Startschuss zur US Berichtssaison

Die abgelaufene Börsenwoche dürfte wohl fast allen Anlegern eine Menge Spaß bereitet haben. Auch wenn die US Arbeitsmarktdaten mit einem weiteren deutlichen Stellenabbau signalisieren das das Schlimmste für die US Wirtschaft noch lange nicht erreicht ist, und somit die Talsohle wohl doch noch nicht erreicht wurde kann man diese Nachrichten auch durchaus positiv sehen. Zumindest aus der Sicht eines Anlegers oder Traders. Wie ich ja bereits auch in der Jahresprognose für das Börsenjahr 2010 erwähnt hatte, rechnen wir von der Investors Inside Redaktion eher mit einem guten Jahr für Trader und weniger für Langfristanleger..

Die weiter steigenden Arbeitslosenzahlen deuten zumindest auf eines hin, und das ist in der aktuellen Situation extrem wichtig, es wird wohl so schnell keine Zinserhöhungen durch die FED geben können. Die amerikanische Notenbank versucht immer noch zu verhindern das die USA, ähnlich wie Japan in den 90ger Jahren in die Deflation abrutscht. Momentan bleibt der Fed somit nicht viel übrig als durch eine Abwertung des Dollars eine Art künstliche Inflation zu schaffen um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Deflation führt zu weiterer Arbeitslosigkeit und dies gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Aber zurück zu den Märkten..man kann als Anleger davon ausgehen das in den kommenden Monaten ein paar „positive Aspekte“ die Aktienkurse weiter antreiben werden, so pervers das an dieser Stelle auch klingen mag.

Geld bleibt also weiterhin billig. Damit ist zum einen klar das es fast keine vernünftige Anlagealternative zum Aktienmarkt geben kann, und zum anderen das ein bewußtes Trading auf anstehende Konjunkturdaten in der nächsten Zeit wohl die effektivste Form der Aktienanlage sein wird.. Wenn man also davon ausgeht das sie Arbeitslosenzahlen aus den USA auch in den kommenden beiden Monaten eher schlecht ausfallen, sollte man dies auch konsequent an der Börse so spielen. Wir werden Ihnen wie gewohnt im Investors Inside Blog und vor allem auch in unserem Newsletter dabei helfen!

Ein weiterer wesentliche Faktor für die Kursentwicklung der kommenden Woche ist die nun wieder startende US Berichtssaison. Nach den desaströsen Ergebnissen im Krisenjahr 2008 erwarten Analysten nun wieder deutlich bessere Zahlen, und das wohl zu Recht. Wenn man auf Jahresbasis Vergleiche von Unternehmen heranzieht dann müssen diese neuen Quartalsberichte einfach gut ausfallen. Konkret heißt das, dass die Q1/2010 Zahlen verglichen mit den meistens katastrophalen Q1/2009 Zahlen einfach nur glänzen können und dies natürlich, rein psychologisch betrachten, dann auch die Börsen und Kurse einzelner Unternehmen weiter antreiben wird.

Es geht also wieder los. Traditionell wird der Reigen vom Aluminiumriesen Alcoa eröffnet, der seine Quartalszahlen am Montag nach Börsenschluss vorlegen will. Von den Schwergewichten folgt der Chiphersteller Intel am Donnerstag und die Großbank JP Morgan Chase am Freitag. Die Anleger warten vor allem aber auch auf Hinweise, wie gut sich die Geschäfte im neuen Jahr entwickeln werden. Allerdings dürften sich viele Konzerne mit optimistischen Prognosen für 2010 weiter zurückhalten, was überschwängliche Reaktionen wohl in Grenzen halten wird.

Auch von konjunktureller Seite hat die neue Handelswoche aber durchaus etwas zu bieten. Am Mittwoch erwarten die Börsianer dann wieder mit Spannung das „Beige Book“ der US-Notenbank Federal Reserve. Am Donnerstag veröffentlicht die Regierung Einzelhandelsdaten für Dezember, am gleichen Tag stehen zudem Daten zu den Einfuhrpreisen sowie der wöchentliche Bericht vom Arbeitsmarkt an. Zahlen zur Industrieproduktion im Dezember und der von Reuters und der Universität Michigan vorgelegte Verbraucherpreisindex werden für Freitag erwartet.

Die Zeit der Langeweile ist wieder vorbei, und wir wünschen allen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche. Ziehen Sie bitte konsequent Ihre Stopps nach!

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