich ja durchaus am Markt interessiert und da eigentlich sehr aktiv bin. Meine „Marktmeinung“ ist, dass Dax und Silber erst noch mal weiter steigen – also, warum habe ich zur Zeit einen Sparplan in Anleihen (+ Silber)? Als Sparplan gibt es ja auch short-Produkte (oder Dax gehebelt)… Ich muss das nochmals überdenken.

    Eine Frage: Wie schätzt Du eine „Blase“ ein – also wann ist der Dax „heißgelaufen“? Hast Du da etwas wie eine Faustregel – wann gehst Du raus (bzw. short)?

    • Lars said:

      Moin Thomas, wie schon geschrieben halte ich den Dax kurzfristig für heißgelaufen, und es wäre gesünder wenn dieser nun erst einmal konsolidiert bevor er weiter ansteigt. Möglich ist natürlich auch ein weiterer Anstieg ohne Korrektur bis 8.000 Punkte oder sogar darüber, glaube ich aber nicht. Mittelfristig würde ich dem Deutschen Leitindex sogar bis zu 14.000 Punkte zutrauen! Bedenken sollte man aber das diese Krise noch lange nicht ausgestanden ist und es mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmal richtig rumpeln wird. „Buy and Hold“ über 10 – 15 Jahre ist sicherlich keine praktikable Strategie mehr. Als Kostolani noch Schlaftabletten gekauft hat war die Börse eine ganz andere als heute!

  26. Thomas said:

    Sorry – mein letzter Kommentar war wohl etwas zu schroff…

    Ich baue kein Vermögen auf, indem ich monatlich 400 € in Baumwolle (oder in gehebelte Baumwolle) spare.

    Ja, klar, wenn die Wirtschaft wächst, kann ich mir eine VW oder Siemens oder oder oder kaufen. Ich kann mir da aber auch gleich Kupfer (oder Platin oder Silber oder oder oder) zu dem Zeitpunkt hinlegen, an dem ich annehme, dass es läuft.. Wenn’s läuf läuft’s…

    Ich selbst habe nichts gegen Aktien und hatte schon erläutert, dass ich im März 2009 laut darüber nachdachte, mir ein paar General Electrics hinzulegen.

    Nur, wenn Du keine 100.000 hast sondern die mit ca. 400-1000 Euro im Monat ansparen möchtest – was würdest Du tun?

    a) die Tilgung der Hypothek auf’s Haus um 400-1000 Euro erhöhen?
    b) die gleiche Summe auf einem Tagesgeldkonto ansammeln?
    c) Aktiensparplan? Die DAB biete so etwas an
    d) Monatlich eine gewisse Menge Silbermünzen kaufen (und in den angemieteten Tresor legen)?
    e) Mischfonsparplan?

    etc. etc. etc.

    Was würdest Du tun?

    Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ARERO (ein Mischfond, der in Aktien, Renten und Rohstoff-ETFs kostengünstig investiert) per se ein vernünftiges Konzept darstellt. Nur IMMER 60% in Aktien, 25% in Anleihen, 15% in Rohstoffen … wenn man dann noch bedenkt, dass Aktien und Rohstoffe eng korreliert sind … das kann auf die Dauer nicht gut gehen.

    Wie würdest Du vorgehen, wenn Du einen Betrag von ca. 400-1000 monatlich (Betonung monatlich) anlegen (zu Zwecken der Altervorsorgung – sollen sich nicht auf’s Konsumverhalten der Familie auswirken) möchtest?

    Würdest Du riestern?

    Ich definitiv NICHT. 😉

    • Lars said:

      Hallo Thomas, nein riestern würde ich ganz sicher auch nicht! Hmm mal überlegen…das hängt natürlich auch ein wenig davon ab wie intesiv Du dich um Deine Geldgeschäfte kümmern möchtest. Sicherlich ist das ein Punkt über den wir noch gar nicht gesprochen haben. Wenn Du dich für die Finanzmärkte interessierst, wovon ich ausgehe, und auch jede Woche etwas Zeit investieren kannst würde ich wohl eine Swing Traging Strategie bevorzugen, aber das gilt ja nur für mich. Soll heißen. in den guten Börsenphasen aktives Trading und evetuell Teilgewinne dann bereits in diesen Phasen in Silber etc. parcken. Anleihen halte ich ehrlich gesagt nicht mehr unbedingt für sicher. Wenn Die Börsen konsolidieren eine kleine Position short auf Indizes und den Großteil in entweder Rohstoffe oder Teiltilgung der Immo, oder einfach parken und auf die nächste Hausse warten. Wenn Du in erster Linie Deine Ruhe haben willst kann natürlich ein oder mehrere Fonds sinnvoll sein, aber nur in der Hausse! Diese muss man genauso wieder verkaufen bevor es erneut runter geht, sonst ist das auch nicht wirklich effektiv!

  27. Thomas said:

    Silber ist im gleichen Zeitraum etwa gleich gelaufen wie Dein Aktienportofolio – Baumwolle i.ü. noch besser.

    DE000A0V9Y57, das ist Silber mit Hebel, stand am 07.01.2010 bei 17,13 € – heute, schau’n mer ma – 46,51 €. Sind auch 100% bzw. etwas mehr.

    Schade, dass Du Dich nicht für andere Anlageklassen interessierst.

    Na, dann, CU — und weiterhin viel Erfolg bei der Auswahl von Einzeltiteln.

    Achtung bei Gold und Silber!

  28. Thomas said:

    Silber hat soeben die 32 US$ Marke genommen. Echte Schwäche bei den Edelmetallen 🙂

    Das mit ZZ2 mache ich vielleicht, da ich schon länger darüber nachdenke (muss jedoch erst einmal die Ausschüttung sehen). Ist vielleicht eine etwas ungewöhnliche Art, Vermögen aufzubauen, geleveraged – quasi – aber wie schon gesagt, ich denke darüber schon länger *ernsthaft* nach.

    Vermögensaufbau … http://www.investorsinside.de/subprime-rebound-depot/ ?

    Lars, alles was recht ist … in meinem Depot habe ich ca. 40% Aktien (fonds), 40% Anleihen (z.B. u.a. ZZ2) und ca. 20% Rohstoffe (Erdgas, Silber und Goldminenfonds). Aber Vermögen AUFBAUEN … man lege 100.000 Euro (die man noch gar nicht hat) in 7 Aktien an und wartet … bis daraus 10.000 geworden sind?!

    Ich denke, diese Seite hier richtet sich insgesamt eher an Trader?! Hättest Du DENNOCH Interesse, hier auch VermögensAUFBAU (mit Wertpapieren) zu diskutieren? M.E. geht es da unter anderem um Sparpläne, Assettalokation und auch um die von dir ungeliebten Mischfonds.

    Wenn ja, wo sollte das diskutiere werden?

    • Lars said:

      Hallo Thomas natürlich diskutiere ich auch gelegentlich geren andere Anlageformen, dennoch sollte klar sein, dass es bei Investors Inside um Aktien geht, ausserdem Aktien und Aktien 🙂 Mein vermögensaufbau Depot – das ich hier nicht mehr aktualisiere – hätte wenn es so stehen geblieben wäre in der Zeit wohl weitere 100 Prozent Performance aufgewiesen, nur so nebenbei 😉 Und sicherlich lege ich keine 100.000 Euro an und warte bis 10.000 draus geworden sind, das kann ja jeder 🙂 Also wenn diese Diskussionen im Rahmen bleiben und Themen behandeln bei denen ich auch wirklich mitreden kann, gerne. Gruß und schönes Wochenende. Lars

  29. Thomas said:

    Bei dem Bild mangelt es etwas an der Frage, wo ich/man ursprünglich die 100.000 Kredit herbekomme, um Ethna zu kaufen. De facto habe ich aber (ohne Haus) ca. 40.000 Kreditrahmen …

    Um auf Deinen Smiley einzugehen: Hätten die Amerikaner an Stelle eines Hauses am 1.1.2008 für 100.000 Ethna gekauft, hätten sie heute 120.544 – und keinen Kuckuck.

    Misch/dachfonds sind eigentlich „risikoarm“ so dass der Gedanke, sich auf Kredit einen Mischfond zu kaufen, nicht völlig abwegig ist.

    Ich habe aber, ernsthaft, etwas anderes vor. Ich habe bereits 12 Anteile ZZ2 (WKN: 987239). Im März sollte der ausschütten. Wenn die Ausschüttung bei über 30 Euro/Anteilsschein liegt, werde ich wohl auf Kredit auf 60-90 Anteilsscheine aufstocken (sprich ca. 20.000 von den 40.000 Kreditrahmen für diesen Fonds in Anspruch nehmen). 60-90 Anteilsscheine – da rechne ich mir aus, dass dies in ca. 10 Jahren ausreicht, um die Hypothek des Hauses vollständig abzulösen. Also werde ich lieber 20.000 „Verbraucherkredit“ als die 6x höhere Hypothek „ab- bzw. ansparen“.

    Wenn es so kommt (Ausschüttung ZZ2 im März, Kauf von weiteren Anteilen) berichte ich mal über meine Erfahrungen …

  30. Thomas said:

    „Silber ist … sicherlich das bessere Gold wegen …“ Sagt der Silberjunge.

    „Wie schon gesagt ist Gold für mich nicht interessant da ich am Aktienmarkt bessere Chancen sehe.“

    Ich hätte da gern mal ein Problem…

    Ich bin überwiegend im privat genutzten Häusle investiert. Tilgung 1,5%, Kreditzins ca. 4% (Häuslein ist klein, so dass das jeweils ca. 200 [Tilgung, Tendenz steigend]) und 400 Euro pro Monat sind. Stimmt nicht ganz … ca. 50% meines/unseres Vermögens befinden sich in Grund und Boden (sowohl in DE als auch in Thailand).

    200 + 400 = 600 Euro, nett als Rente.

    Ich kann über die 600 Euro (Tilgung + Hypothekenzins) darüber hinaus investieren … sagen wir zwischen 400 und 1000 Euro monatlich. Könnte ich ja in die Tilgung investieren (4% Rendite – steuerfrei).

    Das tue ich aber nicht – wegen a) Klumpenrisiko (Immobilie in Deutschland und Reisfelder in Thailand – wie läuft denn das so?) b) Rendite von 4% p.a. – sicher, und garantiert „600 Euro Rente“ (= nicht gezahlte Miete) ist mir einfach zu wenig.

    Ich hab mal gehört: >>>Rohstoffe? Die laufen wie Aktien und gehören daher nicht in ein Portofolio!<<>>Rohstoffe, Die laufen wie Aktien und gehören daher nicht in ein Portofolio!<<<

    Da kann man doch Silber ins Portofolio legen und die Aktien draussen lassen?!

    Du wirst lachen – genau so sehe ich das! Ethna Aktiv, ein Mischfond, macht in etwa 10% p.a. und verliert auch nicht in Phasen wie 2008. Also: 100.000 Euro Kredit aufnehmen, davon für 100.000 Euro Ethna kaufen, darauf einen Wertpapierkredit nehmen – und davon ein Häuslein kaufen ….

    Der Mischfond (dessen Rendite) ist genau mein Problem. Ich habe nun Mischfonds nach allen möglichen Kriterien abgegraßt, Ethna ist ok, ETF Dachfonds sieht gut aus, sogar ARERO könnte langfristig gut aussehen (wie ist es aber mit db x-trackers Portfolio Total ReturnIndex ETF; DBX0BT? Nur billiger?)<<<.

    Ich bin dann aber zu dem Ergebnis gekommen, dass Anleihen besser laufen als Mischfonds. TEMPLETON GLOBAL BOND FUND A (MDIS) läuft einfach besser als Ethna aktiv. Ich mag weder Gold noch Anleihen – insbesondere mag ich keine gemanagten Fonds – insbesondere bei Anleihen.

    Ergo:

    Da Anleihen zur Zeit fallen, habe ich einen Sparplan (ca. 400 bis 1000 monatlich) der ca. 70% in Templeton Global Bond Fund A (MDIS heißt monthly distribution, ich bekomme also MONATLICH ca. 3-4% des investierten Kapitals als Coupon) und 30% in Silber.

    Silber ist hochvolatil – weswegen ich in Anleihen (sic) und Silber (sic) investiere. Wenn Silber unter 15 US$ fällt, investiere ich 70% in Silber und 30% in Anleihen … keine Aktien, antizyklisch — und ich fühl mich pudelwohl.

    • Lars said:

      Wie man sieht hast Du so Deine eigene Strategie entwickelt, und das ist ja generell auch gut so. „Also: 100.000 Euro Kredit aufnehmen, davon für 100.000 Euro Ethna kaufen, darauf einen Wertpapierkredit nehmen – und davon ein Häuslein kaufen ….“ halte ich für ein sehr gewagtes Spielchen mit dem gerade ungefähr 100 Millionen Amerikaner auf die Schna… gefallen sind. Wenn da was schief läuft lösen sich auch Deine 600,- Euro Rente mal schnell in Rauch auf. Sicherlich kein Modell dass einen ruhig schlafen lassen sollte. Aber wenn Du dich damit wohl fühlst ist das ok, und Du bist ja auch schon ein großer Junge und weißt was Du tust 🙂

    • Lars said:

      Hallo Thomas, bei Silvercrest ist es jetzt bald soweit 😉 der Euro ruft !

  31. Thomas said:

    Bei 0,90 steige ich dann größer ein – sicher 🙂

  32. Thomas said:

    „Die extreme Rallye bei dem Edelmetall wurde in erster Linie durch die Korrelation zum Gold getrieben und verlief deutlich zu steil. Ein Rücksetzer bis in den Bereich 23,- oder gar 20,- Dollar halte ich kurzfristig für sehr wahrscheinlich.“ (Lars)

    „2. In der Analyse ist nicht berücksichtigt, dass Inflation (insbesondere in den USA – QE2 etc.) droht. Inflation sollte per se den Dollarpreis des Goldes weiter nach oben treiben.“ (Thomas)

    Da Silber gerade bei seinem 2. All-Time high (gerade wurden die 31 US$ gerissen) zwei Anmerkungen:

    1. In Indien und China herrscht Inflation. Indien ist der größte Goldkonsument/Goldschmuckverbraucher. Was sollte gerade im Augenblick mit dem Goldpreis passieren?
    2. Palladium hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr auch verdoppelt. Bei Palladium wirst Du aber nicht seine Korrelation mit dem Gold (sondern eher Verkaufszahlen Mercedes?) sehen? Silber ist (auch/überwiegend) ein Industriemetall und solange die Wirtschaft brummt, gibt es keinen Grund für sinkende Silberpreise… da sich Gold gerade erholt –> Silvercrest :-)?

    • Lars said:

      Hi Thomas, das ist alles sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Silber ist zur Zeit sicherlich das bessere Gold wegen der „Multifunktionsfähigkeit“ 🙂 Bei Gold sehe ich das etwas anders, aber bislang sehen die meisten Menschen offenbar noch einen tollen Infaltionsschutz in dem Edelmetall. Mal schaun wann und ob sich das demnächst ändern wird. Wie schon gesagt ist Gold für mich nicht interessant da auch am Aktienmarkt bessere Chancen sehe. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es auch für mich Zeiten geben kann in denen Gold als Investment interessant wird. Silvercrest habe ich mir jetzt mehrfach angeschaut, ist auch nichts für mich 🙂 und rein charttechnisch betrachtet halte ich demnächst eine Korrektur bis auf 0,90 für möglich. Viele Grüße, Lars

  33. Clair Kroh said:

    Ich hoffe, Du bleibst am Ball mit Deinem Blog. Es sind gute Posts hier und eine rege Beteiligung der Leser. Wäre schade, wenn das wieder einschläft, genau wie bei so vielen anderen Blogs. Blogs haben in Deutschland bedauerlicherweise nicht so eine Kultur wie in den USA, um so schöner, dass es so etwas im deutschsprachigen Netz gibt.

  34. Thomas said:

    Hallo Lars,

    besten Dank für Deine Antwort. Ich besitze keine LV mehr und mein Aktienanteil im Depot ist durchaus „altersgemäß“ 🙂 auch wenn ich derzeit keine Einzelaktie besitze. Vielleicht steige ich ja doch mal ein.

    Wie lange geht es Deiner Meinung noch gut. 2012, 13 … Blasenbildungen? Wann droht der nächste „große Knall“ an den Börsen?

    • Lars said:

      Hi Thomas, schwer zu sagen und sicherlich nicht seriös zu beantworten 🙂 aber ab 2012 könnte die Luft schon wieder dünner werden. das hängt aber auch maßgeblich von der Entwicklung in diesem Jahr ab, insbesondere der Inflationsrate, etc.

  35. Thomas said:

    Moin moin Lars bzw. N’abend,

    „Lass gut sein, die Diskussion bringt Dich nicht weiter, wir sind offenbar zwei komplett unterschiedliche Anlagetypen, das ist nicht böse gemeint … Fonds, ETFs, Gold etc. Das ist wie gesagt eher was für Leute die sich nicht mit Ihrem Geld beschäftigen wollen. Jeder muss für sich entscheiden welcher Anlegertyp er ist, ob er Zeit investieren möchte oder lieber seine Ruhe hat, und welche Renditen er anstrebt.“

    Heilige Logorrhoe! 🙂 Ja, ich finde auch, dass wir das fast ausdikutiert haben und ich langsam das Thema verfehle… 😉
    Kommentiert hatte ich ursprünglich, da ich unter mittelfristigen Aspekten denke, dass der Aufwärtstrend bei Gold nicht gebrochen sein kann. Die Inflation kommt erst noch, schleichend, und kann im Goldpreis noch gar nicht „eingeprießen“ sein. Dies war jedoch ein eher langweiliger, mittelfristiger Kommentar der nicht zum „Swing-Traden“ paßt. Dass der Swing bei Gold (mit Ausnahme von heute; Ägypten?) eher nach unten zeigt, sehe ich ja selbst 🙂 und das muss man nicht vertieft diskutieren.

    Dennoch ein „kurze“ 🙂 🙂 Anmerkung:

    Ich bin gar nicht sicher, ob wir unterschiedliche Anlegertypen sind. Ich habe eine Art angeborene Allergie gegen Bonds, Lebensversicherungen, Bausparverträgen etc. In meinem tiefesten Inneren würde ich lieber direkt in Einzelaktien investieren. Nur – eventuell haven wir als Anleger (eventuell sogar vom gleichen Typ) unterschiedliche Zielsetzungen. Um es extrem plastisch zu formulieren:

    Ich lerne die nächsten 15-20 Jahre (auf Einzelaktien basierendes) Swing-Traden, um den Ruhestand zu finanzieren. Dann, mit etwa 75 Jahren, komme ich von einer Krebsoperation mit anschließender Chemotherapie aus dem Krankenhaus (von mir aus in DE oder in Thailand) zurück, setze mich zu Hause an meinen Computer (oder was auch immer es dann geben wird), und setze mein Swing-Traden beim Internetbroker fort … sofern ich die Brille finde…

    Und daher zwinge ich mich, Bonds (oder Gold) zu „lieben“. Ich mag beides, ehrlich gesagt, aber immer noch nicht wirklich.

    An dem Punkt angelangt eine ehrliche Frage an Dich: Eher auf fundamentaler Analyse denn auf „Swing“ ausgerichteten Überlegungen habe ich mir 3 verschiedene Musterdepots (ausschließlich Einzelaktien) zusammengestellt (Etwa September 2010). Die Rendite in allen drei Depots (unterschiedliche Kriterien) ist in einer Größenordnung, die durchaus auch auf 500% in 2 Jahren hinauslaufen könnte. (Will sagen: meine Analysen scheinen häufiger richtig als falsch zu sein)
    Im März 2009 hatte ich mit einem Verwandten diskutiert General Electric zu kaufen. Die Idee war falsch. Richtig wäre gewesen, die Idee mit Siemens umzusetzen obschon beide etwa gleich gelaufen sind… Wären 100% in 1 3/4 Jahren gewesen. Mitte 2009 „verliebte“ ich mich in Asian Bamboo bei 10-12 Euro … echt schade, dass ich da nicht zugelang habe. Mehr als 200% in 1 1/2 Jahren. Den Börsengang von Kinghero kürzlich habe ich mit Spannung verfolgt und kann heute immer noch nicht glauben wo die steht … hätte ich doch bloß dem Zucken in den Fingern nachgegeben. Dafür habe ich jetzt einen ETF auf Emerging Markets Anleihen und einen Goldminenfond … und gucke – kurzfristig – doof 🙂

    Ich zwinge mich aber NICHT in EINZELaktien zu investieren, weil … Altersvorsorge.

    Deine Meinung: Gibt es nach Deiner Auffassung ein Höchstalter, bei dem man nicht mehr in Einzelaktien einsteigen sollte? Vom Anlagetyp her unterscheiden wir uns wohl gar nicht so sehr. Ich vermute hier lediglich einen Altersunterschied, nicht mehr 🙂

    P.S.: So etwas wie Silvercrest (als Einzelaktie) kann man sich m.E. (in kleinen Dosen) durchaus sehr langfristig ins Depot legen. Für diese langfristigen Zwecke ist dann aber ein Goldminenfond letztendlich besser geeignet. Kurzfristig: Der Wert sieht aus wie Silber mit Hebel… müßte eigentlich für „Swing Trading“ geeignet sein?! Oder mißverstehe ich die Definition von Swing? Jedenfalls ist die Volatilität von Silvercrest nur mit der Schlaftablette von Kostolani auszuhalten 🙂 🙂

    • Lars said:

      Hallo Thomas, sicherlich ist es richtig im Alter etwas vorsichtiger zu werden um die Altersvorsorge nicht mehr zu gefährden. Im Allgemeinen gilt ja die Formel: 100 minus Lebensalter für den Aktienanteil in einem Depot und das ist wohl auch eine ganz vernünftige Basis. Hinzu kommt aber auch, dass man dieses Modell nicht so statisch sehen sollte, da es an der Börse immer gute und schlechtere Zeiten gegeben hat und geben wird. In den guten Zeiten ist nach meiner Meinung also o.a. Formel ganz vernünftig, in schlechten Zeiten hingegen ist es wahrscheinlich eher sinnvoll den Aktienanteil deutlich zu reduzieren und beispielsweise Cash oder Gold etc. zu halten.

      Das Alter spielt also für mich eine nur bedingte Rolle. Viel wichtiger ist es auch im hohen Alter flexibel auf die Gegebenheiten zu reagieren. Wer heute nicht wenigstens ein bis zwei Stunden wöchentlich für seine Geldgeschäfte aufbringen will, der sollte sich eben auf Lebensversicherungen etc. konzentrieren, wobei dies meiner Meinung nach die schlechteste Alternative ist. Wie wir gesehen haben reduzieren die Lebensversicherer jetzt schon wieder deutlich ihre Renditeziele. Meistens verkaufen die Manager solcher Institutionen sehr spät wenn die Kurse fallen und kaufen dafür auch konsequent wiederum sehr spät nachdem die Kurse bereits wieder deutlich gestiegen sind.

      Was bleibt ist eine individuelle Strategie für jeden, in meinem Falle Swing-Trading, sprich nicht heute kaufen und in 20 Jahren verkaufen sondern die vielen Kursrücksetzer einer Aktie auf diesem langen Weg immer wieder zum Ausstieg und erneuten Einstieg zu nutzen. Statistisch liegt das Ergebnis dabei wohl mindestens bei der drei bis fünffachen Rendite auf 10 Jahre gesehen….

  36. Thomas said:

    „Selbst mit einer schlechten Anlagestrategie sollte man also mindestens 15 bis 20 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet haben, und das schaffts Du weder mit ETFs, Mischfonds oder Gold. Sinnvoll ist es meiner Meinung nach eher in diesen Zeiten mit Aktien Geld zu verdienen … “

    Wähle gerne einen anderen Zeitpunkt (oder eine andere Duellwaffe):

    Ich behaupte ebenfalls seit Jahren, dass man mit Aktien – letztendlich – mehr verdienen sollte als mit einem Tagesgeldkonto. Fakt ist dummerweise jedoch, dass seit 2000 der DAX von 8.100 bis heute auf 7.100 Punkte … dumm gelaufen … gefallen ist. Mit einem 2000 eröffneten Tagesgeldkonto oder noch schlimmer, mit 2000 erworbenen Bundesschatzbriefen oder einer Immobilie …

    Irgendetwas stimmt also an meiner gern vorgetragenen Behauptung nicht. Sicher, man kann in (Einzel-) Aktien investieren. Nur, wie bestimmt man den Zeitpunkt, an dem man feststellt, dass man Tulpenzwiebeln nicht essen kann, dass man neben einer *.com Internetadresse auch ein gut geführtes reales Geschäft benötigt um Geld zu schäffelen, dass Gold nur glänzt und sonst nichts tut?

    „Ob man mit Hilfe des Swingtradings systematisch eine Überrendite erwirtschaften kann, ist wissenschaftlich nicht erwiesen und umstritten. Vertreter der klassischen Finanzmarkttheorien (Effizienzmarkt-Hypothese, Random Walk) lehnen diese Vorstellung ab.“ (http://www.swing-trading.de/)

    Hört sich an wie: „Ein Experte unterscheidet sich von einem Laien dadurch, dass er wissenschaftlich exakt genau erklären kann, warum seine Prognose nicht eintrat.“

    Was hälst Du von ETF Dachfonds (Auch Morningstars findet, dass ETF Dachfonds für einen ETF basierten Fonds ein zu hohes TER habe – dieser Gedanke vernebelte jedoch lediglich meinen Blick aufs Wesentliche)? Arero glänzt durch geringe Kosten. Ethna ist trotz Kosten langfristig besser als jedes Tagesgeldkonto. Und insbesondere besser als Festgeld bei der Deutschen Bank! 🙂

    • Lars said:

      Moin Thomas, was soll ich sagen…ich habe zu ETF Dachfonds keine Meinung, außer das diese mich aus besagten Gründen nicht interessieren. Der Vergleich „Fakt ist dummerweise jedoch, dass seit 2000 der DAX von 8.100 bis heute auf 7.100 Punkte … dumm gelaufen … gefallen ist. Mit einem 2000 eröffneten Tagesgeldkonto oder noch schlimmer, mit 2000 erworbenen Bundesschatzbriefen oder einer Immobilie …“ hinkt etwas, denn kein vernünftiger Anleger hat in dieser Zeit in der zwei schwere Krisen die Finanzwelt erschüttert haben seine Aktien einfach liegen lassen. Behaupte ich jetzt mal einfach 🙂 zumindest wäre dies ein äußerst dummes Verhalten. Die Zeiten a la Kostolani in denen man Schlaftabletten nehmen soll etc. sind schon lange vorbei. Wer sich heute nicht aktiv um sein Geld kümmert verliert. So einfach ist das! Swing Trading hält mich flexibel und hat mir in den letzten drei Jahren Renditen von 113, 81 und 57 Prozent Gesamtrendite gebracht ;-). Also aus 10.000 Euro wurden 60.528,- Euro was über 500% Rendite entspricht, dafür brauchst Du mit deinem Dachfonds so 35 bis 50 Jahre 🙂

      Lass gut sein, die Diskussion bringt Dich nicht weiter, wir sind offenbar zwei komplett unterschiedliche Anlagetypen, das ist nicht böse gemeint und hat auch nichts mit „Wahl der Duellwaffen“ oder dergleichen zu tun. Ich habe eine aktienbasierte Strategie mit der ich sehr flexibel und erfolgreich bin und beschäftige mich somit auch nicht intensiv mit Fonds, ETFs, Gold etc. Das ist wie gesagt eher was für Leute die sich nicht mit Ihrem Geld beschäftigen wollen. Jeder muss für sich entscheiden welcher Anlegertyp er ist, ob er Zeit investieren möchte oder lieber seine Ruhe hat, und welche Renditen er anstrebt. Natürlich ist ein entspanntes Leben in Thailand auch ein absolut erstrebenswerter Plan!! 😉

  37. Thomas said:

    Sorry, dass ich nach einer langen Frage doch noch einen Kommentar habe:

    „Gold ist ja schon im Hinblick auf eine mögliche Inflation (Gerücht) massiv angestiegen, zu einer Zeit als noch Deflation das eigentliche Problem gewesen ist.“

    Ich habe mit Deiner Beschreibung ein erhebliches Problem:

    Gold befindet sich seit ca. 2000 (= ca. 10 Jahre) in einem, lediglich 2008 unterbrochenem, Aufwärtstrend – um nicht zu sagen Megatrend. Was soll sich daran in den nächsten Tagen ändern? Wird Indien kleiner? Ist es einem chinesischen Fälschungslabor gelungen, aus Stroh Gold herzustellen?

    Ich mag Gold nicht wirklich und sein Wert besteht eigentlich lediglich in seiner (dummerweise Jahrtausende alten) Wertschätzung – an sonsten braucht man es nicht.

    Etwas kurzfristiger gedacht: Anleihen/Bonds erlebten ein für mein Verständis ziemlich verrücktes (Allzeit-) Hoch etwa im September/Oktober 2010. Hohe Preise für Bonds = Spekulation auf DEFLATION/sinkende Zinsen. Der Goldpreis im September 2010? Der lief gerade von 1200 auf 1300 US$ um später im Jahr noch die 1400 US$ zu erklimmen. Wie spekuliert man eigentlich mit Gold auf DEFLATION?

    Obschon ich Gold nicht wirklich mag: Der „Megatrend“ ist ungebrochen. Soll es auf 1200 oder 1100 zurückfallen. Na und. Was passiert, wenn morgen die FED erklärt, die Zinsen müßten wegen 6% Inflation auf 8% angehoben werden? Es sähe schlecht für Aktien aus. Anleihen könnten interessant werden. Gold … irgendwo dazwischen … vom Megatrend her jedoch … dummerweise ein „MUSS MAN HABEN“ … leider (würde ich hinzufügen).

  38. Thomas said:

    Danke für das Einkürzen.

    „… dass eine vernünftige Swing-Trading-Strategie wesentlich effizienter ist.“

    Dazu eine Frage an Dich, die zunächst scheinbar nichts mit Gold oder Silber zu tun hat:

    Was hälst Du von ETF-DACHFONDS P (556167) als einen (sparplanfähigen) Mischfond?

    Ich selbst habe ca. 25 Jahre (gute) Erfahrungen mit Wertpapieren im Allgemeinen. Ich habe aber erst kürzlich (wieder) begonnen, mir ein Depot zusammenzustellen – allein aus Gründen der Altersvorsorge (da ich mit dieser Anlageform die besten, langfristigen Erfahrungen habe).

    Ursprünglich lautete mein Plan: Spare regelmäßig eine angemessene Summe in ETHNA-AKTIV E (764930) sowie 100 EUR/Monat in Silber. Wenn Silber fällt, Umstellen des Sparplans auf 100 EUR in Ethna und die genannte angemessene Summe in das nun fallende Silber. Und bei dann wieder steigendem Silber Sparplan erneut umstellen.

    Es scheiterte zunächst daran, dass mein Online-Broker ausschließlich Sparpläne auf ein Silber-Zertifikat mit „Quanto-Währungsabsicherung“ anbot. Auf Grund dieses Angebots hatte ich mich dann entschlossen, mir meinen Mischfond selbst zusammenzustellen – ohne Sparplan, da ich immer fand, dass genau die Fonds/ETFs, die mir gefielen, nicht als Sparplan angeboten wurden. Der schon genannte Goldminenfond sollte das „Silbersurrogat“ in meiner Mischfondidee spielen (= immer nur bei stark fallenden Kursen [nach-] kaufen).

    Erst vor wenigen Tagen habe ich entdeckt, dass mein Online-Broker nun doch einen ETC (OHNE Quanto!) auf Silber als Sparplan anbietet. Ich könnte nun meine ursprüngliche Altersversorgungsidee wieder aufgreifen … Ob das Silber, wie hier im Blog diskutiert, dabei in den nächsten Tagen, Wochen und evtl. auch Monaten weiter fällt … spielt gar KEINE Rolle bei meinen längerfristigen Überlegungen.

    Nur der Mischfond? … Ethna ist ok und habe ich schon lange als Tagesgeldersatz benutzt. Mir gefällt nur nicht, wie langsam er bei steigenden Aktienkursen selbst auf steigende Kursen kommt (Umschichten geschieht nicht vollständig).

    ARERO: Schön, kostengünstig, und eine nette Idee. Nur 60% Aktien, 25% Renten, 15% Rohstoffe – und das bei JEDER Marktlage? „Swing-Trading-Strategie“?

    ETF Dachfonds … In der ersten Wirtschaftskrise seiner Existenz, 2008, machte er … leichten Gewinn und steigt jetzt wie ein Aktien-ETF. Sieht eigentlich – zumindest in der ersten Krise seiner Existenz – ganz gut aus.

    a) Was hälst Du von ETF Dachfonds?
    b) Wenn ich selbst eine „vernünftige Swing-Trading-Strategie“ für meine/unsere Altervorsorge (würde es soweit möglich mit ETFs [incl. Renten-ETFs] umsetzen) verfolgen wollte (an Stelle eines offensichtlich vernünftig gemanagten Mischfonds), was würdest Du mir (an Stelle von ETF Dachfonds, oder auch Ethna oder auch Arero) empfehlen – rein strategisch? Ist das „Swingen“ dann auch besser als ein Mischfond?

    De facto kaufe ich z.Zt. für meine Zwecke (emerging markets) Anleihen-ETFs nicht weil sondern trotzdem sie fallen. Die Idee ist anti-zyklisch (ich will die ETFs ja in den nächsten ca. 15-20 Jahre nicht wieder verkaufen, also kaufe ich, wenn die Assett-Klasse fällt). Untet Swing-Trading verstehe ich dagegen, dass man sich zyklisch (jetzt Aktien oder Rohstoffe kaufen und — rechtzeitig — wieder verkaufen) verhalten sollte – grob so ähnlich wie der ETF Dachfonds funktioniert bzw. behauptet, zu funktionieren …

    Geht das auch für die Alterversorgung?

    Auf diesen Gedanken bin ich gestoßen, als ich Deinen letzten thread laß ( „Achtung bei Gold und Silber“ ? –> Altervorsorge ??? —> das wirft keine Rente/Coupons/Dividende ab!!! … gehört aber dennoch in ein „Altervorsorgedepot“ – imho) und würde mich über einen Kommentar von Dir dazu freuen.

    P.S. Meinen letzten größeren Aktienfondsparplan lößte ich nach 3 Jahren Ansparen mit ca. 30% Gewinn auf. Es stellte sich nachträglich heraus: Ich verkaufte „minutengenau“ auf dem Allzeithoch (sic!) dieses Fonds. In die Finanzkrise 2008/2009 ging ich dann „nicht investiert“ hinein. Ob ich das nächste mal wieder dieses „Bauchgefühl“ haben werde — allein der Glaube fehlt mir. Sich aufs Bauchgefühl zu verlassen, kann man, wenn man jünger ist … Anleihen machen mir immer noch keinen Spaß – mit der Zeit gewöhnt man sich aber an alles und die Cupons helfen einem doch ein bisschen beim Eingewöhnen 😉

    • Lars said:

      Wow, viel Text zu später Stunde 🙂 Ich möchte vorausschicken, das ich kein Anlageberater und Dir diesbezüglich leider auch nicht viel sagen kann. Grundsätzlich muss jeder Anleger die für sich richtige Strategie entwickeln die ihn zufrieden stellt und mit der er entsprechende Erfolge erzielen kann. Diese zu finden ist oftmals ein jahrelanger Prozess, der unter Umständen erstmal von Mißerfolgen begleitet wird. Mit Swing-Trading- Strategie ist in meinem Falle also gemeint, dass ich mich zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Märkten bewege. Das Timing ist dabei ganz entscheidend und gilt für alle Anlageklassen wie Aktien, Gold, Rohstoffe allgemein, Anleihen etc. Die Finanzmärkte bewegen sich seit Menschengedenken in gewissen, immer wiederkehrenden Zyklen, wobei ein antizyklischer Einstieg gegen Ende eines entsprechenden Trends hier nicht schaden kann.

      Zu Mischfonds habe ich eher eine negative Meinung weil diese in der Hausse nicht entsprechend steigen hingegen in der Baisse aber meistens genauso fallen wie alles andere. Hinzu kommen noch die relativ hohen Gebühren die die Rendite zusätzlich schmälern. Für mich also eher nix!

      Bei Gold ist das ähnlich, langfristig über einen Zeitraum von 20 – 30 Jahren wird dies immer steigen. Die Frage ist nur ob man mit der Rendite auf Dauer glücklich wird. Für mich ist Gold eher was für Menschen die genug Geld haben, keinen Stress mit Ihrem Vermögen haben wollen und sich nicht mit anderen Anlageklassen beschäftigen wollen. Aktien sind in den letzten zwei Jahren teilweise um hundert oder mehr Prozent gestiegen. Selbst mit einer schlechten Anlagestrategie sollte man also mindestens 15 bis 20 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet haben, und das schaffts Du weder mit ETFs, Mischfonds oder Gold. Sinnvoll ist es meiner Meinung nach eher in diesen Zeiten mit Aktien Geld zu verdienen un einen Teil der Gewinne nach diesem Zyklus besipielsweise in Gold zu stecken.

  39. Thomas said:

    Genau genommen habe ich keine Lust … aber ich kann Gründe nennen, warum ich das Unternehmen namentlich erwähnte:

    Es wurde mal im September 2010 vom Aktionär besprochen:

    „Der Silberpreis habe kürzlich die wichtige Marke von 20 USD überwunden. Dies sei auch für Silvercrest Mines positiv, denn die Gesellschaft vollziehe aktuell den Wandel vom Explorer hin zum Produzenten. So sei in der letzten Woche die Produktion beim Vorzeigeprojekt Santa Elena aufgenommen worden. Bis Ende 2010 wolle das Unternehmen die volle Förderkapazität erreicht haben. Das Management plane eine jährliche Förderung von rund 600.000 Unzen Silber und 35.000 Unzen Gold. Dabei sollten die Produktionskosten bei unter 375 USD je Unze Goldäquivalent liegen.“

    Seit September letzten Jahres beobachte ich den Wert. Sch… dass ich nicht im September … Nein, im Ernst, das ist/war ein Explorer, der inzwischen Gold und Silber gefunden hat und mit dem Fördern beginnt bzw. begonnen hat. Das geschätzte KGVe 2011(Schätzung der comdirect von heute) von 5.7 ist für einen Minenwert (Kurs-GEWINN-Ve trotz schon statt-gehabter Kursverdopplung seit September) … traumhaft(?).

    Kannst Du ein paar Minenwerte mit einem KGVe 2011 von unter 10 hier mal benennen? Da die selten sind: Eine derartige Liste wurde mich interessieren! 🙂 😉

    … P.S.: Ich halte eigentlich einzelne Minenaktien für viel zu gefährlich (habe nur einen Goldminenfond). Bei so etwas wie dem genannten Einzelwert … sollte sie mal wieder unter einem Euro liegen … ich denke, ich lege mir dann tatsächlich mal so 2-3000 ins Depot, als langfristige Anlage und nur um mal zu sehen, wie sich so was sich über 10 bis 15 Jahre entwickelt. Eine Empfehlung sollte daraus aber nicht abgeleitet werden. Mit dem Goldminenfond (tatsächlich in meinem Depot) plus 2-3000 Silvercrest Aktien wäre mein Depot mit zusätzlichem Silber-ETC-Sparplan jedoch viel zu Edelmetall-haltig/-lastig… Stehe da im Augenblick wie Du auch mehr auf Aktien 🙂

    • Lars said:

      Vielen Dank für Deine Einschätzung, ich habe das Zitat etwas gekürzt, da der Aktionär bekannt dafür ist gerne und schnell mal eine Abmahnung zu verschicken 😉 scheint ein nettes Zusatzgeschäft zu sein. Die Bewertung der Aktie habe ich gesehen und war selber etwas verwundert. Wenn dies also auch durch Zahlen untermauert wird ist Silvercrest ein interessanter Wert. Generell mache ich eigentlich gar nichts mit Explorationsunternehmen, genauso wie mit Biotechs. Zu undurchsichtig und zu viel Gezocke und Gepushe. Wir kennen das alle, und gerade in diesem Segment wird gerne mal „Pump an Dump“ gespielt. Aber ich packe mir Silvercrest mal in die Watchlist und beobachte den Wert. Ob man einen solchen Wert auf 10 bis 15 Jahre sehen kann weiß ich ehrlich gesagt nicht, das würde ich wenn überhaupt nur bei Blue Chips so sehen, aber auch da hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine vernünftige Swing-Trading-Strategie wesentlich effizienter ist.

  40. Thomas said:

    „Kleinanleger kurzfristig Sinn“ … In meinem Depot gingen eigentlich alle Anlageklassen (incl. des Goldminenfonds) so um ca. 5-10% kurzfristig zurück … Konsolidierung von Aktien über Anleihen, Rohöl (habe selbst Erdgas, kein Rohöl) und Gold.

    Etwas mittelfristiger bis Jahresende: Ich denke, dass Gold seitwärts geht oder doch noch etwas anzieht (Schlagwörter Portugal, Spanien, Italien, Domino, QE3!). Unter den beiden „Fußkranken“ US$ und EU schätze ich bis zum Jahresende doch den EU etwas höher (so dass Quanto bei dieser Einschätzung Sinn machen würde: Quanto ist aber nichts anderes als eine zusätzliche Währungsspekulation, die ich beim Kauf von Rohstoffen nicht eingehen möchte. Warum das von den Verkäufern wohl immer „Währungsabsicherung“ genannt wird …???). Ist evtl. nur EU-Patriotismus?!

    Aktien (und Rohstoffe) werden wohl besser als Anleihen laufen … Aktien vs. Gold/Rohstoffe?! Kann sein, dass der DAX Gold in Dollar schlägt. Wenn die Wirtschaft boomt (wie von Dir und mir unterstellt) und Inflation kommt, sollte aber Silber den DAX schlagen können, da es nicht nur der kleine Bruder vom Gold, sondern auch ein Industriemetall ist.

    Ein kurzfristiges Rücksetzen des Silbers auf 20 bis 23 US$ will ich auch nicht ausschließen. Und dann? Spätestens dann setze ich die Sparquote des (nicht-Quanto) Silber ETCs in meinem Sparplan hoch … und eventuell kaufe ich mir dann endlich Silvercrest Mining (WKN: 812948) für unter 1 EU 😉

    • Lars said:

      Warum ausgerechnet Silvercrest Mining? Hast Du Lust hier mal Deine Einschätzung zu dem Unternehmen zu veröffentlichen?

    • Lars said:

      noch ein kleiner Nachtrag aus dem heutigen Steffens Daily Newsletter zum Thema: „Sollte nicht gerade der Goldpreis, wenn die Hinweise auf eine Inflation in den USA zunehmen, weiter ansteigen? Im Prinzip schon. Die Frage ist nur, ob nicht auch hier eine alte Börsenweisheit gilt: Buy the rumors, sell the facts (Kauf die Gerüchte, verkaufe die Fakten). Gold ist ja schon im Hinblick auf eine mögliche Inflation (Gerücht) massiv angestiegen, zu einer Zeit als noch Deflation das eigentliche Problem gewesen ist. Es kann nun sein, dass das Eintreten der Fakten (Inflation) dazu führt, dass Gold verkauft wird. Vielleicht auch mit dem Hintergrund, dass der Aktienmarkt im Falle einer Inflation auch eine interessante Anlage ist. Oder aber, weil mit der Inflation aus Sicht der US-Anleger die Emerging-Markets – sprich Fremdwährungen- interessant werden.“

  41. Thomas said:

    1. „– auf einen sehr kritischem Niveau.“ Im Deutschen geht das genau umgekehrt: auf eineM sehr kritischeN Niveau.

    2. In der Analyse ist nicht berücksichtigt, dass Inflation (insbesondere in den USA – QE2 etc.) droht. Inflation sollte per se den Dollarpreis des Goldes weiter nach oben treiben. Den Goldpreis in Euro umzurechnen, ebenfalls für „Quanto-Strategien“ Quantogebühren zu bezahlen, halte ich für wenig hilfreich. Gold hat einen Wert X, X sind in Dollar heute Y, in Euro heute Z und in Yen heute A. Der Wert X von Gold hat nix mit dem Umrechnungskurs von Euro, Dollar, etc. zu tun.

    • Lars said:

      Hallo Thomas,

      zu 1: hab ich natürlich gleich geändert 🙂 sorry war mein Fehler
      zu2: ja natürlich kommt die Inflation, aber diese dürfte wohl auch zu einem gewissen Grad im Goldpreis schon eingepreist gewesen sein, und nun stellt man fest, dass diese doch nicht so groß ist wie befürchtet. Zumindest momentan noch nicht! Der „Einkaufskurs“ des Goldes, so man denn welches besitzt, differiert je nachdem in welcher Währung gekauft wurde hingegen schon, und das teilweise deutlich. Gold hat immer einen gewissen Wert in seiner Funktion als „Aufbewahrungsmittel“ da sind wir uns einig.

      Die Frage ist ja eher die was für den Kleinanleger kurzfristig Sinn macht, der sein Vermögen schützen will und noch nichts von Quanto-Strategien gehört hat. Im Falle einer deutlich anziehenden Inflation hier in Deutschland werden auch die Aktienkurse davon profitieren, und das wohl in einem sehr deutlichen Ausmaß. Gold wird wohl erst dann wieder richtig interessant wenn die Aktien dann irgendwann nicht mehr laufen, und bis dahin gehe ich eher von einem stagnierenden Goldpreis aus. 😉

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