Commerzbank – ist das der Startschuss?

Berichte nach denen die Commerzbank die Eurohypo nicht verkaufen muss haben gestern erneut den Aktienkurs der Bank beflügelt. In einem insgesamt sehr positivem Börsenumfeld konnte die Aktie um 5 Prozent auf 1,886 Euro zulegen, und steht damit wieder unmittelbar davor die wichtige Marke von 1,90 Euro zu überschreiten. Diese bildet weiterhin die Basis für einen möglichen Ausbruch in Richtung 2,09 und 2,20 Euro. Ob dieser Sprung nun endlich gelingen kann ist weiterhin fraglich, aber die Wahrscheinlichkeit für ein solch positives Szenario steigt meiner Meinung nach mit jedem Tag. Gestern konnte der DAX nun endlich die Marke von 7.000 Punkten hinter sich lassen. Gelingt es diesen positiven Trend beizubehalten, und stellt sich dieser Ausbruch nicht als Fehlsignal heraus, dürften nun schnell deutliche höhere Notierungen erreicht werden.  Ein Anstieg des Dax bis auf 7.600 Punkte scheint nun möglich, ebenso wie ein nachhaltiger Ausbruch der Commerzbank Aktie in Richtung 2,70 Euro.

Aber zunächst einmal zu der aktuellen Lage bei der Commerzbank…Gestern wurde bekannt dass die europäischen Wettbewerbshüter schon sehr bald die Anforderungen für die Commerzbank lockern wollen indem sie nicht mehr auf den zeitnahen Verkauf der desaströsen Commerzbank Tochter Eurohypo pochen. Im Gegenzug soll das Geldhaus aber für einen längeren, noch nicht näher definierten Zeitraum, auf eventuelle Zukäufe verzichten, um eine dauerhaft gesunde Kapitalstruktur zu gewährleisten. Mir persönlich wäre es natürlich lieber gewesen man hätte sich von der Eurohypo getrennt, oder diese so zerschlagen das Sie künftig keinen Schaden mehr in der Commerzbank Bilanz hinterlassen kann. Augenscheinlich ist die Commerzbank Tochter zum jetzigen Zeitpunkt aber unverkäuflich. Das nun eine andere Lösung gefunden werden muss überrascht mich in sofern nicht wirklich.

Dennoch sollten sich diese Berichte bestätigen und, wie von EU-Kommissar Joaquín Almunia angegeben, noch vor den Osterferien eine dauerhafte Lösung gefunden werden, stehen die Chancen auf eine nachhaltige Belebung des Aktienkurses bei der Commerzbank nicht schlecht. Denn dann wäre, nach der Einigung in Griechenland, auch der letzte Risikofaktor zumindest vorläufig vom Tisch. Die Bank könnte sich in aller Ruhe überlegen was sie mit der Tochter anstellt, und wahrscheinlich auch einen besseren Preis für die einzelnen Teile am Markt erzielen. Das Beteiligungsverbot hingegen würde die Commerzbank nicht wirklich berühren, da laut Unternehmensangaben in nächster Zeit sowieso keine Zukäufe geplant gewesen sind.

Inzwischen ist die CoBa durch die eingeleiteten Maßnahmen für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Bankaktien gehörten gestern in den USA zu den großen Gewinnern, und dieser Trend sollte sich heute auch in Europa fortsetzen. Nachdem die ersten Ergebnisse des Banken Stresstestes durchgesickert waren, und bestätigten das sowohl JP Morgan als auch die Bank of America bestanden haben konnten beide Titel deutlich zulegen.. …Das Gap bei 1,63 Euro bei der Commerzbank Aktie wird also wohl vorerst nicht mehr geschlossen..!

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