Der Euro bald wieder bei 1,25?

Das Musterdepot befindet sich weiterhin ordentlich im Plus. Die wenigsten Anleger haben wohl in dieser Woche mit steigenden Kursen gerechnet, da der morgige große Verfallstag offenbar für große Unsicherheit gesorgt hat. Wir hatten ja bereits im Newsletter darauf hingewiesen, dass dieser Hexensabbat auch durchaus positive Auswirkungen haben kann. Man darf nicht vergessen, dass gerade die Zeit zwischen dem letzten Verfallstag für Optionen und dem jetzigen, geprägt war von den schlechten Nachrichten aus dem Euro Raum. Der Euro hat in der Zeit ordentlich an Wert verloren, und markierte sogar zwischenzeitlich ein neues Mehrjahres-Tief. Inzwischen hat sich sowohl die Europäische Leitwährung wieder deutlich erholt, als auch die Aktienmärkte. Allen voran zeigte der Dax eine extreme Stärke im Vergleich zu anderen europäischen Aktien-Indizes.

Es gibt also weiterhin einige Faktoren, die mich für optimistisch stimmen, das kurzfristig weitere Kurssteigerungen möglich sind. Im Euro finden momentan weiterhin Eindeckungskäufe statt, die im Optimalfall den Wechselkurs zum Dollar bis auf 1,25 treiben könnten. Spätestens hier dürfte ein großer Teil der Spekulanten nervös werden, und somit eventuell sogar einen kräftigen Short Squeeze auslösen, der den Euro dann noch etwas stärker machen könnte. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht zuletzt um unser Wunschszenario handelt. Die Erholung des Euro könnte in diesem Falle sogar kurzzeitig bis 1,30 führen. Danach dürfte der Euro wieder nachgeben, und mittelfristig auch da landen wo er momentan hingehört.

All diese Spekulationen setzen aber weiterhin voraus, dass keines der EU Länder pleite geht, oder gar Spanien nun noch in eine ernsthafte Schieflage gerät. Dennoch kann man dem Markt weiterhin attestieren, dass er sich inzwischen relativ robust gegen schlechte Nachrichten erwiesen hat, und das ist zum einen natürlich gut für unsere Investitionen, zum anderen aber auch gefährlich. Momentan sollte man also alles laufen lassen und sich über die Gewinne freuen. Sichern Sie Ihr Depot ab, aber achten Sie darauf die Stopps nicht mehr zu eng zu setzen. Die Tagesschwankungen könnten ansonsten dazu führen, dass Ihre Positionen unglücklich ausgestoppt werden. Heute sind einige Aktien charttechnisch ausgebrochen, es sollte also möglich sein in den kommenden Tagen vernünftige Stopps an den bisherigen Widerständen zu setzen.

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4 Comments

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  2. Serdest said:

    Hi,

    hast du einen guten Tipp für alle „Nichtcharter“ unter uns.
    Als Beruftätiger kommt auch noch hinzu, dass ich z.B. nicht immer die Möglichkeit hab, auf alle Marktgegebenheiten zu reagieren und wenn dann nur mit Verzögerung.
    VG
    Serdest

  3. Serdest said:

    Hi Lars,

    ich glaube, das Ganze wird nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der jeder Wimperschlag festgehalten wird…ich glaube nicht, dass alles von heute auf morgen auf einmal um ein vielfaches schlechter geworden ist…

    Wie gehst du bei deinen Stopps vor? Hast du da feste Regeln od machst du das abhängig vom Wert und Marktgeschehen? Kann man pauschal sagen, dass ein Stopp bei -5% vom Kaufkurs ok ist, immer vorausgesetzt man ist bereit diesen Verlust zu tragen (2-3% Kursbewegung sind in volatilen Märkten normal und die Gefahr, dass man ausgestoppt wird zu groß).

    Auf gute Investments!
    Serdest

    • Lars said:

      ich halte meine Stopp Loss Strategie eher etwas flexibel. je nach Wert, Marktgeschehen, etc. Es gibt also keine festen Regeln. grundsätzlich orientiere ich mich aber eher an der Charttechnik als an Prozenten..

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