Was ist los bei Klöckner & Co.?

Seit Tagen befindet sich die Aktie der Klöckner & Co. AG in einer, sagen wir mal „angespannten“ Lage. Nach den leichten Kursverlusten der letzten Handelstage scheint die Klöckner Aktie nun ihren Boden gefunden zu haben. Die Unterstützung bei 16,80 Euro hat mustergültig gehalten. Dennoch will die Aktie nicht wieder so richtig anspringen und das trotz diverser sehr positiver Analystenkommentare und zahlreicher Heraufstufungen. Etwa 75 Prozent der Experten gaben im vergangenen Monat eine Kaufempfehlung für die Klöckner-Aktie ab.

Das Orderbuch sieht etwas ungewöhnlich aus und so liegt der Verdacht nahe das sich hier eine größere Adresse gerade positioniert. Der Kurs soll offensichtlich zwischen 16,90 und 17,50 Euro gehalten werden. Wie lange dieser Zustand noch anhalten wird hängt wohl zum einen davon ab wie groß die Position ist die der Käufer haben will und zum anderen vom weiteren Börsenumfeld. Ich bin mir aber relativ sicher das nach Beendigung dieser Einkaufsaktion hier wieder deutlich höhere Kurse möglich sind. Erstes Kurssiel ist für mich 19,50 und danach 23,- Euro.

Die Investmenthäuser rechnen mit einem starken vierten Quartal der Branche von dem Klöckner auf Grund seiner inzwischen schlanken Struktur und den enormen Einsparungen sowie dem positiven Cash Flow überproportional profitieren dürfte. Allein durch den Abbau von rund 1 500 Stellen hat Klöckner schon die Hälfte der bis zum Jahresende angestrebten 100 Mio. Euro eingespart. Die Schulden wurden durch die Steuerung des Umlaufvermögens um etwa 80 Prozent auf 118 Mio. Euro reduziert und der Cash-flow von drei Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008 auf 468 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009 erhöht.

Ein weiterer Schritt war die Kapitalerhöhung im September dieses Jahres. Klöckner gab neue Aktien im Wert von 200 Mio. Euro aus. Die Kapitalerhöhung und eine Wandelanleihe-Emission im Juni füllten die „Kriegskasse“ auf etwa 600 Mio. Euro. Klöckner ist damit nicht nur gerüstet für das allmählich anziehende Geschäft, sondern kann auch Chancen für Zukäufe nutzen. Das Unternehmen könnte im Gegensatz zu den Konkurrenten gerade jetzt vom starken Fundament und den möglichen Zukäufen profitieren. In der Stahlbranche setzt eine langsame Erholung am Markt ein. Als Stahlhändler spürt Klöckner den Aufschwung schneller als die Hersteller von Stahlprodukten

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