Wird die DAX Talfahrt heute gebremst?

Nur ganz kurz am Morgen ein paar Beobachtungen zur aktuellen Situation. Die US Indizes haben auf Tagestief geschlossen wobei sich der Abverkauf gegen Handelsende noch einmal beschleunigt hat. Das waren wirklich keine guten Vorzeichen für den heutigen Handelstag wenn auch einige Faktoren nun erfüllt sind die zumindest die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Märkte aufkeimen lassen. Der S&P 500 ist gestern bis auf seinen letzten Tiefstand bei 1.248 Punkte abgetaucht. Das war mein persönliches Worst Case Szenario dennoch hatte ich gestern einen sehr unruhigen Abend da ich nicht ganz davon überzeugt war das der Kursverfall hier nun wirklich stoppen könnte. Sehen Sie dazu folgenden Chart der zeigt das der S&P nun bereits zum dritten mal abgetaucht ist dann aber letztlich wieder nach oben gedreht hat. Die Marke von 1.250 Punkte hat also eine sehr große Bedeutung für den weiteren Verlauf der Börsen in den kommenden Tagen.

Heute Morgen steht der S&P Future immer noch ungefähr da wo er gestern gegen 22 Uhr aus dem Handel ging was ich zunächst positiv werten würde, da ich schon einen erneuten Rutsch über Nacht auf 1.235 Punkte befürchtet hatte. Sollte dies also so bleiben besteht eine gute Chance auf eine Stabilisierung der US Märkte auf diesem niedrigen Niveau. Die asiatischen Märkte haben inzwischen ebenfalls deutlich nachgegeben. Bis auf den Shanghai Composite notieren alle Indizes im Minus – wen wunderts? Sollte der S&P Future allerdings heute im Tagesverlauf weiter nach unten drehen ist höchste Vorsicht geboten.

Für den Dax heißt das wohl das er nicht – wie ich gestern Abend noch erwartet habe heute bei 6.500 Punkten notieren wird – auch das war mein absolutes Worst Case Szenario – sondern sich zunächst knapp über der Marke von 6.700 Punkten stabilisieren kann. Nachdem der Dax dem S&P in den letzten Tagen im negativen Sinne „vorausgelaufen“ ist und die Verluste in den US Indizes bereits vorweg genommen hatte würde wohl schon eine leichte Gegenbewegung des Future dafür sogen das der Deutsche Leitindex zumindest die Marke von 6.800 Punkten zurückerobern kann. Halten die besagten Marken nicht geht es sehr schnell auf 6.500 Punkte runter.

Fazit: Um auf eine Rebound zu setzen ist es vielleicht noch zu früh, allerdings würde ich auf diesem Niveau auch nicht mehr meine soliden Langfrist-Aktien verschleudern. Wie ein Kommentator auf Investors Inside gestern so schön bemerkt hat. „Die Firmen die hier zum Teil 10-20% verloren haben sind immer noch die selben“ Grundsätzlich gilt: Es bringt nichts sich von der allgemeinen Panik anstecken zu lassen, der Markt ist deutlich überverkauft und eine Gegenbewegung längst überfällig!

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28 Comments

  1. Thomas said:

    „Der Vorteil lag in den letzten fünf Tagen ganz klar auf Deiner Seite, aber das wird sich kurzfristig auch wieder ändern.“

    Lars, ich habe jetzt ein sehr ausgewogenes Depot incl. Aktienfonds. Das werde ich jetzt strikt so beibehalten. Jeden Monat 500 Euro in etwas was ich schon habe.

    Meine derzeitige Renditeerwartung (Depotgröße 7000) sind 10 Euro pro Tag.

    Montag war prima, 150 Euro plus.
    Dienstag 20 Euro plus
    Mittwoch 30 Euro plus (heute morgen waren es aber 40 minus)
    Heute, Mittagspause, sind aus den 40 minus doch wieder 10 plus geworden – ist also nichts dramatisches, was sich in meinem Depot heute abspielt.

  2. Micha said:

    Hari eine Frage zum thekirkreport.com. Wie sind die Texte denn geschieben. Ich kann zwar gut englisch aber ich kenne auch politische Texte die sehr schwer zu verstehen sind. Der Schreibstil auf seiner Homepage ist absolut ok. Sind die Reports in gleichen Stil?

  3. Thomas said:

    Ah – vergaß: Kleine Warnung: Palladium stürzt gerade ab. Heißt eigentlich: Achtung, Weltkonjunktur ist nicht ok.

  4. Thomas said:

    Ich selbst traue dem Braten mittelfristig auch nicht. Aber die Ampeln stehen für Aktien heute auf grün:

    Bund Future kommt etwas runter.
    CHF kommt runter.
    Gold – naja.

    etc.

  5. Thomas said:

    Micha, ich selbst will hier lediglich für mich (oder auch für ramsi) einen Unterschied zwischen „Investor“ und „Trader“ ziehen. Ich denke dabei, dass ich mit meinem selbst gemanagten Depot auf eine durchschnittliche Rendite per anno von ca. 20% komme – mit Traden ist dabei aber wohl mehr zu holen (ca. 30-40%?). Für mich verzichte ich auf Traden, da mir bewusst ist, dass Traden zeitaufwendig ist und ich gegenwärtig diese Zeit einfach nicht habe.

    Das was Du zum Trader sagst, finde ich spannend. Deutsche Bank unter 40 – klarer Kauf (man benötigt halt Geduld), Volkswagen, bei 80 klarer Kauf, bei 250 haben die Herren von Porsche seinerzeit aber wohl etwas übertrieben :-). Heute ist der Kurs etwas realistischer. USD/EUR 1,50 –> Kaufe Dollar USD/EUR 1,20 —> Kaufe Euro/Verkaufe USD.
    Ich kann mir gut vorstellen, genau so (auch) langsam auf 30% per anno – tradender Weise – zu kommen. Danke – guter Gedanke!

  6. deathproof said:

    grad jetzt, wo so günstig ist, sollte man dazukaufen und nicht panisch verkaufen. immer wieder investieren, wenn man im moment das geld nicht nötig hat 😉

    • Lars said:

      Sieht man sich heute die asiatischen Märkte an kommt eher der Eindruck auf das es sich hier nur um eine kurze Verschnaufpause handeln könnte. Ich traue dem Braten noch nicht!

  7. Micha said:

    Thomas die Frage ist doch bin ich Investor oder Spekulant. Ich habe unter anderem auch die zwei Bücher von Benjamin Graham gelesen. Darin wird der Unterschied natürlich sehr schön dargestellt. Porsche ist zurzeit noch unter dem Buchwert zu haben. Man könnte sich jetzt zurücklegen und eine Schlaftablette nehmen und in 2-3 Jahren wieder reinschauen um wieviel reicher ich dann bin.
    Ich denke die auch Börsenweissheiten von Kostolany sind ja völlig einleuchtend, vielleicht nicht mehr ganz up to date weil ich jetzt mit meinem IPhone zu jeder Zeit ein und aussteigen kann. Dadurch nimmt die Volatilität enorm zu. Ich denke als normaler Trader sollte man sich auf ein paar Werte beschränken und diese mehr oder weniger auswendig kennen. Dann kann man die auch ganz gut swing traden.

  8. Thomas said:

    „Und jetzt frage ich Euch alle die Ihr Investoren sein wollt: seid Ihr Investoren ? Wenn ja, warum sorgt Ihr Euch über eine momentane Börsenpanik ? Ihr kennt doch den wahren Wert Eures gekauften Unternehmens. Oder ?“

    Lieber Hari, um es freundlich auszudrücken: Deine Gedanken sind in sich nicht konsistent.

    Zum einen habe zumindest ich keine ethische Komponente in meinen Ausführungen gehabt (etwa guter Investor, böser Trader).

    Zum einen kann ich Deiner Beschreibung eines Investors schon mal nicht folgen: Vorgestern habe ich mit einem kleinen Betrag in einen Aktienfonds investiert, der überwiegend in deutschen small und mid caps ist. Ich selbst habe dabei keinen Gedanken an irgendeine Firma, Management oder innere Werte verschwendet. Das einzige was mich bewegte war die Frage, ob deutsche small und mid caps über 10 Jahre eine lohnende Investition ist, und ob ich – wenn ja – dies mit einem gemanagten Fond oder mit einem ETF umsetzen sollte.

    Dass mich der Stand des DAXes gestern oder vorgestern für meine Investitionsentscheidung nicht interessierte, sollte selbstredend sein.

    Deine Frage oben ist relativ „quatschig“. Du beschreibst die Gedanken eines (Swing-) Traders und fragst ob sich so ein Investor verhält. Klare Antwort Nein. Ist ja nur logisch.

    Ich hatte schon erläutert, warum ich aus Porsche im Sinne einer Einzelaktie ausgestiegen bin (weil ich keine Einzelaktien in meinem Depot haben möchte). Als ich die Porsche gekauft hatte, habe ich bemerkt: „Ich habe den Stopkurs bei 10 Euro gesetzt.“ Klar, als ich Porsche bei 55,58 kaufte, war ich ja davon überzeugt, dass ihr „innerer Wert“ höher liegt. Daran hat sich in den letzten Tagen nichts geändert. Ich hätte Porsche nicht verkauft, wenn ich weiter in Einzelaktien hätte herum machen wollen. Als Trader dagegen hätte ich mir wohl einen Stopkurs bei 51-53 Euro gesetzt und heute würde ich mich fragen, ob ich nicht bei 49 wieder einsteigen sollte.

    Aber das frage ich mich nicht.

    • Lars said:

      Lieber Thomas,

      ich möchte mich an dieser Stelle einmal kurz einschalten, da ich den Eindruck habe das der Austausch hier etwas in die falsch Richtung läuft. Ich finde es zwar schade das ich das jetzt extra schreiben muss, weil das eigentlich klar sein sollte. Ein paar Dinge gelten für alle „Mitglieder“ von Investors Inside. Allem voran ein respektvoller Umgang miteinander. Das provozieren anderer ist wenig zweckdienlich und hat auch keinerlei Mehrwert für die Comunity. Investors Inside ist eine Seite die sich grob geschätzt zu 90% mit der Geldanlage in Aktien befasst, nicht Fonds, keine Rohstoffe (oder nur sehr selten) und sonstige Anlageprodukte. Hier geht es um Aktien Thomas!

      Hier treffen sich Leute die genau an diesem Thema Interesse haben und gezielt danach im großen weiten Web gesucht haben. Also bringt es meiner Meinung nach wenig wenn Du versuchst uns zu bekehren, denn wir wollen gar nicht bekehrt werden. Wir haben unser Instrument gefunden mit dem wir uns wohlfühlen genau wie Du dich mit Fondssparplänen oder Ähnlichem. Ich möchte Dich also bitten dies so zu akzeptieren und nicht andere Mitglieder wegen ihrer gegensätzlichen Meinung anzugreifen. Vernünftig diskutieren darf man alles und das ist auch ausdrücklich erwünscht!

      Hari Seldon versucht uns hier allen ein wenig seines fundierten Wissens weiter zu geben und ich persönlich betrachte seine Beiträge als echte Bereicherung für diesen Blog und seine Leser. Zum Thema Trading können wir hier alle noch etwas lernen weil der Lernprozess niemals aufhört. Bei Dir gewinnt man manchmal den Eindruck das Du dir in den vielen Jahren deines Handelns eine etwas starre Denkweise zugelegt hast, und Dich schwer damit tust eine andere Meinung zuzulassen.

      Niemand hat immer Recht, ich nicht und Hari auch nicht, letztlich geht es immer nur um das Spiel von Wahrscheinlichkeiten. Der Vorteil lag in den letzten fünf Tagen ganz klar auf Deiner Seite, aber das wird sich kurzfristig auch wieder ändern. Ich gönne es Dir und freue mich für Dich. Ich würde mich freuen wenn es Dir gelingt diese Zeilen als wirklich gut gemeinten Hinweis positiv anzunehmen, denn so ist es auch gemeint!

      Noch eine persönliche Anmerkung zum Schluss, ich schätze Deine Beiträge auch sehr, nicht zuletzt weil die von Dir vorgestellten Anlageprodukte meinen Horizont erweitern und ich mich ab und zu mal mit einem anderen Bereich auseinandersetzen kann. Ich persönlich schaue gerne mal über den Tellerrand hinaus…auch wenn ich dann letztlich wieder da lande wo ich meiner Meinung nach auch hingehöre – bei Aktien.

  9. Pingback: Der Sommercrash 2011: Drei überraschend bittere Börsentage « Blick Log

  10. Thomas said:

    Hari, Du machst einen gedanklichen Fehler. Man kann auch Geld verdienen, in dem man NICHT in Aktien investiert oder sie tradet. Ein netter Bund Future oder ein dreifacher Hebel gegen den CHF sind auch manchmal gut. Warum schwirren in Deinem Kopf ständig Aktien umher.

    Ansonsten habe ich sehr viel Verständnis für Deine Äußerungen.

  11. Hari Seldon said:

    Zum Thema Traden vs Investieren

    Dazu muss ich jetzt mal ein paar grundsätzliche Worte loslassen, da es hier diverse Kommentare nach dem Motto: „ich will investieren aber kein Trader werden“ gab.

    Die Meisten unterliegen dabei einem massiven Missverständnis. Das kommt daher, dass Ihr durch Medien und Politik immer mit den blödsinnigen Gedanken bombardiert werden: Trader sind schlecht, Investoren sind gut. Jeder will ein Investor und wie Warren Buffet sein, Trader dagegen sind böse.

    Klären wir doch mal was ein Investor macht. Ich habe selber mal vor ca. 10 Jahren eine erkleckliche Geldsumme in eine nicht börsennotiertes Unternehmen investiert. Was macht also ein Investor:
    1. Er analysiert die Bücher der Firma rauf und runter
    2. Er redet selber mit dem Management und macht sich ein Bild davon
    3. Er analysiert den Wettbewerb und den Markt
    4. Er berechnet den inneren Wert des Unternehmens nach einer der diversen Methoden wie zb DCF.
    usw usw.

    Jeden dieser Schritte macht ein Investor und mehr. Jeden dieser Schritte beherrscht Warren Buffet zur Perfektion.

    Und zum Schluss:
    5. Einem Investor ist völlig egal ob der Kurs gerade hoch oder runter geht. Er kennt den inneren Wert und verkauft erst dann, wenn er diesen Wert gemehrt hat und dafür den Preis bekommt den er erwartet. Und wenn das Jahre dauert.

    Das ist ein Investor.

    Und jetzt frage ich Euch alle die Ihr Investoren sein wollt: seid Ihr Investoren ? Wenn ja, warum sorgt Ihr Euch über eine momentane Börsenpanik ? Ihr kennt doch den wahren Wert Eures gekauften Unternehmens. Oder ?

    Nachdem ich Euch so den Spiegel vorgehalten habe, sage ich Euch was Ihr alle seid : Trader. Trader bedeutet keineswegs nur Day-Trader. Es gibt unzählige Methoden wie Swing-Trader, Momentum-Trader usw. Und auch Trader halten Ihre Aktien oft über Monate. Wie gesagt, es gibt unzählige Trading-Stile.

    Der Trader unterscheidet sich aber vom Investor dadurch, dass er die Schritte oben nicht oder nur oberflächlich macht. Und er unterscheidet sich dadurch, dass ihn sehr interessiert wie sich der Kurs entwickelt, weil er in einem überschaubaren Rahmen von Tagen, Wochen, Monaten mit Gewinn verkaufen will. Und um das zu erreichen setzt er Techniken (Charts, Sentimentanalysen etc) ein, mit denen er sich einen Vorsprung vor den anderen Marktteilnehmern holen will.

    Und jetzt könnt Ihr überlegen was Ihr seid. Und wenn der Begriff „Trader“ Euch nicht gefällt weil er in Deutschland negativ belegt ist (übrigens nur in Deutschland, warum eigentlich ?) habe ich kein Problem, wenn Ihr einen anderen Namen benutzt. Namen sind Schall und Rauch. Sagt „Aktienhändler“ wegen mir – auch das ist wahrer als Investor.

    Aber jemand der eine Aktie nach ein oder zwei Empfehlungen in Medien einfach an der Börse kauft und sich dann schon am nächsten Tag um den Kurs sorgt und von „Verlusten“ redet ist definitiv kein Investor sondern Trader. Fragt Warren 😉

    ich denke ohne jemandem zu nahe zu treten sind sind alle Trader hier. Und was ist daran schlimm ? Ich sage nur willkommen im Team 😉

    Der Erfolg kommt nicht durch das richtige Etikett das man darauf klebt, sondern nur dadurch, dass man seine Sache gut macht.

  12. Hari Seldon said:

    Lightblue, erst einmal Danke für die netten Worte.

    Was Deine Frage nach mehr Details angeht: ein Schritt nach dem anderen 🙂

    Ich habe Jahre gebraucht um die Grundlagen zu beherrschen, das ist ein Prozess der sehr viel mit einem selber zu tun hat. Und es gibt auch nicht DEN Stil mit dem man erfolgreich sein kann. Der Stil hat auch immer sehr viel mit einem selber, den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben zu tun.

    Ich werde möglicherweise hier in Zukunft regelmässiger schreiben. Und zwar genau zum Thema „how to“. Aber ein Schritt, ein Thema und ein Tool nach dem anderen. Wenn Du Dich alleine auf den Kirkreport einlässt, hättest Du erst einmal Monate zu lesen um den ganzen vorhandenen Content zu sichten. Dort werden unzählige Tools vorgestellt. Und jeden Tag kommen X Daten und Tips dazu.

    Also bitte suche jetzt nicht nach dem, der Dir „mal eben“ das Wichtigste beibringt. Das geht in keiner Profession, auch nicht beim Traden bzw investieren. Und es wäre extrem unseriös etwas anderes zu behaupten. Der Weg ist lang, ansonsten könnte es jeder.

    Übringes lies mal in seiner Selbstdarstellung womit Kirk gestartet ist und wo er jetzt steht. Man kann sehr wohl so reich werden, aber nur mit Fleiss, Disziplin und Willen zu Lernen – wie in allen anderen Berufen auch.

  13. Lightblue said:

    @Hari

    Grosses Danke an dich für diesen sehr ausführlichen Kommentar.Das ist wirklich sehr nett dass Du Dir die Mühe machst so ausführlich zu schreiben.Wir alle hier haben nicht die finanziellen Möglichkeiten wie Profis und wollen im Prinzip nur unseren sozialen Stand etwas aufbessern.Reich wird von uns allen hier sicher keiner.

    Ich bin auch noch nicht solange an der Börse und habe einen Mittelklasse Wagen die letzten 2 Wochen versenkt. Ich bin allerdings kein Trader sondern investiere lieber und hoffe dass Ich einen Teil früher oder später wieder zurück erhalten werde.

    Du hast sehr viel geschrieben was man alles besser machen könnte,aber konkret hast du jetzt mal nur eine Seite genannt,sonst aber keine weiteren Details.Du redest von Tools und Möglichkeiten,dass man lernen soll usw.Wäre sehr nett wenn Du etwas ins Details gehen kannst.?!?

    Die Seite habe Ich mir eben mal angeschaut,der Kommentar unter free reports am 02 August ist schon mal sehr interessant.

    Er schreibt zum Beispiel :
    How do you create and maintain an optimal state? One way, at least if you are like me, is to develop a daily routine and stick to it no matter what. This will also help relieve some of the stress and tension markets like this create for all of us:
    Doing this will help you sustain calm under pressure which is important.

    Schonmal überlegt was Mr. Market mit uns anstellt,all die Jahre die wir an der Börse aktiv sind.
    Ich für mich kann sagen dass Ich abzustumpfen scheine… Berichtet mir auch mein Umfeld.

    Irgendwie bedenklich,oder ?

    Gruss
    L.

  14. Thomas said:

    @Ramsi: Ich habe zynisch kommentiert? Sagtest Du. Oder schadenfreudig? Nein!

    Aber wenn ich Deine Posts so lese, ich bin Kleinanleger, lass Dir einen Rat von mir geben: Überlege Dir, was Du tatsächlich willst:

    a) Geld verdienen
    b) Trader werden

    Es gibt Leute, die können beides. Ich selbst habe für mich persönlich, Deine private und berufliche Situation mag ganz anders aussehen, entschieden, nur Geld zu verdienen und erst Trader zu lernen, wenn ich in Pension bin – wird wahrscheinlich später mal ein Hobby von mir – ich habe nur dazu gegenwärtig keine Zeit.

    Lass mich zwei Geschichten erzählen, die zusammenhängen:

    1. Ca. 2005 hatte ich die Wahl, für einen kleinen Teil eine private Krankenversicherung für meine Frau abzuschließen. Ich besprach das Problem intensiv mit meiner Frau und wir entschieden dann gemeinsam, an Stelle von 100 Euro im Monat Krankenversicherung lieber 75 Euro in einen Aktienfondssparplan anzulegen. Ca. 3 Jahre später, ich hatte 3000 Euro angespart und der Fondsanteile standen bei 4000 Euro sagte ich zu meiner Frau: Schatz, Aktien sind viel zu heiß, ich würde da gerne raus. Ich ging in Absprache mit meiner Frau raus. Und danach lachte ich mir in die Hosen … er fiel und fiel und fiel – wir hatten housing bouble crisis. Ich war — ohne Witz — zum Höchstkurs des Fonds ausgestiegen (der ist heute noch nicht wieder dort angekommen: FIDELITY FUNDS – EUROPEAN GROWTH FUND A, verkauft bei 13,30 :-))
    2. Für mein derzeitiges Depot hatte ich mich entschlossen (neben Edelmetallen und emerging markets Anleihen), doch noch Aktien zur weiteren Diversifizierung aufzunehmen. Es sollten eigentlich ETFs oder gemanagte Fonds werden, ließ mich dann aber hier dazu „verleiten“ in eine Einzelaktie (Porsche) einzusteigen. Ich hatte nur 2 Fehler dabei gemacht: a) Ich hatte mir geschworen, nicht in die Schuldenobergrenzendiskussion mit Aktien in meinem Depot rein zu geraten und merkte beim Kauf der Porsche zu spät, dass die nicht mehr in ewiger Ferne war, sondern es nur noch 10 Tage waren. b) Ich merkte zunehmend, dass ich zum Traden gar keine Zeit hatte. Ich wollte also nur noch raus aus dieser Einzelaktie – und mir ist dass dann mit etwas Geschick gelungen, ohne Verlust (Einstieg 55,58, Ausstieg 55,71) auch raus zukommen.

    Sowohl nach Story 1 und 2 freute ich mich diebisch (keine Schadenfreude).

    Jetzt könnte man denken, ich verstehe was vom Markt und bin halt im Schnitt um 1% besser, schlauer, oder glücklicher als der Markt. Also sollte ich traden (Herr Seldon unterstellt mir aus mir unbekannten Gründen, ich sei Trader, was schlicht falsch ist – vielleicht nach der Pensionierung).

    Ich mache genau das Gegenteil. Mein Motto lautet: Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen.

    Dies heißt: Ich investiere bewusst unter AUSSCHALTUNG MEINER EIGENEN MARKTMEINUNG.

    Ich erkläre kurz, wie ich das technisch mache:

    Ich investiere in insgesamt 8 Papiere aus 3 unterschiedlichen Assetklassen (Edelmetalle [4], emerging market bonds [3], Aktienfonds[1]). Die Aufteilung Edelmetalle:Aktienfonds beträgt 70:30. Die Steuerung des Anleiheteils erfolgt nach einer Formel, die DAX und Umlaufrendite berücksichtigt (Um so höher DAX und Umlaufrendite, um so weniger Edelmetalle und Aktien). Das ziehe ich genauso jetzt noch 9 Jahre durch, habe dann 60.000 Euro angespart und hoffe, dass das Depot dann 100.000 Euro wert ist. Das ist mein Ziel.

    So, langer Rede kurzer Sinn: Ich will Dich erneut fragen, was Du willst:

    a) Geld verdienen
    b) Trader werden

    In einigen Fällen geht beides zusammen. Man kann aber auch gut Geld verdienen, ohne Trader zu sein. Letzteres kommt insbesondere für den (berufstätigen) Kleinanleger in Betracht.

  15. MD Advisory said:

    Das wichtigste bei jeder Anlage ist Risikomanagement – ich werfe z.B. Anlagen sofort raus, wenn sie 10% im Minus sind.

  16. Hari Seldon said:

    Ich hatte an anderer Stelle schon mal die Seite http://www.kirkreport.com empfohlen.
    Ich kann das nur wiederholen, falls Du gut English kannst.

    Auf den ersten Blick ist die Seite sperrig, weil Charles Kirk Dir nie irgend eine konkrete Aktienempfehlung gibt. Statt dessen bringt er Dir aber die Regeln bei, die Du kennen musst und die Tools die Du beherrschen musst. Er investiert da unglaublich viel rein Dinge zu erklären. Und er führt hoch interessante Interviews mit einer Reihe anderer erfolgreicher Trader.

    Er verlangt 100USD im Jahr, das ist geschenkt für den unglaublichen Content der da drin ist. Jeden Tag Intraday Kommentare, Marktausblick, Marktanalyse etc.

    Wenn Du wirklich lernen willst, ist das einer der wenigen richtig seriösen Orte. Denn Charles macht das nicht um Geld zu verdienen, sondern wirklich weil er anderen was weitergeben will. Ich habe da auch viel gelernt. Eine ganz persönliche Empfehlung.

    Lies mal seine lange Darstellung seines Lebenslaufes auf http://www.kirkreport.com und seine Trading-Philospohie. Dann entscheide selber.

  17. Dante said:

    @Hans-Dieter Ruffer

    Wollte schon die ganze Zeit noch was zum Thema schreiben, aber das hat sich erledigt: DANKE! Genau so schauts nämlich aus!

    Ich muss mich jetzt erstmal damit trösten, dass das Minus von fast 15% in meinem Depot besser ist als ein Totalausfall und 2012 besser wird (falls die welt nicht eh untergeht ;-D).
    Außer Abwarten bleibt sowieso nicht viel, weil jetzt teuer gekaufte Aktien von gut laufenden Unternehmen weit unter Wert zu verscheuern macht zumindest für mich gar keinen Sinn.

  18. Ramsi said:

    Ich glaube mein Fehler ist auch, dass ich irgendwann zwar aussteige, aber dann denke: „Och, es steht schon so tief – nicht, dass ich den Anstieg verpasse“. Und dann fall ich auf die Fresse

  19. Ramsi said:

    Danke Hari Seldon, für deinen Kommentar. Der hat mir mehr geholfen als du glaubst. Das Problem bei der Entwicklung einer professionellen Strategie ist nicht die Zeit, die ich bereit bin aufzuwenden, sondern die Vielzahl an Leuten, die einem ihr Wissen anbieten, ohne dass man genau weiß, wer denn nun wirklich eine gute Strategie parat hat. Ich habe schon einige Bücher gelesen und jeder erzählt einem wieder etwas anderes

  20. Hans-Dieter Ruffer said:

    @Hari Seldon,

    vollkommenen richtig! Wir sind eine große Wirtschaftsnation, deren Aktienkultur völlig im Arsch ist. Daran ist der deutsche Michel natürlich nicht unschuldig. Er informiert sich lieber in BILD, Musikantenstadl und ähnliche volksverdummenden Medien, hortet 1 Billion € zu Zinsen deutlich unter Inflationsrate. Und so fällt er regelmäßig auf Dinge wie „Sparkassen-Finanzkonzept“, Deka-Aktienfonds, Postbank „Garant- oder Protectfonds und angeblich vermögensverwaltende Fonds aus demselben Stall) und ähnlich vermögensvernichtende Produkte herein und lässt sich regelmäßig von Banken und unseriösen Strukies über den Tisch ziehen.

    Frau Merkel unterstützt dieses Kaputtsparen noch dadurch, dass sie jüngst wieder wie nach Lehman die Spareinlagen für sicher erklärt. Fonds zu erwähnen, die als Sondervermögen in sich (insolvenzsicher) sind hat sie nicht erwähnt, weil sie und ihre Kabinettskollegen auch von diesen Themen nichts verstehen. Da ist sie ihrem großen Ziehvater sehr ähnlich!

    Und warum fällt der DAX und das auch noch stärker als die meisten anderen Börsen? Weil die US-Pensionsfonds hier Kasse machen! Die haben den Markt auch hochgebracht. Und was ist mit den Topadressen wie Dt. Bank (DWS) Allianz und andere große Lebensversicherer? Da kommt nichts! Folge ist, der Markt ist im freien Fall und die wenigen übrig gebliebenen Aktienbesitzer und Aktienfondssparer reiben sich verwundert die Augen. Aktienkultur in Deutschland: Fehlanzeige! Aktien-Exposure der großen Kapitalsammelstellen: zum Teil Null. Fazit: der Ami gibt und der Ami nimmt! Und wenn es unruhig wird, bringt er sein Geld erst Mal nach Hause.

  21. Hari Seldon said:

    @ Ramsi,

    tut mir wirklich leid für Dich. Wenn es Dir etwas hilft, diese Situation hatte jeder der lange an der Börse unterwegs ist schon einmal. Auch ich. Zwar nie einen totalen Wipeout aber böse Verluste schon. In den ersten Jahren habe ich auch alle Fehler gemacht die man halt so macht, voller Dünkel und eingebildeten Fähigkeiten 😉 Jetzt weiss ich wenigstens, was ich nicht weiss 😉

    Sei froh dass Du diese Erfahrung mit „kleinem“ Depot machst. Damit hast Du die Chance entweder mit einem blauen Auge aufzuhören oder daraus zu lernen.

    Mein Standardspruch (und ich habe viele dumme Sprüche parat ;-)) lautet:
    -> Der Markt bringt einem Demut bei. Wer Sie nicht hat, dem wird sie schmerzhaft eingebleut. Und wem das noch nicht passiert ist, der ist noch nicht lange genug im Markt <-

    Es ist ein bischen wie beim Poker. Da lassen die Profis den Neuen auch immer am Anfang etwas gewinnen damit er sich gut fühlt und euphorisch wird, und dann wird der arme Neuling "rasiert".

    Du musst Dir den Markt wie einen trickreichen, verschlagenen Feind vorstellen, der permanent an Dein Geld will, wogegen Du Dich absichern musst.

    ***Denn der Markt ist die Summe der Erwartungen aller Marktteilnehmer.***

    Diesen Satz zu verstehen ist unendlich wichtig. Denn wenn alle Erwartungen schon in den Preisen sind, kann die Zukunft sich genau in diese Richtung NICHT mehr entwickeln. Denn alle die darauf wetten sind schon investiert.

    Wenn Du dieses Grundprinzip verinnerlicht hast, dann gibt es Unmengen an Techniken und Tools die man lernen kann um einen dabei zu unterstützen. Um zu erkennen in welchem Zustand sich der Markt befindet. Und wenn man dann auch noch lernt, wie man permanentes Risikomanagement betreibt, dann kann man sich auch gegen solche Einschläge absichern bzw diese abfedern. Ich war zb gestern mit der Hälfte meines Kapitals Long investiert. Und habe nur 0,7% des Kapitals verloren. Darauf bin ich nicht stolz. Auf einen Verlust bin ich nie stolz. Hätte ich gestern ein paar Entscheidungen anders getroffen, wäre ein Plus möglich gewesen. Was ich aber damit sagen will ist, dass es sehr wohl geht auf steigende Kurse zu wetten und trotzdem schwere Einschläge abzufedern.

    Trading und Investieren ist eben nichts, was man "einfach so" erfolgreich machen kann, nur weil man das gleiche liest (Capital, Börse Online etc) wie Millionen anderer auch. Es ist eine Kunst und ein Handwerk zugleich, für das man viel Zeit, Energie und Bereitschaft zu lernen investieren muss. Bei mir sind jetzt 20 Jahre zusammen kommen die ich an der Börse "überlebt" habe. Das stählt und macht eben sehr demütig Mr. Market gegenüber.

    Man begegnet im Leben immer mal wieder Leuten die euphorisch von ihren tollen Erfolgen erzählen und sich sofort für den zweitbesten Investor nach Warren Buffet halten, nur weil ein blindes Huhn halt auch mal ein Korn findet. Mach Dir diese nie zum Massstab und ignorier das. Denn diese Leute sind dann 1-2 Jahre später in der Regel verschwunden, denn Mr. Market bringt jedem Demut bei – glaub mir. Nur darüber schreiben sie dann natürlich nicht mehr, weswegen Du die Berichte ihrer Fehleinschätzung und kompletten finanziellen Vernichtung dann nirgendwo mehr liest. Das heisst aber nicht, dass sie nicht da sind. Und wenn mal wieder einer am Stammtisch auf die ach so bösen Hedgefonds schimpft, dann war es möglicherweise so ein "Vernichteter". Ist ja auch leichter als den Fehler bei sich zu suchen.

    Wenn Du bereit bist diese Zeit und Energie zu investieren, solltest Du diese Erfahrung positiv verbuchen und daraus lernen. Dann wären Deine Verluste von gestern im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich das Beste was Dir in Deinem Börsenleben passieren konnte. Denn dadurch hast Du rechtzeitig lernen können später grosse Verluste zu vermeiden.

    Wenn Du diese Zeit dagegen nicht investieren willst, wärest Du wahrscheinlich besser dran ganz aus dem Markt zu gehen.

    Denn denk immer daran, wenn Du eine Aktie kaufst von der Du glaubst sie muss steigen, dann muss auf der Gegenseite einer sitzen der sie Dir verkauft. Und damit Du recht hast, muss der andere "dümmer" sein als Du. Jetzt bedenke aber, dass sich im Markt die ganzen Profis und Semiprofis wie Haifische tummeln die mit super teuren Computern und Algorithmen, mit Insiderwissen etc operieren können. Gegen die trittst Du auch an, nicht nur gegen "Lieschen Müller" die im wesentlichen sowieso keine Aktien hat.

    Entweder willst Du diesen Kampf aufnehmen, dann musst Du selber lernen und aufrüsten und Deine Aktionen professionalisieren. Oder Du gehst dem Kampf besser aus dem Weg, was eine genau so gute Entscheidung ist. Schlecht ist aber weiter zu machen ohne sich gegenüber den anderen Marktteilnehmern einen echten Vorteil erarbeitet zu haben, der Dir nachhaltig Gewinne bescheren kann. Focus Money und ähnliches gelesen zu haben ist KEIN Vorteil, glaub mir. Danach zu handeln wäre die Einladung an die anderen Dich auch in Zukunft zu "rasieren". Wenn es so einfach wäre, wären alle Leser reich 😉

    Was für Dich das richtige ist kannst nur Du beantworten. Ich wünsche Dir den Mut zur richtigen Entscheidung. Ich hoffe aber Du bleibst dabei, denn die Aktienkultur in Deutschland ist so brutal unterentwickelt, dass ich mich über jeden freue der dabei ist.

  22. Micha said:

    Ramsi ich auch…ich hatte diese Gadanken auch wieder. Habe auch viel Geld verloren. Aber Kopf hoch und dran bleiben. Bei der nächsten Rally holen wir das wieder raus.
    Ich denke heute geht es nochmal bergab. Vor Freitag werde ich nicht wieder einsteigen (auch nicht auf fallende Kurse). Nach den Arbeitsmarktdaten aus den USA werde ich mich wieder neu aufstellen.

  23. Ramsi said:

    Ich habe heute morgen in meinem kleinen Depot einen Totalverlust erlitten. Bin da noch ein bisschen fertig von. Wenn ich mir angucke, was die letzten Tage z.B. mit Porsche gelaufen ist, bin ich eigentlich kurz davor, mein Börsenleben an den Nagel zu hängen

  24. Hari Seldon said:

    Tantris, natürlich die Grossen und zwar primär die BigBoys an der Wallstreet. Die Kleinen wie wir spielen gar keine Rolle und haben einen verschwindend geringen Markteinfluss. Abgesehen davon werden die Börsen der Welt immer noch von der Wallstreet bestimmt, weswegen ich primär immer den S&P500 verfolge und nicht den DAX. Sobald ab Mittag die US Futures Bewegung zeigen weil es an der Ostküste Morgen wird, verliert der DAX nahezu jedes Eigenleben und wird zum Zombie der US-Futures.

    Falls Du es nicht glaubst, schau Dir mal an wer die Aktionäre der grossen deutschen Unternehmen sind. Das sind Ausländer, primär US Amerikaner, nicht Deutsche. Die nicht existente Aktienkultur in Deutschland führt dazu dass alle unsere Unternehmen „Ausländern“ gehören. Bei der *Deutschen* Börse hielten Amerikaner zb vor der Fusion 60%.

    Abgesehen davon, hast Du jetzt die Chance eine der wichtigsten Marktregeln direkt zu erleben und zu lernen. Du sagst: „Es kann mir keiner erzählen, die Anleger hätten ihre Aktien verkauft – siehe Deutsche Bank oder Porsche. Hier hoffen doch alle auf steigende Kurse“ Eben genau andersherum. Genau deswegen brechen die Kurse zusammen. Wenn alle investiert sind weil sie mit steigenden Kursen rechnen, kann keiner mehr die Aktien kaufen weil keiner mehr freies Kapital mehr hat. Wenn alle draussen sind, kann dagegen keiner mehr verkaufen. Deswegen MÜSSEN Kurse zwingend fallen, wenn all euphorisch sind und schon investiert und MÜSSEN zwingend steigen, wenn alle verzweifelt sind und keiner mehr investiert ist der noch verkaufen könnte.

    Diese Regel ist universell, die Schwierigkeit ist den genauen Zeitpunkt zu erkennen wenn das der Fall ist. Das ist verflucht schwierig. Und ebenso schwierig ist es dann noch danach zu handeln, denn man muss sich zu diesem Zeitpunkt genau gegen die vorherrschende Meinung stellen. Wenn die anderen sich fürchten muss man kaufen und wenn sie euphorisch sind verkaufen.

    Warum die Grossen an der Wallstreet seit Montag Morgen massiv verkaufen – und zwar zunächst die „Auslands“-Aktien zb in Deutschland, wurde an andere Stelle versucht zu erklären. Es ist definitiv eine Mischung mehrerer Faktoren.

  25. tantris said:

    Hallo Lars,

    mich würde mal interessieren, was an Tagen wie ab Montag dem 1.August.2011 an der Börse passiert. Wer macht hier letztlich die Kurse ? Es kann mir keiner erzählen, die Anleger hätten ihre Aktien verkauft – siehe Deutsche Bank oder Porsche. Hier hoffen doch alle auf steigende Kurse. Warum sollten die Anlager verkaufen ? Verkaufen die „grossen“ (aber wer sind „die“ ?), um alle SL abzufischen, um billiger einzusteigen oder gehört das zur Saga der Verschwörungstheorieen ?

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