BP-Chef, Tony Hayard tritt zurück

Der BP-Chef, Tony Hayard erklärte heute seinen Rücktritt, und der Zeitpunkt dürfte gut gewählt sein, denn BP hat heute ebenfalls die Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen müssen. Genau genommen hat BP den Rücktritt von Hayard heute erklärt, somit dürfte auch klar sein woher der Wind weht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier der Sündenbock für katastrophale Zahlen gleich mit geliefert werden soll. Die Kritik an dem Vorstandschefs bezüglich des mangelhaften Krisenmanagements ist in den vergangenen Tagen immer lauter geworden. Seit der Explosion der BP-Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April mit elf Toten wurde dem Konzern vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die Ölpest vorzugehen.

Als Nachfolger wird bereits der Amerikaner Bob Dudley gehandelt. Wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern den größten Verlust der britischen Unternehmensgeschichte eingefahren. Falls die zugesagten 20 Milliarden Dollar für Schadensersatz in die Halbjahresbilanz einfließen, rechneten Analysten bereits im Vorfeld mit einem entsprechenden Rekordverlust. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit soll sich nach Zeitungsberichten auf etwa fünf Milliarden Dollar für das zweite Quartal belaufen. Die Ölpest im Golf von Mexiko, und größten Naturkatastrophe der USA

BP verbuchte im zweiten Quartal den ersten Quartalsverlust seit 1992. Wegen der unübersehbaren Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko musste der Londoner Konzern in seiner Bilanz für das zweite Quartal zunächst einen Verlust von 17,1 Milliarden Dollar verbuchen. Darin enthalten waren 32,2 Milliarden Dollar für die drohenden Verbindlichkeiten der Ölpest. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern noch 6,1 Milliarden Dollar Gewinn. Ob dieser Betrag nun ausreichen wird um die langfristigen Kosten im Zusammenhang mit der Ölpest zu deckeln bleibt fraglich. Die nächsten Quartale werden es wohl zeigen.

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