„Uptick Regel“ für Shortseller kommt wieder.

Leerverkäufer sind seit Ausbruch der Finanzmarktkrise ein beliebter Sündenbock, sie werden für deren Zuspitzung verantwortlich gemacht. Kritiker vermuten etwa hinter den heftigen Kursabschlägen bei Finanztiteln hauptsächlich das Werk von Short-Sellern. Andererseits erfüllen Short-Seller in der Börsenwelt auch eine wichtige Funktion: Sie haben die undankbare Aufgabe, auf Fehlbewertungen von Unternehmen wie in diesem Falle Banken hinzuweisen – und die dankbare, daran verdienen zu können. Damit haben sie für die Kapitalmärkte eine wichtige „reinigende“ Funktion. Gstern nun sorgte auch die SEC für Aufregung und einen Teil der Kursgewinne an den US Börsen.

Die SEC erklärte, möglicherweise werde man sich bei einem Treffen im April mit der Wiedereinführung der so genannten „Uptick Rule“ beschäftigen. Nach der Uptick-Regel sind Leerverkäufe (Short-Selling) bei Titeln mit sinkenden Kursen verboten. Danach darf der Leerverkauf einer Aktie nur dann durchgeführt werden, wenn der Kurs über dem vorherigen Börsenkurs liegt. Damit werden die Möglichkeiten für Investoren, durch Leerverkäufe einer Aktie Gewinne einzufahren, erheblich eingeschränkt und das Short-Selling somit unattraktiver. Diese Maßnahme sollte also letztendlich und dauerhaft dazu führen das die Quote von leerverkauften Aktien sinken sollte und Manipulationen von Kursen schwieriger wird.

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