Termine der Woche

Es dürfte mal wieder eine spannende Woche an den Börsen werden. Die Dubai Krise ist unserer Meinung nach noch nicht „abgefrühstückt“ um es mal salopp auszudrücken. Bedingt durch den Feiertag am Donnerstag in den USA und den darauf folgenden halben Handelstag fand an den letzten beiden Börsentagen der vergangenen Woche eigentlich kein wirklicher Handel statt. Die wahre Reaktion der Börsen auf die Ereignisse in Dubai sollten wir also erst am Montag Nachmittag zu US Börseneröffnung erleben. Ausserdem stehen in der kommenden Woche wieder ein paar sehr interessante Termine von der Konjunkturfront auf dem Kalender.

So werden zum Beispiel am Dienstag die November-Verkäufe am US-Automarkt veröffentlicht. Beim letzten Update übertrafen diese Zahlen mit 7,9 Mio. Fahrzeugen sowohl das Vormonatsniveau (6,7 Mio.) wie auch die Erwartungen des Marktes. Damit lag man zwar unter den Zahlen von Juli und August, die in hohem Maße von der US-Abwrackprämie „cash for clunker“ profitierten, eine Bodenbildung konnte man dem US-Automarkt dennoch attestieren.

Für die Stimmung unter den Investoren dürfte allerdings ein anderes Event von entscheidender Bedeutung sein: der Einkaufsmanagerindex ISM Auch dieser fiel beim vorherigen Oktober-Update besser als erwartet aus und übertraf mit 55,7 Zählern das Niveau des Vormonats (52,6 Punkte) wie auch die im Rahmen einer Bloomberg-Umfrage ermittelte optimistischste Einzelprognose (54,0 Punkte). Werte über 50 werden bekanntlich als wirtschaftliche Wachstumsphase interpretiert.

Ab Mittwoch dürfte sich das Interesse der Anleger auf ein ganz anderes Thema konzentrieren, die Malaise des US-Arbeitsmarktes. Er bremst die weltberühmte Konsumlust der Amerikaner in diesem Jahr sehr stark. Doch der Zwang zum Sparen macht sich nicht nur bei den Arbeitslosen bemerkbar, sondern auch bei denen, die ihren Job noch nicht verloren haben. So veröffentlicht die Automatic Data Processing am Mittwoch den ADP National Employment Report (14.15 Uhr MEZ), dem Daten von rund 23 Mio. Beschäftigten aus 19 Branchen zugrunde liegen.

Am Donnerstag folgen dann wie gewohnt die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr MEZ). Sie fielen in der abgelaufenen Börsenwoche mit 466.000 Anträgen deutlich besser als erwartet (495.000) aus. Doch am Freitag stehen dann die offiziellen Regierungszahlen für den Arbeitsmarkt im November zur Veröffentlichung an. Die aktuelle Oktober-Arbeitslosenrate in Höhe von 10,2 Prozent entsprach dem höchsten Niveau seit April 1983. Ein Rutsch in den einstelligen Bereich könnte wahrscheinlich nicht nur die Stimmung der US-Konsumenten, sondern auch die der Börsianer spürbar verbessern. Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht als unerfüllbarer Weihnachtswunsch herausstellt.

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