Washington Mutual – Zermürbungstaktik bei JP Morgan?

Unglaublich aber wahr, erneut wurde die Entscheidung vom Gericht vertagt, dieses mal auf den 20. Juli. Erneut müssen sich also alle Aktionäre, die auf eine hohe Abfindung hoffen gedulden. Mit deutlicher Verspätung startete die gestrige Anhörung, sodass letztendlich dann keine mehr Zeit blieb die wichtigsten Tagesordnungspunkte zu erörtern. Eine Entscheidung könne noch nicht getroffen werden, weil weiterer Gesprächsbedarf zwischen den Parteien bestehen würde, hieß es. Die Richterin, Mary Walrath stimmte der Verschiebung somit erneut zu, verwies aber auch darauf, dass Sie die Sache nun bald zum Abschluss bringen wolle. So langsam sollte Miss Walrath ihren Ankündigungen wohl auch mal Taten folgen lassen, um glaubwürdig zu bleiben.

Die Aktionärsvertreter zeigten sich ebenfalls zufrieden, und hoffen wohl immer noch auf eine gütliche Einigung mit der Gegenpartei. Es wird sogar gemunkelt, dass es bereits ein Angebot gegeben haben könnte, welches aber zu niedrig gewesen ist. Kommt eine Einigung dann aber letztlich doch nicht zu Stande, bleibt immer noch der Antrag auf Bestellung eines neutralen Prüfers. Man darf also gespannt sein ob am 20.Juli dann etwas passieren wird. So langsam verlieren einige Anleger offenbar die Lust an dem Investment. Die Umsätze in der Aktie werden zusehends dünner, und die Kursschwankungen sind für Trader inzwischen uninteressant geworden. Vielleicht ist ja auch genau das die Strategie die bei JP Morgan dahinter steckt…? Also kein Showdown wie gestern geschrieben, sondern vielmehr Zermürbungstaktik?

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