Die DAX Schwäche geht weiter und das Jahr neigt sich – Zeit für etwas Muße

Man muss sich das einmal in Erinnerung rufen. Am 08.07.2011 – dem Höhepunkt des Marktes im Sommer – notierte der S&P500 bei 1360 und der DAX bei 7500. Heute der S&P500 bei 1240 und der DAX bei 5750.

Das ist beim S&P ein Minus von 8,8% und beim DAX von – halten Sie sich fest – 23,3 % ! Und dabei ist die Rechnung noch in Heimatwährung. Hätte man im Sommer von einem Eurokonto den S&P 500 gekauft, wäre die Differenz noch eklatanter, weil das Minus des S&P500 noch kleiner wäre.

Innerhalb von 5 Monaten hat der DAX also gegenüber dem S&P in Euro relativ ca. 20% oder absolut grob 1000 Punkte verloren ! Ehrlich gesagt, eine derartige Divergenz zwischen dem DAX und den US Indizes in so kurzer Zeit habe ich noch nicht erlebt. Und wer im DAX war, kann sich ja noch glücklich schätzen, im CAC und anderen europäischen Indizes sieht es ja noch schlimmer aus.

Und auch heute geht es gnadenlos so weiter, DAX im Minus, S&P500 im Plus. Alle Aktien in Deutschland, auch die Nebenwerte, fühlen sich wie ein nasser Sack an, ein Sack der zwar auch nicht mehr stark fallen kann weil er schon labbrig am Boden liegt, aber eben auch keinerlei Leben mehr in sich trägt.

Was wir gesehen haben und heute wieder sehen, sind die unmittelbaren Auswirkungen des Vertrauensverlustes von Europa an den Märkten. Was letzte Woche beschlossen wurde ist zwar langfristig richtig, löst aber kurzfristig wenig und bedeutet kurzfristig sogar weitere wirtschaftliche Bremsspuren bedingt durch die Sparmassnahmen.

Wir können uns also darauf einrichten, dass uns dieser nervige Markt ohne klare Richtung noch bis in 2012 begleitet. Und auch Anfang 2012 werden wir wohl wieder diese Spreizung haben – zwischen einem Amerika dessen Wirtschaftsdaten langsam wieder nach oben zeigen und einem Europa, dass in den Seilen hängt.

Heute Abend gegen 20.15 Uhr wird mit der FED der letzte für mich absehbare, grössere Katalysator vor dem Jahresende kommen. In meinen Augen hat der Markt damit die letzte Chance noch einen richtigen Sprung zu machen. Danach wird das Handelsvolumen langsam austrocknen. In der Woche vor Weihnachten wird es schon ruhig werden und über den Jahreswechsel passiert dann sowieso nichts mehr. Diese Ruhe, in der auch die Ratingagenturen mal Weihnachten feiern und keine Schlagzeilen mehr produzieren, birgt bei selektiven ausgebomten Titeln im DAX (ala Rheinmetall) durchaus die Chance, dass diese an den ruhigen Tagen ein paar Prozent hoch laufen, weil sie von privaten Schnäppchenjägern über den Jahreswechsel gekauft werden. Aber mehr sollte man in meinen Augen nicht mehr erwarten.

Denn wenn der Markt es diese Woche nicht mehr schafft zu einem Sprung anzusetzen, kann man das Jahr wohl abhaken. Mit einem Auge muss man trotzdem wachsam bleiben, denn das Thema Iran schwebt weiter über unseren Köpfen und Feiertage sind da aus militärtaktischen Gründen eher Risikotage, als Tage der Ruhe.

Auch für mich hatte 2011 eine sehr schwierige zweite Jahreshälfte. Gegenüber dem oben genannten 08.07.11 habe ich aktuell – über alle Depots hinweg – gerade einmal 1% verloren. Damit muss ich mich nicht verstecken, zumal wenn der Heimatmarkt um mehr als 20% abstürzt. Aber ein Verlust ist es trotzdem und letztlich hatte man im zweiten Halbjahr viel Arbeit, viel Energieaufwand und am Ende trotzdem kein Ergebnis. Es gab definitiv bessere Jahre. Hoffen wir, dass 2012 uns positiv überrascht. In Anbetracht des extrem negativen Konsens mit Blick auf 2012, ist das durchaus möglich.

Meine Beiträge werden hier nach dieser Woche nun auch spärlicher werden, denn wenn der Markt diese Woche nicht zum Sprung ansetzt, stelle ich die meisten meiner Positionen glatt und habe dann endlich mal wieder Zeit, mit meinem kleinen Sohn auch in der Woche am Nachmittag einen Ausflug zu machen. Er möchte gerne schwimmen und tauchen lernen, da hat Papa doch mal eine schöne Aufgabe.

Darauf freue ich mich ! Wenn der Markt einem keine Freude macht, sollte man sich diese woanders suchen. (HS)

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26 Comments

  1. Ramsi said:

    Hari, warum sollte ich nicht nur den DAX als Maßstab nehmen, wenn ich z.B. in Barrick engagiert war? Ich hatte mir ja gerade Barrick ausgesucht, weil ich mit einer weiteren negativen Entwicklung des DAX rechnete. Generell fokussiere ich mich auf deutsche Unternehmen. Wenn ich also so eine Aktie kaufe, dann eigentlich mit der Intention, die negativen Wachstumsraten des Index auszusparen. Ich habe insgesamt aber schon verstanden, was du meintest. Ich wollte bloß nochmal auf diese Kleinigkeit zu sprechen kommen.

    • Hari Seldon said:

      @ Ramsi, natürlich kannst Du das. Was der für Dich richtige Massstab ist, kannst nur Du selber wissen, es gibt dazu keine objektive Regel. Ich denke was ich sagen wollte hast Du verstanden. Da so ein Massstab nur dazu dient unsere Leistung vor uns selber zu prüfen, ist es sehr wichtig dass man sich Gedanken dazu macht was ein guter Massstab ist. Letztlich geht es ja darum zu erkennen, ob unsere Arbeit und unser Handlung einen Mehrwert gegenüber den Märkten geschaffen hat, der überhaupt erst rechtfertigt, dass wir unsere Zeit damit verbringen.

  2. Hari Seldon said:

    @ Phil, genau so wie Du es sagst habe ich es auch gemeint. Was „bedeutend“ ist, ist immer relativ. Die absolute Höhe war nicht mein Thema.

    Meine Aussage ist ja auch nur deshalb richtig, weil das Gefühl der „Bedeutung“ die entsprechenden psychologischen Effekte bei uns Menschen auslöst. Und die machen Erfolg an den Märkten um so schwerer.

    Für einen Madoff war es sicher völlig wurscht, wenn er bei einem Deal mal eben 2 Millionen verloren hätte. Und Oma Büllerbeck würde den Herzkasper bekommen, wenn die mühsam für die Enkel zusammen gesparten 10T€ weg sind.

    Genau deswegen kann man aber die Anlage der 2 Millionen von Madoff nicht mit den 10 T€ der Oma vergleichen. Die 10 T€ erfolgreich anzulegen ist viel schwieriger, weil deren Verlust viel schmerzhafter wäre.

  3. Phil said:

    @Hari:

    „Und genau deshalb ist es so schwer, wenn man bedeutendes Geld an den Märkten hat. Und deshalb sagen auch Performance-Zahlen nichts aus, wenn man nicht weiss ob der andere mit “Spielgeld” bzw “fremdem Geld” operiert oder mit bedeutendem, eigenem Vermögen. Letzteres stellt erheblich höhere Anforderungen und hat viel tiefere Fallstricke. Und wer es schafft mit einem bedeutendem Depot (nicht mit Spielgeld, das nicht schmerzt bei Velust) permanent den Markt zu schlagen kann darauf ausserordentlich stolz sein, 90% der Menschheit schafft genau das nicht auf Dauer. Und die Gründe dafür liegen in unserer Psychologie begründet.“

    Du hast recht, wenn du sagst, dass es einen Unterschied ist, ob man mit „bedeutendem“ eigenem Geld oder z.B. fremdem Geld an den Märkten unterwegs ist. Allerdings scheint mir deine Aussage viel zu sehr auf die absolute Höhe dieses „bedeutenden“ Geldes anzuspielen (korrigiere mich wenn ich dich da falsch verstehe). Ich möchte jedoch ganz stark dafür plädieren, auch hierbei eine relative Sicht einzunehmen. Was für den einen ein „bedeutendes eigenes Vermögen“ darstellt, ist vielleicht für den anderen nur Spielgeld…

    Was zählt ist nicht die absolute Höhe, sondern die relative Bedeutung für den Einzelnen.

    • Lars said:

      Das kann ich so unterstreichen Phil, es zählt eben die Bedeutung des zur Verfügung stehenden Betrages und natürlich die Relation zum Gesamtvermögen. Ich hatte Hari auch so verstanden. Nach meiner Meinung sollte man hier noch einen Punkt ergänzen…Es ist sicherlich ein himmelweiter Unterschied ob man mit Trading versucht sich lediglich die „Goodies“ des Lebens zu finanzieren, oder davon leben muss, oder kann.

      Da bekommt dann die absolute Performance die sich in dem reinen Geldbetrag der erwirtschaftet wurde ausdrückt nochmal eine ganz andere Qualität…Somit ist die absolute Höhe sicherlich schon für einige Menschen sehr relevant, auch wenn das eine Minderheit sein mag 😉

  4. Ramsi said:

    Hari, dann hoffe ich mal, dass ich eines Tages in die Fußstapfen von Luke Skywalker treten kann 😀

    „Aber ganz emotionslos kann man in diesen Tagen doch gar nicht sein!?“

    Warum kann man das nicht? Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Vorstellungen davon, wann wir mit unserem Handeln zufrieden sein können. Ich betrachte meine Performance nicht absolut in Geld, sondern als Differenz zwischen der Performance meines Depots und der des Darth Market 😀 (Dax). Wenn ich deutlich besser performed habe, dann darf das unterm Strich auch mal 0 % oder 1 % bedeuten.
    Ich empfinde ungeachtet meiner Performance keinen Frust, wenn meine mir selbst erdachte Strategie aufzugehen scheint. Wenn für dich allerdings unterm Strich der absolute Nettogewinn als alleiniges Merkmal für Erfolg gilt, so kann ich mir schon vorstellen, dass dich in diesem Markt der Frust packt.

    • Hari Seldon said:

      Also ich teile Ramsis Sicht auf Erfolg und Misserfolg uneingeschränkt. Meistens gelingt es mir so eine ruhige Haltung und Gelassenheit zu wahren, aber auch ich werde von Darth Market manchmal aus dem Gleichgewicht gebracht. Es ist aber wichtig schnell wieder seine Mitte zu finden.

      Viele erfolgreiche Trader eint übrigens eine Überzeugung: wer in den Markt geht um „Geld zu machen“ – sprich wer seinen Erfolg alleine an den Dollars misst die herausspringen – wird unweigerlich scheiten. Denn dieser Typus wird – wenn es mal nicht so läuft was immer wieder passiert – es „zwingen“ wollen und sich dabei garantiert erst so richtig in Probleme bringen.

      Wer sich aber vor allem darum kümmert „gut“ zu traden, sprich seine Hausaufgaben zu machen und seine Setups sauber und diszipliniert zu spielen, und sich wenig um die Höhe der Gewinne dabei kümmert, bei dem wird sich der Erfolg von alleine einstellen. Erfolg an den Märkten ist keine Kunst und kein Zufall, sondern primär das Ergebnis von Fleiss, Disziplin und rationalen, disziplinierten Entscheidungen.

      Und genau deshalb ist es so schwer, wenn man bedeutendes Geld an den Märkten hat. Und deshalb sagen auch Performance-Zahlen nichts aus, wenn man nicht weiss ob der andere mit „Spielgeld“ bzw „fremdem Geld“ operiert oder mit bedeutendem, eigenem Vermögen. Letzteres stellt erheblich höhere Anforderungen und hat viel tiefere Fallstricke. Und wer es schafft mit einem bedeutendem Depot (nicht mit Spielgeld, das nicht schmerzt bei Velust) permanent den Markt zu schlagen kann darauf ausserordentlich stolz sein, 90% der Menschheit schafft genau das nicht auf Dauer. Und die Gründe dafür liegen in unserer Psychologie begründet.

      • Hari Seldon said:

        PS: Ramsi: wenn Du Dich mit einem Index vergleichst, ist es aber auch wichtig, dass es ein passender Vergleich ist. Wenn man in internationalen Aktien unterwegs ist – und ich weiss ja dass Du zb in Barrick unterwegs warst – kann man nicht nur den DAX nehmen, das produziert dann unpassende Vergleiche mit denen man sich etwas vorgaukelt, zumal es Währungseffekte negiert.

        Ich zb bin in der Regel zu ähnlichen Teilen im amerikanischen und europäischen Markt unterwegs. Aktien aus Asien sind grosse Ausnahme und dann in der Regel nur ETFs. Die ignoriere ich also. Ein für mich fairer und noch hinreichend praktikabler Masstab ist daher der Durchschnitt aus S&P500 und DAX. Sprich ich darf mich seit Juli nicht mit den mehr als 20% Minus im DAX vergleichen, sondern muss die ca. 12% Minus nehmen, die bei dem Durchschnitt ungefähr herauskommen, wenn man den S&P500 in Euro betrachtet.

        Solche Vergleich sind ja auch nur für einen selber und nicht für die Aussenwelt, weil es eben keinen absolut objektiven Massstab gibt. Der beste Massstab ist aber zweifellos der Markt selber, nur WAS der Markt ist, das muss man erst einmal für sich definieren.

  5. Matthew said:

    Ach ja und noch was, mein Unwort des Jahres:

    Ratingagentur!

    I moags nimmer hören!

  6. Matthew said:

    Zu Ramsi:

    „Frust und Agressionen sind in meinen Augen verschwendete Lebenszeit. Die Situation nehmen wie sie ist und kalt und rational das Beste drauß machen. Das ist glaube ich der cleverste Weg“

    Hinsichtlich des Wortes Agression stimme ich Dir vollkommen zu!

    Aber ganz emotionslos kann man in diesen Tagen doch gar nicht sein!?

    Und damit meine ich nicht nur die Entwicklung meines kleinen unbedeutenden Depots, sondern allgemein die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes und Europas!

    Und auch wenn Frust kein schönes Gefühl ist, wie kann man denn bei diesem groben Versagen seitens der Politik rational und neutral bleiben?

    So finster hab ich bisher auf jeden Fall noch nicht in ein neues Jahr geblickt und es hat ja in diesem Leben, ja dann doch schon so einige Katastrophen gegeben.

    Mein, ich gebe es zu, sehr ehrgeiziger Vorsatz für 2012 ist, häufiger an den Baggersee zu fahren und dem lieben Gott die Zeit zu stehlen!

    Euch allen eine weiterhin hoffentlich entspannte Weihnachtszeit!

    Wenns nicht anders ist, lächle ich halt!

  7. deathproof said:

    lol, tolle posting hari ^^
    aber es ist wirklich so, das in dieser schwierigen umfeld schwer ist, die richtigen wertvollen perlen zu bekommen.
    noch bin ich auf positiver seite (über 10%)

  8. Hari Seldon said:

    @ Ramsi:

    Ein Kommentar meinerseits dazu mit einem Schmunzeln, da gerade SWTOR Online gegangen ist:

    Zitat von Dir: „Frust und Agressionen sind in meinen Augen verschwendete Lebenszeit. Die Situation nehmen wie sie ist und kalt und rational das Beste drauß machen. Das ist glaube ich der cleverste Weg“

    Um meine Antwort mal mit Yoda zu sagen:

    Yoda: „Aber hüte dich… Furcht… Zorn… Aggressive Gefühle, die dunkle Seite der Macht sind sie. Begibst du dich auf diesen Pfad einmal, für immer wird beherrscht davon dein Schicksal.“

    Du siehst, Du bist also scheinbar auf dem Pfad der Jedi, und der ist auch für das Trading der Richtige, davon bin ich zutiefst überzeugt. Deine Performance diesen Herbst zeigt es ja auch.

    Aber es ist trotzdem schwierig auf diesem Pfad zu bleiben, immer wenn man glaubt man hätte sein Gleichgewicht gefunden, dann hat der Sith-Lord „Darth Market“ wieder einen Trick parat der einen ins Wackeln bringt. Also bleib wachsam und möge die Macht mit Dir sein !

  9. Ramsi said:

    Lars, ich rede ja nicht von einer entspannten Haltung, sondern von einer distanzierten Betrachtung zu jeder Zeit. Was interessiert es mich ob die VW Vorzüge in 3 Monaten bei 60, 120 oder 180 Euronen stehen, solange meine Einschätzung die Richtige war. Mein letzter Zug dieses Jahr war long und das war falsch. Pech. Man kann nicht immer richtig liegen. Die Gesamtbilanz zählt. Und gerade die Berücksichtigung dieses totalen Ausverkaufs schließt mein Reden von Rationalität doch ein. Ich lese in diversen Foren etwas von Jahresendrallye als wenn es eine Selbstverständlichkeit sei, dass diese doch kommen müsse. Ihr habt geschrieben, dass heute der letzte Tag sei, um nochmal etwas Kraft in Richtung Rallye zu demonstrieren. Das Hoch heute wurde nachmittags gnadenlos abverkauft. Eine deutliche Nachricht, denke ich.

    • Lars said:

      Guten Morgen Ramsi, vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden oder hinein gedeutet… Nein, man kann nicht immer richtig liegen, wohl wahr! Man muss in diesem Markt aber unbedingt vermeiden richtig falsch zu liegen, wollte ich sagen. Auch ich war in der zweiten Jahreshälfte fünf mal long und haben den Einstieg jedes Mal gut erwischt. Am Ende ist es mir aber nicht gelungen die Gewinne anständig fest zu halten, da ich von einem anderen Szenario überzeugt war als dem dass dann jeweils eingetreten ist. Ich denke damit bin ich nicht alleine 🙂 Letztlich gehe ich mit einem kleinen Gewinn aus einem sehr intensiven und anstrengenden Börsenjahr. Damit habe ich die Indizes locker geschlagen, kann aber für den geleisteten Aufwand nicht wirklich damit zufrieden sein.

      Und natürlich kann ich auch nur begrenzt rational damit umgehen, auch wenn ich mich eher zu den hart gesottenen Anlegern/Tradern zähle. Letztlich hast Du Recht, man muss es nehmen wie es kommt, und zur richtigen Zeit dann da sein wenn es wieder aufwärts geht. Das habe ich fünfmal gemacht und werde diese Strategie auch weiter verfolgen. Ebenso wie ich konsequent wieder auflöse wenn der Markt gegen mich läuft. Das Jahr 2012 wird aller Voraussicht nach ähnlich spannend wie dieses…In jedem Falle freue ich mich schon jetzt auf die vielen spannenden Diskussionen die wir auch in 2012 hier führen werden.

      Ich wünsche Euch allen heute erst einmal einen fröhlichen Hexensabbat mit einem positiven Wochenausklang! Für mich persönlich fällt heute wohl die Entscheidung ob ich über die Feiertage investiert bleibe oder nicht.

      viele Grüße, Lars

  10. Ramsi said:

    Ich habe mir Emotionalität abgewöhnt soweit es möglich ist. Ob mein Depot jetzt 100 oder 110 Goldtalerchen wert ist, juckt mich mittlerweile nicht mehr die Bohne. Ich schaue auf die mittelfristige Performance. Seit der Dax im Sommer seine Talfahrt angetreten hat, hat er grob geschätzt 20% verloren. In derselben Zeit habe ich deutlich über 10% Plus generiert. Zwar haben mich die letzten Tage auch nochmal gehörig bluten lassen, aber insgesamt kann ich ganz zufrieden sein, denke ich. Frust und Agressionen sind in meinen Augen verschwendete Lebenszeit. Die Situation nehmen wie sie ist und kalt und rational das Beste drauß machen. Das ist glaube ich der cleverste Weg

    • Lars said:

      „Und das zweite Halbjahr 2011 war genauso wie es Mr. Seldon beschrieben hat, man hat viel mehr Energie in den Markt gesteckt, mehr gelesen, zu viel oder zu wenig gehandelt, man hat sich geärgert und immer wieder kamen die Punkte, wo man eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte, mit dem Ergebnis, daß diese ganze Kraftanstrengung sich aber auch sowas von nicht gelohnt hat. Und das hab ich noch nett ausgedrückt!“ da hat Matthew mir aus der Seele gesprochen. Es ist eben auch für alte Hasen nicht unbedingt leicht in einem solchen Markt, und letztlich sollte der Aufwand ja irgendwie auch in einem gesunden Verhältnis zum Ertrag stehen, sonst leg ich mich lieber im Sommer an den Baggersee, oder verbringe Zeit mit meiner Familie.

      „Frust und Agressionen sind in meinen Augen verschwendete Lebenszeit. Die Situation nehmen wie sie ist und kalt und rational das Beste daraus machen.“ Grundsätzlich ein guter Ansatz aber in solchen Märkten unter Umständen auch sehr gefährlich. Sollte der Markt wider erwarten hier nicht drehen ist auch nochmal ein totaler Ausverkauf möglich. Und dann ist eine zu entspannte Haltung mit Sicherheit tödlich. Letztlich bleibt also nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Man muss das Spiel mitspielen, ob man will oder nicht. Soll heißen wenn kritische Marken erreicht werden muss man einfach vorsichtiger werden sonst kann das Depot auch morgen nur noch 70 oder gar 50 Goldtalerchen wert sein 😉

      Ich würde ja gerne sagen dass es für heute aber ganz gut aussieht und der Markt eine Stabilisierung hin bekommen könnte, aber so sicher bin ich mir da langsam auch nicht mehr…

  11. Matthew said:

    Tach!

    Bei 5675 lag das 61,8% Fibo Retracement, welches gestern abgearbeitet wurde und häufig einen zuverlässigen Rebound-Boden darstellt.

    Von daher liegt an diesem Punkt nun eine Chance, daß der Dax dann doch noch nach oben ausbrechen kann und wir zu einem halbwegs versöhnlichen Jahresende kommen könnten. Nach der reinen Charttechnik ist die Wahrscheinlichkeit wie Mr. Seldon beschrieben hat recht hoch!

    Aber! Eben! Das ist nur Charttechnik!

    Zu dem ist am Freitag Verfallstag, was dann zu dem ein positiver Verstärker sein könnte. Gleichzeitig kann der Freitag aber eben auch den negativen Fall verstärken?!

    Dieses positive Szenario spiele ich dann im Moment, sollte sich dann heute jedoch keine Dynamik mehr entwickeln, na dann werd auch ich meine Aktivitäten zum Jahresende eben auch einstellen!

    Vielleicht sehen wir ja dann auch noch den Jahresendcrash!?

    Und das zweite Halbjahr 2011 war genauso wie es Mr. Seldon beschrieben hat, man hat viel mehr Energie in den Markt gesteckt, mehr gelesen, zu viel oder zu wenig gehandelt, man hat sich geärgert und immer wieder kamen die Punkte, wo man eigentlich überhaupt keine Lust mehr hatte, mit dem Ergebnis, daß diese ganze Kraftanstrengung sich aber auch sowas von nicht gelohnt hat. Und das hab ich noch nett ausgedrückt!

    Und der Trost, wir hatten die Diskussion ja hier schon mal, daß ich besser als der Dax bin, ist auch nur ein geringer!

    Heute Abend gehts dann auf die Weihnachtsfeier und ich hoffe, daß der heutige Tag meine Vorfreude ein bißchen steigert!

    Euch allen starke Nerven!

  12. Hari Seldon said:

    Donnerstag 08:53 Uhr vor Handelseröffnung: WENN der Markt diese Woche noch einen Sprung nach oben macht, dann heute. Und zwar rein aus Markttechnik. Wir sind dermassen überverkauft und das Nachrichtenbild sieht wieder dermassen düster aus, dass wir gestern so etwas wie Kapitulation gesehen haben.

    Heute haben wir eine 80% Chance darauf, dass es nach oben geht. Leider sind die 20% das Risiko eines Crashartigen Absturzes. Denn mit einem weiteren ruhigen bröseln nach unten rechne ich heute nicht mehr. Nun heisst es: TOP oder FLOP !

    Viel Erfolg allen heute

  13. tom said:

    mal was anderes… es ist schade das alle beiträge erst paar std. später freigeben werden! wieso?! deswegen werden auch keine beiträge kommentiert… ;((( oder bzw. nur ewig später…. schade!

    • Hari Seldon said:

      Das geht nicht anders Tom. Wir haben ja auch noch ein Leben und schauen gerade Abends nicht alle Minuten rein. Und ganz freigeben geht auch nicht, dafür kommt zuviel Spam rein, gerade sind wieder 7 Spam Kommentare im Papierkorb, von der rechtlichen Haftung für Inhalte mal ganz abgesehen.

      Sobald wir aber unsere Erweiterung hier machen, werden wir schauen, dass wir Software installieren, mit der erfahrene Mitglieder die entsprechenden Status haben, dann selektiv freigeschaltet werden können. Im Moment geht es nur alle oder keiner. Etwas Geduld also bitte noch.

  14. tom said:

    hallo zusammen, denkt ihr wirklich cb wird steigen bei dem umfeld?! ich bin gestern raus… denke die allgemeine stimmung ist mies! u cb wird sich dem trend nicht entziehen können…oder was meint ihr?! gruss

  15. mjung said:

    bin gerade auch etwas erstaunt. heute morgen ging es ja noch dezent nach unten. hat sich irgendwas an der nachrichtenlage geändert, was ich gerade übersehe?
    oder einfach nur das kaufinteresse bei 1,17?

    • Lars said:

      Bei der CoBa kann man ja nur noch vermuten was den Kurs bewegt…aber ich denke es ist die Tatsache das der SoFFin ohne Zwangskapitalisierung von Banken wiederbelebt werden soll. Das heißt die Gefahr einer entsprechend erzwungenen Staatsbeteiligung oder gar Komplettübernahme ist erst einmal vom Tisch. zudem noch… „Laufende Gespräche der zweitgrößten deutschen Bank mit der Regierung über Staatshilfen waren vom Finanzministerium allerdings lediglich als „Informationsaustausch“ bezeichnet worden.“

      http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/0,2828,803732,00.html

      • Lars said:

        Nochwas…die Commerzbank setzt den Plan konsequent um und konnte dabei ein besseres Ergebnis erzielen als zu erwarten war. Die Commerzbank AG hat heute ihre Maßnahme zur weiteren Stärkung der Kapitalstruktur erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben Investoren ausgewählter hybrider Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities) der Commerzbank Instrumente im Nominalvolumen von 1,27 Milliarden EUR gegen Barzahlung zum Verkauf angeboten. Die Bank hat beschlossen, keine anteilige Zuteilung anzuwenden (pro rata) und hat alle ihr angebotenen Trust Preferred Securities angenommen. Die Bank wird damit insgesamt rund 643 Millionen EUR für den Kauf der hybriden Eigenmittelinstrumente aufwenden.

  16. deathproof said:

    ich sehe grad kursexplosion der coba. was ist da los??
    und dax fällt??

  17. Pingback: 13.12.11 – Das Jahr neigt sich – Zeit für Muße - Mr. Market

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