..und dann das auch noch!

Auf 150 bis 170 Dollar könnte der Ölpreis noch in diesem Sommer steigen, glaubt der Vorsitzende des Öl-Kartells Opec, Tschakib Chelil. Doch Chelil hat noch schlechtere Aussichten für die geplagten Öl-Verbraucher-Länder. Sollte sich der Konflikt um das iranische Atomprogramm verschärfen, so der Funktionär, und stünde die iranische Ölproduktion still, könnte der Ölpreis sogar „auf 200, 300, 400 Dollar“ steigen, so Chelil in einem Fernsehinterview.

Der Iran ist einer wichtigsten Ölförderländer überhaupt. Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) förderte das Land im Mai täglich 3,87 Millionen Barrel (159 Liter). Im Vergleich dazu lag die weltweite Ölproduktion bei 86,6 Millionen Barrel. Allerdings schätzen sie Marktbeobachter die freien Produktionskapazitäten auf bestenfalls 2,67 Millionen Barrel. Das heißt, ein Ausfall der iranischen Produktion könnte nicht durch andere Ölförderländer aufgefangen werden.

Der Preis für ein Barrel leichtes US-Öl machte nach den Aussagen des Opec-Funktionärs einen Sprung von rund vier Dollar bis auf 138,95 Dollar und näherte sich damit bisherigen Allzeithoch bei knapp 140 Dollar an.

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