USA will doch die Bad Bank

Ein Hauptgrund für die starken Vorgaben in den USA sind die heutigen Meldungen das Stimmen für eine Bad Bank immer lauter werden. Mit knapp zwei Prozent sind die US Futures derzeit im Plus. Das dürfte aber auch in erster Linie den Dollar in den kommenden Tagen deutlich schwächen. Europäische Bankenwerte können darauf hin deutlich zulegen. Die Deutsche Bank notiert aktuell mit einem Plus von 12,5 Prozent. Ebenso können die Aktien der Deutschen Postbank und der Commerzbank heute überproportional davon profitieren. Bei den zuletzt kräftig durchgeschüttelten brittischen Banken Barclays und Royal Bank of Scottland sind die Zugewinne ebenfalls sehr deutlich.

So unterschiedlich und skeptisch die Folgen einer Bad Bank von vielen Marktteilnehmern und Analysten gesehen werden, so schnell könnte eine solche Maßnahme zumindest den Aktienmarkt erst einmal positiv beeinflussen.  Wie schnell und ob dieser Plan von der neuen Obama Regierung nun umgesetzt werden wird ist noch unklar, aber die Chancen dafür stehen gut. Dennoch würde ich jetzt noch nicht allzu viel Geld darauf setzen. Es ist durchaus denkbar das es sich auch dieses Mal wieder nur um ein kurzes Strohfeuer handelt. Heute Nachmittag könnten wir schon mehr wissen, ausserdem soll die Verabschiedung des US Konjunkturpaketes heute die erste Hürde im Senat nehmen..

Der Aufkauf des gesamten „Giftmülls“ aus den Bilanzen der Geldhäuser durch eine staatliche „Bad Bank“ stand in den USA vergangenen Jahr zunächst im Zentrum des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets Tarp. Später gewann aber die direkte Staatsbeteiligung an Banken an Bedeutung. Auch in Deutschland wurde zuletzt wiederholt über die Einrichtung einer „Bad Bank“ diskutiert. Dadurch würden die Institute komplizierte Wertpapiere los, die andernfalls Experten zufolge weiter für Milliardenabschreibungen bei den Banken sorgen werden.

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