Russlands schwacher Rubel und das Gas…

Russland steckt tief in der Krise. Der dramatische Nachfrageeinbruch für Vorprodukte wie Stahl, Rohre und Dünger auf dem Weltmarkt hat Russlands Industrieproduktion im November zu Fall gebracht, und auch der sonstige Rohstoffmarkt ist am Boden. Wegen des Preisverfalls bei Gas und Öl ist der Rubel extrem unter Druck, und auch die Lieferkürzungen der OPEC die von Russland unterstütz wurden können daran wohl nichts ändern. Der Ölpreis ist heute wiedermal auf ein historisches Tief bei 38,- Dollar je Barrel gefallen. Die Lage für Russland ist ernst, sehr ernst. Auch eine Abwertung des Rubels hat bis dato nicht den gewünschten Erfolg gebracht, das Kapital wandert weiter aus dem Land und verschlechtert die Lage damit weiter.

Wie immer geben die Russen den Ernst der lage nicht zu und machen auf heile Welt. Anlegern sei geraten sich aus diesem Anlagegebiet weiterhin fern zu halten, denn das dicke Ende könnte erst noch kommen. Die Tatsache, dass viele Unternehmen und selbst lokale Behörden keine Löhne mehr auszahlen, weckt böse Erinnerungen. Die Angst vor einer Flucht aus dem Rubel und vor Unruhen in strukturell besonders schwachen Regionen steigt. Banken wie Goldman Sachs und Citigroup rechnen 2009 mit einer weiteren Abwertung des Rubels von bis zu 25 Prozent.

Ich hatte bereits vor ein paar Woche darüber berichtet das der Schuldenberg der Ukraine alleine bei dem Gaszulieferer Gazprom enorm ist. Gazprom stellt der Ukraine nun ein Ultimatum bis zum ersten Januar die Schulden komplett zu tilgen. Ansonsten würde Gazprom die Lieferungen sofort einstellen. was das bedeutet ist klar, eine Menge Ukrainer müssen bittrelich frieren. Das wird die Ukraine nicht zulassen und die Pipelines nach Europa die genau durch das eigene Land laufen gegebenen Falls einfach anzapfen. Was das dann heißt können wir uns leider alle ausrechnen…

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