Solon steckt tief in der Krise

Die Berliner SOLON SE veröffentlichte heute ihren Zwischenbericht zum 30. September 2009. Die ersten neun Monate des Jahres waren durch eine im Jahresvergleich deutlich geringere Nachfrage nach Solartechnik geprägt sowie durch einen starken Rückgang der Verkaufspreise, der bis ins dritte Quartal anhielt. In Folge verbesserter Renditemöglichkeiten für Kunden hat sich der Markt für Solartechnik gegen Ende des dritten Quartals wieder belebt. Insbesondere deutsche Kunden fragen wieder verstärkt Solaranlagen nach. So konnte SOLON den Konzernumsatz im Vergleich zu den Vorquartalen 2009 erneut steigern.

Auch im Geschäft mit Systemtechnik konnten neue Großaufträge vermeldet werden. Diese werden sich allerdings aufgrund der notwendigen Vorlaufzeiten größtenteils erst ab 2010 umsatz- und ergebnisseitig auswirken, so dass der Beitrag dieses Geschäftsbereichs zur Entwicklung des Gesamtkonzerns gegenwärtig noch hinter den Erwartungen zurückbleibt. Die oben beschriebene Marktsituation spiegelt sich in den vorgelegten Unternehmenszahlen der SOLON SE wider: So lag der Konzernumsatz mit 218,4 Mio. Euro um 66 % unter dem Vorjahr (Vorjahreszeitraum: 637,0 Mio. Euro). Die Gesamtleistung ging in den ersten neun Monaten des Jahres um 68 % auf 215,7 Mio. Euro zurück (Vorjahreszeitraum: 667,3 Mio. Euro). Der Anteil der im Berichtszeitraum im Segment Komponenten erwirtschafteten Konzernerlöse lag bei 65 %, während der Anteil des Segments Systemtechnik 35 % betrug. Rund 50 % der Konzernumsätze der ersten neun Monate des Jahres 2009 wurden in Deutschland erzielt. Von Januar bis September 2009 wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 75 MWp produziert, davon 36 MWp im dritten Quartal.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf -72,2 Mio. Euro zurück (Vorjahreszeitraum: 58,5 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf -87,0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 49,4 Mio. Euro). In den Ergebnissen sind jeweils Sondereffekte in einem Umfang von -36 Mio. Euro enthalten, die aus Wertberichtigungen auf Vorräte infolge des starken Rückgangs der Verkaufspreise seit Jahresbeginn resultieren. Das Konzernergebnis nach Minderheiten betrug -146,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 27,3 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte aus der im Wesentlichen im zweiten Quartal vorgenommenen Abwertung von Beteiligungen ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Minderheiten in Höhe von -80,4 Mio. Euro Das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt -6,42 Euro (Vorjahreszeitraum: 2,18 Euro).

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