Aixtron – war es das jetzt?

Die heute veröffentlichten Zahlen des Anlagenbauers Aixtron sind für mich persönlich keine große Überraschung gewesen. Nachdem die Mitbewerber Veeco bereits „vorgewarnt“ hatte und auch bei Cree Dunkle Wolken aufgezogen sind, war davon auszugehen dass auch bei Aixtron nicht viel Positives für das Gesamtjahr 2011 zu erwarten ist. Der Kursverlauf der Aktie in dem Geschäftsjahr hat es ja bereits angedeutet. Dennoch, auch wenn der LED-Anlagenbauer seinen Anlageren einen Ausblick für das Gesamtjahr schuldig geblieben ist, sollten nun erst einmal alle schlechten Nachrichten in dem Aktienkurs verarbeitet worden sein.

Die anhaltende Nachfrageschwäche in China drückte, laut Unternehmensangaben, den Umsatz im vierten Quartal um 38 Prozent auf nur noch 140 Millionen Euro. Damit lag der Umsatz sogar noch über den durchschnittlichen Umsatzschätzungen der Analysten von 131 Millionen Euro. Bei den Auftragseingängen meldete Aixtron aber einen satten Einbruch um 86 Prozent auf 29,3 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) brach somit gegenüber dem Vorjahr auf minus 16,9 Millionen Euro ein. Unter dem Strich betrug der Verlust je Aktie 0,11 Euro.

Heute ist die Aixtron Aktie somit noch einmal kräftig unter Druck. Mit einem Minus von über zehn Prozent sackte die Aktie zum Handelsbeginn auf 10,85 Euro ab. Inzwischen zeigt sich der Titel wieder einigermaßen erholt und notiert nahe der letzten Unterstützung bei 11,40 Euro, die nun offensichtlich den Widerstand für die Aktie darstellt. Gelingt es zum Handelsende wieder über dieser Marke zu schließen sollte in den kommenden Tagen eine weitere Erholung bis in den Bereich um die 12,- Euro oder gar 12,50 Euro einsetzten. Hier muss sich dann entscheiden ob es gelingen kann die vorangegangene Chartformation wieder aufzunehmen. Nachdem das Gap bei 13,60 Euro kürzlich, wie von uns erwartet, geschlossen wurde, erwarte ich immer noch dass auch die Kurslücke bei 17,30 Euro noch in diesem Jahr erreicht werden kann.

Aixtron selber bezeichnete in der heutigen Presseerklärung das laufende Jahr als „Übergangsjahr“ zwischen den Investitionszyklen der LED Industrie, und geht für 2012 davon aus wieder schwarze Zahlen zu schrieben. Die langfristigen Aussichten für die Branche bleiben unverändert gut. Wer darauf setzen möchte, und die nötige Geduld mitbringt, findet vielleicht heute schon die richtigen Einstiegskurse. Für vorsichtigere Anleger empfiehlt es sich den Titel in den kommenden Tagen und Wochen genauestens zu beobachten.

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