Daimler – erst säen dann ernten!

Die Börsen finden zu alter Stärke zurück, und das liegt wohl nicht zuletzt an den teilweise starken Unternehmenszahlen die wir in dieser Woche genießen konnten. Allen voran wären hier natürlich Apple und VW zu erwähnen. Aber auch der Stern von Daimler glänzte heute erneut. Der Stuttgarter Autobauer legte heute für das Auftacktquartal überraschend gute Zahlen auf den Tisch. Trotz diverser Belastungsfaktoren gelang es dem Konzern die Verkaufszahlen in den letzten drei Monaten deutlich zu steigern. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres legte der Gesamtumsatz des Konzerns um 9 Prozent auf 27 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern verbesserte sich auf 2,13 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 5 Prozent entspricht. Unter dem Strich standen 1,42 Milliarden Euro in der Bilanz, und damit 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Profitieren konnte Daimler insbesondere auch von der EADS Beteiligung, die dem Konzern satte 133 Millionen Euro in die Kassen spülte, 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Verluste hingegen fielen in der Bussparte an. Die Zahlen konnten heute an der Börse trotz eines sehr guten Umfeldes nicht für Kurssteigerungen bei der Daimler Aktie sorgen. Aktionäre zeigten sich verunsichert über den angeblichen Ausstieg des Großinvestors Abu Dhabi, der über den Staatsfond Aabar rund neun Prozent der Stimmrechte an dem Konzern hält. Daimler hingegen kommentierte diese Sorgen nicht weiter und verwies darauf dass der Unternehmensführung nichts dergleichen bekannt sei.

Letztlich ist es an der Konzernleitung nun endlich Klarheit in diesem Punkt zu schaffen, denn ohne diese „externen“ Einflussfaktoren sollte der Aktienkurs nach der heutigen Meldung deutlich höher stehen. Das Unternehmen ist hervorragend aufgestellt und hat den richtigen Weg eingeschlagen. Die momentanen operativen Belastungsfaktoren sollten in den kommenden Quartalen nur noch in einem deutlich geringeren Maße finden lassen, denn die Investitionen in die neue Modellpalette und die zusätzlichen Werke werden sich auszahlen. Die Beteiligungsverhältnisse an dem Unternehmen könnten sich tatsächlich demnächst deutlich ändern, aber das wäre wohl eher sehr positiv zu werten. Lesen Sie >hier< dazu mehr..!

Als einzigen Kontraindikation sehe ich hier eigentlich nur die letzten Aussagen von Herrn Dudenhöffer, dass Daimler im kommenden Jahr so richtig aufdrehen wird…! 😉 Wer hier in den letzten Wochen mitgelesen hat weiß das ich den Aussagen des Fachmanns etwas kritisch gegenüber stehe. Zuletzt hat er einen deutlichen Einbruch des Automobilmarktes für 2012 angekündigt. Wie recht der Mann hatte sehen wir ja auch ganz deutlich in der VW Bilanz…! In diesem Sinne, man ist wohl gut beraten sich nicht in der Anlageentscheidung pro Daimler durch die Nachrichten der letzten Tage allzu sehr verunsichern zu lassen, und konsequent die ursprüngliche Strategie zu verfolgen. Operativ läuft alles nach Plan – bis auf die Bussparte, da muss Herr Zetsche wohl nochmal ran!

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4 Comments

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  4. Ralf said:

    Herr Dudenhöfer,

    könnten Sie mir eigentlich einmal erklären, wie man es schafft bekanntester Autowissenschaftler der Nation zu werden, und dann insbesondere auch noch zu bleiben, obwohl man aber dermassen permanent völlig falsche Prognosen stellt wie Sie.

    Ich denke da nur an ihre völlig falschen Aussagen zu den Effekten der Abwrackprämie. Würde ihr Wissen (wie man das anstellt, nicht ihr Marktwissen, die scheint ja eher nicht so ausgeprägt zu sein), gerne für mich auch mal ausnutzen.

    Gruss

    Ein Bewunderer

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