Die härteste Währung der Welt: Diamanten statt Gold und Silber?

Diamanten werden als die härteste Währung der Welt bezeichnet und das nicht nur wegen ihres Härtegrades sondern auch weil sie gegenüber den landläufigen Vermögenssicherungs-Instrumenten wie bspw. Edelmetalle ein paar unschätzbare Vorteile aufweisen. Allen voran wäre da wohl die Handlichkeit der berühmten Steinchen zu nennen. Während Sie bei einer Investition in Gold für 350.000,- Euro einen 10 Kilo Barren erwerben können, lässt sich der gleiche Wert auch in nur einem einzigen Diamanten von 4 Karat (0,8 Gramm) für die Zukunft konservieren. Diamanten stellen somit den maximalsten Wert auf kleinstem Raum dar. Zudem sind Diamanten mit erstklassiger Expertise weltweit anerkannt, liquide handelbar und bieten hohen Inflationsschutz.

Der Diamantenmarkt unterliegt nicht den extremen Schwankungen denen Gold und Silber teilweise ausgesetzt sind, und ist zudem auch nicht manipulierbar. Der Preis von Diamanten wird nur durch die physische Nachfrage der Schmuckbranche und des Edelsteinhandels ermittelt und kann nicht durch kurzfristige Spekulationen mittels eines ETF o.ä. beeinflusst werden. In den letzten 25 Jahren hat sich der Wert von Diamanten somit, bis auf ein paar kleinerer Konjunkturdellen, stetig nach oben entwickelt. Nicht zuletzt die starke Nachfrage aus den aufstrebenden Regionen in Asien und den USA werden wohl in Zukunft für weiter steigende Preise bei einem immer knapper werdenden Angebot sorgen. Denn, bereits heute schätzen Fachleute, dass die künftige Nachfrage aus China und Indien nach geschliffenen Diamanten und Rohdiamanten in den kommenden zehn Jahren etwa auf das heutige Niveau der USA (40 Prozent des Weltmarktes) anwachsen könnte.

Worauf man achten sollte:

Größe und Qualität sind wichtig. Die Diamanten werden grundsätzlich in unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt. Jeder Gewichtsklasse ist ein Preis pro Karat, und natürlich Qualität, zugeteilt. Je größer also der Diamant ist, desto wertvoller ist er, auch im direkten Vergleich mit einem Stein der selben Qualität aber geringerer Größe. Ein größerer Diamant kann also durchaus einen dreimal höheren Preis pro Karat aufweisen, als ein kleinerer. Zum Beispiel können zwei Halbkaräter also durchaus nur ein Drittel so viel wert sein wie ein Einkaräter. Ein weiterer und wesentlich wertbestimmender Faktor ist aber die Reinheit eines Diamanten. Die Edelsteine werden in unterschiedliche Reinheitsgrade unterteilt, je reiner desto teurer, bzw. wertvoller. Genauere Angaben von Flawless bis Piqué können Sie diesem Link entnehmen, ebenso wie die unterschiedlichen Einstufungen der Farbe eines Diamanten von River über Top Wesselton bis hin zu Cape.

Von farbigen Diamanten sollte der ungeschulte Anleger lieber die Finger lassen, da der Markt für Diamanten mit dem Zusatz pink, yellow oder blue viel zu speziell ist und allenfalls in einem Schmuckstück für die liebe Gattin Verwendung finden sollte, nicht aber als jederzeit handelbare Wertanlage. Beim Schliff des Edelsteins sollten Sie den Brilliantschliff  mit 24 Facetten im unteren Bereich und 32 Facetten im oberen Bereich und einer Tafel bevorzugen, da dies die gängigste aller Schliffformen ist.

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Risiken:

Bei allen positiven Aspekten einer Investition in Diamanten sollte nicht vergessen werden, dass die aktuelle Situation der extrem hohen Staatsverschuldungen in vielen Regionen dieser Welt auch zu deutlich deflationären Tendenzen führen könnte. Hier gilt also das gleiche Prinzip wie beim Gold- oder Silberkauf. Nur wenn sich die expansive Geldpolitik Europas und der USA letztlich in einer deutlichen Inflation entlädt, werden auch die Preise für Diamanten und Edelmetalle sehr wahrscheinlich deutlich steigen. Zudem wird der Preis von Diamanten weltweit in Dollar berechnet, was für europäische Anleger eine zusätzliche Chance, aber auch ein Risiko sein kann.

Chancen:

Seit Jahren werden keine nennenswerten neuen Diamanten-Vorkommen mehr erschlossen. Während sich inzwischen auch Rohstoffkonzerne wie Rio Tinto oder BHP Billiton in dem Segment tummeln, sind die bislang beherrschenden Schürfungen aus Südafrika somit weiterhin prozentual rückläufig. Fachleute nehmen an, dass die Nachfrage nach Diamanten jährlich um ca. 6 bis 7 Prozent wächst, das Angebot kann jedoch unter den aktuellen Bedingungen nur um ca. 2,6 Prozent jährlich gesteigert werden, was früher oder später zu einer Verknappung führen dürfte. Hinzu kommt noch die nicht ganz unerhebliche Veränderungen der zu erwartenden Preise im Falle einer Inflation.


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Grundsätzliches: 

Wenn Sie sich für den Kauf von Diamanten entscheiden sollten, achten Sie unbedingt darauf, dass sie diese von einem seriösen und zertifizierten Händler erwerben! Ebenso sollten die Edelsteine selber über ein Zertifikat einer renommierten Prüfstelle verfügen. Kaufen Sie niemals Diamanten die Ihnen am Telefon oder anderweitig unaufgefordert angeboten werden. Lassen Sie im Optimalfall noch einmal einen Fachmann Ihres Vertrauens eine unabhängige Expertise erstellen, sofern es sich um eine größere Summe handelt, die Sie anlegen wollen.

Der Kauf von Diamanten ist nicht meldepflichtig, unterliegt aber der Umsatzsteuer, die allerdings je nachdem in welchem Land man die Edelsteine erwirbt recht unterschiedlich ausfallen kann. Die Gewinne aus dem Verkauf von Diamanten sind hingegen für privat handelnde Personen hierzulande steuerfrei, sofern die Haltedauer mehr als ein Jahr beträgt.

Abschließend sei noch einmal erwähnt, dass sich Diamanten grundsätzlich eher nicht als Spekulationsobjekt eignen, sondern viel mehr einen Teil ihres langfristigen Vermögenssicherung in einem ausgewogenen Depot darstellen sollten. ebenso wie die beiden Edelmetalle Gold und Silber, die in keinem Depot fehlen sollten. Der Anteil an Edelsteinen sollte in Ihrem gut diversifiziertem Portfolio aber nicht mehr als 5 bis 10 Prozent betragen. Der Gesamtanteil von Edelmetallen und Edelsteinen sollte nicht größer als 20 Prozent sein.

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