Was ist los bei Solarworld?

Die Solarworld Aktie befindet sich immer noch in der Bodenbildungs-Phase. Auch heute konnte die Aktie nach einem verheißungsvollen Intraday Rebound im gestrigen Handel und einem ordentlichen Start heute den Kurs nicht halten und fiel wieder zurück auf 14,- Euro. Hier sehen wir auch aktuell die Unterstützung für die Solarworld Aktie. Trotz negativer Analystenkommentare heute die eine Kursziel von 9,- Euro für die Aktie prognostizieren sollte das aktuelle Niveau nicht weiter unterschritten werden. Spätestens im Bereich um 13,50 Euro sehen wir gute Einkaufskurse. Die zuletzt von Solarworld präsentierten Zahlen waren schwach und Marktbeobachter sind sich einig das die Solarworld AG nur mit einem starken vierten Quartal die gesteckten Ziele noch erreichen kann.

Und genau davon gehen die Fachleute aus! Auf der Homepage von pvXChange, einem Photovolatik Zwischenhändler haben wir folgenden Bericht gefunden: Nachdem sich die Modulpreise im September schon nahezu stabilisiert hatten, sind sie für Lieferungen ab dem Monat Oktober zum ersten Mal in diesem Jahr wieder angestiegen. Aber auch Wechselrichterpreise werden aufgrund eines akuten Engpasses zum ersten Mal von vielen Anbietern nach oben korrigiert.

Die Nachfrage nach sämtlichen Komponenten einer PV-Anlage hat seit Anfang September stärker und schneller angezogen, als viele Hersteller und Großhändler erwartet hatten. Dadurch konnten viele von ihnen bald sehr schnell keine Neuanfragen mehr bedienen. Zahlreiche Produkte sind für dieses Jahr bereits restlos ausverkauft. Vor allem fehlen leistungsstarke Module bekannter Marken sowie im Dünnschichtbereich Produkte auf Basis mikrokristallinen Siliziums und Cadmiumtellurid. Hier war auch der heftigste Preisanstieg in kürzester Zeit zu erkennen.

Ebenso ernüchternd ist mittlerweile die Suche nach geeigneten Wechselrichtern. Viele Projekte werden vor Jahresende wohl nicht mehr abgeschlossen werden, da zwar Module bereitstehen, nicht jedoch Inverter oder Montagesysteme. Man versucht sich daher mit Importen aus dem benachbarten Ausland zu behelfen. Waren manche spanischen Lager Anfang September noch voll mit Ware, die aus dem vorherigen Jahr übrig geblieben ist, so sind diese nur wenige Wochen später bereits ausgeräumt. In Spanien selbst wurden 2009 bis dato nur rund 8,6 Megawatt ans Netz angeschlossen, obwohl es mehr als 250 Megawatt Leistung innerhalb genehmigter Projekte gibt.

Da die Vergütungssätze nicht nur in Deutschland, sondern auch in Tschechien oder in Belgien ab Januar 2010 gesenkt werden, wächst der Druck auf Installateure und Projektentwickler allerorts. Demzufolge erwarten wir, dass die Preise für die begehrten Restkontingente bei Modulen und Wechselrichtern bis Mitte November stetig steigen werden. Dagegen hilft wohl auch die Taktik mancher Hersteller nicht, bereits jetzt Preisreduzierungen von zehn Prozent auf aktuelle Listenpreise anzukündigen, wenn für Lieferungen im neuen Jahr sofort eine Bestellung ausgelöst wird.

Eigenen Berechnungen, aber auch fremden Quellen zufolge dürften 2009 bis zu vier Gigawatt Photovoltaikleistung neu installiert werden. Insgesamt erleben wir in Deutschland gerade wieder einen nie da gewesenen Photovoltaikboom, der nicht zuletzt auf den Ausgang der Bundestagswahl zurückzuführen ist. Die Befürchtung, dass die Koalition aus CDU/CSU und FDP eine drastische Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom erwirken wird, führt in diesem Jahr wieder einmal zu der bereits wohl bekannten, aber bestgehassten Jahresend-Rallye.

Hört sich erstmal gut an und man kann nur hoffen das die Kollegen von pvExchange Recht behalten werden. Wir bei Investors Inside sehen die Entwicklung ähnlich. Der Tiefpunkt der deutschen Solarindustrie sollte bald durchschritten sein. Bei wieder steigenden Kursen sollte die Solarworld Aktie bald wieder die 15-Euro-Marke überwinden können und zunächst in den Bereich um 15,30/15,40 Euro vorstoßen.

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