Warten auf Ben…

Die Japaner tun es bereits und die Briten auch: Der Kauf von Staatsanleihen gehört einer Welt niedriger Zinsen und einer dramatischen Rezession inzwischen zum geldpolitischen Instrumentarium. Experten hoffen darauf, dass auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und ihr Präsident Ben Bernanke auf der Zinssitzung am Mittwoch Auskunft zu ihren Plänen geben werden.

Für die Notenbanken ist die Zeit des „Quantitative Easing“ (QE) angebrochen. Das bedeutet, dass sie den Wertpapierkauf in ihr Waffenarsenal aufnehmen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der Grund: Weil die Leitzinsen so niedrig sind – in den USA liegt er bei 0 bis 0,25 Prozent-, haben die Zentralbanken keinen Spielraum für Zinssenkungen mehr. Vorreiter bei QE während der aktuellen Kreditkrise sind neben der Fed die Bank of Japan (BoJ), die Bank of England und die Schweizerische Nationalbank.

Die amerikanische Notenbank ist bereits aktiv geworden. Sie legte zahlreiche Wertpapierkaufprogramme auf und vereinbarte Währungstauschgeschäfte mit anderen Notenbanken. Sie stützte den Markt für kurzfristige Schuldverschreibungen (Commercial Paper). Jüngster Vorstoß ist die „Term Asset-Backed Securities Loan Facility“ (Talf). Dabei handelt es sich um ein Aufkaufprogramm im Volumen von 200 Mrd. $ für Wertpapiere, die mit Autokrediten, Kreditkartenschulden und Studentenkrediten besichert sind.

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