Steht Arques Industries vor der Pleite?

Auslöser für die neuesten Spekulationen über die Beteiligungsgesellschaft Arques, die ganz nebenbei ihren Sitz nicht mehr in dem schönen Starnberg hat, war der Bericht im Platow Börsenbrief. Demnach hat sich ein Insider an die hessische Börsenaufsicht gewendet, und Arques die unmittelbar bevorstehende Zahlungsunfähigkeit unterstellt. Auf die direkte Frage hin hat Arques-Chef Hans Gisbert Ulmke nach Aussagen von Platow eine Stellungnahme abgelehnt und somit der Spekulation Tür und Tor geöffnet. Allerdings gibt es auch einige Indizien, die gegen eine mögliche Zahlungsunfähigkeit sprechen. Die finanzielle Situation des Unternehmens scheint zwar weiterhin angespannt zu bleiben, dennoch konnte man erst kürzlich einen ordentlichen Gewinn in Höhe von 48 Millionen Euro für das abgelaufene vierte Quartal des vergangenen Jahres bekannt geben.

Die Arques Aktie taucht heute in der Spitze um über 17 Prozent ab. Grund für die Nervosität der Anleger ist unter anderem auch die verspätete Bekanntgabe der Jahreszahlen für das abgelaufene Jahr. Aus diesen ergibt sich, dass der Umsatz um 37 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro eingebrochen ist. Zudem musste Arques einen Verlust in Höhe von 153 Millionen Euro hinnehmen. Der endgültige Jahresabschluss wird nun frühestens Mitte Juli erwartet, und könnte noch weitere unangenehme Überraschungen beinhalten, fürchten Anleger. Öffentliche Spekulationen um eine Zahlungsunfähigkeit dürften aber zum jetzigen Zeitpunkt sehr gewagt sein..

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