VW und Suzuki glücklich vereint?

Das Bundeskartellamt hat den Weg für den Einstieg von Volkswagen beim japanischen Kleinwagenbauer Suzuki freigemacht. Fast einen Monat nahmen sich die Prüfer Zeit. Jetzt genehmigten die Bonner Wettbewerbshüter dann die Pläne der Wolfsburger ohne Auflagen, wie die Behörde auf ihrer Internetseite mitteilte. Europas größter Autobauer gab daraufhin bekannt, er habe wie vereinbart knapp ein Fünftel an Suzuki für 1,7 Milliarden Euro übernommen.

Der japanische Kleinwagenhersteller Suzuki will seinen Part der wechselseitigen Beteiligung mit Volkswagen so schnell wie möglich erfüllen. Allerdings seien derzeit nur wenige Aktien am freien Markt verfügbar, sagte Suzuki-CEO Osamu Suzuki am Freitag. Neben der Porsche Automobil Holding SE, die 51% an Volkswagen hält, sind das Bundesland Niedersachsen mit 21% und Katar mit 17% beteiligt. Suzuki wolle sich nun nach einem Aktionär umschauen, der Anteilsscheine verkaufen könnte.

Von der Nachfrageseite sollte also in den kommenden Tagen der Kurs etwas nach unten abgesichert sein, obwohl die heutige Schwäche der Vorzüge diese Aussage nicht gerade untermauert. Dennoch sind wir nach wie vor überzeugt das die VW Vorzugsaktien sich in den kommenden Wochen besser entwickeln sollten als die Stammaktien. Die rechtzeitige Ausrichtung des VW Konzerns in die Märkte von morgen dürfte wohl in der Automobilbranche einzigartig sein und durch die zusätzlichen Synergieeffekte auch in der Zukunft negative Faktoren deutlich abfedern. Langfristig ist die VW Aktie wohl einer der attraktivsten Werte der gesamten Branche.

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