Der letzte Handelstag eines sehr bewegten Börsenjahres 2011 – Wie wird 2012?

Es ist soweit – endlich (!)  sagt meine innere Stimme. Das Börsenjahr 2011 neigt sich dem Ende zu, und es sieht vorbörslich so aus als ob sich die Aktienmärkte heute mit einem positiven und versöhnlichem Tag aus diesem Jahr verabschieden wollten. Es wird für mich persönlich ein Jahr sein dass mir noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben wird. Nachdem die erste Jahreshälfte aus Anlegersicht gut gelaufen ist und wir uns noch alle an stabil steigenden Kursen erfreuen konnten, hat uns die zweite Jahreshälfte einmal mehr gezeigt dass die Börse keineswegs eine Einbahnstraße ist. Extrem hohe Volatilität, politische und nervöse Märkte haben es auch mir sehr schwer gemacht, und so verabschiede ich mich aus diesem Jahr letztlich mit einem kleinen Plus von 4,22 Prozent über alles.

Angesichts der Verwerfungen an den Kapitalmärkten, der Atomkatastrophe von Fukushima, und einem DAX der in der selben Zeit bis zu 20 Prozent verloren hat kann man das wohl immer noch als gutes Ergebnis bezeichnen. Bei den meisten Aktien sieht die Bilanz des Jahres 2011 mit Kursverlusten von 50 Prozent oder mehr sogar noch deutlich düsterer aus. Damit habe  ich den Index zumindest klar geschlagen und beende das Jahr im positiven Terrain. Wenn ich mich vergleichsweise bei den professionellen Fondsmanager umsehe muss ich mich damit nicht verstecken. Dennoch bleibt natürlich ein fader Beigeschmack. Bezogen auf die investierte Zeit – die intensiver war als in allen Jahren zuvor – war es ein sehr intensives und anstrengendes Jahr. Selbst das Jahr nach Lehman habe ich wesentlich entspannter erlebt…

Deswegen werden mich ein paar gute Vorsätze in ein wahrscheinlich nicht minder aufregendes Börsenjahr 2012 begleiten. Einmal abgesehen von den regelmäßigen sportlichen Aktivitäten die ich nun wieder in meinen Wochenplan als festen Bestandteil einbauen werde, erfordert die Situation an den Kapitalmärkten wohl auch in den kommenden Monaten einen gewissen Strategiewechsel. Die Swings werden immer kürzer und heftiger, und diese gilt es gezielter zu nutzen bis sich die Lage in der Eurozone dann wirklich wieder entspannt hat. Gute und günstige Aktien kann man bereits in diesen Tagen an fast allen Ecken finden. Aber auch diese Aktien unterliegen teilweise noch heftigen Schwankungen die man zumindest nach unten nicht mitmachen muss.

Um einen solchen Markt dauerhaft zu überleben muss man deutlich aktiver sein als früher, und schneller reagieren können als dies bislang notwendig war. Die Alternative dazu ist natürlich die Finger ganz von Aktien zu lassen bis das Gewitter vorüber ist. Dann läuft man allerdings auch Gefahr historisch günstige Einstiegskurse eventuell zu verpassen. Letztlich wird es höchstwahrscheinlich eine Mischung aus mehreren Strategien sein die zum Erfolg führt. Aktien zu identifizieren die historisch günstig sind, und ein nur noch geringes Rückschlagpotenzial haben. Diese mit ersten Positionen zu kaufen und ggf. weiter aufzustocken. Andere Aktien, die ebenfalls attraktiv sind  kurzzeitig zu traden und damit Gewinne zu sichern, und manche Märkte immer wieder mal zu shorten.

Für die Umsetzung aller Strategien werden wir ihnen auch im kommenden Jahr das nötige Wissen mit an die Hand geben. Investors Inside wird im Jahr 2012 noch intensiver, globaler, und umfangreicher. Wir werden unseren interessierten Lesern ab dem kommenden Frühjahr einen besonderen, und einzigartigen Service bieten – Lassen Sie sich überraschen! Unser Team freut sich schon jetzt darauf mit Ihnen gemeinsam das neue Börsenjahr zu bestreiten. Bis dahin wünschen wir Ihnen nun erst einmal einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr 2012. Feiern Sie den Abgang eines schwierigen Börsenjahrs gebührend, dann wird das kommende bestimmt besser 😉

Related posts

One Comment;

  1. Matthew said:

    Ich wünsche natürlich auch allen ein schönes Silvester und ein gutes neues Jahr!

    Das Gute in diesem Jahr war im Grunde genommen die Tatsache, daß man im Sommer ja noch mächtig fett im Plus stand. Gleichzeitig bereitet mir aber genau diese Tatsache große Sorge, zeigt sie doch auf, wie grottich meine Performance der letzten sechs Monate war. Puh, nich schön!

    Sollte sich das Jahr 2012 in gleicher Linie zum letzten halben Jahr fortsetzen, muß man sich in der Tat überlegen, ob man noch schneller und mehr handelt oder sich lieber sehr abwartend, defensiv verhält. Ist ja auch alles immer eine Frage der Zeit und der eigenen Streßtoleranz. Und genau diese Streß-Ärger-Toleranz-Grenze ist dann doch im letzten halben Jahr so manches Mal überstrapaziert worden.

    Lirum, larum, ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die kommende Aufwertung dieser Seite und wünsche euch dabei gutes Gelingen!

    Bis die Nächte und viel Spaß beim Feiern!

Kommentar verfassen

Top