Zwei mögliche Szenarien…

Die letzte Woche war interessant! Wir hatten ja bereits über unsere ersten Käufe berichtet, da wir immer noch davon ausgehen das die Börsen jetzt nicht wieder zusammenbrechen werden. US Präsident Obama hat mit seinen Plänen ordentlich für Verunsicherung gesorgt, und damit zumindest erreicht das die internationalen Kapitalmärkte mal wieder etwas Dampf abgelassen haben. Diesen Umstand finden wir eigentlich erst einmal nicht unbedingt negativ. Anleger die die erste Rally verpasst haben, und auch die die rechtzeitig wieder ausgestiegen sind bekommen nun noch einmal die Chance sich neu aufzustellen und dann an der nächsten Bewegung nach oben teilhaben zu können.

Die Obama Administration wird die Pläne zur Gesundheitsreform und die Regulierung des Bankenwesens so wohl nicht mehr umsetzen können und hat sich wie man in der vergangenen Woche in der Rede Obamas zur Lage der Nation auch schon sehen konnte, bereits neue ziele gesteckt. Der Abbau der Arbeitslosigkeit die in den USA inzwischen rund 10 Prozent der Bevölkerung betrifft ist nun das neue Ziel, natürlich auch weil es deutlich populärer ist. Dem US-Präsidenten hat die ganze Diskussion nicht unbedingt gut getan und den Börsen auch nicht. Solle aber demnächst klar werden das diese Pläne zunächst gescheitert sind könnte dies der Auslöser für den nächsten Aufwärtsschub sein. Es kann also durchaus lukrativ sein die jetzige Panik zu kaufen..Soweit zu Szenario Nummer Eins.

Aber auch die zweite Variante der kommenden Börsenwochen wollen wir Ihnen nicht vorenthalten! Momentan reagieren wieder alle Investoren wie unter Schock. Der US-Leitindex Dow Jones rutschte schon während Obamas Pressekonferenz um mehr als 200 Punkte ins Minus. Die Clique der Banker reagierte entsetzt. „Vorschläge zur Aufspaltung oder Einschränkung der Aktivität von Banken gehen in die falsche Richtung“, so äußerte sich Deutsche-Bank-Chef Ackermann. Ob Obama für seine Reformvorschläge die Mehrheit des Kongresses gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Besser sind jetzt Investments, die sich ungeachtet jeder Stimmungslage prima entwickeln.

Wenn die Pläne zur Reform des Bankenwesens tatsächlich umgesetzt werden, müssen Banken in großem Stil Aktien verkaufen. Banken investieren überwiegend in Blue Chips, somit geht es nicht nur den Banken, sondern auch den DAX-Werten, Dow Jones Aktien, ja allen weltweiten Blue Chips an den Kragen. Somit werden DAX-Anleger ein weiteres Mal herbe Verluste einstecken müssen. Natürlich werden dann auch die Kurse von Nebenwerten kurzzeitig nachgeben. Da Banken, große Fonds etc. aber kaum in Nebenwerte investiert sind, können sich diese weitestgehend unabhängig von politischen Entscheidungen entwickeln und hervorragende Renditen in jeder Börsenlage erwirtschaften.

Gegenüber allen anderen Anlageklassen erlebten Nebenwerte im Durchschnitt die wenigsten Verlustjahre. Nämlich nur 23%. Sogar die Häuserpreise in Deutschland sind öfter gefallen. Nebenwerte – selbst internationale Nebenwerte – sind in manchen Börsenphasen interessanter als: Welt-Aktien, Welt-„Value“-Aktien, als der DAX, als US-Anleihen, als Geldmarkt-Zinsen und sicherer als der Goldpreis. Wenn also die Börsen weiter nachgeben sollten wovon wir immer noch nicht ausgehen, dann kann zur richtigen Zeit ein Investment in ausgesuchte Nebenwerte deutlich attraktiver sein als in Blue Chips. Sollte die Reform also kommen muss man wohl etwas umdenken…

Noch sind wir optimistisch, dass es sich momentan nur um den fast schon üblichen Januar-Rücksetzer handelt, den wir bereits in unserer Jahresprognose 2010 beschrieben haben. Die Schwäche am Freitag, nach so guten Daten zum US BIP, hat aber auch uns etwas überrascht. In den einzelnen Aktienpositionen die wir halten ist noch nicht viel passiert, und so werden wir einen Test der 10.000 Punkte Marke im Dow Jones abwarten bevor wir unsere Strategie der neuen Situation anpassen. In der kommenden Woche werden unter anderem auch die neuen Zahlen zum US Arbeitsmarkt veröffentlicht, erwartet wird eine leichte Besserung um 5.000 Jobs. Die letzten Daten deuten darauf hin das dies etwas zu optimistisch sein könnte…. Wie auch immer diese Woche laufen wird, jedem Falle sollten Sie vorsichtig und vor allem flexibel bleiben…

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