..spanische, und andere Störfeuer

Zunächst einmal möchte ich mich offiziell bei Ihnen zurückmelden. Meine technischen Schwierigkeiten bezüglich eines nicht vorhandenen Internetanschlusses scheinen zumindest vorübergehend gelöst zu sein. Auch wenn ich nicht so ganz davon überzeugt bin, dass dies nun schon das Ende meiner digitalen Odyssee gewesen ist habe ich doch die Hoffnung, dass ich künftig nicht ausgerechnet an den turbulentesten Handelstagen des Jahres ohne Internetanschluss dastehen werde. Man ist auch seitens der Telekom inzwischen, nach diversen Telefonaten mit der Führung in Bonn und der Bundesnetzagentur, wirklich bemüht eine Lösung zu erarbeiten. Mir war einfach nicht klar, dass der Wechsel von einem zum anderen Provider eine der letzten großen Herausforderungen dieser Zeit ist. Und für meine Naivität möchte ich mich insbesondere beim Anbieter M-Net entschuldigen. Da bin ich Depp doch tatsächlich davon ausgegangen, dass eine Kündigung vier Monate vor einem Wechsel ausreichend sein sollte um am 12. Mai einen Schalter umzulegen….aber besonders bei MNet scheint dies einer unlösbaren Aufgabe gleich zu kommen!

Nun ja, ich will Sie nicht langweilen, dies nur zur Erklärung warum ich etwas unregelmäßig geschrieben habe… Der Markt scheint sich stabilisieren zu wollen. Heute Morgen sah eigentlich alles noch ganz prima aus, die Vorgaben vom Freitag aus den USA waren einigermaßen erfreulich und man konnte zum Handelsstart im Dax mit steigenden Notierungen rechnen. Dann gegen 10 Uhr mussten wir leidgeprüften Anleger eine erneute Hiobsbotschaft aus Europa wahrnehmen, die sogleich auch den Euro wieder ein Stockwerk tiefer rauschen ließ. Die spanische Sparkasse CajaSur musste heute nicht ganz überraschend vom Staat gerettet werden um einen Kollaps abzuwenden. Nun auch noch Spanien? Nicht wirklich, denn die Schieflage der CajaSur war schon länger bekannt und lediglich die Ignoranz des eigenen Managements hatte eine schnellere und für die Nerven der Anleger schonendere Lösung bisher verhindert.

Man wollte seitens der alten kirchlichen Chefriege der CajaSur sogar lieber das Unternehmen in die Pleite führen, als einer Fusion mit der größten Sparkasse des Landes, Unicaja, zuzustimmen. Die etwas weltfremden Herren durften dann auch gleich Ihre Stühle räumen, was aber auch nicht verhindern konnte, dass Bankenwerte in Europa insbesondere die drei größten Spaniens, Santander, BBVA und Popular heute herbe Kursverluste einstecken mussten. Die Frage nach der Stabilität des spanischen Bankensektors wurde heute erneut und etwas unsanft aufgeworfen. Persönlich glaube ich nicht, dass nun Spanien den nächste Wackelkandidat ist, die extreme Nervosität der Märkte ist spürbar und immer noch scheinen sich die Indizes weltweit nur am Eurokurs zu orientieren. Viel mehr sollte man wie bereits erwähnt die Schwäche in ausgesuchten Aktien nun für erste Käufe nutzen.

Bereits vergangene Woche habe ich Ihnen meine Kaufkandidaten vorgestellt, leider bin auch ich nahezu komplett erst einmal wieder ausgestoppt worden. Am Freitag habe ich die Positionen nun wieder alle eingebucht. Ich möchte aber noch einmal darauf hinweisen, dass diese Strategie nichts für schwache Nerven ist und auch nur verfolgt werden sollte, wenn man sehr konsequent auch bereit ist kleinere Verluste hinzunehmen bevor es große werden. Sollten also nun erst einmal keine weiteren Störfeuer auf uns zukommen sehe ich gute Chancen für eine Erholung der Märkte in der aktuellen Börsenwoche. Die Unterstützungen haben gehalten, auch wenn es deutlich tiefer ging als zunächst angenommen. Das wichtigste Faktor für die weitere Entwicklung bleibt aber wohl der Eurokurs, der sich nun zu stabilisieren scheint. Auch in dieser Woche sollten Sie also die europäische Leitwährung weiter genau beobachten. Mittelfristig dürfte der Euro wohl noch etwas an Boden verlieren, doch die Abhängigkeit der Indizes davon sollte irgendwann wieder nachlassen..

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