SAP, Bayer und Siemens enttäuschen ebenfalls

Nachdem am gestern die Deutsche Bank und Daimler mit ihren Quartalszahlen bei den Anlegern durchgefallen sind, folgen heute die nächsten Enttäuschungen für die Anleger von SAP, Bayer und Siemens. Wie befürchtet fällt die Qartalsberichts-Saison im Dax durch die Bank schlechter aus als erwartet. Somit dürften auch die Vorschusslorbeeren der vergangenen Woche weiter abgebaut werden. Auf der Agenda stehen heute ebenfalls noch die Zahlen von Fresenius Medical Care und Volkswagen…

SAP, Europas größter Softwarekonzern verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinneinbruch. Das Neulizenz-Geschäft bekam einen deutlichen Dämpfer und sank um ein Drittel. Einschließlich der vor einem Jahr übernommen Tochter Business Objects schrumpfte der Umsatz insgesamt von 2,46 auf 2,065 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 2,54 Mrd. Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sackte von 359 auf 332 Mio. Euro. Unterm Strich sank derImmerhin bekräftigte SAP die Jahresprognose einer EBIT-Marge vor Sonderposten zwischen 24,5 bis 25,5 Prozent.

Bei Bayer sah es nicht viel besser aus. Im ersten Quartal gingen Umsatz und operatives Ergebnis kräftig zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie vor Sondereinflüssen sank auf 1,7 Mrd. Euro. Das Gesundheits- und Pflanzenschutzgeschäft dämpfte die Folgen des Einbruchs im Chemiegeschäft etwas. Der Umsatz ging insgesamt um 7,5 Prozent auf 7,895 Mrd. Euro zurück. Unter dem Strich verzeichneten die Leverkusener einen Gewinnrückgang auf 425 Mio. Euro. Bayer kappte zudem die Prognose für das Gesamtjahr!

Siemens steigerte zwar den Umsatz um fünf Prozent auf 18,955 Mrd. Euro und den GEwinn gar von 412 Mio. Euro auf 1,013 Mrd. Euro. Doch meldete Siemens gleichzeitig einen starken Auftragsrückgang. Konzernweit fielen die Bestellungen binnen eines Jahres um 11 Prozent auf 20,864 Mrd. Als Konsequenz kappte Siemens wie erwartet seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen rechnet nun in seinen drei Kernfeldern Industrie, Energie und Medizintechnik mit einem Ergebnis über dem Vorjahresniveau von 6,6 Milliarden Euro. Bislang hatte der Konzern 8,0 bis 8,5 Milliarden Euro verdienen wollen.

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