Schweinegrippe an der Börse?

Es sieht heute so aus als ob die Börse einen Schnupfen bekommt. Auch in der Vergangenheit waren aufkeimende Befürchtungen über einen pandemiefähigen Virus schon immer ein Bremsklotz für die weltweiten Finanzmärkte. Und so scheint es auch dieses mal zu sein. Nachdem wir nun die Vogelgrippe anscheinend erfolgreich eingedämmt und hinter uns gelassen haben taucht das Virus der Schweinegrippe auf. Den Ursprung hat das Virus in Mexico wurde aber bereits bei mehreren Schülern in New York diagnostiziert und stellt somit eine echte Bedrohung für das Amerikanische Volk dar. Aber nicht nur das sollte in der neuen Börsenwoche für Unsicherheit sorgen….

Die US Futures haben bereits im späten Handel am Freitag den Rückzug angetreten, und betrachtet man heute die Futures dürfte diese Bewegung noch etwas anhalten. Die letzte Woche war insgesamt deutlich volatiler als die vorangegangenen, und deutet darauf hin das der große Kursanstieg der laufenden Erholung nun langsam wieder ein Ende finden könnte. Die Analystengilde wird ebenfalls skeptischer was weiter steigende Kurse anbelangt. Nicht das diese Tatsache wirklich eine Aussagekraft hätte, aber es passt in das Gesamtbild. Die Konjunkturdaten waren zwar teilweise besser als erwartet, konnten aber ebenfalls nicht wirklich nachhaltig überzeugen, und gerade in dieser Woche stehen noch einige sehr interessante Unternehmens- und Konjunkturdaten auf dem Terminplan.

Fast die Hälfte der Dax-Unternehmen und eine unübersehbare Anzahl von Firmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe legen von Montag bis Donnerstag Zahlen vor. Am Montag berichtet Merck, am Dienstag Deutsche Bank und Daimler, am Mittwoch folgen Bayer, SAP, Volkswagen und Siemens. Am Donnerstag schließlich legen noch Lufthansa, FMC, Fresenius, BASF und MAN ihre Quartalsberichte vor. Dabei dürften die Ergebnisse des abgelaufenen Quartals eher eine untergeordnete Rolle spielen. Viel interessanter sind die für die kommenden Quartale gelieferten oder auch verweigerten Ausblicke.

Am Mittwoch dürfte es dann aber richtig spannend werden. Das Bruttoinlandsprodukt der USA für das erste Quartal hat die Volkswirte zu den verwirrendsten Schätzungen getrieben. Einige gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft um 2,6 Prozent geschrumpft ist, die Pessimisten glauben, dass das BIP um acht Prozent zurück gegangen ist. Die gemittelte Schätzung liegt bei fünf Prozent. Sollten es also mehr als fünf Prozent sein oder gar die acht dann könnte dies einen Kursrutsch auslösen. Ebenfalls Markt bestimmend dürften zumindest für diese Branchen die Zahlen von Exxon Mobil, Chevron, Procter & Gamble, Verizon und Pfizer in dieser Handelswoche sein.  Am Freitag ist die Börse geschlossen.

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