Wunschanalyse Total S.A.



Logo der Total S.A.
Sie haben abgestimmt und sich eine Analyse der Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. gewünscht. Schauen wir uns also heute gemeinsam die Aktie des französischen Mineralölkonzerns Total S.A. an!

 

1.) Fundamentale Analyse

Total S.A. – kleines Unternehmensprofil

Die Total S.A. ist ein französischer Mineralölkonzern mit Hauptsitz im französischen Courbevoie. Mit einem Umsatzvolumen von mittlerweile fast 200 Mrd. Euro sowie einem Nettogewinn (Net Income) in Höhe von inzwischen weit über 10 Mrd. Euro ist die Total S.A. derzeit das viertgrößte Mineralölunternehmen und somit insgesamt eines der zehn größten Industrieunternehmen der Welt. Da ist es sicherlich wenig überraschend, dass der Konzern, der aktuell knapp 100.000 Mitarbeiter in insgesamt 130 Ländern auf der Welt beschäftigt, zugleich auch das größte Industrieunternehmen Frankreichs darstellt. Die Total S.A. fördert derzeit Öl und Gas in mehr als 30 Ländern der Welt. Die Aktie der Total S.A. ist folgerichtig auch ein Schwergewicht im französischen Auswahlindex CAC-40 und wird sowohl an der Euronext Paris als auch an der New York Stock Exchange gehandelt.

Total S.A. – das Tankstellennetz in Europa

In Europa betreibt die Total S.A. ein Netzwerk von mehr als 12.000 Total-Tankstellen in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden und natürlich dem Heimatmarkt Frankreich. In Portugal und Spanien ist die Total S.A. dagegen über eine Beteiligung in Höhe von knapp 49% an der CEPSA und in Italien über eine Beteiligung in Höhe von genau 49% an der TotalErg. tätig. Hauptsächlich auf dem französischen Heimatmarkt betreibt die Total S.A. neben der Marke „Total“ auch noch verschiedene Niedrigpreismarken. Ebenfalls auf dem französischen Heimatmarkt betreibt das Unternehmen ein Netzwerk von 579 AS24-Tankstellen, in erster Linie für das Transportgewerbe. Darüber hinaus betreibt die Total S.A. noch 280 Tankstellen der Marke „Elf“. Hauptsächlich in den ländlichen Gebieten Frankreichs betreibt der Konzern noch 1.900 Tankstellen der Marke „Elan“. Seit dem Jahr 2010 baut die Total S.A. dieses Tankstellennetz der Marke „Elan“ zunehmend auch nach Deutschland aus.

 

Total S.A. – in Deutschland

Derzeit umfasst das Tankstellennetz der Total S.A. in Deutschland über 1.000 Stationen und ist damit das viertgrößte Tankstellennetz in Deutschland. Für die deutsche Tochtergesellschaft Total Deutschland GmbH in Berlin arbeiten derzeit 4.000 Mitarbeiter, darunter fast die Hälfte (1.800 Mitarbeiter) im Bereich Chemie, 1.500 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb sowie 700 Mitarbeiter im Verarbeitungsbereich. Die Total Raffinerie Mitteldeutschland in Leuna wurde 1997 nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb genommen und besitzt eine Rohölverarbeitungskapazität von ca. 12 Mio. Tonnen pro Jahr. So produziert diese Raffinerie jedes Jahr ca. fünf Mio. Tonnen Diesel, ebenfalls ca. fünf Mio. Tonnen leichtes Heizöl sowie drei Mio. Tonnen Benzin und versorgt damit ca. 1.300 Tankstellen im Einzugsbereich dieser Raffinerie. Die Raffinerie verarbeitet dabei auf einer Fläche von ca. 320 Hektar durchschnittliche 30.000 Tonnen Rohöl pro Tag, das über Pipelines vorwiegend aus Russland in die entsprechenden Vorratstanks fließt.

 

Total S.A. – Geschäftsentwicklung von 2009 bis 2011

Im von der Finanzkrise geprägten Geschäftsjahr 2009 erzielte die französische Total S.A. einen Gesamtumsatz in Höhe von gut 131 Mrd. Euro sowie einen Nettogewinn (Net Income) in Höhe von knapp 7,8 Mrd. Euro. Im Geschäftsjahr 2010 gelang dem Konzern dann, unterstützt von einer wieder deutlich anziehenden Weltkonjunktur, ein Umsatzsprung von ca. +21% auf knapp 160 Mrd. Euro. Zugleich konnte der französische Ölkonzern sein Nettoergebnis um ca. +31% überproportional auf gut 10,2 Mrd. Euro steigern. Nach den bisher vorliegenden Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2011 sollte die Total S.A. im kürzlich zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2011 weiter deutlich gewachsen sein. So deuten die bisher vorliegenden Ergebnisse für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2011 daraufhin, dass das Unternehmen seinen Umsatz wohl um ca. +16% auf knapp 185 Mrd. Euro sowie seinen Nettogewinn ebenfalls um ca. +16% auf knapp 12 Mrd. Euro (ca. 5,06 Euro je Aktie) gesteigert haben dürfte.

 

Total S.A. – Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2012e bis 2014e

Angesichts anhaltend hoher Ölpreise, die dank der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (FED) sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) auch noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben sollten, sowie einer verbesserten Lage der Weltkonjunktur gehen wir derzeit nicht davon aus, dass es zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch des französischen Mineralölkonzerns bis ins Jahr 2014 hinein kommen wird. So rechnen wir damit, dass die Total S.A. in den Jahren 2012e und 2013e ihren Umsatz sowie ihren Gewinn um jeweils ca. +10% bis ca. +15% steigern wird. Eine leichte Abschwächung dieses Umsatz- und Gewinnwachstums erwarten wir dann für das Jahr 2014e, ehe es ab dem Jahr 2015 wieder schwierigere Zeiten geben dürfte. In unseren Umsatz- und Gewinnschätzungen unterstellen wir daher für das Geschäftsjahr 2012e ein Umsatzwachstum um ca. +15% sowie ein Gewinnwachstum um ca. +15%, für das Geschäftsjahr 2013e ein Umsatzwachstum um ca. +12% sowie ein Gewinnwachstum um ca. +15% und für das Geschäftsjahr 2013e ein Umsatzwachstum um ca. +10% sowie ein Gewinnwachstum um ca. +12%. Daraus ergibt sich eine Umsatzerwartung für 2012e in Höhe von knapp 213 Mrd. Euro, für 2013e in Höhe von ca. 238 Mrd. Euro und für 2014e in Höhe von ca. 262 Mrd. Euro. Ferner errechnen sich Gewinnschätzungen in Höhe von ca. 13,7 Mrd. Euro (oder 5,82 Euro je Aktie) für das Geschäftsjahr 2012e, in Höhe von ca. 15,7 Mrd. Euro (oder 6,70 Euro je Aktie) für das Geschäftsjahr 2013e und in Höhe von ca. 17,6 Mrd. Euro (oder 7,50 Euro je Aktie) für das Geschäftsjahr 2014e.

 

Total S.A. – fundamental fairer Wert

Schaut man sich die Bewertungen der Peer Group an, so stellt man folgendes fest: Dem absolute Marktführer im Ölsektor, der amerikanischen Exxon Mobil Corp, gesteht der Markt derzeit ein aktuelles 2012er KGV von ca. 10 zu. Den europäischen Konkurrenten der französischen Total S.A, nämlich der britischen BP plc sowie der britisch-niederländischen Royal Dutch Shell werden hingegen aktuelle 2012er KGVs zwischen ca. 6,7 (BP) und 8,2 (Royal Dutch Shell) zugestanden. Insofern erscheint die aktuelle Bewertung der Aktie der französischen Total S.A. mit einem aktuellen 2012er KGV von ca. 7 ein wenig zu günstig, krass unterbewertet ist die Aktie jedoch auf den ersten Blick nicht. Allerdings muss man bei diesem Peer Group Vergleich berücksichtigen, dass die Aktie der BP plc mit einem gewissen Risikoabschlag aufgrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexico aus dem Jahr 2010 gehandelt wird. Insofern erscheint uns eine Bewertung der Aktie mit einem KGV von 8 eher angemessen als mit einem KGV von ca. 7. Zudem glauben wir, dass der Markt die Aktie der Total S.A. nicht auf Basis der Gewinnschätzungen für das bereits laufende Geschäftsjahr 2012e, sondern eher auf Basis der Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2013e bewerten sollte. Denn Anleger kaufen Aktien ja in der Hoffnung auf zukünftige Gewinne und nicht auf Basis der gegenwärtigen Gewinne. Alles in allem glauben wir daher, dass die Aktie der französischen Total S.A. aus fundamentaler Sicht derzeit unterbewertet ist. Dabei sehen wir den fairen fundamentalen Wert der Aktie auf Sicht eines Jahres im Bereich von 8x 6,70 Euro (unsere Schätzung des Gewinns je Aktie für 2013e) und damit bei 53,60 Euro.

 

Fazit

Da wir bei unseren Umsatz- und Gewinnschätzungen betont konservativ vorgegangen sind, sehen wir somit fundamental das Kursziel der Aktie der französischen Total S.A. im Bereich 54,00 Euro/55,00 Euro. Dieses Kursziel gilt dabei auf Sicht von 12 Monaten und rechtfertigt aus unserer Sicht eine starke Kaufempfehlung, sprich ein STRONG BUY. Da sich die Risiken für die Aktie zudem in engen Grenzen halten, glauben wir, dass sich die Aktie sehr gut für konservative Anleger eignet, zumal auch die aktuelle Dividendenrendite in Höhe von knapp 6% nicht zu verachten ist.

 

2.) Charttechnische Analyse

Die charttechnische Analyse wird in Zusammenarbeit mit den Chartexperten von LRT-Finanzresearch.de erstellt.

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Tageschart Total S.A. (ISIN: FR0000120271) vs. Tageschart CAC-40

Der Vergleich der beiden Tagescharts weist zwar einige Ähnlichkeiten beim Verlauf von Aktie und Markt auf, aber in der Ausprägung und der Intensität unterscheiden sich beide doch wesentlich. Beide, Aktie und Markt befanden sich bis Ende Juli 2011 in einer Phase der Konsolidierung und brachen dann im August deutlich ein. Während der Markt sich bis Ende 2012 innerhalb einer neuen Konsolidierungszone auf niedrigem Niveau befand, schaffte es die Total Aktie jedoch bereits Anfang Oktober, aus ihrer Konsolidierungszone auszubrechen und deutlich zu steigen. Aktie und Markt befinden sich seit Ende September 2011 in einem intakten Aufwärtstrend, die Total Aktie befindet sich aber mittlerweile sogar schon wieder auf dem Niveau vom Sommer letzten Jahres. Der CAC-40 hingegen notiert nur unwesentlich außerhalb seiner Konsolidierungszone, in der er knapp ein halbes Jahr verweilte (positiv bleibt jedoch zu vermerken, dass es beim CAC-40 im Falle eines Ausbruchs über den eingezeichneten Widerstand zur Generierung eines Kaufsignals käme).

Die Aktie der Total S.A. war auf Tageschart stärker als der Gesamtmarkt.

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Wochenchart Total S.A. (ISIN: FR0000120271) vs. Wochenchart CAC-40

Der Wochenchartvergleich bringt weitere Unterschiede zu Tage. Während der Markt extrem und sehr lange aufgrund der Finanzkrise korrigierte (und sich in den Extremen mehr als halbierte), verlief die Korrektur bei der Aktie anders. Sie konnte sich lange behaupten und lief primär seitwärts, korrigierte dann doch kurz, um danach erneut eine ausgeprägte Konsolidierungszone (bis heute) auszubilden. Der Markt bildete Ende 2008/Anfang 2009 eine Konsolidierungszone aus, stieg daraufhin kurz an, konsolidierte bis in den Sommer 2011 und korrigierte dann nochmals bis auf das Niveau von von Ende 2008/Anfang 2009.

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Monatschart Total S.A. (ISIN: FR0000120271) vs. Monatschart CAC-40

Die Monatschartentwicklung von Aktie und Markt ist seit 2003 ähnlich, wenngleich die Aktie sehr viel unruhiger lief als der Markt. Die Total Aktie befindet sich seit 2008 in einer Konsolidierungszone und pendelt zwischen 35,00 Euro und 45,00 Euro. Der Markt befindet sich gegenwärtig etwas unterhalb seiner letzten größeren Konsolidierungszone. Bei beiden ist der Aufwärtstrend der letzten Wochen erkennbar, und für beide ist noch Kurspotenzial nach oben gegeben.

 

Fazit & Ausblick

Das Bewegungsmuster der Total Aktie war meistens von langen Phasen der Konsolidierung geprägt und somit ist dies auch zukünftig zu erwarten. Die Aktie könnte sich zukünftig noch weiter positiv entwickeln, jedoch ist in diesem Szenario eine eher schleppende Entwicklung mit längeren Konsolidierungsphasen zu erwarten. Nach unten stellen die Tiefs um 30,00 Euro einen guten Referenzpunkt dar, nach oben hin ist – mit einem positiven Markt – das nächste Ziel, die Überwindung der aktuellen Konsolidierungszone (also ein charttechnischer Ausbruch über 45,00 Euro).

 

3.) Sentimenttechnische Analyse

Schauen wir uns nun das Sentiment zu der Aktie der Total S.A. hier auf sharewise an. Dies kann man bei dieser Aktie sehr gut tun, denn es gibt genügend Empfehlungen, sowohl von Seiten privater sharewise Mitglieder als auch von Seiten der Analysten. So verzeichnen wir aktuell insgesamt 24 Empfehlungen zu der Aktie durch unsere tollen sharewise Mitglieder sowie weitere 18 Empfehlungen durch die (angeblichen) Anlageprofis. Unter den 24 Empfehlungen unserer sharewise Mitglieder befinden sich derzeit dabei immerhin 18 Kaufempfehlungen sowie nur 6 Verkaufsempfehlungen. Allerdings liegt das durchschnittliche Kursziel der sharewise Mitglieder mit ca. 39,93 Euro sogar leicht unter dem aktuellen Kursniveau der Aktie von ca. 41,00 Euro. Die Stimmung unter den sharewise Mitgliedern gegenüber der Aktie kann man also bestenfalls als „vorsichtig optimistisch“ bezeichnen. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch, wenn man die Empfehlungen der Analysten näher betrachtet. Denn hier sagen derzeit „nur“ acht der insgesamt 18 Analysten, dass die Aktie der Total S.A. einen Kaufkandidaten darstellt. Weitere sieben Analysten sehen in der Aktie derzeit dagegen „nur“ eine Halteposition und drei Analysten empfehlen derzeit sogar den Verkauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt dabei mit ca. 44,39 Euro deutlich über dem durchschnittlichen Kursziel der Privatanleger, aber auch nur unwesentlich über dem aktuellen Kursniveau der Aktie. Auch die Stimmung unter den „Profis“ scheint also bestenfalls „vorsichtig optimistisch“ zu sein.

Schaut man sich hingegen die Entwicklung des Aktienkurses selbst an, so sieht die Sache ganz anders aus. Denn nach einem Tief knapp überhalb der Marke von 30,00 Euro im September 2011 hat die Aktie in den letzten Monaten bereits deutlich zulegen können. Sicherlich auch unterstützt von einer zunehmend positiven Stimmung am Gesamtmarkt konnte der Titel so innerhalb der letzten knapp fünf Monate von ca. 30,50 Euro auf zuletzt ca. 41,00 Euro steigen, ein Kursplus von immerhin ca. +35%. Die Aktie entwickelt sich also zuletzt sehr positiv, die Anleger – egal ob Privatanleger oder Analysten – sind jedoch eher skeptisch eingestellt. Genau dies ist die Mischung, aus der sich langfristig schöne Aufwärtstrends entwickeln können und auch entwickeln. Aus sentiment-technischer Sicht spricht also viel, um nicht zu sagen fast alles, für eine Fortsetzung des bereits Ende September 2011 eingeleiteten Aufwärtstrends.

 

4.) Zusammenfassung

Fundamental betrachtet ist die Aktie der französischen Total S.A. zwar kein absolutes Schnäppchen mehr, angesichts der guten Wachstumschancen in den nächsten zwei bis drei Jahren ist die Aktie jedoch auch nicht zu teuer. Insofern spricht fundamental wenig bis gar nichts gegen einen Einstieg, ganz im Gegenteil spricht insbesondere die extrem hohe Dividendenrendite von fast 6% sogar ganz klar für einen Einstieg. Zumal die Aktie nicht nur eine hohe Dividendenrendite, sondern auch noch beträchtliches Kurspotenzial aufweist. Gerade im Hinblick darauf, dass derzeit „sichere“ Geldanlagen wie Sparbücher nur extrem mickrige Zinsen einbringen, ist die Aktie der französischen Total S.A. somit ein erstklassiges Investment, bei dem auch betont konservative Anleger relativ bedenkenlos zugreifen können und sollten.

Auch die charttechnische Analyse unserer Kollegen aus dem Hause LRT-Finanzresearch.de ergab insgesamt ein eher positives Bild. Zwar prophezeien die Charttechniker der Aktie einen eher zähen und somit langsamen Anstieg, dort dafür sind solche Kursgewinne dann auch nachhaltiger Natur. Erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang vielleicht einfach mal an die Jahrtausendwende und die damalige sogenannte „Dotcom Bubble“ zurück. Damals stiegen viele Internetaktien zwar innerhalb weniger Monate um +1.000% und mehr, allerdings fielen diese Titel dann anschließend auch wie ein Stein und so galt für viele Anleger damals das Motto: „Wie gewonnen, so zerronnen“ oder um es mit Leo Kirch zu formulieren: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen“. Die Kursgewinne in den Aktien der Total S.A. dagegen sollten unseres Erachtens nachhaltiger Natur sein und gerade auch darum eignet sich die Aktie so gut für vorsichtigere, konservativere Investoren. Denn hier müssen sie eben nicht mit Kursschwankungen von +10% am Tag rechnen oder wie man im Börsenjargon formulieren würde: Die Volatilität der Aktie dürfte überschaubar bleiben!

Zu guter Letzt gefällt uns die Aktie dann auch noch aus Sentiment-technischer Sicht sehr gut. Denn zwar sind sowohl die Privatanleger als auch die Analysten leicht optimistisch, was die weitere Kursentwicklung der Aktie angeht, von Euphorie ist dabei jedoch keine Spur. Dies ist insofern etwas ungewöhnlich, da sich die Aktie alleine seit ihrem Zwischentief am 22. September 2011 und damit innerhalb von nicht einmal fünf Monaten um sage und schreibe ca. +35% verbessern konnte. Und das bei einer Aktie, die nicht gerade als sehr volatil bekannt ist. Insofern wäre hier eigentlich ein viel optimistischeres Stimmungsbild der Anleger zu erwarten gewesen, aber ein solches können wir weder auf Seiten der Privatanleger noch auf Seiten der Analysten beobachten, was wiederum dafür spricht, dass die Investoren in der Breite die Aktie der französischen Total S.A. noch nicht wiederentdeckt haben.

Langer Rede, kurzer Sinn: Sowohl aus fundamentaler als auch aus charttechnischer als auch aus sentimenttechnischer Sicht spricht derzeit absolut nichts gegen einen Einstieg in die Aktie der französischen Total S.A. Denn eine neue „Weltwirtschaftskrise“ ist angesichts der nahezu weltweit ultralockeren Geldpolitik derzeit ebenso wenig zu erwarten wie ein drastischer Einbruch des Ölpreises. Wir erwarten sogar ganz im Gegenteil im Laufe des Jahres 2012 neue Rekordpreise an den Tankstellen und halten daher unsere Umsatz- und Gewinnschätzungen sogar noch für eher konservativ. Das einziges Risiko, das wir derzeit sehen, wären massive Steuererhöhungen im Zuge der Staatsschuldenkrise, wobei multinationale Ölkonzerne wie die französische Total S.A. Mittel und Wege haben, solchen Steuererhöhungen über legale Kapitaltransfers auszuweichen. Daher halten wir die hohe Dividende ebenso für nachhaltig gesichert wie das weitere Wachstum des Unternehmens und raten daher auch insgesamt zum verstärkten Kauf der Aktie. Die Anlageempfehlung lautet daher auch insgesamt gesehen auf STRONG BUY mit einem Kursziel (auf Sicht von 12 Monaten) in Höhe von 54,00 Euro/55,00 Euro. Optimal wäre dabei, wenn interessierte Anleger die Aktie vielleicht im Zuge eines schwächeren Börsentages und somit unter 41,00 Euro einsammeln könnten.

 

Über den Autor

Sascha Huber, Jahrgang 1978 und wohnhaft in Trier, ist schon seit Zeiten des damaligen Neuen Marktes als intimer Kenner der Hightechbranche bekannt. Er betrieb in den Jahren 1998 bis 2001 zusammen mit einem Partner eine der damals führenden Börsenhotlines sowie eines der damals führenden Börsenportale und gehörte damit zu den Ersten, die das Potential von Aktien wie Amazon.com, eBay oder Intershop Communications erkannten. Im Gegensatz zu vielen anderen Experten riet er allerdings rechtzeitig im März 2000 zum Ausstieg aus dem Neuen Markt und warnte sehr frühzeitig vor Luftnummern wie ComROAD, Gigabell oder Infomatec. Mittlerweile gehört er zu den aktivsten sharewise Mitgliedern und zeichnet sich dabei durch exzellentes Börsen Know How aus. Dabei liegt seine Spezialität unverändert im Hightechsektor, den er aufgrund eines Informatikstudiums auch bestens einschätzen kann.

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2 Comments

  1. bernar said:

    Bei Unternehmen die mit fossiler Energie zu tun haben, gibt es langfristig nur den Weg nach oben. Die Zahlen von Bp erscheinen auch interessant, wurde doch vor nicht allzulanger Zeit eine gänzlich andere Richtung prognostiziert. Gerade der steigende Öl- und Gaspreises gibt dabei Sicherheit. C.A.T. Oil könnte auch mal ein Blick wert sein…

  2. honuko said:

    Persönlich gefällt mir Statoil allerdings deutlich besser;
    nicht zuletzt weil mir diese ‚berechenbarer‘ erscheint und die
    Konsolidierungsphasen besser zu kalkulieren sind.
    Fairerweise muss man allerdings feststellen das das Kurspotential charttechnisch- gesehen mit rund 25Prozent eher begrenzt erscheint.
    Der staatliche Einfluss und die Beteiligung seitens Norwegens (als Bsp. sind die investierten Pensionskassen und öffentlichen Fonds zu nennen), lassen auch auf einen gefestigten Rückhalt/ Lobbyismus im norwegischen Staat und der Gesellschaft schließen.
    Festzuhalten ist, dass neben Statoil auch einige andere Unternehmen mit Ausrichtung auf die fossile Energiegewinnung weiterhin Gewinne versprechen.
    Vielleicht keine übermäßigen Kurssprünge, aber dafür konstante Zugewinne mit einer ordentlichen und zuverlässigen Dividendenzahlung versüßt.

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