Wahnsinnszock bei Thielert

Der angeschlagene Flugzeugmotorenbauer Thielert schreibt wieder schwarze Zahlen. Die Thielert Aircraft Engines GmbH (TAE), in der das operative Flugzeugmotorengeschäft gebündelt ist, habe nach der Insolvenzanmeldung im April 2008 die Wende geschafft und verbuche Gewinne, teilte Insolvenzverwalter Bruno Kübler am Mittwoch mit. Stellenstreichungen habe es trotz der finanziellen Misere nicht gegeben. Thielert hatte im Frühjahr Insolvenz angemeldet, nachdem wegen des Verdachts der Falschbilanzierung Investoren abgesprungen waren, die das finanziell stark angeschlagene Unternehmen retten sollten.

Die Meldung betrifft die GmbH, die insolvent ist  Verkaufserlöse werden verwendet um Gläubiger zu befriedigen und gaaaaanz hinten stehen Gesellschafter. Die börsennotierte Thielert AG ist auch insolvent, d.h. die Erträge aus einem Verkauf der Tochter müssten – nach Befriedigung der Gläubiger der GmbH – auch die Forderungen der Gläubiger der AG übersteigen, abzüglich Kosten, Steuern, Risiken (Bilanzbetrug etc.), usw… und nur dann würde der Restbetrag an die Gesellschafter (=Aktionäre) ausgeschüttet werden können. Dividiert diese Zahl durch die Anzahl der Aktien und dann habt ihr den Wert pro Aktie – nicht vergessen: Wenn die Tochter verkauft wird gibt es kein operatives Geschäft mehr

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